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Veröffentlicht am 24.06.2026

Mitten im Leben, mitten im Umbruch

Halbzeit mit Aussicht
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Halbzeit mit Aussicht hat mich auf eine angenehme Art abgeholt, auch wenn nicht alles zu hundert Prozent meins war. Die Autorin schreibt über dieses typische „Was mach ich jetzt eigentlich mit meinem Leben?“-Gefühl, ...

Halbzeit mit Aussicht hat mich auf eine angenehme Art abgeholt, auch wenn nicht alles zu hundert Prozent meins war. Die Autorin schreibt über dieses typische „Was mach ich jetzt eigentlich mit meinem Leben?“-Gefühl, das viele Frauen so um die 40, 50 herum kennen. Kinder werden größer, Beziehungen verändern sich, und plötzlich hat man wieder Zeit – und weiß gar nicht so genau, wohin damit.

Adrienne Friedlaender erzählt offen, ehrlich und mit einem Humor, der oft genau ins Schwarze trifft. Man merkt, dass sie nichts beschönigt, aber trotzdem positiv bleibt. Viele Gedanken kennt man einfach – dieses Hin‑ und Her zwischen „Ich will was Neues ausprobieren“ und „Hoffentlich blamier ich mich nicht komplett“. Manche Szenen sind richtig warmherzig, andere bringen einen zum Lachen, und ein paar bleiben hängen, weil sie so ehrlich sind.

Ein paar Kapitel haben sich für mich gezogen, da war ich gedanklich schon weiter. Und manche Beispiele oder Vergleiche waren mir persönlich zu schräg – da war ich kurz raus. Auch das Buchdesign fand ich eher so „okay“, aber nicht besonders.

Die Grundidee, das Älterwerden mit Humor, Mut und ein bisschen Chaos anzugehen, kommt super rüber. Das Buch macht Lust, selbst mal wieder was Neues auszuprobieren oder Dinge anzupacken, die man ewig vor sich herschiebt. Es ist ehrlich, nahbar und hat Herz.

Für mich ein gutes Buch mit kleinen Schwächen

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Veröffentlicht am 15.06.2026

Der große Poyais Schwindel

Poyais. Ein Land, das es nie gab
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Der Roman zeigt sehr eindrücklich, wie Menschen im Jahr 1822 alles aufgeben, weil sie an ein besseres Leben glauben. Sie träumen von Freiheit, Hoffnung und einem Neuanfang – und merken viel zu spät, dass ...

Der Roman zeigt sehr eindrücklich, wie Menschen im Jahr 1822 alles aufgeben, weil sie an ein besseres Leben glauben. Sie träumen von Freiheit, Hoffnung und einem Neuanfang – und merken viel zu spät, dass das Land Poyais gar nicht existiert. Genau das macht die Geschichte so bewegend und auch traurig.

Es gibt zwei Erzählstränge: Julie flieht vor einer geplanten Ehe und reist mit Carl nach Poyais. Und Liam, der schon früher mit dem Betrüger MacGregor unterwegs war, kämpft mit den Folgen dieser Zeit. Am Ende treffen beide Geschichten aufeinander und man sieht, wie leicht Menschen damals getäuscht wurden – und wie hart die Konsequenzen waren.

Der Roman wirkt gut recherchiert. Die Beschreibungen von Schiffen, Armut, Politik und dem Leben im Jahr 1822 sind sehr anschaulich. Man versteht schnell, warum so viele Menschen an Poyais geglaubt haben. Manche Teile, vor allem die Kriegsszenen, waren für mich etwas lang, aber sie zeigen gut, wie brutal diese Zeit war.

Julie ist eine starke Figur, auch wenn sie manchmal fast zu leicht durch die Ereignisse kommt. Liam dagegen hat mich mehr berührt – seine Erlebnisse sind schwerer und emotionaler. Die Nebenfiguren bringen immer wieder kleine Überraschungen und machen die Geschichte abwechslungsreich.

Spannend fand ich, dass man über Gregor MacGregor selbst gar nicht so viel erfährt. Trotzdem spürt man ständig seinen Einfluss. Er wirkt wie ein Schatten über allem – ein Mann, der mit schönen Worten ganze Gruppen in die Irre geführt hat.

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Veröffentlicht am 13.06.2026

lustiges und spannendes Kinderbuch

Mäc Mief und die rätselhafte Schafentführung
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Wir begleiten das Schaf Mäc Mief, das total verliebt ist – und zwar in Malvina, ein hübsches Schafsmädchen. Doch als er sie wiedersehen will, ist sie plötzlich verschwunden. Für Mäc Mief ist sofort klar: ...

Wir begleiten das Schaf Mäc Mief, das total verliebt ist – und zwar in Malvina, ein hübsches Schafsmädchen. Doch als er sie wiedersehen will, ist sie plötzlich verschwunden. Für Mäc Mief ist sofort klar: Das ist eine Entführung! Und damit beginnt ein neues Abenteuer quer durch Schottland.

