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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.02.2026

Ein Abenteuer, das süchtig macht

Creepy Chronicles – Vorsicht, Halsabschneider!
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Anders als im ersten Band war ich hier sofort wieder drin. Keine Orientierungsschwierigkeiten, kein vorsichtiges Herantasten – ich war direkt zurück in dieser Welt. Ob das daran lag, dass ich Band zwei ...

Anders als im ersten Band war ich hier sofort wieder drin. Keine Orientierungsschwierigkeiten, kein vorsichtiges Herantasten – ich war direkt zurück in dieser Welt. Ob das daran lag, dass ich Band zwei direkt im Anschluss gelesen habe und noch komplett im Flow war, oder ob der Einstieg einfach besser konzipiert ist, kann ich nicht ganz sagen. Wahrscheinlich ist es eine Mischung aus beidem.

Fest steht: Dieser zweite Band legt sofort los. Es wird schnell spannend, actionreich und teilweise richtig intensiv. Kämpfe, Monster, schräge Situationen – alles ist wieder dabei. Gleichzeitig verliert die Geschichte aber nie ihren roten Faden. Das Abenteuer bleibt klar strukturiert und entwickelt sich rasant, ohne chaotisch zu wirken.

Die drei Hauptfiguren bleiben sich treu, was ich sehr mochte. Der Witz, die kleinen Sticheleien und die Dynamik zwischen ihnen funktionieren wieder wunderbar. Gleichzeitig merkt man eine Entwicklung. Ihre Freundschaft wächst, ihre Beziehung zueinander wird stärker und gefestigter – und genau das finde ich richtig gut umgesetzt.

Das Setting hat mir wieder richtig gut gefallen. Alles ist anschaulich beschrieben, ich konnte mir jede Szene lebendig vorstellen. Besonders der Sumpf hat es mir in diesem Band angetan – unheimlich, spannend und richtig atmosphärisch.

Auch die Nebencharaktere sind wieder stark eingebunden und tragen wirklich etwas zur Handlung bei. Und dann natürlich: die Monster. Kreativ, detailreich, teilweise herrlich gruselig. Das Bestiarium mit den Zeichnungen ist erneut ein Highlight und macht das Ganze noch greifbarer.

Für mich ist das ein unglaublich gelungener zweiter Band. Er schließt ein Abenteuer sauber ab, lässt aber die große Haupthandlung offen. Und genau da liegt mein Problem: Es scheint keine weiteren Bände zu geben. Und das ist für mich ehrlich gesagt eine kleine Katastrophe, weil diese beiden Bücher für mich absolute Highlights waren.

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Veröffentlicht am 17.02.2026

Mumien, Masken und viele Fakten

Im Zeichen der Kobra
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Da ich die Reihe rund um die Zeitdetektive des Autors richtig gerne mag, bin ich mit ziemlich hohen Erwartungen in diese neue Geschichte gestartet. Vielleicht waren sie sogar ein bisschen zu hoch.

Der ...

Da ich die Reihe rund um die Zeitdetektive des Autors richtig gerne mag, bin ich mit ziemlich hohen Erwartungen in diese neue Geschichte gestartet. Vielleicht waren sie sogar ein bisschen zu hoch.

Der Einstieg fiel mir nämlich überraschend schwer. Ich habe nicht so richtig ein Gefühl für die Geschwister Yana, Yamon und Anouk bekommen, und auch das erste Setting konnte mich nicht direkt in seinen Bann ziehen. Das hat mich etwas irritiert, weil ich von den anderen Büchern des Autors gewohnt bin, schneller in die Geschichte hineinzufinden. Der Schreibstil war allerdings typisch für den Autor und von Beginn an angenehm zu lesen.

Auch die große Entdeckung zu Beginn hätte für meinen Geschmack spannender inszeniert sein können. Danach zog sich die Handlung erst einmal etwas, bevor sie endlich Fahrt aufnahm. Spätestens als die Maske und die Mumie gestohlen wurden, wurde es deutlich spannender. Ab diesem Moment ließ sich die Geschichte schnell lesen und entwickelte eine angenehme Dynamik.

Mit den Charakteren bin ich dennoch nicht ganz warm geworden. Sie blieben für mich etwas auf Distanz, sodass ich emotional nicht richtig mitgehen konnte.

