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Veröffentlicht am 10.06.2018

Bester Band der Reihe

Hügeltreffen - Konrad von Kamms 5. Fall
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Konrad von Kamm ist nach dem Überfall auf ihn noch im Krankenstand. Währenddessen bekommen es seine Kollegen mit dem Mord an zwei Frauen zu tun. Da auch Ralf Utzschneider persönliche Probleme hat, bleibt ...

Konrad von Kamm ist nach dem Überfall auf ihn noch im Krankenstand. Währenddessen bekommen es seine Kollegen mit dem Mord an zwei Frauen zu tun. Da auch Ralf Utzschneider persönliche Probleme hat, bleibt die Leitung der Mordermittlung an Ilga Richter hängen.

Doch auch Konrad wird mit einem Todesfall konfrontiert, ein älterer, eigentlich schon abgeschlossener Fall wird auf Grund eines anonymen Hinweises wieder aufgenommen und für Konrad bald persönlicher als erwartet.

Nach der Lektüre des Vorgängerbandes musste Konrad von Kamms Fangemeinde schon befürchten, dass seine Krimireihe ein schlimmes Ende genommen hatte. Antonia Günder-Freytag hatte dann aber ein Einsehen mit uns, ließ Konrad nicht sterben und gönnte ihm noch einen (Abschluss)Band. Ob das nun das Ende der Reihe bedeutet? Man wird sehen, wir Fans jedenfalls hätten schon Lust, ihn noch einmal wiederzutreffen und zu erfahren, wie es ihm, seiner Familie und seinen Freunden/Kollegen geht.

Der Autorin ist es gelungen, die Folgen des Überfall authentisch darzustellen. Konrad ist noch lange nicht der Alte, wenn der Leser ihn hier erstmals trifft, immerhin hat der Angriff eine Menge Schäden hinterlassen. Auch Utzschneiders und Ilgas Probleme sind glaubhaft dargestellt und geben dem Roman zusätzlich Tiefe. Die beiden Fälle sind interessant, werden sinnvoll gelöst und machen es dem Leser möglich, mitzuraten.

Antonia Günder-Freytag ist wieder ein interessanter und spannender Konrad-von-Kamm-Krimi gelungen, der mich gut unterhalten hat und in meinen Augen der beste der lesenswerten Reihe ist. Mit ihm hat sie den Lesern einen gelungenen Abschied von ihrem Protagonisten gegönnt, man kann ihn nun gehen lassen – und gespannt sein, was man zukünftig von der Autorin zu lesen bekommt. Von mir gibt es 5 Sterne und eine Leseempfehlung für die gesamte Reihe.

Veröffentlicht am 01.06.2018

Nichts für mich

Mordswiesn
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Münchener Oktoberfest: Hinter einem Bierzelt wird ein Mann mit einem Bierkrug getötet. Kurz vorher hatten der Exkommissar Max Raintaler und sein früherer Kollege Franz Wurmdobler noch eine angenehme Begegnung ...

Münchener Oktoberfest: Hinter einem Bierzelt wird ein Mann mit einem Bierkrug getötet. Kurz vorher hatten der Exkommissar Max Raintaler und sein früherer Kollege Franz Wurmdobler noch eine angenehme Begegnung mit dem Toten, weswegen sie nun alles daransetzen wollen, den Todesfall zu klären. Schnell stellt sich heraus, dass es mehr als einen Verdächtigen gibt, denn der Tote hatte sich viele Feinde gemacht.

„Mordswiesn“ ist bereits der fünfte Fall mit Max Raintaler, die Vorgängerbände kenne ich allerdings nicht. Das ist aber nicht weiter schlimm, Vorwissen ist nicht notwendig, die einzige Frage, die sich mir stellte war, warum Max nicht mehr bei der Polizei ist, bzgl. seiner Frühpensionierung gab es ein paar Anspielungen, die neugierig machen (sollen).

