How to kill a guy in ten ways
How To Kill a Guy in Ten WaysEve Kellman erzählt in ihrem Debütroman "How to kill a gut in ten ways", der am 28.02.2025 im Lübbe-Verlag in deutscher Sprache erschienen ist, von Millies Art, Frauen vor Männern zu schützen.
Inhaltsangabe:
Die ...
Eve Kellman erzählt in ihrem Debütroman "How to kill a gut in ten ways", der am 28.02.2025 im Lübbe-Verlag in deutscher Sprache erschienen ist, von Millies Art, Frauen vor Männern zu schützen.
Inhaltsangabe:
Die Protagonistin Millie hat nach der Vergewaltigung ihrer Schwester eines zur Aufgabe gemacht: Sie will den Täter finden. In der Zwischenzeit erstellt sie eine Hotline für Frauen, die sie jederzeit rufen können, wenn sie sich von Männern bedrängt fühlen. Eines Nachts gerät alles aus den Fugen und Millie kann der Verlockung nicht widerstehen, für Recht zu sorgen.
Cover und Klappentext:
Das Cover ist optisch ansprechend und kreativ gestaltet. Die Farben harmonieren gut, da es sich um Komplementärfarben handelt. Meines Erachtens lässt die Covergestaltung viel Interpretationsspielraum, sodass man dazu geneigt ist, den Roman zu kaufen oder sich zumindest den Klappentext durchzulesen. Das Cover passt insgesamt sehr gut zur Handlung. Je mehr man liest, desto deutlicher werden die einzelnen Elemente.
Erzähl- und Schreibstil:
Eve Kellmann hat einen erfrischenden Erzähl- und Schreibstil. Sie schreibt ziemlich eindrücklich, was man in der Beschreibung der Ortschaften und Vorgängen sehen kann. Außerdem ist die Ich-Perspektive sehr treffend gewählt. Man hat als Leser das Gefühl, die Handlungen hautnah mitzuerleben, wie wenn Millie ihre Geschichte persönlich erzählen würde. Was mich etwas gestört hat, sind verschiedene Rechtschreibfehler. Der Lesefluss wird insgesamt nicht dadurch gestört, aber sie sind auffällig.
Handlung:
Der Einstieg in die Geschichte ist durch den Prolog sehr gut gelungen. Schon der erste Satz zieht schnell in den Bann der Lektüre. Allerdings habe ich persönlich nach dem Prolog einige Zeit gebraucht, um vollends in die Geschichte verwickelt zu werden. Gut umgesetzt finde ich die Spannungskurven. Sie sind abwechslungsreich und an den richtigen Stellen entweder absteigend oder aufsteigend, sodass man insgesamt eher weiterlesen will.
Für eine Art Krimi-Roman finde ich einige Handlungen der Protagonistin, die ich an dieser Stelle nicht nennen möchte, etwas an den Haaren herbeigezogen, vor allem im letzten Drittel der Geschichte. Trotzdem wird die Handlung kohärent und stringent erzählt.
Charaktere:
Die Charaktere finde ich ziemlich authentisch. Mit Millie habe ich nicht so sympathisieren können, es hat mich aber nicht gestört. Das lag eher an ihren Handlungen und ihre Sichtweise auf moralische Fragestellungen. Ihre beste Freundin Nina ist dagegen super sympathisch. Sie ist eine gute Freundin, die stark zu Millie hält: im Guten wie im Schlechten. Am authentischsten beschrieben wurde meines Erachtens Millies Schwester, die nun mit den Konsequenzen der Vergewaltigung zu leben hat. Es ist einleuchtend beschrieben, warum sie auf gewisse Weise reagiert und lebt.
Insgesamt finde ich, dass "How to kill a gut in ten ways" ein solider Debütroman ist. Die Ich-Perspektive ist sehr treffend gewählt und man möchte gerne Millies Geschichte erfahren.