Der dritte Band der Fables-Reihe enthält mehrere Geschichten. Zunächst ist man mit Jack, dem mit der Bohnenstange, im amerikanischen Bürgerkrieg unterwegs, danach geht die Hauptstory weiter, dort müssen ...
Der dritte Band der Fables-Reihe enthält mehrere Geschichten. Zunächst ist man mit Jack, dem mit der Bohnenstange, im amerikanischen Bürgerkrieg unterwegs, danach geht die Hauptstory weiter, dort müssen die Fables zuerst ihr Geheimnis bewahren und eine Intrige meistern, die Snow White und Bigby Wolf sehr gefährlich wird. In einer Abschlussgeschichte erfahren wir, wie es mit einem Teil der kleinen Menschen aus Liliput, dem Land, das Gulliver bereiste, weiterging, nachdem die Märchenwelt von ihrem Feind bedroht wurde.
Mir hat vor allem die Haupthandlung, die an den Geschehnissen auf der Farm anschließt, gut gefallen, da sie die Geschichte spannend und nicht ohne Humor voran treibt. Die zusätzlichen Geschichten bieten neue Informationen und haben ihren eigenen Charme.
Der dritte Band der Reihe führt zum einen die Hauptgeschichte spannend fort, bringt aber auch zusätzliche Geschichten mit.
Gerade aus den Flitterwochen zurück, soll nun Lydia Nightingales neues Leben als Countess beginnen. Schon am ersten Tag wird sie in einen Mordfall verwickelt, und ihr Ehemann Nigel bald als Täter verdächtigt. ...
Gerade aus den Flitterwochen zurück, soll nun Lydia Nightingales neues Leben als Countess beginnen. Schon am ersten Tag wird sie in einen Mordfall verwickelt, und ihr Ehemann Nigel bald als Täter verdächtigt. Was bleibt ihr anders übrig, als selbst zu ermitteln und den Fall zu lösen. Zum Glück steht ihr dabei Godfrey Goodfellow, der Butler ihrer Schwiegermutter zur Seite.
Ein britischer Cosy Crime, der in der heutigen Zeit spielt, sich aber trotzdem in Adelskreisen bewegt, dazu der Start in eine neue Reihe, das machte mich zusätzlich zum Klappentext neugierig.
Zunächst hatte ich ein bisschen Probleme mit dem Erzählstil, zu viel ging es um die Beschreibung des Äußeren, die Kleidung und vor allem das Make up, doch dann las ich, dass Lydia von Beruf Kosmetikerin und Maskenbildnerin ist, und so konnte ich es zumindest akzeptieren, im weiteren Verlauf wird es auch weniger.
Lydia ist mir sympathisch, aber mein Favorit unter den Charakteren ist ganz klar der Butler, der durchaus die butlerübliche Verhaltensweisen an den Tag legt, aber auch darüber hinaus gehen kann, und zum Beispiel die Zeit nutzt, wenn seine Chefin anderweitig beschäftigt ist, und seine Dienste voraussichtlich nicht benötigt. Außerdem besitzt er die eine oder andere nützliche Fähigkeit, kennt sich an den Örtlichkeiten aus, und ist ziemlich liebenswert. Dass er zudem gerne Sprichwörter, diese aber grundsätzlich falsch, benutzt, lässt einen immer wieder schmunzeln.
Lydias Schwiegermutter, die für das junge Paar ihr bisheriges Domizil im Castle aufgegeben und in ein Herrenhaus gezogen ist, hat natürlich gewisse Allüren, man kann sie aber mögen, auch wenn sie Probleme gerne in Sherry ertränkt. Das Personal der Familie und einige Bewohner:innen des nahegelegenen Örtchens spielen ebenfalls eine Rolle, manche wird man sicher wiedertreffen.
