Gelungener Auftakt
Mitten in einem Wuppertaler Luxusviertel wird die Psychologin Tessa Winkler kopfüber in einem Brunnen gefunden. Offensichtlich wurde sie ertränkt. Für die Kommissare Mia Sommer und Björn Lassner steht ...
Mitten in einem Wuppertaler Luxusviertel wird die Psychologin Tessa Winkler kopfüber in einem Brunnen gefunden. Offensichtlich wurde sie ertränkt. Für die Kommissare Mia Sommer und Björn Lassner steht zunächst der Ex-Mann unter Verdacht. Als jedoch eine zweite Frauenleiche mit mysteriösen Botschaften am Tatort gefunden wird, ermitteln die beiden in der Vergangenheit der Frauen und entdecken Ähnlichkeiten.
Mit "Hass ist meine Liebe“ hat Andreas Schmidt einen absolut gelungen Serienauftakt geschrieben. Die Charaktere Mia Sommer und Björn Lassner waren mir sofort sehr sympathisch. Im Laufe der Handlung lernt man sie Stück für Stück immer näher kennen und erhält Einblicke in ihr Privatleben. Dies nimmt jedoch nicht allzu viel Platz ein, so daß der Kriminalfall nicht darunter leidet und die Spannung, die hier sehr hoch angesiedelt ist, nicht leidet. Hier gibt es nämlich auch noch einen zweiten Handlungsstrang, bei dem man das Leiden einer Frau in einem Verlies verfolgt und ihre Ängste deutlich spürt. Man ahnt zwar, daß beide Handlungsstränge zusammen gehören, jedoch bis zur Auflösung des "warum" ist es ein langer und spannender Weg. Andreas Schmidt beschreibt hier alles sehr bildhaft, so daß man sich alles perfekt vorstellen kann. Er nimmt den Leser mit in die Handlung, verliert sich nicht in Belanglosigkeiten und schreibt sehr locker. Man kann hier gut folgen und verliert nie den Zusammenhang. Mich hat dieses Buch perfekt unterhalten und ich bin schon sehr gespannt auf weitere Fälle aus seiner Krimischmiede!