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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.05.2022

Nach wie vor liebe ich diese Reihe

Das Lied von Eis und Feuer 07
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Brienne ist auf der Suche nach Sansa Stark, die Eisenmänner nach einem neuen König und Cersei trauert um ihren Vater, hasst Tyrion noch mehr als vorher und hat damit zu tun, Tommen, den neuen König, zu ...

Brienne ist auf der Suche nach Sansa Stark, die Eisenmänner nach einem neuen König und Cersei trauert um ihren Vater, hasst Tyrion noch mehr als vorher und hat damit zu tun, Tommen, den neuen König, zu schützen und ihre Regierungsgewalt zu etablieren.

Auch dieser Band (Band 7 bzw. 1. Teil des 4. Originalbandes) wird wieder aus verschiedenen Perspektiven erzählt, neben Arya, Brienne, Cersei, Jamie, Samwell und Sansa werden in der Kapitelüberschrift zum Teil keine Namen genannt, sondern Beschreibungen, wie „Die Tochter des Kraken“ für Asha Graufreud. Die einzelnen Charaktere befinden sich an verschiedenen Orten und decken einen Teil der verschiedenen Protagonisten der Reihe ab.

Ich mag diese Erzählweise sehr gerne, wie überhaupt die ganze Art, wie der Autor erzählt, sehr ausführlich, aber immer nah an den Charakteren. In diesem Band fehlen zwar einige interessante Protagonisten, wie Danerys oder Tyrion, über letzteren wird wenigstens, wenn auch nichts Gutes, gesprochen, aber das wird sich bestimmt auch wieder ändern. Da viele Handlungsstränge zudem hier noch offen bleiben, kann man gespannt sein, wie es weitergeht (auch wenn man vielleicht die Serie bereits kennt, wie ich, muss man immer damit rechnen, dass die Reihe manches anders erzählt).

Dass dieser Band weniger spannend ist als manch Vorgänger, stört mich persönlich nicht, ich begleite die Charaktere einfach gerne, mag es auch zu erfahren, was zwischendurch passiert und wie sich manches entwickelt.

Im ausführlichen Anhang gibt es ein Personenverzeichnis, mit einigen Hintergrundinformationen über die einzelnen Häuser.

Auch dieser Band hat mir gut gefallen, ich bin durch die Seiten geflogen und hatte interessante Lesestunden – man sollte aber unbedingt die Vorgänger gelesen haben.

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Veröffentlicht am 26.05.2022

So könnte es gewesen sein

Mrs Agatha Christie
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Im Dezember 1926 verschwindet Agatha Christie für elf Tage spurlos, bis heute ist der Grund nicht geklärt. Marie Benedict bietet in diesem Roman einen Erklärungsversuch.

Erzählt wird abwechselnd in zwei ...

Im Dezember 1926 verschwindet Agatha Christie für elf Tage spurlos, bis heute ist der Grund nicht geklärt. Marie Benedict bietet in diesem Roman einen Erklärungsversuch.

Erzählt wird abwechselnd in zwei Zeitebenen. In Ich-Form und im Präteritum erzählt Agatha selbst in den mit „Das Manuskript“ betitelten Kapiteln, wie sie 1912 ihren späteren Ehemann Archibald Christie kennenlernt und danach von ihrem Eheleben. Das Geschehen rund um Agathas Verschwinden wird aus Perspektive ihres Ehemannes in Präsens und und der dritten Person erzählt. Archibald, genannt Archie, geriet seinerzeit selbst unter Mordverdacht. Diese Erzählweise finde ich gelungen, auch, weil man sich so zu Anfang gar nicht erklären kann, wie es so weit kommen konnte, im Laufe des „Manuskripts“ dann aber besser versteht.

In einem zweiten Abschnitt wird, nach Auffinden Agathas, die Erklärung geliefert, die Marie Benedict wohl am wahrscheinlichsen hält, und die auch tatsächlich wahr sein könnte. Agathe Christie hat bis zu ihrem Tod selbst keine Erklärung geliefert.

