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Veröffentlicht am 20.04.2024

Der schlechteste Band der Reihe

Buffy The Vampire Slayer (Staffel 11)
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Während der Ereignisse der elften Staffel wird Giles zu seinem Schutz in eine Privatschule geschickt, niemand soll merken, dass er über Magie verfügt. Allerdings ist er auch dort nicht wirklich sicher, ...

Während der Ereignisse der elften Staffel wird Giles zu seinem Schutz in eine Privatschule geschickt, niemand soll merken, dass er über Magie verfügt. Allerdings ist er auch dort nicht wirklich sicher, er bekommt es mit einem Dämon aus seiner Vergangenheit zu tun, und er verliebt sich.

Ich hatte mich sehr gefreut auf diesen Band, ein Bonusband, der parallel zur elften Staffel spielt, denn Giles ist einer meiner Lieblinge aus Serie. Eigentlich ging ich zunächst davon aus, dass der Band erst nach der elften Staffel spielt, denn zu deren Anfang war er vielleicht 13 oder 14 Jahre alt, hier wirkt er wie 16 oder 17. Warum Giles überhaupt wieder so jung ist erfährt man übrigens in den vergangenen Bänden.

Leider hat mir der Band dann nicht so gefallen, wie erhofft. Ich hätte mir z. B. mehr Schulalltag gewünscht, das hätte sehr witzig sein können. Viel zu schnell schweift die Geschichte jedoch ins dämonische Geschehen ab. Da Giles in die Schule geschickt wurde, um seine Magie zu verbergen, passt es für mich gar nicht, dass dann hier so viel Magie gewirkt wird, auch von ihm selbst.

Wer Giles kennt, weiß, dass er nicht immer Glück in der Liebe hat. Auch hier verliebt er sich in eine jemanden, die aus verschiedenen Gründen nicht so recht passend ist. Warum er sich überhaupt in Roux verliebt, ist mir auch nicht so recht klar, Teenager-Hormone wahrscheinlich.

Für mich passt, wie bereits erwähnt, die Geschichte nicht nur nicht in die elfte Staffel, ich finde sie auch sehr verworren, und hatte leider sehr schnell keine rechte Lust mehr, sie zu lesen. Für mich ergibt sie auch relativ wenig Sinn bzw. hätte ich mir ein bisschen mehr Hintergründe gewünscht.

Dieser Band wurde, im Gegensatz zu den vorherigen Bänden, von einem anderen Texter und einem anderen Zeichner erschaffen. Gelungen finde ich die Zeichnungen, vor allem die von Giles, man kann, schon auf dem Cover, den Giles erahnen, den man aus der Fernsehserie kennt. Nicht ganz so gelungen finde ich allerdings die Vampirgesichter. Außer einer kleinen Covergalerie gibt es hier keine zusätzlichen Extras.

Leider hat mir ausgerechnet der Bonusband mit Giles deutlich weniger gefallen als der Rest der Reihe. Mal sehen, inwiefern Giles' Erlebnisse hier noch einmal im nächsten Band thematisiert werden. Viel Einfluss können sie aber nicht haben, so dass dieser Band wahrscheinlich entbehrlich ist. Schade.

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Veröffentlicht am 19.04.2024

Ein weiteres Lesehighlight

Evas Rache
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Leipzig, 1922: Paul Stainer und sein Team bekommen es mit einem brutalen und skrupellosen Frauenmörder zu tun. Paul machen die toten Frauen sehr zu schaffen, und er wendet sich wieder dem Alkohol zu. Als ...

Leipzig, 1922: Paul Stainer und sein Team bekommen es mit einem brutalen und skrupellosen Frauenmörder zu tun. Paul machen die toten Frauen sehr zu schaffen, und er wendet sich wieder dem Alkohol zu. Als ein Mann scheinbar in flagranti erwischt wird, scheint der Fall gelöst, doch der Verdächtige ist ein hochdekorierter Kriegsheld.

Der Münchner Armin Dorn will auf der Leipziger Messe seine neueste Erfindung vorführen. Seine Frau Eva möchte ihn unbedingt begleiten, woran Armin aber keinerlei Interesse hegt. Eva lässt sich allerdings nicht so leicht ausbooten.

Der vierte, und wie ich mit Schrecken festgestellt habe, letzte Paul Stainer-Roman ist kein simpler Kriminalroman. Thomas Ziebula hat bereits in den Vorgängerbänden Paul Stainer, den Kriegsrückkehrer, nicht nur interessante Fälle lösen lassen, sondern auch gezeigt, wie sehr jemand nach Krieg und Gefangenschaft gezeichnet ist. In diesem Band tritt ein weiterer Charakter auf, dem es ähnlich geht, Wilfrid Nakaski, allerdings ist dessen Weg doch anders als Pauls. Auch der historische, politische und soziale Hintergrund, u. a. der Aufstieg der nationalsozialistischen Partei, spielt seine Rolle, so ist nicht nur Pauls Vater, sondern auch einer der Kollegen überzeugter Parteigänger.

