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Veröffentlicht am 22.12.2020

Diabellis Inferno

Diabellis Inferno
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Der Grazer Chefinspektor Bertl Behringer wird hellhörig, als in Wien ein Mord geschieht und Luc Diabelli in Verdacht gerät. Ein alter Fall vor vielen Jahren lässt ihn sofort nach Wien eilen, auch um ...



Der Grazer Chefinspektor Bertl Behringer wird hellhörig, als in Wien ein Mord geschieht und Luc Diabelli in Verdacht gerät. Ein alter Fall vor vielen Jahren lässt ihn sofort nach Wien eilen, auch um
endlich zu erfahren, ob Luc sein Sohn ist und ermittelt.
Die Architektin Xenia Wolenski ist unmittelbar betroffen, denn der Ermordete war ein Kunde von ihr. Luc nimmt Kontakt zu ihr auf, denn sein Haus soll umgebaut werden. Sie erliegt dem Charme von Luc.
Xenia wird von einem Motorradfahrer verfolgt. Auch Luc wird von zwei Männern verfolgt. Wer sind sie und was wollen sie von ihm?
Mittendrin der Chefinspektor, der selbst in Gefahr kommt.

Die Autorin hat hier einen interessanten Thriller geschrieben.
Am Anfang ist nicht erkennbar, wohin die Geschichte führt, aber nach und nach lernt man die Charaktere besser kennen und verstehen.
Sie sind alle sehr unterschiedlich.
Behringer möchte unbedingt wissen, ob ein ungelöster Fall in früheren Jahren damit zusammenhängt. Seine Alleingänge machten ihn mir nicht unbedingt sympathischer.
Diabelli wirkt geheimnisvoll und undurchsichtig.
Xenia etwas naiv.
Ich hatte aber mit allen meine Probleme, keiner war mir wirklich sympathisch.
Von Anfang an hatte ich eine Ahnung, wer hinter Julian steckt. Bei Boris war ich mir nicht sicher.
Ich hätte mir gewünscht, dass intensiver auf die Vergangenheit von Diabelli eingegangen worden wäre.
Dies erfährt man erst gegen Ende.

Fazit: ein interessanter Thriller mit eigenwilligen Charakteren
Von mir gibt es ⭐⭐⭐⭐

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.12.2020

Wieder ein genialer Thriller

Rachewinter
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Ein Mann stürzt von einem Baugerüst und anfangs deutet alles auf einen Unglücksfall hin.
Pulaski bezweifelt dies und nimmt erste Ermittlungen auf.
Das nächste Opfer lässt nicht lange auf sich warten. ...


Ein Mann stürzt von einem Baugerüst und anfangs deutet alles auf einen Unglücksfall hin.
Pulaski bezweifelt dies und nimmt erste Ermittlungen auf.
Das nächste Opfer lässt nicht lange auf sich warten. Zeugen berichten über eine gutaussehende Frau.
Evelyn Meyers wird als Anwältin mit einem mysteriösen Fall beauftragt. Sie soll die Verteidigung des reichen Michael von Kotten übernehmen.
Sie erkennt Gemeinsamkeiten mit dem Fall in dem Pulaski ermittelt und gemeinsam machen sie sich auf die Suche.
Wird es ihnen gelingen den Täter zu stoppen oder geraten sie selbst in Gefahr?

Dies ist der dritte Teile nach Rachesommer und Racheherbst.
Man kann alle unabhängig voneinander lesen. Ich bin selbst erst bei diesem Teil eingestiegen.
In gewohnt spannendem Schreibstil führt uns der Autor durch die Zeilen.
Seine Charaktere sind auch hier mit einer Tiefe ausgestattet und alle durchweg sympathisch. Meine Lieblingsfigur war Florian, der Rechtanwaltsanwärter.
Sein Zusammenspiel mit Evelyn wurde hervorragend dargestellt.
Auch Polaski, der Asthmatiker und seine ungewöhnlichen Ermittlungsmethoden und Evelyn mit ihrer akribischen Art und Weise, haben mich sehr beeindruckt.
Polaski fand ich in einigen Situationen absolut überzeugend und er gerät einige Male in Situationen, die mir ein Lächeln ins Gesicht gezaubert haben.
Der Autor hat sich dem Thema Transgender und Transsexualität gewidmet. Die gute Recherche merkt man dem Buch an.
Dies hat er sehr dargestellt und man bekommt einen sehr guten Einblick.
Die Spannung ist von Anfang an sehr hoch und endet fulminant.

Fazit: ein spannender Thriller mit einem ungewöhnlichem Thema und einem mitreißendem Schreibstil haben mich von Anfang an in Atem gehalten.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und 5 Sterne

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Veröffentlicht am 08.12.2020

Ein Buch, das mich sprachlos zurück lässt

Der Klang der Schwalbe
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Ruurd van der Leij verweigert den Arbeitsdienst und wird verhaftet. Nach mehreren Arbeitslagern landet er schließlich im sauerländischen Hönnetal.
Dort müssen er und seine Mitgefangenen im Steinbruch arbeiten. ...