Schon bei „Lady Churchill“ hat mich die Autorin nicht bis zum Ende packen können, und leider ist es mir hier ähnlich ergangen. Zunächst fand ich es noch interessant zu lesen, doch mit der Zeit konnten mich die Figuren nicht mehr packen, und ich fragte mich schnell nach dem Warum. Nicht nach dem Warum Agatha verschwunden ist (das war ja sowieso die Grundfrage) sondern nach dem Warum Agatha und Archie so handeln. Gut, eine Sache wurde erst im zweiten Teil klar, aber das war für mich leider kein Aha-Erlebnis, wie es wohl beabsichtigt ist, eher war ich unzufrieden, weil ich nicht ganz nachvollziehen konnte, was ich da las. Da mich zudem die Charaktere nicht für sich einnehmen konnten, und die Geschichte schließlich auch Längen aufweist, habe ich den Roman am Ende nicht den Lesegenuss gehabt, wie ich ihn erhofft hatte.

Interessant war der Roman trotzdem, zumindest teilweise. Bisher kannte ich zwar die meisten Romane Christies, in meiner Jugend habe ich sie gerne gelesen, aber über ihr Leben wusste ich kaum etwas. Hier habe ich einiges über ihre Herkunft, ihre Sozialisation, ihre erste Ehe und die Anfänge ihres Schreibens erfahren. Auch wenn sicher nicht alles genau so stattgefunden hat, im wesentlichen war es wohl so. Und ich habe Lust bekommen, mal wieder etwas von Christie zu lesen.

Leider hat der Roman meine Erwartungen nicht ganz erfüllt. Ich habe zwar ein bisschen mehr über eine berühmte Autorin erfahren, und auch die Erzählweise auf zwei Zeitebenen finde ich gelungen, aber der Roman hat Längen, die Charaktere können mich nicht komplett überzeugen, und die Auflösung ist zwar möglich, aber nicht überzeugend erzählt.

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Veröffentlicht am 23.05.2022

Der Doctor erlebt mit seinen Begleitern wieder spannende Abenteuer

Doctor Who - Der elfte Doctor
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Der elfte Doctor ist mit Alice Obiefune, Jones und Arche unterwegs und erlebt mit ihnen allerhand Abenteuer, da geht es z. B. um die Beendigung eines galaktischen Krieges, ein Erlebnis läuft sogar rückwärts, ...

Der elfte Doctor ist mit Alice Obiefune, Jones und Arche unterwegs und erlebt mit ihnen allerhand Abenteuer, da geht es z. B. um die Beendigung eines galaktischen Krieges, ein Erlebnis läuft sogar rückwärts, und dann treffen der Doctor und seine Begleiter wieder auf SERVEYOU.inc, und der Doctor verändert sich.

Der Band greift Ereignisse aus dem Vorgängerband auf, was schon wegen der Begleiter, vor allem Arche, zu erwarten war, und am Ende wird auf die Fortsetzung im nächsten Band verwiesen. Die Geschichten greifen ineinander, und erwarten schon eine gewisse Aufmerksamkeit – dafür erhält man spannende Unterhaltung.

Die Charaktere kennt man bereits aus dem vorherigen Band, besonders interessant ist weiterhin Arche. Die Zeichnungen sind gut gelungen, auch wenn ich beim letzten Kapitel den Doctor nicht ganz so gut getroffen finde.

Die Doctor-Who-Comicbände gefallen mir immer sehr gut, man erlebt neue Abenteuer, und lernt in manchen Bänden neue Begleiter kennen, die in diesem Medium auch einmal ganz andere und besondere Wesen sein können. Ich bin gespannt auf den nächsten Band und vergebe gerne wieder volle Punktzahl und eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 22.05.2022

Atmosphärisch und interessant erzählt

Das Gift der Lüge
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Edinburgh 1849: Will Raven kehrt nach einem Jahr in Europa als Dr. Simpsons Assistent zurück und stellt fest, dass Sarah mittlerweile Mrs. Banks geworden ist. Er selbst hatte die Beziehung zu ihr abgebrochen, ...

Edinburgh 1849: Will Raven kehrt nach einem Jahr in Europa als Dr. Simpsons Assistent zurück und stellt fest, dass Sarah mittlerweile Mrs. Banks geworden ist. Er selbst hatte die Beziehung zu ihr abgebrochen, weil er eine Ehe mit einem Dienstmädchen nicht standesgemäß fand. Dennoch müssen beide weiterhin zusammenarbeiten, denn auch Sarah arbeitet noch für Dr. Simpson, allerdings nun in einer anderen Stellung. Als Will zu einem unklaren Fall hinzugezogen wird, wähnt er sich im Begriff, eine neue Krankheit zu entdecken – oder ist es doch ein Mordfall, wie Sarah vermutet?

