Mitten im Leben, mitten im Umbruch
Halbzeit mit AussichtHalbzeit mit Aussicht hat mich auf eine angenehme Art abgeholt, auch wenn nicht alles zu hundert Prozent meins war. Die Autorin schreibt über dieses typische „Was mach ich jetzt eigentlich mit meinem Leben?“-Gefühl, ...
Halbzeit mit Aussicht hat mich auf eine angenehme Art abgeholt, auch wenn nicht alles zu hundert Prozent meins war. Die Autorin schreibt über dieses typische „Was mach ich jetzt eigentlich mit meinem Leben?“-Gefühl, das viele Frauen so um die 40, 50 herum kennen. Kinder werden größer, Beziehungen verändern sich, und plötzlich hat man wieder Zeit – und weiß gar nicht so genau, wohin damit.
Adrienne Friedlaender erzählt offen, ehrlich und mit einem Humor, der oft genau ins Schwarze trifft. Man merkt, dass sie nichts beschönigt, aber trotzdem positiv bleibt. Viele Gedanken kennt man einfach – dieses Hin‑ und Her zwischen „Ich will was Neues ausprobieren“ und „Hoffentlich blamier ich mich nicht komplett“. Manche Szenen sind richtig warmherzig, andere bringen einen zum Lachen, und ein paar bleiben hängen, weil sie so ehrlich sind.
Ein paar Kapitel haben sich für mich gezogen, da war ich gedanklich schon weiter. Und manche Beispiele oder Vergleiche waren mir persönlich zu schräg – da war ich kurz raus. Auch das Buchdesign fand ich eher so „okay“, aber nicht besonders.
Die Grundidee, das Älterwerden mit Humor, Mut und ein bisschen Chaos anzugehen, kommt super rüber. Das Buch macht Lust, selbst mal wieder was Neues auszuprobieren oder Dinge anzupacken, die man ewig vor sich herschiebt. Es ist ehrlich, nahbar und hat Herz.
Für mich ein gutes Buch mit kleinen Schwächen