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Veröffentlicht am 12.06.2022

Wieder ein spannender Fall für Hegel und Ansorge

Der Klang des Bösen
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Matthias Hegel erreicht ein Anruf, dass Silvan gesehen hat, wie seine Mutter zu Tode gestürzt ist. Es gibt keine Leiche, aber die Mutter ist auch nicht auffindbar. Silvan wird nicht ernst genommen, denn ...



Matthias Hegel erreicht ein Anruf, dass Silvan gesehen hat, wie seine Mutter zu Tode gestürzt ist. Es gibt keine Leiche, aber die Mutter ist auch nicht auffindbar. Silvan wird nicht ernst genommen, denn er hat gerade die Psychiatrie verlassen. Hegel glaubt ihm.
Die angesehene Podcasterin Jula Ansorge verfolgt mit Hegel erste Spuren, die nicht ganz ungefährlich sind. Wo ist Silvans Mutter und was ist wirklich geschehen?

Dies ist bereits der vierte Teil der Auris-Serie von Vincent Kliesch, nach einer Idee von Sebastian Fitzek
Hegel hat ernste Sorgen, aber er lässt alles liegen und stehen, um die Unschuld von Silvan zu beweisen.
In diesem Teil zeigt er auch eine andere, eine verletzliche Seite. Das macht ihn sympathischer. Diesmal geht er fast über seine Grenzen, was ich nicht ganz realistisch ansehe.
Auch Jula ist erstaunt, wie er sich gibt. Zusammen wollen sie den Fall aufklären und gefährden damit gleichzeitig andere.
Silvan glaubt niemand, aber offenbar ist nichts so wie es scheint.
Das Buch nimmt eine Wendung, die ich so nicht erwartet hätte.
Es ist zwar spannend, jedoch werden einige Vorgänge öfters wiederholt. So z. B. über Elyas. Mehrmals wird erwähnt, wie er sein Geld verdient.
Hier trifft man auch auf alte Bekannte. Deshalb empfehle ich alle Teile zu lesen, damit man den Zusammenhang besser versteht. Es wird zwar auf die Vorgängerbücher eingegangen, aber nicht in der Intensität, was ich positiv finde.

Fazit: Auch der vierte Teil ist wieder spannend und hat ein außergewöhnliches Thema. Die Phoenetik ist sehr interessant.
Mir war es teilweise zu unrealistisch, was Hegel persönlich betrifft.
Es endet mit einem Cliffhanger und ich bin schon sehr auf die Fortsetzung gespannt.
Von mir gibt 4,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 10.06.2022

Eine spannende Zeitgeschichte, die berührt

Wodka mit Grasgeschmack
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Zwei Söhne fahren in einem VW Beatle in die ehemalige Heimat ihrer Eltern. Sie haben seit ihrer Vertreibung an ihre alte Heimat gedacht. Es wird eine Reise in die Vergangenheit. Während die Söhne nach ...



Zwei Söhne fahren in einem VW Beatle in die ehemalige Heimat ihrer Eltern. Sie haben seit ihrer Vertreibung an ihre alte Heimat gedacht. Es wird eine Reise in die Vergangenheit. Während die Söhne nach Polen fahren, sind die Eltern nach Schlesien unterwegs. Gemeinsam besuchen sie die Orte der Kindheit ihrer Eltern.

Markus Mittmann hat hier einen sehr interessanten Roman geschrieben. Die Vier reisen in ein fremd gewordenes Land und jeder erzählt aus seiner Sicht.
Immer näher kommen sie der alten Heimat und viel Vergessenes kommt an die Oberfläche.
Dies ist mein erstes Buch, das von Vertriebenen handelt und ich muss sagen, dass es mich sehr berührt hat. Heimatlos sind sie geworden und in ihrer neuen Heimat nie heimisch geworden. Die Ablehnung der Einwohner war deutlich zu spüren.
Gut zum Ausdruck kommen die Gefühle und die Eltern erleben nochmals ihre Vertreibung. Nie haben sie darüber gesprochen und öffnen sich gegenüber ihren Söhnen erstmalig.
Die Sehnsucht nach der alten Heimat hat sie aber nie losgelassen. Der Vater wollte zwar nicht mehr dorthin. Erst im betagten Alter von 90 Jahren willigt er ein, mit seinen Söhnen diese Orte aufzusuchen.

