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Veröffentlicht am 28.12.2024

Hat mich nicht ganz überzeugen können

A Song to Drown Rivers
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Xishi ist überirdisch schön, weswegen sie dazu ausersehen wird, den König der Wu für sich zu gewinnen, um ihrer Heimat, dem Königreich der Yue zu ermöglichen, sich an diesem zu rächen.

Die Geschichte ...

Xishi ist überirdisch schön, weswegen sie dazu ausersehen wird, den König der Wu für sich zu gewinnen, um ihrer Heimat, dem Königreich der Yue zu ermöglichen, sich an diesem zu rächen.

Die Geschichte basiert auf einer chinesischen Legende, und klang für mich daher sehr viel versprechend. Die Autorin lässt Xishi selbst in Ich-Form erzählen, wodurch man als Leser:in nah dabei ist und alles aus Sicht der Protagonistin erlebt, man also an ihren Gedanken und Emotionen teilhaben kann. Man kann auch schnell verstehen warum sie sich auf so einen Deal einlässt der sie in extreme Gefahr bringen könnte. Hin und wieder konnte ich ihre Gedanken jedoch nicht nachvollziehen.Begleitet wird sie von ihrer Freundin Zhengdan, die als Palastdame eingeführt wird und ihre eigene Agenda hat.

Neben diesen beiden Frauen gibt es vor allem männliche Charaktere, die das Geschehen leiten, die beiden Könige und deren Berater, wobei vor allem Fanli, der Berater des Yue-Königs heraussticht. Nicht nur, dass er Xishi ausgesucht hat und sie vorbereitet, beide entwickeln auch Gefühle füreinander. Auch Fuchai, der König der Wu, steht im Mittelpunkt, er ist nicht ganz so wie Xishi erwartet hat, und so entwickelt sie ambivalente Gefühle für ihn.

Ambivalent stehe ich auch der Geschichte gegenüber, die leider einige Längen hat. Dennoch habe ich immer wieder gespannt gelesen. Wie wird Xishi aufgenommen werden am Hof der Wu? Kann sie den König für sich gewinnen? Und was wird passieren, wenn sie ihren Auftrag erfüllt hat?

Letzteres fand ich sehr gelungen gelöst, aber damit ist die Geschichte noch nicht zu Ende. Was dann kommt, hat mich überrascht, auch wenn es am Ende schlüssig ist. Ich bin trotzdem nicht ganz sicher, ob ich es mag. Genauso wenig, ob ich die Geschichte mag die mich manchmal fesseln konnte, von der ich mir aber mehr versprochen hatte. Ich bin auch nicht ganz sicher, in welches Genre man den Roman einordnen könnte. Historisch passt nicht, dafür gibt es zu wenig echten historischen Hintergrund. Fantasy passt ebensowenig, sieht man von einer relativ kurzen Passage ab, die man dort einordnen könnte.

Mich hat vor allem das Setting und dass der Geschichte eine Legende zu Grunde liegt, angesprochen. Die Liebesgeschichten, sind hier passend und fühlen sich auch richtig an. Natürlich ist hier einiges vorgegeben, die Autorin hatte aber auch genug Freiheit, um ihre eigene Geschichte zu schreiben, ohne die Legende zu verwässern. Leider hat der Roman immer wieder Längen und hat mich daher nicht durchgehend packen können.

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Veröffentlicht am 26.12.2024

Der letzte Band der Reihe hat mich etwas enttäuscht

Rath
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1938: Gereon Rath ist, allerdings incognito, wieder in Deutschland, da sein Vater im Sterben liegt. In Berlin ist Fritz Thormann derweil immer noch bei den Rademanns und soll zu einem strammen HJ-Kameraden ...

1938: Gereon Rath ist, allerdings incognito, wieder in Deutschland, da sein Vater im Sterben liegt. In Berlin ist Fritz Thormann derweil immer noch bei den Rademanns und soll zu einem strammen HJ-Kameraden ausgebildet werden, um später in die SS einzutreten. Als es aber schlechte Nachrichten von seiner Freundin Hannah gibt, hält ihn nichts mehr. Dann werden zwei HJ-Mitglieder ermordet, und Charlie setzt alles daran, zu ermitteln, was genau mit Hannah passiert ist, und Fritz zu entlasten, der der Morde verdächtigt wird.

