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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.10.2025

Wieder ein toller Wohlfühlroman

Winternächte im Alten Land
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Femkes Scheidung ist endlich vollzogen und sie kann wieder nach vorne blicken. Sie trifft auf Lasse, ihre erste große Liebe, der für eine Weile die Vertretung in einer Kinderarztpraxis übernommen hat. ...

Femkes Scheidung ist endlich vollzogen und sie kann wieder nach vorne blicken. Sie trifft auf Lasse, ihre erste große Liebe, der für eine Weile die Vertretung in einer Kinderarztpraxis übernommen hat. Sie bemerkt, wie er sich langsam in ihre Gedanken schleicht, und sie spürt, dass ihre alten Gefühle für ihn noch lebendig sind. Werden sie sich wieder näherkommen?

Der neue Roman entführt in eine winterliche Kulisse voller Weihnachtszauber. Im Fokus steht Femke, die frisch geschieden ist und sich auf die besinnliche Jahreszeit vorbereitet. Die festliche Stimmung ist deutlich zu spüren, während das Geschäft ihrer Mutter weihnachtlich dekoriert wird und der Nikolausmarkt vor der Tür wartet.
Die lebendige Darstellung des Alten Land in Hamburg bildet eine herrliche Kulisse. Das Knistern der aufkeimenden Emotionen zwischen Femke und ihrer Jugendliebe Lasse ist deutlich wahrnehmbar.
Die Autorin zeichnet die Charaktere mit viel Hingabe. Sie sind authentisch und lebendig.
Besonders bemerkenswert ist der starke Zusammenhalt unter Freunden, der in dieser Geschichte ebenfalls großgeschrieben wird.

Fazit: Auch der zweite Teil hat mich bestens unterhalten. Es ist ein warmherziger Roman, der die perfekte Mischung aus Winterromantik und Freundschaft bietet. Zudem weckt er meine Vorfreude auf die bevorstehende Weihnachtszeit.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und 5 Sterne

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Veröffentlicht am 05.10.2025

Ein spannender und fesselnder Thriller

Stille Verdammnis
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Hauptkommissar Frank Fröhlig und seine Kollegin Julia Stern stoßen in einer leerstehenden Industriehalle auf eine grausam zugerichtete Leiche. Vieles spricht dafür, dass es sich um einen geflüchteten Menschen ...

Hauptkommissar Frank Fröhlig und seine Kollegin Julia Stern stoßen in einer leerstehenden Industriehalle auf eine grausam zugerichtete Leiche. Vieles spricht dafür, dass es sich um einen geflüchteten Menschen handelt. Ein wichtiger Punkt ist die Tatsache, dass das Opfer anscheinend ohne Gegenwehr gefoltert wurde. Ihre Nachforschungen führen sie in die Welt des organisierten Verbrechens und zu einem Fetisch-Club.

Die Handlung findet in Duisburg statt, wo die Ermittler mit einem kniffligen Rätsel konfrontiert sind. Von Anfang an ist klar, dass dieser Fall alles andere als einfach ist. Es fehlen fast sämtliche Spuren, die auf den Täter hindeuten, was die Ermittler vor eine nahezu unlösbare Herausforderung stellt. Die Abartigkeit der Straftat und die Frage, wie der Täter seine Opfer ohne jeglichen Widerstand quälen konnte, machen die Geschichte sehr fesselnd.
Fröhlig kommt für mich als wenig sympathischer Charakter rüber. Seine wechselhaften Beziehungen und seine kühle Art lassen ihn emotional distanziert erscheinen.
Ein weiterer zentraler Charakter ist Julia, die autistische Züge hat. Leider konnte der Autor bei mir keine emotionale Verbindung zu ihr herstellen, was ich schade fand.
Trotzdem bleibt die Spannung während der Ermittlungen durchgehend hoch. Man folgt mit Interesse, wie die Kommissare dem Verbrecher langsam näherkommen.

Fazit: Der Showdown ist packend und bringt einige in Gefahr, was die Anspannung steigert. Es geht allerdings ordentlich zur Sache und es ist nichts für schwache Nerven. Auch wenn ich mit den Charakteren wenig anfangen konnte, ist es dennoch ein packender Thriller.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und 4,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 03.10.2025

Einblicke in das Leben von Anaïs Nin

Liebesrausch
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Anaïs Nin ist mit Hugo verheiratet, und seine Liebe zu ihr ist grenzenlos. Er kümmert sich nicht nur um sie, sondern auch um ihre kreativen Freunde. Schließlich trifft Anaïs den älteren Henry, und zwischen ...

Anaïs Nin ist mit Hugo verheiratet, und seine Liebe zu ihr ist grenzenlos. Er kümmert sich nicht nur um sie, sondern auch um ihre kreativen Freunde. Schließlich trifft Anaïs den älteren Henry, und zwischen ihnen entsteht eine leidenschaftliche Affäre. In ihren Tagebüchern reflektiert sie über diese ausschweifenden Erlebnisse.