Eine besondere Rolle, man kann es schon am Titel erkennen, spielt Eva Dorn. Eva, die erkennen muss, dass nicht alles in ihrem Leben so ist, wie gedacht, die das nicht auf sich sitzen lassen will, und allerhand über sich ergehen lassen muss. Ihre Entwicklung ist interessant zu beobachten. Dass ihr Mann sie „Dornröschen“ nennt, bietet Interpretationsspielraum. Wie Eva in den Rest der Geschichte passt? Da hilft wohl nur, es zu lesen.

Auch die privaten Geschichten werden weitererzählt, und auch sie sind es, die mich an diese Reihe fesseln. Am Ende würde ich nicht nur Paul Stainer, sondern auch Siggi, Mona, Rosa, Benno, Kurt Prollmann und alle die anderen, die mir ans Herz gewachsen sind, gerne noch einmal wiedertreffen.

Thomas Ziebula hat es wieder geschafft, mich von der ersten Seite an zu fesseln. Seine Charaktere, Leipzig, die Zeit, alles wird lebendig, man fühlt sich mittendrin, hofft und bangt mit den Charakteren, ärgert sich, ist entsetzt, nicht nur die spannende Handlung, auch die Emotionen binden mich an die Geschichte. Nachvollziehbar aufgelöst ist alles am Ende, und ich hoffe ein bisschen, dass Paul vielleicht doch noch einmal ermitteln wird, vielleicht in einer etwas anderen Rolle dann? Ich würde ihn schon gerne noch einmal wiedertreffen, bin aber auch nicht unzufrieden mit diesem Ende unserer „Beziehung“. Von Thomas Ziebula wünsche ich mir aber schon weitere historische Kriminalromane.

Auch Paul Stainers letzter Fall hat mir spannende Lesestunden bereitet, mich in das Leipzig von 1922 mitgenommen und auch wieder emotional berührt. Wer die anderen Bände noch nicht kennt, sollte diese zuerst lesen, ich empfehle sehr gerne die gesamte Reihe.

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  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.04.2024

Spannendes Finale der elften Staffel

Buffy The Vampire Slayer (Staffel 11)
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Magieministerin Ophelia Reyes gibt öffentlich bekannt, dass, wer sich von seiner Magie „befreien“ lässt, das Lager verlassen darf. Wesen wie Spike, die nur durch Magie leben, würden dabei sterben, womit ...

Magieministerin Ophelia Reyes gibt öffentlich bekannt, dass, wer sich von seiner Magie „befreien“ lässt, das Lager verlassen darf. Wesen wie Spike, die nur durch Magie leben, würden dabei sterben, womit klar ist, dass nicht jeder dazu bereit wäre. Auch Buffy und Willow sind zunächst entrüstet darüber, das so etwas verlangt wird, sehen aber schließlich keine andere Chance dazu, dahinter zu kommen, was tatsächlich gespielt wird, denn vieles deutet darauf hin, dass womöglich die Regierung hinter allem steckt. Hilfe dabei bekommen sie von Riley Finn und seiner Frau Sam.

Die elfte Staffel endet bereits wieder mit diesem zweiten Band, es gibt lediglich noch einen Bonusband. Wieder einmal sieht man, wie wichtig es ist, zueinander zu stehen, miteinander zu arbeiten und Dinge zu hinterfragen. Sehr gut gefällt mir auch weiterhin, wie sich die Beziehung zwischen Spike und Buffy entwickelt. Auch, dass Riley noch einmal eine etwas größere Rolle erhält, finde ich, gerade im Kontext der Staffel, gelungen.

Natürlich gibt es auch hier wieder verschiedene Cover und Skizzen zu bestaunen, besonders gut haben mir erneut die „Outtakes“ gefallen.

Die elfte Staffel ist leider nur sehr kurz, die Thematik künstlich zu strecken, wäre aber auch nicht schön gewesen, es passt also schon. Insgesamt mag ich auch diese Staffel sehr gerne.

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Veröffentlicht am 16.04.2024

Wiederentdeckte Kurzgeschichten

Nachbarn
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Diane Oliver wurde 1943 in North Carolina geboren und ist bereits 1966 auf Grund eines Unfalls verstorben. Dieser Band beinhaltet ihre vierzehn Kurzgeschichten, von denen zu ihren Lebzeiten vier veröffentlicht ...

Diane Oliver wurde 1943 in North Carolina geboren und ist bereits 1966 auf Grund eines Unfalls verstorben. Dieser Band beinhaltet ihre vierzehn Kurzgeschichten, von denen zu ihren Lebzeiten vier veröffentlicht worden waren, u. a. die Titelstory. Erst kürzlich wurden die Geschichten (wieder)entdeckt und nun in dieser Anthologie veröffentlicht.

