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Veröffentlicht am 01.09.2022

Wieder ein spannender Fall für Charles Pantel

Hassseele
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Chief Inspector Charles Pantel und seine Kollegin Ivy Clarks sind bei einem Strandspaziergang, als Cosmo lautstark bellt. Sie finden eine tote Frau. Als ein paar Tage später ein Vermisstenfall gemeldet ...



Chief Inspector Charles Pantel und seine Kollegin Ivy Clarks sind bei einem Strandspaziergang, als Cosmo lautstark bellt. Sie finden eine tote Frau. Als ein paar Tage später ein Vermisstenfall gemeldet wird, ahnen sie schon, dass es ein zweites Verbrechen geben wird. Tatsächlich finden sie eine weitere Leiche, die die gleichen Merkmale aufweist. Jetzt gehen sie von einem Serientäter aus, der bald wieder zuschlagen wird. Sie gehen jeder noch so kleinen Spur nach, aber es gestaltet sich schwierig. Endlich finden sie Gemeinsamkeiten. Was den Täter veranlasst hat, müsst ihr unbedingt selbst lesen.

Dies ist bereits der dritte Fall für Charles und sein Team. Ich fand ihn sehr interessant und spannend.
Anfangs finden sie keinen Anhaltspunkt für die Taten und stoßen auf Schweigen. Dann haben sie es mit einem Verdächtigen zu tun, der seine Probleme los werden wollte. Zum Glück erkennt das Revier das rechtzeitig. Unter Zeitdruck und Anspannungen wird den Ermittlern klar, dass es sich um einen gut organisierten Täter handelt, aber nach und nach kommen sie ihm näher.
Die Charaktere sind ausgereift und das Zwischenmenschliche kommt auch zum Ausdruck, was ich sehr gut fand. Auch die bildhafte Sprache hat mich gut unterhalten.

Fazit: Ein spannender Krimi, der erst am Ende preisgibt, wer der Täter ist, hat mich sehr gut unterhalten.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und 4 Sterne

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Veröffentlicht am 26.08.2022

Ein literarischer Lesegenuss

Ingeborg Bachmann und Max Frisch – Die Poesie der Liebe
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Ingeborg Bachmann lernt Max Frisch in Paris kennen. Es war für beide Liebe auf den ersten Blick.
Sie beziehen eine gemeinsame Wohnung, während Ingeborg ihre alte behält. Sie benötigt sie als Rückzugsort. ...


Ingeborg Bachmann lernt Max Frisch in Paris kennen. Es war für beide Liebe auf den ersten Blick.
Sie beziehen eine gemeinsame Wohnung, während Ingeborg ihre alte behält. Sie benötigt sie als Rückzugsort. Das Zusammenleben gestaltet sich von Anfang an schwierig, denn Ingeborg möchte ihre Selbstständigkeit nicht aufgeben, was ihr als verheiratete Frau nicht möglich schien.
Max ist von Eifersucht geplagt, denn Ingeborg hält nach wie vor Kontakt zu anderen Männern.

Von Anfang an ließ ich mich auf die Geschichte ein und es hat mich wirklich gefesselt, die beiden Künstler näher kennenzulernen.
Der Autorin ist hier ein außergewöhnliches Werk gelungen.
Mit großer Recherche und Quellen hat sie die Biografie mit einem Roman verbunden.
Dafür hat sie meine große Hochachtung.
Sie hat die Charaktere so bildlich beschrieben, dass ich das Gefühl bekommen habe, sie in- und auswendig zu kennen.
Ingeborg war ein außergewöhnlicher Literaturstar. Dies war in den 50 Jahren die große Ausnahme. Ihr Drang nach Freiheit war sehr groß.
Der Dramatiker Max Frisch wollte sie ganz besitzen. Sie konnten nicht miteinander, aber auch nicht ohne den anderen.
Auch die Bekannten der Beiden lernt man kennen. Viele bekannte Persönlichkeiten fließen in die Geschichte ein.

Fazit: Liebe Bettina Storks, ich habe jede einzelne Zeile genossen und für mich war es ein großartiger Ausflug in die gehobene Literatur. Ich habe jedes einzelne Wort genossen.
Der grandiose Schreibstil, sowie die Biografien wurde meiner Meinung nach, sehr gut umgesetzt.
Ich stelle es mir auch äußerst schwer vor, anhand von Zitaten und Quellenangaben einen so klasse Roman zu schreiben.

Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung und 5 Sterne

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Veröffentlicht am 23.08.2022

Ein äußerst spannender Thriller, für den man starke Nerven benötigt

Schmerz und kein Trost
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Die Vergangenheit lässt Kriminalhauptkommissar Erik Donner nicht los und er sucht Hilfe bei der Psychotherapeutin Jana Beyer. Ihm kommt die Therapeutin bei der Sitzung sehr nervös vor und ihre dauernde ...



Die Vergangenheit lässt Kriminalhauptkommissar Erik Donner nicht los und er sucht Hilfe bei der Psychotherapeutin Jana Beyer. Ihm kommt die Therapeutin bei der Sitzung sehr nervös vor und ihre dauernde Blicke auf das Mobiltelefon setzen Donner in Alarmbereitschaft. Sehr zu recht, denn ein Psychopath hat es auf ihn abgesehen.
Seine Schwester Marit ist verschwunden und Jana Beyers Sohn wird vermisst.
Welche blutige Spur der Psychopath hinterlässt und warum, lässt einen das Blut in den Adern gefrieren.