Das Finale war dann wieder spannend und unterhaltsam. Besonders gut gefallen hat mir das Setting in Kairo und die vielen historischen Fakten, die in die Geschichte eingebunden sind. Genau das schätze ich an den Büchern des Autors: Man bekommt nicht nur ein Abenteuer, sondern auch viel Wissen vermittelt. Auch hier lernt man einiges über das alte Ägypten, die Pharaonen und sogar über das moderne Ägypten und aktuelle Herausforderungen.

Insgesamt ist Im Zeichen der Kobra nach einem eher zähen Einstieg eine spannende Geschichte mit viel historischem Hintergrund. Sie hat mich gut unterhalten, auch wenn sie für mich nicht ganz an die vorherigen Bücher des Autors heranreicht.

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Veröffentlicht am 17.02.2026

Monster, Atmosphäre und Supernatural-Vibes

Creepy Chronicles – Bloß nicht den Kopf verlieren!
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Schon der Titel hat mich sofort abgeholt. Creepy Chronicles klingt einfach nach genau meinem Ding. Monstergeschichten liebe ich ohnehin, und der Klappentext hat meine Erwartungen direkt ziemlich hochgeschraubt. ...

Schon der Titel hat mich sofort abgeholt. Creepy Chronicles klingt einfach nach genau meinem Ding. Monstergeschichten liebe ich ohnehin, und der Klappentext hat meine Erwartungen direkt ziemlich hochgeschraubt. Ich war also absolut bereit für ein düsteres, spannendes Abenteuer.

Und dann kam erstmal… Ernüchterung.
Die ersten rund 20 Seiten haben es mir wirklich nicht leicht gemacht. Ich hatte Schwierigkeiten, mich in der Welt zurechtzufinden, wusste nicht genau, wo ich stehe, und konnte mich einfach nicht fallen lassen. Das hat mich kurz zweifeln lassen. Aber gleichzeitig fand ich das Setting von Anfang an richtig gut, und die Grundidee hat mich neugierig genug gemacht, weiterzulesen.

Zum Glück ist der Knoten dann ziemlich schnell geplatzt. Sobald ich mich an den Erzählstil gewöhnt hatte und mehr Hintergrundinformationen bekam, war ich plötzlich voll drin. Ab da hat mich die Geschichte richtig gepackt. Die Handlung nimmt Fahrt auf, wird spannend und teilweise richtig intensiv. Dieses leicht schaurige Gefühl, bei dem man sich fast selbst über die Schulter schaut, war für mich total präsent. Ich hatte stellenweise echtes Supernatural-Feeling – nicht kopiert, aber definitiv inspiriert. Und genau das hat mich begeistert.

Die Monsterideen fand ich kreativ und detailreich. Besonders stark fand ich die Illustrationen und die Einträge im Bestiarium. Dadurch konnte ich mir alles noch lebendiger vorstellen, und das hat der Geschichte enorm geholfen. Auch die alte Frau im Haus an den Klippen war für mich ein echtes Highlight – herrlich unheimlich und genau mein Geschmack.

Mit den Hauptfiguren hatte ich ein kleines Hin und Her. Sie sind individuell, stark ausgeprägt und haben definitiv ihren Platz in der Geschichte. Trotzdem hat mir stellenweise ein bisschen Nähe gefehlt. Ich mochte sie, aber ich war nicht komplett emotional verbunden.

Wichtig finde ich noch: Auch wenn es ein Jugendbuch ab 12 Jahren ist, wird hier nichts beschönigt. Es gibt Kämpfe, es gibt Blut, und die Monster sind nicht nur niedliche Schattenwesen. Ich fand das nicht übertrieben, aber definitiv nicht weichgespült. Das sollte man im Hinterkopf behalten.

Wenn der Einstieg nicht so holprig gewesen wäre, wäre dieses Buch für mich vermutlich ein Highlight geworden. So bleibt es eine richtig starke, atmosphärische Monster-Geschichte, die mich am Ende absolut gepackt hat.

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Veröffentlicht am 17.02.2026

Ein Hörbuch, das direkt packt

Midwatch – Schule der unerwünschten Mädchen
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Schon Titel und Klappentext haben mich komplett angesprochen. Thematisch fällt das Buch mit seinem Institut, das im Alltag wie ein Internat für die Mädchen funktioniert, den Ermittlungen und den eigenwilligen ...

