Leider nicht, was ich erhoffte.
Kairra. Geschenk der GötterIch hatte hohe Erwartungen an „Kairra: Geschenk der Götter“ – Mythologie und ein starkes Mädchen, dass die Welt verändern will … leider konnte mich, trotz der interessanten Grundidee und einem Anfang, ...
Ich hatte hohe Erwartungen an „Kairra: Geschenk der Götter“ – Mythologie und ein starkes Mädchen, dass die Welt verändern will … leider konnte mich, trotz der interessanten Grundidee und einem Anfang, der Komplexität und Spannung versprach, das Debüt von Asta Müller nicht überzeugen.
Kairra und ihr Bruder Lorrin leben bei den Cahchtar, außerhalb des Energie-Feldes, das den Palast und die Bewohner von „Decta-Verra“ umgibt und vor den tödlichen, alles versengenden Strahlen der beiden Sonnen schützt. Als Ausgestoßene verbringen die Geschwister ihre Tage unter der Erde, stets von Hunger, Durst und Dreck begleitet, bis Nadorr für wenige Stunden erstrahlt und Abkühlung bringt …
Doch wartet hinter dem Kraftfeld wirklich ein Paradies?
Arenakämpfe, Opferrituale und tägliche Leichen, Zekolls Wut und Skrupellosigkeit versetzen die Menschen hier in Angst und Schrecken, dämpfen die Annehmlichkeiten von Wasser und Wind. Niemand ist sicher, auch nicht Cesszia, die Cousine des Stadthalters …
Die hier erschaffene Welt ähnelt einer dystopischen, magische Elemente beschränken sich im Verlauf auf Kleinigkeiten, kommen jedoch auserwählten zugute, während der göttliche Aspekt durchweg einer Lachnummer gleichkam. Tod und Blut, Zekolls Gier, seine perfide Freude an Leid, die Gefahr, die von den Sonnen ausging, sowie das Misstrauen gegen einige Charaktere war allgegenwärtig, dennoch konnte ich dieses Abenteuer nicht mit anhaltendem Interesse verfolgen. Die Dialoge empfand ich als steif und unnatürlich, viele Formulierungen dem Setting gegenüber unpassend und den Verlauf, der aus verschiedenen Perspektiven erzählt wird, stellenweise zäh. Für mich passte hier vieles nicht zusammen, Spannung und Ereignisse kamen zu kurz, es war mir zu viel und gleichzeitig zu wenig.
Was ist jedoch gut fand, war der versteckte Kern der Geschichte:
Du bestimmst Dein Schicksal. Kein Gott.
Du triffst Deine Entscheidungen. Kein Herrscher.
Schaffen es Kairra und ihre Verbündeten – Rebellen, Verräter, Ausgestoßene und Götter – die Menschen der Sonnen-Welt aus der Unterdrückung und der blutigen Monarchie zu retten?