Fazit: Markus Mittmann hat mich mit einem ausgezeichneten Sprachstil begeistert und sensibel auf das Thema aufmerksam gemacht.
Mit verschiedenen Sichtweisen wurde hier eine spannende Zeitgeschichte zum Besten gegeben. Mir erklärt sich jetzt auch durch den Roman, warum diese Generation kaum darüber gesprochen haben. Mich hat das Buch tief berührt und nachdenklich zurückgelassen.
Das Cover und der Titel weisen keinesfalls darauf hin, was für ein emotionaler Roman dahintersteckt.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und 5 Sterne

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Veröffentlicht am 06.06.2022

Ein Krimi mit mediterranem Flair

Adria mortale - Tod im Ginster
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Lene erfüllt sich ihren Traum von einem Urlaub in Italien und mietet sich in der kleinen Pension von Federica Pellegrini ein. Diese liegt in dem beschaulichen und ruhigen, aber wunderschönen Pesaro del ...

Lene erfüllt sich ihren Traum von einem Urlaub in Italien und mietet sich in der kleinen Pension von Federica Pellegrini ein. Diese liegt in dem beschaulichen und ruhigen, aber wunderschönen Pesaro del Monte piccolo Cattolica. Mit der Ruhe ist es bald vorbei, da ein Unfall geschehen ist, in dem eine junge Frau getötet wurde.
Federica wittert ein Verbrechen und mit kriminalistischem Spürsinn verfolgt sie jede kleine Spur. Auch ihre Pensionsgäste Lene und Friedhelm involviert sie. Nicht so gerne sieht das Commissario Lorenzo Garibaldi, aber er nimmt Federicas Hilfe gerne in Anspruch. Werden sie das angebliche Verbrechen aufklären?

Dies ist nach bittersüßer Tod der zweite Teil mit Federica und Lorenzo. Es spielt Ende der 50 Jahre und die Autorin hat das gut umgesetzt. Man spürt, dass es nicht im Heute spielt.
Federica gefällt mir sehr, aber auch ihre Feriengäste. Wobei ich mir etwas mehr Einblicke von Lene und Friedhelm gewünscht hätte.
Es gibt viele Protagonisten, sodass ich manchmal den Überblick verlor. Vorne im Buch ist aber eine Personenübersicht.
Der Krimi handelt von Erpressung, Liebschaften und Lügen und zeigt, wohin das führen kann. Hier wird jeder kleinen Spur nachgegangen, dadurch leidet ein wenig die Spannung.

Fazit: Ein Krimi mit einer schönen Kulisse und guten Dialogen haben mich gut unterhalten.
Von mir gibt es 4 Sterne

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Veröffentlicht am 03.06.2022

Ein sehr berührender Roman mit leisen Tönen erzählt

Da, wo du bist ...
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1939 hält sich der Soldat Walter in Clausen auf und wird auf die hübsche Elisabeth aufmerksam. Kurz darauf wird er nach Frankreich beordert. Das einzige, was die beiden verbindet, sind ihre Briefe. Ihm ...



1939 hält sich der Soldat Walter in Clausen auf und wird auf die hübsche Elisabeth aufmerksam. Kurz darauf wird er nach Frankreich beordert. Das einzige, was die beiden verbindet, sind ihre Briefe. Ihm geht es dort recht gut. Dann muss er nach Russland und eine schwere Zeit beginnt. Hunger, Ängste, Krankheiten, Verletzungen und gefallene Kameraden sind an der Tagesordnung.
Elisabeth muss in einer Waffenfabrik schwer arbeiten und ist voller Hoffnung, dass ihr Walter bald wieder bei ihr sein kann. Was beide während der Kriegsjahre erleben, müsst ihr unbedingt lesen.