Die Polizei, in Form von Liam Lawson, der Lydias Ehemann von Kindheit an kennt und anscheinend nicht so richtig mag, schießt sich schnell auf Nigel ein. Ihn auf andere Spuren zu bringen ist nicht so einfach, zumal wirklich einige Indizien auf Nigel hindeuten. Am Ende wird der fall einigermaßen nachvollziehbar aufgeklärt.
Dieses Ende allerdings hat mir den Roman etwas verleidet. Viel zu früh erfährt man die Auflösung, und dann wird über viele Seiten hinweg erklärt, was passiert ist, natürlich von dem:der Täter:in hochstpersönlich. Das Drumherum zu diesen Erklärungen, ich möchte das aus Spoilergründen nicht näher ausführen, soll wohl spannend sein, ist es vielleicht auch für einige, mich konnte es nicht überzeugen, mir war das Ganze viel zu langatmig und wirkte auf mich etwas weit hergeholt und nicht immer logisch. Die Motivation konnte ich schon erkennen, aber das Drumherum empfand ich als eher albern.
Ich bin gespannt, ob im nächsten Band, der schon am Ende diesen Bandes seinen Auftakt hat, noch einmal auf die Geschehnisse zurück gekommen wird. Ich würde es begrüßen, auch um zu erfahren, wie es für manche aus- beziehungsweise weiterging.
Der erste Band der Reihe konnte mich, trotz seines weniger ansprechenden Endes, unterhalten. Ich mag das Setting und besonders den die Protagonistin bei ihren Ermittlungen unterstützenden Butler. Ich vergebe hoffnungsvolle 3,5 Sterne, die ich, wo nötig, aufrunde, und bin auf Band 2 gespannt.
Seit es denken kann, ist das Mädchen mit seiner Mutter auf der Flucht, es kennt seinen Namen nicht, denn Namen sind gefährlich und könnten auf ihre Spur führen. Seit einigen Jahren leben sie in einem Autowrack ...
Seit es denken kann, ist das Mädchen mit seiner Mutter auf der Flucht, es kennt seinen Namen nicht, denn Namen sind gefährlich und könnten auf ihre Spur führen. Seit einigen Jahren leben sie in einem Autowrack in der Brisbaner Moon Street, zusammen mit anderen Getriebenen, wie das Mädchen sie nennt, alle obdachlos, haben sie hier eine kleine Familie gebildet. Eines Tages passiert ein Unglück, und das Leben des Mädchens stellt sich auf den Kopf.
Vor ein paar Jahren las ich „Der Junge, der das Universum verschlang“, war total begeistert und wollte natürlich mehr von Trent Dalton lesen. Auch in „Lola im Spiegel“ wird aus der Ich-Perspektive erzählt, dieses Mal von einem namenlosen Mädchen, wieder sind die Verhältnisse, in denen die Hauptfigur lebt, schwierig, aber nicht ohne Menschen, denen sie sich anvertrauen kann. Einer davon ist ein junger, ebenfalls obdachloser Alkoholiker, den die Protagonistin als ihren besten Freund ansieht. Aber es gibt auch andere, in der Regel wie sie obdachlos oder besser wohnungslos, denn alle haben ein gewisses Obdach, ein Auto, eine Höhle, auf jeden Fall einen Ort, an den sie sich zurückziehen können. Neben den obdachlosen Nachbar:innen gibt es noch Lola, die das Mädchen hin und wieder in einem alten Spiegel entdeckt, eine junge Frau im roten Kleid, die zu einer Vertrauten wird.
Bei der Gelegenheit kommt der Autor auch auf die sehr große Wohnungsnot in der australischen Stadt Brisbane zu sprechen, Wohnungen sind rar, es gibt sehr viel weniger als benötigt werden. Das ist ziemlich erschreckend. Und in so einer Situation ist es auch nicht einfach, für den eigenen Lebensunterhalt sorgen zu können, zumal, wenn man wie das Mädchen und ihre Mutter namenlos auf der Flucht ist. Und so verzahnen sie sich mit einem anderen Submilieu Brisbanes, dem des Verbrechens. Die Mutter, und später auch die Tochter, arbeiten für ein Frau, die nicht nur einen Meeresfrüchte-, sondern auch einen Drogenhandel betreibt. Hoffen darf man trotzdem, und so hat auch das Mädchen seine Träume, sie ist künstlerisch sehr begabt, zeichnet, was sie erlebt,und wird daher im Roman auch immer wieder die Künstlerin genannt.