Zum Glück ist seine beste Freundin Bonnie, die Hütehündin, wieder dabei. Sie hat eine super Spürnase und bringt viel Witz in die Geschichte. Die beiden geraten in jede Menge Chaos, werden dreckig, zerzaust und erleben viele verrückte Situationen. Genau das macht das Buch so lebendig und macht Kindern richtig Spaß.

Die Geschichte ist leicht zu lesen, sehr humorvoll und trotzdem spannend. Die Illustrationen sind bunt, fröhlich und passen perfekt zu den tierischen Ermittlern. Man merkt, wie viel Herz in den Figuren steckt – Mäc Mief ist einfach liebenswert, Bonnie clever und mutig, und die schottische Umgebung macht alles noch gemütlicher und abenteuerlicher.

Für Kinder ab etwa 6–8 Jahren ist das Buch super geeignet – zum Vorlesen oder zum ersten Selberlesen. Die Kapitel sind kurz, die Schrift ist groß, und es passiert immer etwas, sodass niemand die Lust verliert.

Für uns war es ein richtig schönes Leseabenteuer: viel Gelächter, viel Miträtseln und ganz viel Tierliebe. Ein warmherziger, witziger Kinderkrimi, der sofort gute Laune macht.

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Veröffentlicht am 07.06.2026

Sehr raue Sprache, aber temporeich und spannend

Die Toten von morgen
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Der Krimi hat eine ziemlich düstere Stimmung, und Berlin wirkt hier wie ein eigener, grauer Charakter. Im Österreichpark liegt ein junger Mann mit Kopfschuss, keine Papiere, keine Zeugen – und ...

Der Krimi hat eine ziemlich düstere Stimmung, und Berlin wirkt hier wie ein eigener, grauer Charakter. Im Österreichpark liegt ein junger Mann mit Kopfschuss, keine Papiere, keine Zeugen – und mittendrin Nihal, die sowieso schon genug mit sich selbst zu tun hat. Familie, Vergangenheit, alte Bekannte, alles hängt ihr im Nacken.

Spannend ist, wie die Geschichte aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt wird. Die Kapitel sind kurz, das Tempo bleibt hoch, und man rutscht schnell in diese Berliner Unterwelt rein. Die Figuren sind interessant, egal ob Ermittler oder Gangster – manche fast schon überzeichnet, aber auf eine unterhaltsame Art.

Was wirklich heraussticht, ist die Sprache. Sehr rau, sehr direkt, manchmal fast abgehackt. Das passt zwar zur Atmosphäre, war aber erst mal ungewohnt und hat ein bisschen Eingewöhnung gebraucht.

Insgesamt ein solider Großstadtthriller mit viel Schattenwelt, Machtspielchen und einer Hauptfigur, die gleichzeitig stark, verletzlich und ziemlich kompliziert ist.

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Veröffentlicht am 25.05.2026

Frida wird Vorschulkind. Aufregend.

Einfach Frida! Hurra, mein letztes Kindergartenjahr!
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„Einfach Frida!“ ist ein echt schönes Buch über Fridas letztes Kindergartenjahr. Es zeigt viele Situationen, die Kinder kurz vor der Schule erleben – mal lustig, mal aufregend, mal ein bisschen ...

„Einfach Frida!“ ist ein echt schönes Buch über Fridas letztes Kindergartenjahr. Es zeigt viele Situationen, die Kinder kurz vor der Schule erleben – mal lustig, mal aufregend, mal ein bisschen mulmig. Beim Lesen merkt man schnell: So geht es fast allen Vorschulkindern.
Frida ist 6 und im letzten Kindergartenjahr. Sie freut sich auf die Schule, hat aber auch ein paar Sorgen. Genau wie viele Kinder in diesem Alter.
Manchmal will sie morgens gar nicht in die Kita, manchmal ist sie super aufgeregt – zum Beispiel vor der Seepferdchen‑Prüfung oder der Übernachtung im Kindergarten.

Ihre Mama ist dabei total liebevoll und ruhig, was richtig gut tut und auch uns Eltern daran erinnert, wie man solche Momente entspannt begleiten kann.
Der Text ist einfach und gut verständlich. Es ist aber schon ein Buch mit viel Schrift und weniger Bildern, also eher etwas für Vorschulkinder oder zum gemeinsamen Vorlesen.
Die Kapitel sind kurz genug, um abends eins zu lesen – perfekt, wenn das Kind noch nicht so lange zuhören mag.
Die Bilder sind richtig schön gemacht: bunt, warm und voller kleiner Details. Kinder können sich super in Frida hineinversetzen. Das Buch nimmt Kinder ernst und zeigt ihnen: Du bist nicht allein mit deinen Gefühlen.

Ein warmherziges, ehrliches Buch über die Zeit zwischen Kindergarten und Schule.

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