Dies ist bereits achte Fall für Erik Donner und mein zweites Buch aus dieser Reihe.
Von Anfang an ist es hochspannend, brutal und aufregend und diese Spannung lässt keine einzelne Zeile nach.
Erik hat es mit einem hochgradigen Psychopathen zu tun, der nicht nur seine Schwester entführt hat, sondern auch ein kleines Kind.
Nicht nur äußerst brutal agiert er, sondern er liebt auch Spielchen.
Erik hetzt von einem Tatort zum anderen, aber der Täter ist ihm immer einen Schritt voraus. Er findet heraus, dass es mit einem Fall in der Vergangenheit zusammen hängt.
Warum er es auf Erik abgesehen hat, erfährt man erst zum Schluss. Was den Täter veranlasst hat, ist so abstrakt und unvorstellbar, dass ich nicht nur einmal eine Gänsehaut bekam.

Fazit: Ein äußerst spannender, aber auch brutaler Thriller, für den man starke Nerven braucht.
Die Cliffhanger und wechselnden Perspektiven tragen zur Hochspannung bei.
Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung und 5 Sterne

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Veröffentlicht am 18.08.2022

Ein locker und leichter Allgäu-Krimi

Wer zweimal stirbt, ist trotzdem tot
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Polzeioberkommissar Wolfi Schimmel will gerade seine Mutter heimfahren, sie hatte einen Haushaltsunfall, als ihn die Nachricht ereilt, dass eine Leiche im Wald gefunden wurde.
Schnell macht er sich auf ...



Polzeioberkommissar Wolfi Schimmel will gerade seine Mutter heimfahren, sie hatte einen Haushaltsunfall, als ihn die Nachricht ereilt, dass eine Leiche im Wald gefunden wurde.
Schnell macht er sich auf den Weg und hat seine Mutter im Schlepptau.
Natürlich fällt ihr nichts Besseres ein, als zu schnüffeln und zu ermitteln. Sie kann es schließlich besser als ihr Wolfi. Das hat sie ja schon mal bewiesen.
Bei der Suche nach dem Täter lässt sie aber auch kein Fettnäpfchen aus und gerät in viele komische Situationen, die nicht ungefährlich sind.

Dies ist bereits der zweite Allgäu-Krimi mit der Hobbyermittlerin Walli.
Walli ist einzigartig, eigenwillig und vor allem steckt sie ihre Nase in Sachen, die sie nichts angehen. Alles weiß sie besser und lässt den Polizeikommissar Wolfi Schimmel öfters mal recht dümmlich dastehen.
Ich muss sagen, meine Sympathie hatte sie nicht. Ihr Egoismus ging mir manchmal auf die Nerven. Da wünsche ich ihr mal eine Schwiegertochter, die ihr Kontra bietet.
Nichtsdestotrotz habe ich mich köstlich amüsiert.
Die Dialoge, der flüssige Schreibstil, sowie die bildhafte Sprache haben es mir sehr angetan. Ich sehe direkt den Grünten (Wächter des Allgäus) und den Tegelberg vor mir. Außerdem fand ich den Dialekt, den ihre beste Freundin Friedl spricht, sehr passend und gehört irgendwie dazu.
Auf jeden Fall wird es hier nie langweilig und kurz vor Ende wird es noch richtig spannend und der Täter wird gefasst.

Fazit: Ein lockerer und leichter Allgäu-Krimi, der mich oft schmunzeln ließ und ein toller Schreibstil haben zu einem guten Lesegenuss geführt.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und 4 Sterne

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Veröffentlicht am 15.08.2022

Ein Krimi mit Lokalkolorit

Mord im Altmühltal
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Der mehrfache Hotelbesitzer Pit Baldauf will im Karlsgraben einen Biergarten eröffnen.
Die Umweltaktivisten wollen dies um jeden Preis verhindern.
Dann wird Meindl tot dort aufgefunden. Er hatte als ...



Der mehrfache Hotelbesitzer Pit Baldauf will im Karlsgraben einen Biergarten eröffnen.
Die Umweltaktivisten wollen dies um jeden Preis verhindern.
Dann wird Meindl tot dort aufgefunden. Er hatte als Hobby-Archäologe Grabungen durchgeführt. Ist er auf etwas geheimnisvolles gestoßen?
Kriminaloberkommissar Hans Wörle nimmt die Ermittlungen auf.
Ein Verdächtiger ist gleich vorhanden.

Dieser Krimi spielt im Altmühltal.
Pit will einen Biergarten eröffnen und verhindern, dass ein Familiengeheimnis ans Licht kommt.
Wendelin und Ricarda wollen wissen, weshalb Meindl dort gegraben hat und warum er sterben musste.
Ricarda möchte außerdem hinter ein Geheimnis kommen, das sie betrifft.
Die Charaktere sind gut gelungen. Am besten hat mir Steve gefallen. Seine Entwicklung fand ich bemerkenswert.
Dem Autor ist es gelungen, uns das Altmühltal gut vor Augen erscheinen zu lassen.
Wir werden kurz in die Kriegsjahre geführt und Vertuschung, Gier und verbotene Liebe sind in die Handlung integriert.

Fazit: Ein solider Krimi mit Lokalkolorit, der mit bildhafter Sprache besticht, hat mich gut unterhalten.
Von mir gibt es 4 Sterne

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