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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.04.2017

Schaurig, gruselig und spannend!

Spiegel des Bösen
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Als die 16jährige Sophie mit ihren Eltern Urlaub in dem alten Grand Hotel Rabenfels machen soll ist sie alles andere als begeistert. Doch kaum ist sie in der Nähe des Hotels häufen sich seltsame Begebenheiten. ...

Als die 16jährige Sophie mit ihren Eltern Urlaub in dem alten Grand Hotel Rabenfels machen soll ist sie alles andere als begeistert. Doch kaum ist sie in der Nähe des Hotels häufen sich seltsame Begebenheiten. Eine Frau die vom Dach springt, Bilder die sich bewegen und Gänge die auf einmal anders verlaufen sind da nur der Anfang. Plötzlich verschwinden dann noch Sophies Eltern und Sophie versucht sie zu finden. Doch das Gruselhotel hält sie mit aller Macht davon ab...

Das Buch ist sehr packend geschrieben! Der Autor versteht es einem die Kulisse direkt vor Augen zu führen, ich hatte stellenweise wirklich das Gefühl einen Film zu schauen! Es wird auf viele Details eingegangen die dann auch dazu führen dass man sich wirklich etwas gruselt. Das gelingt Björn Springorum wahnsinnig gut. Dafür schon mal ein großes Lob. Ich habe auch schon lange nicht mehr so sehr mitgerätselt wie alles zusammen hängt. Nach und nach werden einem eine paar Häppchen zugeworfen so dass langsam Licht ins Dunkel kommt. Ein paar Sachen sind schnell offensichtlich, aber bei vielen muss man bis zum Schluss bangen und misstrauen. Der Spannungsbogen ist die ganze Zeit bis zum zerreißen gespannt und alles endet mit einem recht großen Knall, dem dann noch ein leichter, vielleicht schon etwas zu kitschiger Abschluss folgt.

Sophie ist ein typischer Teenager. Was die Eltern sagen wird erst einmal in Frage gestellt und mit den Eltern Urlaub machen ist sowieso blöd. Umso mehr leidet sie letztendlich doch noch als nicht Gewiss ist was mit ihren Eltern passiert ist. Sie ist mutig, dickköpfig und bald heftig verliebt in ihren Mitstreiter Max. Die erste Liebe ist sehr schön und es hat mir gut gefallen die beiden dabei begleiten zu dürfen. Wenn auch die Lovestory natürlich nicht im Vordergrund steht.

Max fand ich auch sehr gelungen und einen tollen Gegenpart zu Sophie. Er ist eher besonnen und schafft es Sophie so manches mal zu beruhigen wo es bitter nötig ist. Ich mochte ihn wirklich gern.

Die anderen Charaktere hätten vielleicht noch etwas mehr Tiefe vertragen können, waren andererseits aber auch genau so richtig. Denn so konnte man doch immer noch überlegen wer auf welcher Seite steht und was wem wohl zugestoßen ist.

Das Cover sieht in Echt viel besser aus als auf der Abbildung denn ein Teil der Oberfläche glänzt auf eine Art und Weise die gut zu diesem mysterischen Buch passt. Das Grandhotel auf der Rückseite gefällt mir besonders gut.

Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung für alle die ein Buch lesen möchten dass sie packt, eine zarte Lovestory hat, einiges an Grusel bietet und zum miträteln und mitfiebern schon fast zwingt.

Veröffentlicht am 08.04.2017

Besser als Teil eins

Rache und Rosenblüte
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Entgegen vieler anderer Stimmen finde ich diesen Teil besser als den ersten. In Teil eins fand ich die andauernde Wiederholung was für ein Monster Chalid doch ist recht nervig und auch die Liebesgeschichte ...

Entgegen vieler anderer Stimmen finde ich diesen Teil besser als den ersten. In Teil eins fand ich die andauernde Wiederholung was für ein Monster Chalid doch ist recht nervig und auch die Liebesgeschichte konnte mich nicht 100%ig abholen. Den Hype konnte ich auf jeden Fall nicht verstehen, auch wenn ich das Buch recht gut fand und schnell gelesen habe.

In Band 2 allerdings ändert sich das Setting und auch Sharzad und Chalid sind größtenteils getrennt was alles entwas beruhigt. Ich fand toll dass vorherige Nebencharaktere jetzt mehr in den Fokus gerieten und auch die Liebesgeschichte zurück genommen wurde. Natürlich lieben sich die beiden immer noch, aber es ist nicht mehr so "nervig" wie in Teil eins.
Außerdem nimmt das Thema Magie zu was mir auch sehr gefallen hat.
Es erwarten den Leser einige Überraschungen und Wendungen die gut in die Geschichte passen und man auch nicht sofort durchschauen konnte.
Die Spannung baut sich immer weiter auf und das Ende hat mich zufrieden gestellt. Wobei aber das eigentliche Problem aus Teil eins viel zu schnell abgehandelt wird, dafür dass es so unlösbar erschien.