Max Raintaler ist ein Protagonist, der wahrscheinlich eher männliche als weibliche Leser anspricht. Mit der Treue nimmt er es nicht so genau, und wenn er dann eine Eroberung im Bett hatte, ist sie auf einmal viel weniger interessant und umwerfend als vorher. Die weiteren Charaktere sind eher Stereotypen als Typen, besonders die Frauen, außer vielleicht Raintalers Lebensgefährtin Monika, mehr Püppchen als Frauen, besonders nervig finde ich hier Raintalers Eroberung Bellina, die außer „Mein Held“ wenig über die Lippen bringt.

Die Ermittlungen finde ich etwas gewöhnungsbedürftig, wenn ein Exkommissar Verhöre führen darf und von Wurmdobler als „Kollege“ vorgestellt wird, rutscht das Ganze für mich sehr ins Unrealistische. Tatsächlich wird auch recht wenig ermittelt, sondern sich vielmehr auf der Wiesn herumgetrieben, gehört vielleicht bei dem Titel mit dazu, aber mir war dieses ganze Maßtrinken doch etwas zu viel. Als Leser kann man auch ein wenig mitraten, und am Ende hatte ich den Täter richtig erraten. Das resultiert aber eher aus den, in meinen Augen völlig unnötigen, Kapiteln, die dem Täter gewidmet waren und in denen er selbst zu Wort kommt. Schnell kann man sich dort einen Eindruck von diesem machen, einen Eindruck, der mir immer weniger gefiel, und der auch leider zu einer in meinen Augen sehr aufgesetzten und abgehobenen Lösung führt, überführt werden kann der Täter letztendlich auch nur, weil er sich einfach dumm verhält, nicht etwa wegen der genialen oder auch nur kompetenten Ermittlungsarbeit.

Der Roman ist ein klarer Fall von kann man lesen, muss man aber nicht. Wer gerne Bier trinkt, aus Bayern und ein Mann ist, für den könnte der Roman vielleicht etwas sein, allen anderen, vor allem jenen, die einen guten Krimi erwarten, rate ich ab. Von mir gibt es 2,5 Sterne.

Veröffentlicht am 31.05.2018

Hat mich nicht ganz überzeugt, aber dennoch neugierig auf die Folgebände gemacht

Die Pranken des Löwen
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1110: König Henry I stellt seiner kleine Tochter Matilda Robert Fitzooth als Leibwächter zur Seite, der ihr Leben über Jahrzehnte begleiten, ihr nach Deutschland, über die Alpen, in die Normandie und wieder ...

1110: König Henry I stellt seiner kleine Tochter Matilda Robert Fitzooth als Leibwächter zur Seite, der ihr Leben über Jahrzehnte begleiten, ihr nach Deutschland, über die Alpen, in die Normandie und wieder nach England folgen und mehrfach sein Leben für sie einsetzen wird.

Nach vielen Jahren ist es Robert möglich, für sich und seine Familie einen Traum zu erfüllen. Doch das Glück hält nicht ewig, und schon sein Enkel Robin sieht sich seiner Existenz beraubt und wird zu einem der berühmtesten Geächteten, zu Robin Hood.

Mir gefällt die Idee sehr gut, die Geschichte um Robin Hood mit einem seiner Vorfahren beginnen zu lassen, und diesen einen Teil der mittelalterlichen (englischen) Geschichte miterleben zu lassen. Wer sich ein bisschen auskennt, weiß, dass Matilda nicht nur Königin und Kaiserin gewesen ist, sondern auch die Stammmutter der Plantagenets. Außerdem stürzte ihr Kampf um die englische Krone das Land in einen schlimmen Krieg, der von Anarchie geprägt war.

Der Autor hat den Roman in zwei Teile getrennt und den längeren Part Robert gewidmet. Dieser hat mir gut gefallen, da wir hier mittendrin im historischen Geschehen sind und es dem Autor gut gelungen ist, Roberts individuelle Lebensgeschichte mit den historischen Ereignissen zu verknüpfen. Mit ihm trifft der Leser eine Vielzahl historischer Persönlichkeiten, wie z. B. Papst Paschalis II, Hildegard von Bingen und Eleonore von Aquitanien. Mac P. Lornes anschauliche Erzählweise gibt dem Leser dann auch das Gefühl mit dabei zu sein. Hier ist der Roman auch oft sehr spannend, so dass man ihn ungern aus der Hand legt.

