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Veröffentlicht am 16.03.2026

Alt genug - um loszulassen

Alt genug
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Das Buch Alt genug von Ildikó von Kürthy ist sehr persönlich und leicht zu lesen. Die Autorin erzählt offen über ihr Leben in der Lebensmitte. Sie spricht über die Wechseljahre, über Ängste und ...

Das Buch Alt genug von Ildikó von Kürthy ist sehr persönlich und leicht zu lesen. Die Autorin erzählt offen über ihr Leben in der Lebensmitte. Sie spricht über die Wechseljahre, über Ängste und darüber, wie befreiend es sein kann, älter zu werden. Sie merkt, dass sie niemandem mehr etwas beweisen muss und endlich Dinge tun darf, die sie früher nicht gewagt hat. Dazu gehören Reisen nach New York oder sogar ein Casting bei Germany’s Next Topmodel.

Der Stil ist humorvoll, warm und ehrlich. Von Kürthy zeigt sich verletzlich, aber auch mutig. Sie verbindet kleine Geschichten aus ihrem Alltag mit Gedanken über das Älterwerden. Manchmal ist es lustig, manchmal nachdenklich, aber immer sehr menschlich. Beim Lesen fühlt man sich, als würde man mit ihr an einer Bar sitzen und ihr zuhören, wie sie von ihrem Leben erzählt.

Viele Frauen in der Lebensmitte werden sich in diesem Buch wiederfinden. Die Autorin spricht Themen an, über die oft geschwiegen wird, und bricht damit liebevoll einige Tabus. Sie zeigt, dass Älterwerden nicht bedeutet, bergab zu gehen, sondern dass eine neue Freiheit beginnt. Das Buch macht Mut, sich selbst anzunehmen, gelassener zu werden und Veränderungen zuzulassen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
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  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.03.2026

Ein warmes, gefühlvolles Buch über Heimat, Familie und Neuanfang

Und das Glück duftet nach Wolken und Meer
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„Und das Glück duftet nach Wolken und Meer“ ist ein richtiger Wohlfühlroman, der sich anfühlt wie ein kurzer Urlaub an der irischen Küste. Die Autorin beschreibt Old Quay so lebendig, dass man das Meer ...

„Und das Glück duftet nach Wolken und Meer“ ist ein richtiger Wohlfühlroman, der sich anfühlt wie ein kurzer Urlaub an der irischen Küste. Die Autorin beschreibt Old Quay so lebendig, dass man das Meer fast riechen und den Wind spüren kann. Die Atmosphäre ist ruhig, warm und sehr emotional.

Im Mittelpunkt steht Kayla, die nach vielen Jahren aus Berlin zurück in ihr Heimatdorf kommt. Ihr Vater ist gestorben, ihr Bruder ist wütend auf sie, und die alte Geschichte um ihre verschwundene Mutter hängt immer noch über der Familie. Kayla weiß nicht, ob sie bleiben oder wieder gehen soll. Doch je länger sie in Old Quay ist, desto mehr merkt sie, wie sehr ihr die Heimat gefehlt hat.

Die Figuren wirken sehr echt und menschlich. Kayla hat Zweifel, macht Fehler und muss viel verarbeiten. Ihre Gran ist liebevoll und gibt ihr Halt. Nathan, der junge Witwer mit der Parfümerie, bringt neue Gefühle in Kaylas Leben. Und auch die schwierige Beziehung zu ihrem Bruder Logan ist glaubwürdig beschrieben. Man versteht gut, warum die beiden sich so schwer tun.

Der Schreibstil ist leicht, warm und angenehm zu lesen. Man kommt schnell in die Geschichte hinein und möchte immer wissen, wie es weitergeht. Die Themen Trauer, Familie, Schuldgefühle und Neuanfang werden einfach, aber sehr berührend erzählt. Trotzdem gibt es auch schöne, humorvolle Momente, die das Buch leicht machen.

Für mich ist es ein Roman, der ans Herz geht und gleichzeitig Hoffnung gibt. Er zeigt, dass man manchmal zurückgehen muss, um wieder nach vorne schauen zu können. Wer Irland liebt, Familiengeschichten mag und gerne in warmen, emotionalen Büchern versinkt, wird dieses Buch sehr genießen.

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Veröffentlicht am 04.03.2026

Lese Highlight Fantasy-Märchen

Eventyr-Saga 1: Tochter des Nebelwalds
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Die Geschichte beginnt sehr traurig: Ava und ihre Schwester Linn leben in großer Armut. Der Vater weiß nicht mehr, wie er die beiden ernähren soll. Deshalb bringt er sie in den Wald – und lässt sie dort ...

Die Geschichte beginnt sehr traurig: Ava und ihre Schwester Linn leben in großer Armut. Der Vater weiß nicht mehr, wie er die beiden ernähren soll. Deshalb bringt er sie in den Wald – und lässt sie dort zurück.