In diesem Roman von Marion Bischoff geht es um ihre Großeltern.
Elisabeth und Walter lernen sich 1939 kennen und verlieben sich ineinander. Leider trübt das Kriegsgeschehen das Glück.
Walter erlebt in Russland sehr viel. Hunger ist an der Tagesordnung. Das Leid setzt ihm zu. Nur der Gedanke an seine Elisabeth hält ihn aufrecht.
Auch Elisabeth ist voller Sehnsucht. Der schwierige Alltag im Krieg und die Zwangsarbeit in einer Waffenfabrik bringen sie fast um ihre Kraft.
Ein Heimaturlaub von Walter ist dagegen ein großer Lichtblick.
Sehr einfühlsam schildert die Autorin das Leben der Beiden in wechselnder Perspektive und mit Briefen.
Sie bringt gut zum Ausdruck, wie schrecklich der Krieg ist und was die Soldaten in Russland erleben.
Aber auch die Hoffnung und Sehnsucht, wenn Briefe an der Front oder zu Hause eintreffen. Dies wurde sehr gut eingefangen. Auch wurden immer wieder Fragen aufgeworfen, wie sinnvoll die Vorgehensweise ist.

Fazit: Eine sehr berührende Geschichte nach wahrem Begebenheiten haben mir oft mit einer Gänsehaut beschert. Es zeigt deutlich, was der Krieg anrichtet, aber mit leisen Tönen hat die Autorin dies erzählt. Hier steht in erster Linie die Sehnsucht der Beiden im Vordergrund, gibt aber auch Einblicke ins Kriegsgeschehen. Mich hat das Buch sehr berührt und lässt mich nachdenklich zurück.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und 5 Sterne

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Veröffentlicht am 29.05.2022

Ein absolut spannender und packender Thriller

Die Verdammten
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Sebastian wurde von seiner Frau verlassen und hat kaum noch Kontakt zu seinen Kindern. Bei einem Krankenbesuch sieht er die hübsche Krankenschwester Cherry und hinterlässt bei ihrer Kollegin eine Nachricht ...



Sebastian wurde von seiner Frau verlassen und hat kaum noch Kontakt zu seinen Kindern. Bei einem Krankenbesuch sieht er die hübsche Krankenschwester Cherry und hinterlässt bei ihrer Kollegin eine Nachricht für sie.
Cherry hat einen Liebhaber, von dem vorerst niemand erfahren darf.
Karo ist mit sich sehr unzufrieden, birgt ein Geheimnis und wundert sich, dass Cherry sich auf einmal für sie interessiert.
Drei unterschiedliche Menschen, die sich im Laufe der Geschichte kennenlernen und jeder sich zu den Verdammten der Welt zählt. Warum und wieso erfahrt ihr in diesem spannenden Thriller.

Was für ein grandioser Thriller von Astrid Korten. Er fängt leise an und es wird jedem seine Geschichte aus seiner Sicht erzählt. Im Laufe dieser werden immer mehr Details bekannt.
Die Protagonisten könnten nicht unterschiedlicher sein. Sebastian ist entsetzt, dass er seine Kinder von seiner Ex-Frau vorenthalten bekommt.
Cherry liebt einen verheirateten Mann und Karo hat mit Übergewicht zu kämpfen. Scheibchenweise wird preisgegeben, welche Geheimnisse die Protagonisten verbergen.
Wie diese einzelnen Geschichten zusammenhängen, hat die Autorin sehr geschickt in Szene gesetzt und sorgt für Verwirrungen.
Lange habe ich nicht geahnt, was sich daraus entwickeln könnte. Das hat die Spannung extrem oben gehalten. Als ich meinte die ganzen Zusammenhänge zu kennen, war ich wieder auf der falschen Fährte. Am Ende wurden gekonnt die Fäden zusammengeführt und ich war sprachlos. Das habe ich so nicht erwartet.

Fazit: Ein sehr spannender Thriller mit unterschiedlichen Charakteren und einer Geschichte, von der man anfangs nicht ahnt, wohin sie führt, haben zu einem ausgezeichnetem Lesegenuss geführt.
Astrid Korten ist eine Meisterin ihres Fachs. Es erwarten einen, wie man von ihr gewohnt ist, eine spannende und packende Story.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und 5 Sterne

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