Für mich war das Buch alles in allem ein bisschen stärker wie Teil eins, die Dilogie gefällt mir ganz gut, aber der absolute Hammer ist es nicht.

Veröffentlicht am 08.04.2017

Überhaupt nicht mein Ding

Zeitfieber
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Ich muss etwas gestehen: das erste Mal seit ich Bücher rezensiere musste ich ein Buch abbrechen. Vom Verlag wurde ein "richtig humorvolles Buch, das einen laut zum Lachen bringt" versprochen. Nachdem ...

Ich muss etwas gestehen: das erste Mal seit ich Bücher rezensiere musste ich ein Buch abbrechen. Vom Verlag wurde ein "richtig humorvolles Buch, das einen laut zum Lachen bringt" versprochen. Nachdem ich mir die Inhaltsangabe durch gelesen habe war ich wirklich begeistert und habe mich sehr gefreut das Buch innerhalb einer Leserunde bewerten zu dürfen.

Doch leider wurde mein Enthusiasmus schnell weniger. Die ersten zwei, drei Kapitel war noch recht spannend und interessant, doch dann wurde es immer langatmiger und ich musste mich immer mehr mit der Lektüre abmühen. Bei der Hälfte habe ich letztendlich abgebrochen. Der Autor verliert einfach immer wieder den roten Faden; er schweift weit aus und manchmal weiß man gar nicht mehr um was es überhaupt ging. Auch die vielen Fußnoten haben mich zunehmend gestört. Anfangs fand ich sie noch gut, doch immer mehr haben sie mich genervt da hier schon bald wieder ein neues Thema eröffnet werden konnte. Wenn zwei Fußnoten eine halbe Seite füllen ist es eindeutig zu viel! Humor konnte ich leider auch keinen finden... Außer typisch britischen und der ist nun mal nicht jedermanns Sache.
Sicherlich hat Simon Garfield interessante Themen angesprochen und ich habe auch einiges gelernt, trotzdem konnte mich das einfach nicht halten. Das Buch war einfach zu voll gestopft und stellenweise kam ich mir vor wie in der Werbung für spezielle Marken.

Mein Fazit: Es wird eine unterhaltsame Zeitreise versprochen... Das kann ich jedoch nicht bestätigen. Bei Interesse lieber erst einmal in das Buch rein lesen (ruhig auch einfach in der Mitte!) und schauen ob man es mag. Ansonsten lieber Finger weg.

Veröffentlicht am 22.03.2017

Unerwartet heftig und spannend!

To the Stars - Wenn du die Sterne berührst
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Harlow kann nicht glauben, dass der drei Jahre ältere Knox sein Versprechen hält, auf sie zu warten, bis sie endlich zusammen sein können. Schließlich ist sie es, die den Pakt bricht: Als Knox sie an ihrem ...

Harlow kann nicht glauben, dass der drei Jahre ältere Knox sein Versprechen hält, auf sie zu warten, bis sie endlich zusammen sein können. Schließlich ist sie es, die den Pakt bricht: Als Knox sie an ihrem achtzehnten Geburtstag anruft, hat sie ihr Herz einem anderen geschenkt. Aber sie merkt schnell, dass sie eine katastrophale Wahl getroffen und sich an den Falschen gebunden hat. Wird Knox ihr je verzeihen können – oder ist es bereit zu spät?

**Achtung, es folgen Spoiler**

Bei diesem Klappentext erwartet man eine klassische, vielleicht auch etwas kitschige Lovestory. Doch dieses Buch ist weit mehr als das. Hier liegt das Augenmerk nämlich auf häuslicher Gewalt denn Harlows Ehemann Collin ist ein Psychopath wie er im Buche steht! Er schlägt und tyrannisiert Harlow die sich nicht traut ihn zu verlassen weil er ihre Familie bedroht. Doch als Knox plötzlich vor ihr steht verändert sich alles.

Ich war wirklich schockiert über die Zustände in Harlows zu Hause. Der Gedanke dass es vielen Frauen so geht macht mich ganz krank und gleichzeitig bin ich unendlich froh einen normalen, liebevollen Ehemann zu haben. Molly McAdams beschreibt schonungslos wie Harlow leiden muss und ich konnte das Buch wirklich nicht mehr aus der Hand legen! Ich wüsste nicht wann mich ein Buch das letzte Mal so dermaßen gefesselt hat. Anfangs fing die Geschichte noch etwas seichter an, es gab einige Rückblicke in die Zeit als Harlow und Knox sich kennen gelernt haben. Doch dann nahm die Spannung immer mehr zu als in der Gegenwart aufkam wie Harlows Leben nun ist und ich habe richtig mit ihr gelitten. Die Spannung hat sich strak aufgebaut bis irgendwann der Knall kam und danach kam noch ein ruhigerer Abschluss der Geschichte. Trotz der ganzen emotionalen Momente hat Molly McAdams nie den roten Faden verloren und das Buch wurde an keiner Stelle kitschig, was ich bei so einem Thema sehr wichtig finde.

