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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.09.2025

Ich hatte einen Mordsspaß beim Lesen

Morden für Einsteiger
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Carolin Gerber hat genug davon, dass viele Verbrecher unbestraft davonkommen. Deshalb erstellt sie eine Liste von Personen, die ihrer Meinung nach den Tod verdienen. An erster Stelle steht ihr ungeliebter ...

Carolin Gerber hat genug davon, dass viele Verbrecher unbestraft davonkommen. Deshalb erstellt sie eine Liste von Personen, die ihrer Meinung nach den Tod verdienen. An erster Stelle steht ihr ungeliebter Schwager. Doch das Ganze gestaltet sich schwieriger als erwartet, und überraschenderweise hilft ihr das Schicksal. Ein Kommissar sucht ihre Nähe. Findet er ihr Geheimnis heraus, oder weshalb sollte er plötzlich Interesse an ihr zeigen?

Was für eine amüsante Geschichte. Von der ersten Seite an war ich sofort begeistert. Carolin hat eine Liste mit potenziellen Todeskandidaten erstellt, und ab diesem Moment nimmt die Handlung richtig Schwung auf. Aus Carolins Perspektive erzählt, konnte ich intensiv an ihren Gedanken und Handlungen teilnehmen. Es war faszinierend, in ihre Gedankenwelt einzutauchen und ihre Beweggründe nachzuvollziehen.
Besonders gut gefallen hat mir, dass ich als Leser direkt angesprochen wurde. Es fühlte sich an, als wäre ich Teil der Geschichte. Der Schreibstil ist locker und voller Humor. Die kreativen Satzkreationen brachten mich immer wieder zum Schmunzeln, manchmal musste ich sogar laut lachen.
Darüber hinaus ist das Buch nicht nur spannend, sondern es ist auch etwas fürs Herz.

Fazit: Was für ein außergewöhnlicher Kriminalroman. Ich bin total begeistert. Der humorvolle Schreibstil und die sympathische Protagonistin sorgten dafür, dass ich beim Lesen Mordsspaß hatte. Originell, humorvoll und spannend.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und 5 Sterne

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Veröffentlicht am 14.09.2025

Wieder sehr interessante Fälle aus der Rechtsmedizin

Mit kalter Hand
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Die forensische Expertin Dr. Sabine Yao wird von Kommissar Milan Hasanovic zu einem besonders herausfordernden Fall gerufen. Der als Pferderipper bekannte Täter tötet auf brutale Weise Pferde und es besteht ...

Die forensische Expertin Dr. Sabine Yao wird von Kommissar Milan Hasanovic zu einem besonders herausfordernden Fall gerufen. Der als Pferderipper bekannte Täter tötet auf brutale Weise Pferde und es besteht die Befürchtung, dass er auch vor Menschen nicht halt macht. Darüber hinaus hat sie einen weiteren Fall zu bearbeiten, bei dem es um die Entdeckung von Leichenteilen geht, wobei vor allem die Identität der Opfer ermittelt werden muss.

Ich konnte erneut in die faszinierende und düstere Welt der Rechtsmedizin eintauchen. Diesmal untersucht das Team der BKA-Einheit Extremdelikte und die brillante Dr. Yao außergewöhnliche und spannende Fälle.
Der neue Fall, in dem Leichenteile gefunden werden, verdeutlicht, wie tiefgehend die Ermittlungsarbeit im Bereich der Rechtsmedizin ist. Dr. Yao beweist ihr außergewöhnliches Talent und trägt mit ihren Erkenntnissen erheblich zum Fortschritt der Ermittlungen bei. Besonders fesselnd sind die Passagen, in denen wir als Leser einen Einblick in Dr. Yaos Vorgehensweise erhalten. Der Autor schildert die Abläufe sehr detailliert, sodass ich das Geschehen hautnah miterleben konnte. Allerdings ist die präzise Darlegung nicht unbedingt für jedermann geeignet. Zudem erhalten wir Einblicke in das Leben des Täters, wobei ich mir gewünscht hätte, noch tiefer in seine Persönlichkeit einzutauchen.
Auch beim Pferderipper spielt Dr. Yao eine entscheidende Rolle bei der Aufklärung des Falles. Ihre Fähigkeiten und ihr unaufhörlicher Einsatz, alle Fälle zu lösen, machen sie zu einer wahren Expertin in ihrem Bereich.

Fazit: Der Spannungsbogen des Buches ist sehr gut aufgebaut. Dem Autor gelingt es, ungewöhnliche Todesfälle ins Licht zu rücken und dabei einen faszinierenden Einblick in die Rechtsmedizin und diesmal auch in die Tiermedizin zu gewähren. Trotz der oft sachlichen Darstellung der Inhalte hat dies meinem Lesevergnügen keinen Abbruch getan. Vielmehr bildet diese Mischung aus True-Crime, Fiktion und realen Begebenheiten einen gelungenen Mix, der mich sehr gut unterhalten hat.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und 5 Sterne

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Veröffentlicht am 12.09.2025

Eine sehr schöne Geschichte mit Tiefgang

Vielleicht vertraue ich dir morgen
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Carin hat von ihrem Onkel ein Haus auf der Schwäbischen Alb geerbt. Sie schließt Kontakt zu ihrer Nachbarin Lydia und bei einem Besuch auf der Alpaka-Farm öffnet sich Carin und teilt einige Einblicke in ...