Gut gelungen finde ich in diesem Teil auch die Charaktere, allen voran Robert. Dieser, aber auch z. B. Matilda sind tiefgründig gezeichnet, ihre Charaktere sind interessant, wenn auch vielleicht manchmal etwas klischeehaft, wie auch das Geschehen hin und wieder etwas zu sehr ins Klischeehafte abdriftet, vor allem wenn es um Roberts Lebensgeschichte geht, die im Gegensatz zu Matildas fiktiv ist.

Weniger gut hat mir dagegen der zweite Teil, der sich um Robin dreht, gefallen, hier habe ich sogar ein bisschen die Lust am Weiterlesen verloren. Ich kenne die Robin-Hood-Geschichten ganz gut, und mir fiel direkt auf, dass der Autor sie ein wenig anders erzählt, als gewohnt, so ist z. B. Henry II noch König. Das finde ich allerdings nicht schlimm, man kann sich gut daran gewöhnen, und immerhin trifft man viele bekannte Charaktere der Robin-Hood-Legende wieder. Probleme habe ich hier allerdings mit den Charakteren, sie sind mir alle zu blass, zu oberflächlich, mit Robin werde ich gar nicht warm, aber auch z. B. Marian oder Little John kommen mir nicht wirklich nahe. Die Antagonisten, der Sheriff von Nottingham und Guy von Gisbourne, sind, wie man sie kennt, einfach nur böse, ein bisschen weniger schwarz hätte ihnen vielleicht gut getan. Auch die Geschichte kommt nicht an die Roberts heran, ich fand sie eher langweilig als spannend.

Ich kann gut verstehen, dass Mac P. Lorne in diesen ersten Band auch den Übergang zum eigentlichen Titelhelden der Reihe bringen wollte, aber mir hätte es gereicht, wenn er ihn hier nur eingeführt, und alles weitere in die nächsten Bände übernommen hätte. So hat man das Gefühl, zwei verschiedene Bücher zu lesen, was dem Roman nicht gut tut.

Dieser Roman ist bereits 2014 erstmals erschienen und wurde nun im Knaur-Verlag neu aufgelegt. Ich hatte beim Lesen hin und wieder das Gefühl, das etwas holprig erzählt wird, was ich von einem späteren Roman des Autors so nicht kannte. Meinen Lesefluss beeinträchtigte das aber nicht wesentlich. Das taten allerdings zunehmend Aussagen wie „konnte er da noch nicht ahnen, dass“, die im ersten Teil vielleicht noch angingen, weil man die historischen Ereignisse im wesentlichen kennt, die aber im zweiten Teil immer mehr stören, und insgesamt zu viel vorwegnehmen. Wenn der Autor damit Spannung aufbauen wollte, ist ihm das bei mir missglückt.

Dennoch bin ich neugierig geworden auf die Folgebände und nun ganz gespannt auf den zweiten Band der Reihe, in dem Robin dann hoffentlich auf Richard Löwenherz trifft. Denn, auch wenn mich die Geschichte nicht immer überzeugen konnte, vor allem im zweiten Teil, so ist der historische Unterbau gut gelungen, und auch die Zusatzinhalte, die bei einem historischen Roman für mich dazu gehören, sind gelungen: Neben zwei Karten und einem Personenregister, in dem die wesentlichen Personen erwähnt werden und die historischen gekennzeichnet sind, gibt es ein Glossar, historische Anmerkungen des Autors und eine Bibliografie.

Zwar konnte mich dieser erste Band der Reihe nicht durchgehend überzeugen, machte mich aber doch neugierig darauf, wie der Autor Robin Hoods Geschichte weitererzählen wird. Insgesamt gibt es vier Bände, die vom Knaur Verlag zügig neu aufgelegt werden, ein fünfter wird neu geschrieben. Für diesen Band kann ich leider nur 3 Sterne vergeben, wer sich aber für diese Epoche und/oder für Robin Hood interessiert, sollte der Reihe eine Chance geben.

Veröffentlicht am 28.05.2018

Eher enttäuschend

Das Geheimnis der Königin
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Catherine de Valois ist im Kloster großgezogen worden, doch nun soll sie den englischen König, Heinrich V heiraten, für die Franzosen, die mit den Engländern im 100jährigen Krieg liegen, eine Schreckgestalt. ...