Alle Charaktere sind gut ausgearbeitet, einige davon recht skurril, aber die meisten haben auch ihre ganz eigenen Päckchen zu tragen. Wir betrachten sie aus Sicht der Künstlerin, diese hat aber auch als Künstlerin eine gute Beobachtungsgabe.
Erzählt wird der Roman auf besondere Art. jedes Kapitel wird durch eine Zeichnung der Künstlerin eingeleitet, der Titel des Kapites ist sogleich der Titel der Zeichnung. Diese sehr ausdrucksstarken Zeichnungen hat Paul Heppell beigesteuert.
Fängt der Roman zunächst relativ gemächlich an, steigert sich nach und nach die Spannung, die letzten circa 100 Seiten habe ich regelrecht atemlos gelesen. Ich denke, der Roman wird aus mehreren Gründen noch länger in mir nachhallen.
Trent Dalton konnte mich wieder absolut überzeugen, eine spannende Protagonistin, mit der man mitfühlen kann, weitere interessante Charaktere, eine fesselnde Geschichte und ein guter Schuss Gesellschaftskritik ergeben einen sehr lesenswerten Roman, der sicher noch länger nachhallen wird.
Schäferin Rebecca kehrt überraschend mit ihrer Herde nach Irland zurück, die Schafe freuen sich auf ihre heimatliche Weide, doch dort ist nicht alles so, wie in ihrer Erinnerung, die Weide ist mittlerweile ...
Schäferin Rebecca kehrt überraschend mit ihrer Herde nach Irland zurück, die Schafe freuen sich auf ihre heimatliche Weide, doch dort ist nicht alles so, wie in ihrer Erinnerung, die Weide ist mittlerweile eingezäunt, und drei fremde Schafe grasen dort. Dann ist auch noch Rebecca verschwunden, und die Schafe müssen wieder einmal für Aufklärung sorgen.
Der dritte Band der Schafkrimi hat mir bisher am besten gefallen, er glänzt mit viel feinem Humor und natürlich mit seinen Schafen, von denen jedes sein eigenen Fähigkeiten hat, und alle zusammen werden benötigt, den Fall zu lösen. Es macht Spaß, zu lesen, was Schafe so alles denken könnten, wie sie uns Menschen sehen, man muss sie einfach mögen, diese Schafherde.
Die Menschen sind dabei nur Nebenfiguren, manchmal ganz hilfreich, manchmal auch störend, immer ein bisschen begriffsstutzig, und hin und wieder auch sehr gefährlich. Zu Beginn des Romans gibt es daher kein Dramatis Personae sondern ein Dramatis Oves, also ein Verzeichnis der handelnden Schafe. Aus Frankreich ist auch die Ziege Madouc mitgekommen, die sich als Schaf auf Probe bewähren muss, und deshalb natürlich hier auch mit aufgelistet ist.
Erzählt wird größtenteils aus Sicht der Schafe. Ist die Geschichte zunächst noch relativ gemütlich zu lesen, wird sie zunehmend spannender, und am Ende wird alles nachvollziehbar gelöst.
Wer die Vorgängerbände nicht kennt, kommt trotzdem gut klar, denn die Geschichte ist eigenständig, und alles, was man vielleicht wissen sollte, wird erwähnt. Es schadet aber natürlich auch nichts, wenn man die vorherigen Bände gelesen hat, zumal der erste Band gerade verfilmt wurde.