Die Autorin entführt nach Paris in den 1930 Jahren. Anaïs gewährt Einblicke in ihr Leben, das von emotionalen Konflikten und Liebesabenteuern geprägt ist. Die Ablehnung durch ihren Vater hat einen erheblichen Einfluss auf ihre Beziehungen und Entscheidungen im Leben.
Obwohl Anaïs mit Hugo verheiratet ist, hindert es sie nicht daran, eine intensive Beziehung zu Henry zu führen. Gleichzeitig fühlt sie sich auch zu dessen Frau June hingezogen. Die Vielzahl an Affären, die alle Hauptfiguren haben, sorgt für eine interessante Erzählweise. Leider vermisse ich tiefere Einblicke in ihr literarisches Schaffen, was ich mir gewünscht hätte. Der Schwerpunkt liegt auf Abwechslung, Leidenschaft und den damit verbundenen Abhängigkeiten.
Anaïs selbst erschien mir oft als oberflächlich, während Henry mir als sexbesessen erschien.

Fazit: Diese Liebesgeschichte hat mich letztlich nicht so gefesselt, wie ich es erhofft hatte. Trotz der interessanten Rahmenhandlung und der Atmosphäre, die damals in Paris herrschte, bleibt das Buch für mich hinter den Erwartungen zurück.
Insgesamt vergebe ich 3,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 02.10.2025

Es ist eine lockere und leichte Lektüre

Schneeweiße Küste
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Ein Containerschiff ist durch einen heftigen Sturm manövrierunfähig und durch die hohen Wellen verliert das Schiff seine wertvolle Fracht, wobei tausende von Päckchen mit einer weißen Substanz am Strand ...

Ein Containerschiff ist durch einen heftigen Sturm manövrierunfähig und durch die hohen Wellen verliert das Schiff seine wertvolle Fracht, wobei tausende von Päckchen mit einer weißen Substanz am Strand landen. Die Drogenmafia setzt alles daran, ihr kostbares Gut zurückzubekommen, aber so manch anderer möchte es zu schnellem Geld machen. Fenja findet die Sportschuhe ihres Ehemanns im Müll, doch von ihm fehlt jede Spur.
Außerdem zeigt ihr braver Kater ihr die Krallen und wird zur Kratzbürste. Für die Kommissare scheint es sich um einen bedeutenden Fall zu handeln.

Das war mein erster Krimi aus dieser Serie. Ein brisanter Fund und eine unbekannte Leiche sind Teil der Ermittlungen.
Fenja ist über das Verhalten ihres Mannes verwundert. Als dieser plötzlich verschwindet, wird sie in eine Reihe von chaotischen Ereignissen verwickelt. Leider konnte mich Fenja nicht ganz überzeugen. Ihre naive Art bringt sie immer wieder in schwierige Situationen, sie erschien mir zu leichtgläubig.
Parallel dazu müssen die Kommissare einen mysteriösen Mordfall sowie einen Drogenfund und die Suche nach einer vermissten Person aufklären. Die Leiterin des Kommissariats, Tomke, hat mit persönlichen Herausforderungen zu kämpfen und sehnt sich danach, endlich ungelöste Fälle zu bearbeiten. Als zudem ihre Kommissarin Miri Blum verschwindet, ist schnelles Handeln gefragt.

Fazit: Dieser Kriminalroman ist eine lockere und leichte Lektüre, der in einer reizvollen Kulisse in Ostfriesland spielt. Er bietet eine gute Unterhaltung für entspannende Lesestunden.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und 4 Sterne

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Veröffentlicht am 30.09.2025

Die Geschichte hat mich absolut begeistert

Es bleibt doch in der Familie
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Als Marlene die Nachricht vom Tod ihrer geliebten Tante erhält, ist sie sehr betroffen. Sie erfährt, dass sie und ihre Schwestern gemeinsam mit ihren Cousins und einer ihr unbekannten Person das Erbe teilen ...

Als Marlene die Nachricht vom Tod ihrer geliebten Tante erhält, ist sie sehr betroffen. Sie erfährt, dass sie und ihre Schwestern gemeinsam mit ihren Cousins und einer ihr unbekannten Person das Erbe teilen müssen. Die drei Geschwister, Marlene, Esther und Nicole, sind darüber äußerst enttäuscht, da sie sich intensiv um die Tante gekümmert haben. Ein Streit zwischen allen Beteiligten scheint unvermeidlich. Im Haus ihrer Tante findet Marlene das Tagebuch ihres verstorbenen Onkels, das ein gut verborgenes Geheimnis enthüllt. Der Wunsch der Tante, dass eine gemeinsame Entscheidung für das Testament getroffen wird, führt zu weiteren Konflikten unter den Erben.

Die Erzählung wird abwechselnd aus der Sicht der drei Schwestern Marlene, Esther und Nicole präsentiert, was es mir ermöglicht hat, ihre Gedanken und Gefühle nachzuvollziehen.
Die Geschichte ist von vielen Fragen geprägt: Wer ist der geheimnisvolle siebte Erbe? Was hat es mit Peter, dem Ehemann, und der großen Liebe von Klara auf sich? Diese Fragen sorgten für anhaltende Spannung. Man wird Zeuge von Auseinandersetzungen, Missgunst und Neid, die auch in jeder erbberechtigten Familien auftreten können.
Besonders beeindruckend sind die Tagebucheinträge, die nach und nach ein Bild von Peter zeichnen. Auch die Geheimnisse von Klara werden Stück für Stück enthüllt. Es ist spannend zu verfolgen, welche Überraschungen die Handlung bereithält und wie die Charaktere mit diesen Herausforderungen umgehen.

Mein Fazit: Christiane Wünsche hat mit ihrem einfühlsamen Schreibstil ein unterhaltsames und spannendes Buch geschaffen, das mich sehr begeisterte. Die Autorin widmet sich zudem einem nicht aktuellen Thema.
Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung und 5 Sterne

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