Catherine de Valois ist im Kloster großgezogen worden, doch nun soll sie den englischen König, Heinrich V heiraten, für die Franzosen, die mit den Engländern im 100jährigen Krieg liegen, eine Schreckgestalt. Doch als Catherine ihn kennenlernt, ist er gar nicht so schrecklich, im Gegenteil, sie findet ihn schnell sympathisch und verliebt sich in ihn. Leider ist den beiden kein langes Glück beschieden, denn Heinrich stirbt im selben Jahr, in dem ihm ein Thronfolger geboren wird.

Catherine hat es nicht leicht am englischen Hof, sie ist Französin und man misstraut ihr. Auch die Erziehung ihres Sohnes wird in andere Hände gelegt, so dass sie sich schnell einsam fühlt. Doch dann lernt sie den Waliser Owen Tudor, Sekretär am Hof, näher kennen und verliebt sich in ihn – eine Liebe, die nicht standesgemäß ist und daher geheimgehalten werden muss.

Die Autorin hat sich für ihr Debüt eine interessante Zeit ausgesucht und, da sie selbst Waliserin ist, kann ich auch den Fokus, den sie auf Catherines Beziehung zu Owen Tudor legt, nachvollziehen. Eingebettet hat sie ihre Geschichte auch durchaus in den historischen Hintergrund, allerdings kommt mir gerade diese Einbettung oft etwas willkürlich vor. Manche Dinge werden relativ ausführlich erzählt, andere nur kurz angesprochen, ohne dass ich erkennen kann, warum. Warum z. B. wird die Hinrichtung Jeanne d'Arcs recht ausführlich aus der Sicht eines Dabeigewesenen beschrieben, während das restliche Geschehen um sie nur in Briefen erwähnt wird.. Insgesamt bleibt mir das tatsächliche historische Geschehen etwas zu sehr auf der Strecke und nicht alles, was erzählt wird, passt in den Kontext, wird wohl nur erwähnt, weil es eben geschehen ist, und deshalb erwähnt werden muss.

Im Grunde ist der Roman vor allem Liebesgeschichte, zuerst die zwischen Catherine und Heinrich, dann die zwischen Catherine und Owen, wobei die Emotionen im ersten Fall deutlicher zu spüren sind als im zweiten. Die Charaktere gehen leider, wie der historische Background, zu wenig in die Tiefe, schade, denn so kann ich mich nicht wirklich in diese hineinversetzen, so kann ich auch die Liebesgeschichte nur unzureichend nachvollziehen.

Der Roman lässt sich sehr zügig lesen, man muss beim Lesen wenig nachdenken, zumal, wenn einem der geschichtliche Hintergrund schon etwas geläufig ist – und Fans historischer Romane haben sicher bereits den einen oder anderen Roman, der zu dieser Zeit spielt, gelesen. Die ersten Seiten konnten mich schnell für sich gewinnen, dann allerdings wurde die Geschichte zunehmend seichter. Mein Kitschbarometer sprang bereits relativ früh an, allerdings noch in erträglichem Maße. Besonders schlimm fand ich in dem Zusammenhang die Dialoge, vor allem die zwischen Catherine und Heinrich.

Für mich hat die Autorin manche Chancen, die das Geschehen bietet, nicht genutzt, sie berichtet nur, bietet aber keine weitergehenden Informationen an. Warum wurden z. B. Catherine und ihre Schwester so abgerissen im Kloster abgegeben? Warum ist Catherines Witwensitz abgebrannt?

Positiv zu vermerken ist, dass die Autorin offensichtlich gut recherchiert hat, vor allem in Bezug auf die, teilweise sehr abergläubischen, Bräuche jener Zeit, die mich das eine oder andere Mal zum Schmunzeln brachten. Wenn z. B. die Hochzeitsnacht durch ein Klopfen an der Tür unterbrochen wird, und die Braut ganz selbstverständlich sagt: „Das wird die Suppe sein“, während Heinrich, diesen Brauch nicht kennend, sehr ungehalten war – sein Gesichtsausruck war sicher herrlich. Und auch sonst gibt es immer wieder humorvolle Szenen, wie z. B. die Einführung Owen Tudors, dessen walisischer Name alles andere als leicht zu merken oder auszusprechen ist, weswegen daraus dann Owen Tudor wurde.