Nach dem für mich nur mittelmäßigen Vorgänger fühlte ich mir hier wieder gut unterhalten, auch der Humor kam bei mir gut an, ich hätte den Schafen bei ihren Betrachtungen und Erkenntnissen noch länger folgen können. Auch einer der menschlichen Charaktere, den sich die Schafe nach Rebeccas Verschwinden als neuen Schäfer auserkoren haben, hat mir mit seiner gelassen Art gut gefallen, sollte es einen weiteren Band geben, würde ich mich freuen, ihn dort wiederzutreffen.
Dieser dritte Band der Reihe ist für mich der bisher beste Band. Er punktet mit viel Humor und liebenswerten tierischen Protagonist:innen, ist aber auch spannend zu lesen.
Andrew freut sich sehr, dass die Ferien endlich zu Ende sind, und er wieder ins Internat kann. Nicht, weil er die Schule und den Unterricht so toll findet, sondern weil er endlich seinen Freund Thomas, ...
Andrew freut sich sehr, dass die Ferien endlich zu Ende sind, und er wieder ins Internat kann. Nicht, weil er die Schule und den Unterricht so toll findet, sondern weil er endlich seinen Freund Thomas, für den er sehr tiefgehende Gefühle hegt, wiedersehen wird. Doch Thomas ist anders als sonst, und Andrew erfährt bald auf brutale Weise, warum das so ist.
Wow, dieser Roman hat mich sehr schnell gepackt, und noch nicht einmal am Ende wieder losgelassen. CG Drews schreibt unglaublich eindringlich, oft sehr poetisch, wenn auch manchmal grausam poetisch, they malt regelrecht mit Worten. Wir erleben die Geschichte ganz aus Sicht Andrews, erfahren seine tiefsten Gefühle und Gedanken, sind bei ihm, wenn er schlimmes erlebt, hoffen mit ihm und für ihn, und fragen uns manchmal, was real ist, und was nicht. Am Ende konnte ich mich nicht gut lösen, musste das Gelesene erst einmal sacken lassen, und denke immer noch darüber nach. Nicht jede meiner Fragen wurde beantwortet, vieles ist interpretierbar, und gerade das finde ich hier sehr passend und spannend.
Neben den schon erwähnten gemalten Worten, gibt es auch mehrere Illustrationen im Buch, die manche der Wesen zeigen, denen Andrew und Thomas begegnen, und die von ihrer eigenen Fantasy erdacht wurden, denn Andrew schreibt düstere Märchen, von denen man auch ein paar zu lesen bekommt, und Thomas malt, besonders gerne die Wesen aus Andrews Märchen, auch von denen erhält man, wie schon erwähnt, Kostproben. So düster wie diese Märchen und Zeichnungen ist auch der Roman und sind ebenfalls Andrews Gedanken.
Neben den beiden spielen weitere Charaktere eine, wenn auch wesentlich kleinere Rolle. Da ist zum Beispiel Dove, Andrews Zwillingsschwester, die sich ebenfalls verändert hat. Oder Lana Lang, ja, ich musste auch an Superman denken, Doves Freundin, die versucht, sich um Andrew zu kümmern, was nicht immer einfach ist. Und dann gibt es noch die Gang, die sich einen Spaß daraus macht, Thomas und vor allem Andrew zu mobben, was wenige Konsequenzen hat, da der Drahtzieher aus einer sehr reichen Familie stammt. Lehrpersonal wird auch erwähnt, nur wenige spielen aber eine Rolle.
Die Geschichte ist sehr düster, darauf muss man sich einlassen. Auch, dass man ständig unsicher ist, was real ist, und was nicht, ist eine Herausforderung. Mich hat der Roman sehr berührt, er ist eindringlich und die Charaktere wecken Emotionen, ich habe ihn nahezu atemlos gelesen. Besonders gelungen ist die poetische Sprache, die das Lesen zum Vergnügen macht, auch wenn die Handlung auf Grund der Düsternis der Ereignisse nicht immer ein Vergnügen ist. Für mich ist der Roman eines meiner Jahreshighlights.