Diane Oliver war schwarz und lebte in einer Zeit, in der die Rassentrennung noch aktuell war, vor allem in den Südstaaten. Ihre Geschichten handeln daher auch von Segregation, Diskriminierung und Ausbeutung, sie packt diese in alltägliche Situationen schwarzer Menschen. Sie erzählt im wesentlichen unaufgeregt, dadurch aber nicht weniger bedrückend. Ihre Lebenswelt war eben so.

Schon in der Titelstory kommt all dies zum Tragen. Tommy soll als erstes – und einziges – schwarzes Kind in eine weiße Schule. Erzählt wird aus Sicht seiner älteren Schwester Ellie. Die Familie erhält Hass- und Drohbriefe, Tommy hat Angst. Winifred geht es in „Die Kammer im obersten Stock“ ähnlich, nur ist es bei ihr ein College. Libby begleiten wir in „Gesundheitsdienst“ in ein Krankenhaus, wo eines ihrer Kinder geimpft werden soll. Leider müssen sie in das Wartezimmer für Schwarze, eine Garantie auf Behandlung gibt es für sie nicht. Libby trifft man übrigens in einer späteren Geschichte noch einmal wieder. Eine besondere Geschichte ist „Kein Service hier“, in der eine schwarze Familie in den Wald flieht, um dort zu leben, und die mich mit ihrer Pointe umgehauen hat.

Alle Geschichten, bis auf eine, werden aus Sicht von Frauen erzählt. Frauen haben oft noch ein zusätzliches Päckchen zu tragen. Alle dieser Frauen sind schwarz, bis auf eine. In der letzten Geschichte „Spinnen weinen ohne Tränen“ ist es eine weiße Frau, die im Mittelpunkt steht, die allerdings eine Beziehung zu einem Schwarzen aufnimmt.

Keine der Geschichten ist einfach zu lesen, nicht nur wegen ihrer Themen, man muss sich auch darauf einlassen und aufmerksam lesen. Ich hoffe, dass ich alles so verstanden habe, wie es von Diane Oliver gemeint war. Zum (noch) besseren Verständnis sollte man auf jeden Fall auch das Nachwort Tayari Jones' lesen. Ebenso sollte man die Anmerkung zur Übersetzung nicht überlesen.

Geschichten, die eine junge Frau vor etwas 60 Jahren geschrieben hat, wurden nun vollständig veröffentlicht und sind auf jeden Fall immer noch lesenswert. Ihre Themen sind durchaus noch aktuell.

Veröffentlicht am 15.04.2024

Der Finalband

Frostkiller
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Der letzte Kampf gegen Loki steht an, Gwen und ihre Freunde haben sich mit vielen Artefakten eingedeckt, doch die Schnitter haben noch ein paar fiese Tricks auf Lager.

Der letzte Band, endlich möchte ...

Der letzte Kampf gegen Loki steht an, Gwen und ihre Freunde haben sich mit vielen Artefakten eingedeckt, doch die Schnitter haben noch ein paar fiese Tricks auf Lager.

Der letzte Band, endlich möchte ich sagen. Diesen habe ich, im Gegensatz zu den vorherigen, direkt im Anschluss an den Vorgängerband gelesen, und so ist mir sehr deutlich aufgefallen, dass die Bände sich doch sehr gleichen, im Grunde wird immer die gleiche Geschichte erzählt. Und ich habe auch sehr deutlich gemerkt, dass Gwen mir einfach nicht nahe gekommen ist, vor allem ihr ständiges Gejammer ging mir sehr auf die Nerven. Nun, ich bin auch nicht ganz die Zielgruppe, habe andere, ähnliche Romane aber gemocht, mag auch das Thema. Und, das kann ich auch sagen, wenn es mythisch wurde, hat mir das doch manchmal eine Gänsehaut beschert, auch hier gibt es solche Szenen, die u. a. mit Greifen und Statuen zu tun haben.

Auch der letzte Band bedient das übliche Schema und dazu eine Reihe Klischées, beendet die Geschichte aber passend. Leider gibt es auch hier wieder einige Wiederholungen, und ich gebe zu, dass ich teilweise ein bisschen quer gelesen habe, vor allem, wenn es um Dialoge und um Kämpfe ging, da kam leider wenig Neues. Im Grunde hätte man die Reihe ebenso gut bzw. wahrscheinlich besser in zwei oder drei Bänden erzählen können, ordentlich gestrafft hätte es abwechslungsreicher sein können.

Der finale Band der Reihe ist sicher nicht ihr bester, bringt aber die Reihe passend zu Ende. Für mich hatte diese Reihe einfach zu viele Wiederholungen, zu viele Klischées und eine Protagonistin, mit der ich bis zum Schluss nicht warm wurde. Zudem folgt jeder Band dem selben Schema, was auf Dauer eher langweilt.

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