Die Charaktere waren authentisch und greifbar. Ein paar Nebenfiguren kannte man schon von "Letting go - wenn ich falle", da in dieser Reihe die Geschichten mehrere Freunde erzählt werden.
Harlow hat ungemein Tiefe, sie hat mich wirklich berührt und ich wollte sie immer wieder in den Arm nehmen und trösten. Aber trotz allem ist sie eine starke Frau, die ihre Liebsten beschützen will und so selber leidet.
Knox ist ein toller Mann, der Ehrgefühl, Loyalität und Liebe in sich vereint. Eine tolle Figur die genau richtig ist, wie sie ist.
Collin... Eigentlich möchte ich zu dem am liebsten gar nichts sagen, aber trotzdem muss ich betonen wie gut er geworden ist. Völlig echt und in seiner Zerrissenheit und dem Wahn schon richtig gruselig. Furchtbar dass es solche Leute wirklich gibt.

Das einzige was ich bemängeln kann ich das Cover. Denn dieses aneinander gekuschelte Paar deutet auf einen recht seichten, romantischen Liebesroman hin der es aber nicht ist. Das Thema ist viel zu anspruchsvoll, dringlich und düster als es so zu verstecken. Ich denke da hätte man etwas dunkleres wählen müssen, da das Buch ja nicht nur auf Wolke 6 und 7 spielt. Auch im Klappentext hätte man vielleicht etwas eindeutiger darauf hinweisen können warum Harlow ihre Entscheidung bereut.

Von mir gibt's eine Leseempfehlung, aber nur mit dem Hinweis dass das Buch ernstere Themen behandelt als man annimmt!

Veröffentlicht am 14.03.2017

Überleben ist ein guter Anfang

Überleben ist ein guter Anfang
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Dieses Buch war für mich mal wieder etwas anderes. Fünf Krebskranke Frauen die sich auf Weltreise begeben?! Na da war ich aber gespannt.... und wurde nicht enttäuscht!

Kurz nachdem Anja sich einer Selbsthilfegruppe ...

Dieses Buch war für mich mal wieder etwas anderes. Fünf Krebskranke Frauen die sich auf Weltreise begeben?! Na da war ich aber gespannt.... und wurde nicht enttäuscht!

Kurz nachdem Anja sich einer Selbsthilfegruppe angeschlossen hat stirbt das älteste Mitglied. Die 83 jährige Sieglinde erzählt Anja aber noch wo sie das Geld versteckt hat dass sie für ihre geplante Weltreise gespart hat und dass Anja es an sich nehmen soll. Als Anja das Geld holt ist sie erschrocken über die Menge. Das ist so viel, dass alle zusammen verreisen könne. Also beschließen die Frauen in Gedenken an ihre Freundin die geplante Weltreise anzutreten.

Ab da nimmt das Buch Fahrt auf. Von Frankreich geht es nach Amerika, dann nach Peru, Australien, Indien und zum Schluss nach Ägypten. Natürlich haben die Frauen mit manchen Unternehmungen so ihre Probleme. Trotzdem wird nicht gejammert, sondern sie sind für einander da, unterstützen sich und sprechen sich Mut zu. Das hat mir besonders gut gefallen. Natürlich ist der Krebs im Buch all gegenwärtig, aber das Buch wird nicht schwerfällig oder deprimierend. Im Gegenteil, es zeigt wirklich wie die fünf Frauen ihrer Krankheit trotzen und einfach nur LEBEN. Bis zum Schluss alle wieder zu Hause ankommen und sich dabei jeder ein bisschen - oder auch ein bisschen mehr - verändert hat.

Die Frauen waren fünf sehr unterschiedliche Charaktere die mir wirklich alle ans Herz gewachsen sind. Sabine mit ihrer ruppigen Art, Greta die manchmal ganz schön naiv ist, Herta, die einfach zu gut für die Welt ist, Marion die sich manchmal zu viel aufbürdet und Anja, die noch versucht ihren Weg im Umgang mit der Krankheit zu finden. Allesamt tolle Frauen die ich sehr gerne auf iher Weltreise begleitet habe!
Der Schreibstil ist recht einfach, man braucht sich nicht zu sehr konzentrieren und das Buch lies sich flüssig weg. Besonders gefallen hat mir Grets Dialekt.

"Überleben ist ein guter Anfang" ist ein tolles Buch über starke Frauen die sich nicht von ihrer Krankheit unterkriegen lassen. Von mir gibt es definitiv eine Leseempfehlung!