Der zehnte Band der Reihe ist auch der letzte. Ich war sehr gespannt darauf, hatte aber schnell ein ungutes Gefühl, bereits der Prolog ließ mich befürchten, dass die Geschichte nicht gut ausgehen könnte. Ob ich damit recht hatte, verrate ich natürlich nicht, muss aber sagen, dass ich mir mehr vom Abschlussband erhofft hatte, am Ende habe ich den Roman eher enttäuscht zugeklappt.

Natürlich sind alle wichtigen Charaktere wieder mit dabei, wir treffen auf Ernst Gennat, Wilhelm Böhm und Reinhold Gräf, um nur einige zu nennen. Gereon aus den USA begleitet haben sein Bruder Severin und Marion Goldstein, die von Gereon etwas unmögliches verlangt. Auch die historischen Hintergründe spielen wieder eine große Rolle, was man Hannah antun will, haben zum Beispiel viele Mädchen und Frauen erleben müssen, und gegen Ende erleben wir auch die Reichsprogromnacht mit. Da Gereon unter anderem bei Konrad Adenauer unterschlüpft, bekommt auch der Alte ein paar interessante Szenen.

Erzählt wird wieder aus mehreren Perspektiven, so dass wir einen guten Überblick über das Geschehen erhalten. Die Auflösungen der Fälle bergen Überraschungen, sind aber nachvollziehbar.

Ich bin nicht ganz sicher, woran es liegt, vielleicht nur an den Umständen, in denen sie jetzt leben müssen, aber ich hatte beim Lesen öfter das Gefühl, als wären Gereon und Charlie im zehnten Band nicht die Menschen, die ich vorher neun Romane und mehrere Kurzgeschichten lang begleitet habe. Insgesamt hat mich der Roman nicht ganz so abgeholt wie die meisten der vorherigen, auch, wenn ich ihn durchaus gespannt gelesen habe.

Irgendwie hoffe ich ja, dass Volker Kutscher doch noch einmal zu den Raths zurückkehrt, vielleicht einen Nachkriegsroman schreibt.

Band 10 der Reihe konnte mich nicht so abholen wie erhofft und hat mich etwas enttäuscht. Vor allem hätte ich mir ein anderes Ende gewünscht. Ich empfehle dennoch die ganze Reihe weiterhin.

Veröffentlicht am 23.12.2024

Wunderbarer Wohlfühlroman

Ein Gebet für die achtsam Schreitenden
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Helmling und Dex verlassen die Wildnis und machen sich auf zu den Menschen, denn Helmling hat noch eine Aufgabe zu erledigen.

Im zweiten Band der Dilogie lernen wir weitere Menschen kennen, darunter ...

Helmling und Dex verlassen die Wildnis und machen sich auf zu den Menschen, denn Helmling hat noch eine Aufgabe zu erledigen.

Im zweiten Band der Dilogie lernen wir weitere Menschen kennen, darunter auch Dexs Familie. Dex und Helmling sind sich bereits sehr nahe gekommen, das vertieft sich hier noch, da sie sich nun auch im Umgang mit anderen erleben. Auch wir Leser:innen bekommen weitere Einblicke in das Wesen der beiden.

Es gibt in diesem Band noch mehr philosophische Überlegungen als im ersten, So steht zum Beispiel, als etwas in Helmling kaputt geht, die Frage im Raum, ob man es reparieren sollte, und wenn ja wie. Natürlich wird diese Frage, wie könnte es bei Becky Chambers auch anders sein, gut gelöst, hinterlässt aber auch etwas zum Nachdenken.

So ist auch der zweite Band der Dilogie ein wunderbarer Wohlfühlroman, den ich bestimmt noch einmal lesen werde, und der mich nicht so schnell loslassen wird. Ich empfehle beide Bände uneingeschränkt.

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Veröffentlicht am 22.12.2024

Ein phantastischer Wohlfühlroman

Spellshop
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In der Stadt Alysium wütet die Rebellion, viele Häuser gehen in Flammen auf, auch die Bibliothek, in der die Zauberbücher aufbewahrt werden. Die Bibliothekarin Kiela weiß sich nicht anders zu helfen, als ...