Carin hat von ihrem Onkel ein Haus auf der Schwäbischen Alb geerbt. Sie schließt Kontakt zu ihrer Nachbarin Lydia und bei einem Besuch auf der Alpaka-Farm öffnet sich Carin und teilt einige Einblicke in ihr Leben. Lydia arrangiert sofort ein Coaching bei Lotte auf Menorca, und Malte, der dort geschäftlich tätig ist, bietet ihr eine Mitfahrgelegenheit an. Malte präsentiert ihr eine Lebensweise, die sich stark von ihrer bisherigen unterscheidet, und bringt ihr Herz zum Schlagen. Was sie bei der Fahrt und beim Coaching auf Menorca erlebt, solltet ihr unbedingt selbst lesen.

Der zweite Teil spielt erneut teilweise auf Menorca. Carin ist von Selbstzweifeln und einem geringen Selbstwertgefühl geplagt und kämpft gegen die strengen und oft falschen Prägungen ihrer Erziehung an. Besonders berührend ist die Verbindung zwischen Carin und Malte, der in ihr ein großes Potenzial erkennt. Dank seiner Unterstützung und positiven Einstellung erlebt Carin eine unerwartete Leichtigkeit, die ihr Selbstbild und ihren Blick auf die Welt verändert. Auch Lotte spielt eine wesentliche Rolle in Carins Entwicklung, und es ist eine Freude, ihre Fortschritte zu verfolgen.

Fazit: Das Buch erzählt eine bewegende Geschichte. Es thematisiert unter anderem Selbstfindung und Selbstliebe sowie die negativen Auswirkungen falscher Erziehung. Mit viel Gefühl und Emotion hat die Autorin den richtigen Ton getroffen. Es regt zum Nachdenken an. Manchmal braucht man einfach einen anderen Blickwinkel.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und 5 Sterne

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Veröffentlicht am 11.09.2025

Die Auflösung hat mich total überrascht

Der Einflüsterer
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Nach einem Todesfall, bei dem der Täter dem Opfer das Herz herausgerissen hat, erkennt Hauptkommissarin Anika Albrecht, dass es sich nicht um einen Einzelfall handelt, und wendet sich an das OPE-Team mit ...

Nach einem Todesfall, bei dem der Täter dem Opfer das Herz herausgerissen hat, erkennt Hauptkommissarin Anika Albrecht, dass es sich nicht um einen Einzelfall handelt, und wendet sich an das OPE-Team mit den Verhaltensanalysten Seifert und Theurer. Sie vermuten, dass jemand Menschen beeinflusst, um sie dann brutal umzubringen und anschließend Selbstmord zu begehen. Wer ist in der Lage zu solch manipulativen Machenschaften und wer ist der Drahtzieher?

Auch der sechste Teil der Serie bot mir erneut ein spannendes Lesevergnügen. Die Hauptkommissarin Anika bittet das OPE-Team um Hilfe, um dem Verbrecher näher zu kommen. Zunächst gestaltet sich die Spurensuche als mühselig und frustrierend, doch bald wird offensichtlich, dass ein perfider Manipulator sein Unwesen treibt und Menschen zu Verbrechern macht.
Der Autor beschreibt die Grausamkeit der Taten eindringlich und erlaubt einen verstörenden Einblick in die Geschehnisse. Die Vorgehensweise ist extrem brutal. Ein interessanter Punkt sind die Einblicke in das persönliche Leben der Protagonisten. Zu Beginn empfand ich den Wechsel zwischen Spannung und den privaten Aspekten als etwas störend, doch nach einer Weile erkannte ich, dass dies notwendig war.

Fazit: Es handelt sich um einen äußerst gelungenen Thriller, der mit einer überraschenden Wendung im Finale aufwartet. Der Autor ließ mich lange im Dunkeln, ich hatte wirklich keine Ahnung.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und 5 Sterne

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Veröffentlicht am 09.09.2025

Tolle Atmosphäre

Totenbuch - Bloody Berlin
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Kommissarin Annetta Niedlich sieht sich diesmal einem grausamen Mord auf der Museumsinsel in Berlin gegenüber. An ihrer Seite ist erneut der im Ruhestand befindliche Kommissar Magnus Böhm. Zunächst gibt ...

Kommissarin Annetta Niedlich sieht sich diesmal einem grausamen Mord auf der Museumsinsel in Berlin gegenüber. An ihrer Seite ist erneut der im Ruhestand befindliche Kommissar Magnus Böhm. Zunächst gibt es keinerlei Hinweise, außer einem geheimnisvollen Symbol, das aus dem Ägyptischen Totenbuch stammt. Ein zweiter Mord lässt nicht lange auf sich warten.

Im zweiten Teil dieser Reihe begegnen wir erneut Annetta Niedlich, die mit ihrem Engagement und ihrer Intelligenz überzeugt. Als Leiterin der Mordermittlungen beeindruckt sie, trotz ihres jungen Alters. An ihrer Seite agiert Böhm, der jetzt als Hundesitter für Isbert Verantwortung übernommen hat, und seine Schnüffelnase mischt bei den Ermittlungen mit. Isberts Name sorgt bei mir schon für ein Schmunzeln. Die Handlung dreht sich um zwei mysteriöse Morde, deren Aufklärung die Kommissare vor Herausforderungen stellt. Es gibt einen Perspektivenwechsel nach London zu Waren Reeves im Britischen Museum. Die Charakterstärke der Protagonisten ist bemerkenswert, auch deren Weiterentwicklung.

Fazit: Insgesamt erschien mir Totenbuch etwas schwächer im Vergleich zu Pieta, bietet jedoch trotzdem eine unterhaltsame Lektüre. Das Buch bietet viel Wissenswertes über das alte Ägypten, dennoch fand ich, dass die Spannung dadurch etwas leidet. Die Atmosphäre im Museum ist hervorragend eingefangen und lässt das Setting lebendig werden. Für Liebhaber historischen Wissens und Kriminalgeschichten ist dieses Buch bestens geeignet. Ich bin gespannt auf das nächste Werk der Autoren.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und 4,5 Sterne

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