Die Geschichte braucht etwas Zeit um in Gang zu kommen, dann hat sie mir aber gut gefallen.
Die Oaknight-Chroniken (Bd. 2)Der Einstieg in die Geschichte ist mir dieses Mal deutlich schwerer gefallen als beim ersten Band. Für mich hat es sehr lange gedauert, bis ich wirklich in die Handlung hineingefunden habe – fast bis zur ...
Der Einstieg in die Geschichte ist mir dieses Mal deutlich schwerer gefallen als beim ersten Band. Für mich hat es sehr lange gedauert, bis ich wirklich in die Handlung hineingefunden habe – fast bis zur Hälfte wirkte die Geschichte recht zäh. Das heißt aber nicht, dass sie mir nicht gefallen hätte. Ich mochte den Schreibstil und auch die Charaktere von Anfang an, nur war es für mich schwieriger, Spannung zu empfinden und richtig in die Handlung einzutauchen.
Richtig spannend wurde es dann ungefähr ab der Hälfte bis etwa 75 %. Hier hatte die Geschichte für mich einen Wendepunkt, und ich war plötzlich richtig drin und konnte mitfiebern. Die letzten 25 % haben sich dann mehr wie eine Vorbereitung auf den dritten Teil angefühlt. Der Spannungsbogen war hier niedriger als im Abschnitt davor, trotzdem fand ich die Geschichte weiterhin interessant und es wurde nie langweilig.
Der Schreibstil hat mir das ganze Buch über wieder sehr gut gefallen, und der Autor ist dem Stil des ersten Bandes treu geblieben. Auch die Welt ist erneut richtig gut gelungen – ich habe mich sehr wohlgefühlt und konnte mir alles wunderbar vorstellen. Besonders gut fand ich, dass sich die Geschichte in diesem Teil von den Werwölfen hin zu den Vampiren bewegt hat. Die Vampire wurden toll dargestellt, spannend in die Handlung eingebunden und auch die Illustrationen waren wieder ein Highlight.
Besonders Scott und Scarlett, die Oaknight-Zwillinge, habe ich sehr ins Herz geschlossen. Sie bleiben sich auch in diesem Band treu, passen perfekt zur Geschichte, und gleichzeitig ist bei beiden eine Entwicklung erkennbar. Hier zeigt der Autor, dass er wirklich Charaktere schreiben und ausarbeiten kann. Diese beiden Figuren mag ich besonders gern.
Mit Zavah dagegen werde ich auch nach dem zweiten Band nicht richtig warm. Sie war auch in diesem Teil nicht meine Favoritin, und im Verlauf der Geschichte konnte ich ihre Handlungen und Denkweisen immer weniger nachvollziehen. Dennoch ist sie eine gut ausgearbeitete Figur – das Problem liegt eher bei mir als in der Darstellung.
Auch die vielen Nebencharaktere, die wir immer wieder treffen, sind spannend und toll aufgebaut. Ich hoffe sehr, dass einige von ihnen auch im dritten Band wieder auftauchen werden.
Insgesamt hat mir das Buch nach dem etwas schwierigen Einstieg richtig gut gefallen. Die Geschichte kann einen definitiv mitreißen und bietet viel Spannung und Atmosphäre. Ich freue mich auf jeden Fall auf ein weiteres Erlebnis in dieser Welt und besonders auf ein Wiedersehen mit den Oaknight-Zwillingen.