Schon Titel und Klappentext haben mich komplett angesprochen. Thematisch fällt das Buch mit seinem Institut, das im Alltag wie ein Internat für die Mädchen funktioniert, den Ermittlungen und den eigenwilligen Charakteren genau in mein Beuteschema. Entsprechend neugierig bin ich in die Geschichte gestartet.

Für mich war das Hörbuch eine sehr gute Wahl. Die Vertonung ist gelungen und hat es mir leicht gemacht, mich beim Hören in die Atmosphäre fallen zu lassen. Gerade bei einer Geschichte mit mehreren Figuren und einem besonderen Setting hat das für mich richtig gut funktioniert.

Der Einstieg fiel mir leicht. Ich konnte mich schnell im Institut zurechtfinden und habe rasch Zugang zu den Charakteren bekommen. Die Handlung nimmt zügig Fahrt auf, und schon bald überschlagen sich die Ereignisse. Besonders die kriminalistischen Elemente haben mir gut gefallen. Die Untersuchung ist spannend angelegt, bietet Raum zum Miträtseln und bleibt durchgehend handlungsreich, sodass keine Langeweile aufkommt. Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt und konnte richtig mitfiebern.

Ganz überzeugt hat mich das Finale nicht. Es war weiterhin unterhaltsam, ließ für mich aber noch etwas Luft nach oben. Insgesamt sehe ich in der Geschichte noch Potenzial, weshalb ich bei der Bewertung ein kleines bisschen abziehe.

Trotzdem bleibt Midwatch (1) – Schule der unerwünschten Mädchen für mich eine spannende Geschichte mit starkem Setting und viel Unterhaltungswert.

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Veröffentlicht am 17.02.2026

Ein Bilderbuch zum Innehalten

Der kleine rote Panda und die Achtsamkeit
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Der kleine Panda und die Achtsamkeit hat mir insgesamt gut gefallen. Es ist ein Buch, das nachdenklich macht und zum Innehalten einlädt, mich am Ende jedoch nicht vollständig überzeugen konnte.

Besonders ...

Der kleine Panda und die Achtsamkeit hat mir insgesamt gut gefallen. Es ist ein Buch, das nachdenklich macht und zum Innehalten einlädt, mich am Ende jedoch nicht vollständig überzeugen konnte.

Besonders positiv hervorheben möchte ich den Zeichenstil. Die Illustrationen gefallen mir sehr gut, sowohl die Darstellung der Tiere als auch die Farbwahl sprechen mich sehr an. Die Bilder wirken ruhig, harmonisch und unterstreichen die achtsame Grundstimmung des Buches. Gerade bei einem Bilderbuch ist das für mich ein entscheidender Punkt, und hier wurde ich definitiv abgeholt.

Die Texte lassen sich sehr angenehm vorlesen. Sie sind flüssig formuliert und bieten viele Anknüpfungspunkte für Gespräche. Genau das finde ich bei dieser Art von Büchern besonders wichtig: Sie regen zum Austausch an und bieten Raum, gemeinsam über Gefühle, Wahrnehmung und Achtsamkeit zu sprechen. Die Thematik ist gut verpackt und klar erkennbar – das Buch vermittelt deutlich, worum es geht.

Was mich jedoch nicht ganz überzeugen konnte, war die kaum vorhandene Handlung. Ich habe ein wenig nach einem Ziel oder einer Entwicklung gesucht, doch letztlich bleibt es bei einem Spaziergang und einzelnen Momentaufnahmen. Auch wenn es sich um ein Bilderbuch handelt und kein großes Abenteuer erwartet werden sollte, hat mir ein kleiner Spannungsbogen oder eine erkennbare Entwicklung gefehlt.

Emotional konnte mich das Buch daher nicht vollständig erreichen. Dennoch sehe ich durchaus einen Wiederlesewert, gerade wegen der gelungenen Illustrationen und der vielen Gesprächsanlässe, die sich beim gemeinsamen Lesen ergeben.

Insgesamt ist es ein gelungenes Bilderbuch mit schöner Botschaft und stimmiger Gestaltung. Für mich kein absolutes Highlight, aber durchaus empfehlenswert – besonders als ruhiger Impulsgeber rund um das Thema Achtsamkeit.

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