Neben Stammbäumen der drei wichtigen Familien, die hier eine Rolle spielen, gibt es einen interessanten Anhang, in dem die Autorin erzählt, wie es nach Ende des Romans mit den wichtigsten Protagonisten weiterging, und eine Auflistung der Orte, wo man dieser Geschichte nachspüren kann, Diese Boni haben mir gut gefallen.

Mich lässt der Roman zwiegespalten zurück. Lesen lässt er sich recht gut, aber die Erwartungen, die ich an einen historischen Roman habe, werden nicht erfüllt. Die historischen Hintergründe werden etwas vernachlässigt, manchmal wirkten sie sogar eher störend. Für eine Liebesgeschichte wieder sind zu wenig Emotionen da. So ist es mehr Catherines Lebensgeschichte, aber auch hier fehlt meiner Meinung nach etwas, auch das wirkt auf mich verkürzt. Nicht alles passt zusammen, für mich haben sich manche Fragezeichen ergeben. Ich vergebe daher 3 Sterne, die Geschichte hat einen gewissen Unterhaltungswert, hat mich aber unterm Strich doch eher enttäuscht. Wer gerne Liebesgeschichten im historischen Gewand mag, könnte vielleicht mit diesem Roman glücklich werden.

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Veröffentlicht am 25.05.2018

Sehr gelungenes Staffelfinale

Man trifft sich stets zweimal (Teil 2)
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Drei Monate sind vergangen seit den Ereignissen im Vorgängerband und Janna trauert noch immer – bis eines Tages ein Mann vor ihrer Tür steht …

Fans der Reihe haben sicher den letzten Band geschockt aus ...

Drei Monate sind vergangen seit den Ereignissen im Vorgängerband und Janna trauert noch immer – bis eines Tages ein Mann vor ihrer Tür steht …

Fans der Reihe haben sicher den letzten Band geschockt aus der Hand gelegt und sich gefragt, wie es nun weitergehen soll. Nun, es geht weiter, nicht nur mit dem Abschlussband der Staffel, sondern auch mit einer weiteren Staffel, deren Startband noch in diesem Jahr herauskommen soll.

Mila Roth gelingt es in diesem Roman ganz besonders gut, die Gedanken und Emotionen ihrer Protagonisten, vor allem die Jannas, auszudrücken, als Leser kann man gar nicht anders als mitzufühlen. Und Emotionen gibt es hier wahrlich genug, noch deutlich mehr als in „Man trifft sich stets zweimal, Teil 1“, und dort war es schon sehr emotional. Ich muss gestehen, dass ich Janna am Anfang der Reihe nicht so sehr viel abgewinnen konnte, sie erschien mir zu langweilig und etwas altbacken, doch Jannas Entwicklung innerhalb der ersten Staffel belehrte mich eines besseren, sie entpuppte sich als patent, clever und mutig, und so hat sie mittlerweile mein Herz erobert.

„Man trifft sich stets zweimal, Teil 2“ ist für mich der beste Roman der ersten Staffel, selten habe ich so mitgezittert und mitgefühlt. Die Spannung war stellenweise fast unerträglich, und ich bewundere die Autorin dafür, dass sie immer eine Lösung bereit hält, auch wenn die Situation unlösbar erscheint. Am Ende hat sich manches geändert, vor allem hat ein Familienmitglied Jannas ihren heimlichen Job enttarnt. Und auch sonst wird sich in Jannas Privatleben in Zukunft vielleicht etwas ändern. Auf ihre neuen Fälle im „Institut“ darf man sicher auch gespannt sein. Ich freue mich schon auf die zweite Staffel.

Dieser Roman ist ein absolut gelungenes Staffelfinale! Ich vergebe sehr gerne volle Punktzahl und natürlich eine Leseempfehlung, und zwar für die ganze Staffel, die man auch tunlichst schön der Reihe nach lesen sollte.