Band 1 der Reihe hatte ja bereits gut vorgelegt, und auch Band 2 bietet wieder eine gute Mischung aus Kriminalgeschichte und Medizinhistorie, wozu auch gehört, dass einige der Charaktere, allen voran James Young Simpson, historische Persönlichkeiten sind, die tatsächlich Medizingeschichte geschrieben haben. Dazu kommt noch viel Zwischenmenschliches, wie die Beziehung zwischen Sarah und Will, aber auch Gesellschaftskritisches, wie z. B. die Stellung der Frau. So lässt sich Sarah nicht so ohne weiteres in die Rolle drängen, die ihr in jener Zeit als Frau zugeschrieben wird, und sie ist in diesem Band nicht die einzige, die sich dagegen stellt. Sehr gut hat mir in diesem Zusammenhang Sarahs Ehemann, Archie Banks, gefallen, der sie in diesem Bestreben unterstützt.

Will dagegen muss an seiner Meinung feilen, und er bekommt mehr als eine Gelegenheit dazu. Mir hat sehr gut gefallen, wie tief man in die Gedanken- und Gefühlswelt der beiden Hauptcharaktere, aus deren Perspektiven erzählt wird, eintaucht, dazu kommt noch die der Täterin, die man schnell kennenlernt, denn sie erzählt ihre Geschichte selbst in Ich-Form, auch hier kommt einiges gesellschaftskritische zum Tragen. Interessant ist, dass diese Frau auch auf einer realen Person basiert, wie man den historischen Anmerkungen im Anhang entnehmen kann.

Ein großer Pluspunkt ist für mich weiterhin, dass man gut teilhaben kann am Alltag eines Arztes jener Zeit, aber auch an den Grenzen, die ihm aus verschiedenen Gründen gesetzt sind. Will setzt sich über manche dieser Grenzen hinweg, am Ende sogar über eine sehr schwerwiegende. Auch der Fall betrifft wieder das medizinische Thema und bietet zusätzliche Einblicke. Insgesamt habe ich mich in die Zeit zurückversetzt gefühlt, die Atmosphäre stimmt.

Das Ende wirft Fragen nach der Zukunft der Reihe auf, ich hoffe, es wird einen dritten Band geben und bin schon sehr gespannt, was mich dort erwartet.

Auch Band 2 ist wieder atmosphärisch und interessant erzählt, die beiden Hauptcharaktere entwickeln sich fort, und die medizinische Thematik ist gut recherchiert. Ich hoffe sehr auf weitere Bände und vergebe wieder volle Punktzahl und eine Leseempfehlung für Genrefans.

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Veröffentlicht am 21.05.2022

Lesenswerte Anthologie

Aus dunklen Federn
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Elf gruselige Geschichten von sieben Autor:innen sind in der Anthologie enthalten, u. a. hat Markus Heitz, einer der bekanntesten Phantastik-Autoren Deutschlands zwei Geschichtn beigesteuert, in einer ...

Elf gruselige Geschichten von sieben Autor:innen sind in der Anthologie enthalten, u. a. hat Markus Heitz, einer der bekanntesten Phantastik-Autoren Deutschlands zwei Geschichtn beigesteuert, in einer davon trifft man einen Bekannten aus anderen Werken des Autors wieder, die andere ist eine Hommage an ein Märchen aus der Sammlung der Gebrüder Grimm, das ich schon immer irgendwie faszinieren fand.

Aber auch die anderen Geschichten haben einiges zu bieten. Manche sind kurz und knackig, an anderen liest man deutlich länger, manchen kann man – vielleicht – eine Message entnehmen, manche sind richtig böse, originell und/oder haben eine coole Pointe, andere sollen nur gruseln, was im übrigen alle schaffen. Wie in jeder Anthologie gibt es Geschichten, die einen mehr, andere, die einen weniger begeistern, auch hier hat mir nicht jede gleich gut gefallen, aber, was ich nicht so mochte, mögen vielleicht andere besonders gern.

Anthologien, an denen mehrere Autor:innen beteiligt sind, bieten zudem auch immer die Möglichkeit, dass man neue Autor:innen kennenlernt und Lust bekommt, die anderen Werke zu lesen.So ging es mir hier auch, und ich bin gespannt, ob ich dadurch vielleicht auf neue Lieblingsautor:innen stoße.

Mich hat die Anthologie zum großen Teil gut unterhalten und ich habe neue Autor:innen kennengelernt. Gerne vergebe ich 4 Sterne und eine Leseempfehlung an Genrefans.

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