leider bin ich enttäuscht
Café FinitoDas Konzept gefällt mir sehr gut, wurde aber sehr langatmig und wirr umgesetzt. Habe mich durchgequält und mehrfach war ich versucht, das Buch abzubrechen, habe mich aber bis zum Schluss durchgebissen. ...
Das Konzept gefällt mir sehr gut, wurde aber sehr langatmig und wirr umgesetzt. Habe mich durchgequält und mehrfach war ich versucht, das Buch abzubrechen, habe mich aber bis zum Schluss durchgebissen. Der Schreibstil beinhaltet viele Wortspiele und man hat oft das Gefühl, daß die Gedanken der einzelnen Personen unkoordiniert hin und her springen und so habe ich sehr oft den Faden verloren und wusste gar nicht genau, worum es denn jetzt ging. Die einzelnen Trauernden bekommen jeweils ein separates Kapitel, in dem ihre Geschichte erzählt wird, abgewechselt mit einem Kapitel, in dem sie sich zu ihrem monatlichen Trauer-Treff zusammenfinden. Es sind sehr unterschiedliche Menschen, die durch ihre Trauer in Verbindung treten, allerdings sind sie für mich nicht so plastisch beschrieben, daß ich eine Verbindung zu ihnen aufbauen könnte, sie bleiben für mich trotz ihrer sehr ausufernden Vorgeschichten einfach nur farblos und eindimensional. Zu Beginn gibt es eine Auflistung der beinhalteten Personen und das ist sehr gut, denn so kann man zwischendurch immer mal nachlesen, wer denn jetzt wer war. Insgesamt war ich sehr enttäuscht von dem Buch, speziell von der Umsetzung des sensiblen Themas. Drei Punkte kann ich aber mit gutem Gewissen geben, auch, wenn ich das Buch nicht empfehlen würde.