In der Stadt Alysium wütet die Rebellion, viele Häuser gehen in Flammen auf, auch die Bibliothek, in der die Zauberbücher aufbewahrt werden. Die Bibliothekarin Kiela weiß sich nicht anders zu helfen, als mehrere Kisten mit Büchern vollzuladen und dann mit diesen zu fliehen. Gemeinsam mit Caz, einer Pflanze mit Bewusstsein versucht sie über das Meer zu entkommen und landet schließlich auf ihrer Heimatinsel Caltrey. Dort hat sie vor unter dem Radar zu bleiben, doch die Insel braucht ihre Hilfe und die Magie der Zauberbücher.

Der Roman ist eindeutig ein Wohlfühlroman. Kiela mag eigentlich keine Menschen um sich, aber die Inselbewohner, zumindest die meisten, sind so liebenswürdig und ihr zugewandt, dass sie gar nicht anders kann, als sich ihnen ebenfalls zuzuwenden, das geht natürlich nicht von jetzt auf gleich. Mir hat gut gefallen, wie alles ineinandergreift und im Grunde hätte es für mich bis zum Ende so weitergehen können. Ich hätte gar nicht die Gefahrenmomente gebraucht, die sich nach einiger Zeit ergeben haben, sie haben mich sogar eher gestört.

Natürlich gibt es auch eine Liebesgeschichte, und obwohl ich auf diese meist verzichten könnte, hat mir diese gut gefallen, sie passt einfach in die Wohlfühlatmosphäre. Gut gefallen haben mir auch die Charaktere, die Bewohner:innen dieser Welt sind größtenteils keine Menschen, wenn auch oft menschenähnlich, manchmal sind es nur Nuancen, die sie von Menschen unterscheiden, so hat Kiela zum Beispiel blaue Haut. Es gibt aber auch unter anderem Zentauren und Wesen mit Schuppen oder Fell und Hörnern. Im Meer schwimmen Meermenschen und Seepferde, die aber ganz anders sind als die uns bekannten Seepferdchen. Und, natürlich, gibt es auch Magie, die allerdings vom Kaiser beherrscht wurde, der nun aber gestürzt ist.

Spellshop ist ein schöner Roman, der gut in die Cosy Fantasy passt und angenehme Lesestunden verspricht. Gerne empfehle ich ihn weiter und bin nun gespannt auf andere Romane Sarah Beth Dursts.

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Veröffentlicht am 19.12.2024

Interessante Idee

Fables
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Von einem starken Feind überfallen, müssen die überlebenden Märchenfiguren fliehen und landen in den USA, wo sie unerkannt leben.

Eine interessante Idee, die in einer Reihe mit einigen Bänden verwirklicht ...

Von einem starken Feind überfallen, müssen die überlebenden Märchenfiguren fliehen und landen in den USA, wo sie unerkannt leben.

Eine interessante Idee, die in einer Reihe mit einigen Bänden verwirklicht wurde. Dieser ist Band 1 und erzählt von einem Kriminalfall. Rose Reds Wohnung ist verwüstet, alles ist voller Blut, die Wohnungsinhaberin verschwunden. Rose Reds Schwester Snow White setzt Bigby auf deren Spur, der am Ende in Hercule-Poirot-Manier den Fall auflösen kann.

Snow White ist hier eher Schneeweißchen als Schneewittchen, und Bigby ist überraschenderweise der Böse Wolf. Dessen Verwandlung in einen Menschen kann man in einer Kurzgeschichte am Ende des Bandes nachlesen. Neben diesen beiden trifft man auf eine ganze Reihe weiterer Märchengestalten, nicht alle kann man vielleicht auf den ersten Blick zuordnen, doch hier hilft das Personenverzeichnis am Ende des Bandes, das auch die jeweiligen Märchen- beziehungsweise Fabelwesen erklärt.

Die gelungenen Zeichnungen wirken etwas altmodisch, was aber sehr gut zur an Crime Noir angelehnten Geschichte passt. Auch diese gefällt mir gut, die Auflösung des Falls ist zudem nachvollziehbar.

„Legenden im Exil“ macht Lust auf mehr, die Zeichnungen sind gelungen, die Idee ist gut und die Geschichte unterhaltsam.