Im Nebelwald finden die Mädchen ein abgelegenes Haus. Dort lebt Nebula, eine geheimnisvolle Frau ohne Augenlicht, die trotzdem alles zu sehen scheint. Sie nimmt Ava und Linn auf, aber trennt die Schwestern voneinander. Die Kinder, die bei ihr leben, wirken seltsam und haben besondere Fähigkeiten. Man spürt sofort, dass in diesem Haus etwas Magisches, aber auch etwas Unheimliches steckt.

Die Atmosphäre ist durchgehend dunkel, neblig und märchenhaft. Der Wald wirkt wie ein eigener Charakter – gefährlich, aber auch faszinierend. Die Spannung baut sich langsam auf und wird im zweiten Teil der Geschichte immer stärker. Besonders Ava wächst einem schnell ans Herz. Sie ist mutig, aber auch unsicher, und kämpft die ganze Zeit darum, ihre Schwester zu schützen.

Der Schreibstil ist leicht zu lesen, bildhaft und sehr atmosphärisch. Das Ende ist spannend und offen – man merkt, dass Avas Reise gerade erst beginnt. Mich hat das Buch total gefesselt und überzeugt. Klare Weiterempfehlung.

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Veröffentlicht am 01.03.2026

Ein spannender und herzlicher Abschluss von Finns Abenteuer

Foxfighter - Rivalen des Waldes
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Foxfighter – Rivalen des Waldes erzählt Finns Geschichte so weiter, dass man sofort wieder drin ist. Finn lebt nun bei den Nachtpfoten, doch im Wald wird es erneut gefährlich. Kralle sammelt neue Schattenwesen ...

Foxfighter – Rivalen des Waldes erzählt Finns Geschichte so weiter, dass man sofort wieder drin ist. Finn lebt nun bei den Nachtpfoten, doch im Wald wird es erneut gefährlich. Kralle sammelt neue Schattenwesen um sich, und man merkt schnell, dass diesmal alle Tiere bedroht sind. Die Fuchsfamilien müssen sich zusammentun, obwohl sie sich eigentlich nicht besonders mögen. Finn steht dabei mitten im Chaos und versucht herauszufinden, wie er seine besondere Gabe richtig einsetzen kann.

Die Geschichte liest sich leicht und spannend. Man hat das Gefühl, selbst mit den Tieren durch den Wald zu laufen. Die Stimmung ist etwas dunkler als im ersten Band, aber nie so, dass es zu viel wird. Gerade für Kinder ab zehn ist das gut gemacht, aber auch als Erwachsene*r kann man das Buch problemlos genießen.

Die Figuren bleiben das Herzstück. Finn entwickelt sich weiter, macht Fehler, wächst aber daran. Stachel sorgt mit seiner frechen Art immer wieder für lustige Momente. Und Solo, der neue Fuchs, bringt ein geheimnisvolles Element in die Geschichte, das neugierig macht. Auch die anderen Tiere bekommen genug Raum, um wichtig zu wirken.

Besonders schön ist, wie der Autor Themen wie Mut, Zusammenhalt und Vertrauen einbaut, ohne dass es belehrend wirkt. Man fiebert einfach mit und möchte wissen, ob die Tiere es schaffen, den Wald zu retten.

Insgesamt ist der zweite Band ein runder, spannender Abschluss. Der Wald wirkt lebendig, die Figuren bleiben im Kopf, und die Geschichte macht einfach Spaß. Ein tolles Buch für alle, die Tierfantasy mögen – egal ob jung oder alt.

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  • Fantasie
Veröffentlicht am 01.03.2026

Magisches Zimmer, verlorene Zeit

Das White Octopus Hotel
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Eve Shaw arbeitet als Kunstgutachterin und trifft eines Tages einen seltsamen, silberhaarigen Mann. Das weckt Erinnerungen, die sie nicht einordnen kann. Sie sucht das verlassene White Octopus ...

Eve Shaw arbeitet als Kunstgutachterin und trifft eines Tages einen seltsamen, silberhaarigen Mann. Das weckt Erinnerungen, die sie nicht einordnen kann. Sie sucht das verlassene White Octopus Hotel in den Schweizer Alpen. Dort findet sie ein magisches Zimmer. Es bringt sie in die Vergangenheit des Hotels.

Die Geschichte mischt Zeitreise und Magie. Uhren und Oktopusse tauchen immer wieder auf. Eve ist eine sympathische, verletzliche Frau. Sie trägt eine schwere Erinnerung aus der Kindheit mit sich. Max, ein junger Mann mit Kriegserlebnissen, gibt der Geschichte viel Gefühl. Die Beziehung zwischen Eve und Max entwickelt sich langsam und ehrlich.

Der Schreibstil ist bildhaft und leicht zu lesen. Manchmal sind die Zeitsprünge verwirrend. Trotzdem bleibt die Handlung am Ende stimmig. Das Buch ist warm, geheimnisvoll und berührend. Wer gern sanfte Fantasy mit Gefühlen liest, wird das Buch mögen.

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