Ruurd van der Leij verweigert den Arbeitsdienst und wird verhaftet. Nach mehreren Arbeitslagern landet er schließlich im sauerländischen Hönnetal.
Dort müssen er und seine Mitgefangenen im Steinbruch arbeiten. Es soll heimlich eine unterirdische Benzinfabrik gebaut werden, damit die Nationalsozialisten ihren Krieg weiterführen können.
Unter menschenunwürdigen Umständen leben und arbeiten die Gefangenen. Sie wohnen in engen, überbelegten und mit Ungeziefer verseuchten Baracken und überleben diese Zeit mit Hunger, Misshandlungen und schwerer körperlicher Arbeit. Viele aber gingen daran zugrunde. Die Hoffnung, dass bald der Krieg beendet wird, hegen alle Überlebenden.

Uta Baumeister hat hier eine wahre Geschichte des Niederländers Ruurd van der Leij nacherzählt.
Sie berichtet schockierende Details, wie Hunger, Misshandlungen und stundenlange, sinnlose Appelle, die die Gefangenen über sich ergehen lassen mussten.
Ruurd wird sehr authentisch dargestellt. Einem jungen Mann wird die Hoffnung auf ein normales Leben genommen und das nur, weil er den Arbeitsdienst verweigerte. Sein Hass auf die Deutschen steigt bis ins Unermessliche, bis er die Erfahrung der Deutschen mit Nächstenliebe erfährt.
Trude versorgt die Gefangenen mit Obst und Gemüse und mit Einsatz ihres Lebens, denn das war strikt verboten.
Helga hat eine Stelle als Sekretärin und erfährt einiges über das geheime Objekt der Fabrik.
Diese wechselnde Betrachtungsweise halten einen in Atem. Kaum vorstellbar, was in der damaligen Zeit alles vor sich ging.
Die Einwohner sind entsetzt und können doch kaum was dagegen unternehmen.

Fazit: eine erschreckende wahre Geschichte, die die Autorin sehr gut umgesetzt hat. Die Folterungen, Appelle und Hunger wurden eindrucksvoll und lebensecht dargestellt. Mich überläuft jetzt noch eine Gänsehaut.

Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und 💥💥💥💥💥

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Veröffentlicht am 05.12.2020

Ein spannender Krimi mit Psychotouch

Wenn der Tod in Dur erklingt
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Paul Anderlech hat mit Hannes einen würdigen Partner erhalten.
Gleich zu Beginn haben sie es mit einer Einbruchserie in Zwiesel zu tun.
Dann geschieht ein Mord, aber der Täter hinterlässt keinerlei Spuren ...

Paul Anderlech hat mit Hannes einen würdigen Partner erhalten.
Gleich zu Beginn haben sie es mit einer Einbruchserie in Zwiesel zu tun.
Dann geschieht ein Mord, aber der Täter hinterlässt keinerlei Spuren und sie können weitere Taten nicht verhindern.
Gleichzeitig ist Pauls Tochter Viktoria der Liebe ihres Lebens begegnet und gerät dabei in große Gefahr.
Wird es Paul und seinem Team gelingen, Viktoria zu beschützen?

Christina Schwarz hat mich mit dem zweiten Anderlech absolut begeistert. Stilsicher führt sie einen durch die Zeilen und lässt uns am Leben eines Psychopathen teilhaben und Blicke in seine Psyche werfen.
Schon der Prolog zeigt uns seine schwarze Seele. Mit einem begleiteten Konzert kommt der Psychopath zu Wort.

Anderlech hat endlich einen neuen und zu ihm passenden Partner erhalten.
Hannes gefällt mir sehr und ich bin begeistert, dass Liza wieder von der Partie ist.
Alle zeichnen sich durch eine Tiefe und Charakterstärke aus. Sie sind authentisch, lebendig und anschaulich werden die Emotionen wiedergegeben.

Das Cover hat es in sich. Ich musste zweimal hinschauen, was die Mitte des Covers ziert.
Ich kann von ihrem Schreibstil nicht genug bekommen und freue mich auf Band 3.
Die Reihe kann unabhängig voneinander gelesen werden. Es sind in sich abgeschlossene Geschichten.

Fazit: Die Autorin begeistert mich durch eine Spannung, die von Anfang an besteht und sich bis zum Ende durchzieht und stimmig verbindet. Dabei ist der Krimi fesselnd, packend und unterhaltsam und er zeichnet sich durch einen Psychotouch aus und hat außerdem Thrillercharakter.

Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung und 5 Sterne

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Veröffentlicht am 04.12.2020

Ein spannender Roadmovie

A. S. Tory und der letzte Sommer am Meer
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A.S. Tory lädt Sid und Chiara für zwei Wochen nach London ein und beide sind voller Begeisterung.
Bei einem ihrer Ausflüge treffen sie am Strand auf drei Mädchen und einen Flüchtling.
Kurz darauf werden ...


A.S. Tory lädt Sid und Chiara für zwei Wochen nach London ein und beide sind voller Begeisterung.
Bei einem ihrer Ausflüge treffen sie am Strand auf drei Mädchen und einen Flüchtling.
Kurz darauf werden zwei Mädchen vermisst.
Sid und Chiara machen sich auf die Suche nach ihnen und erleben dabei allerlei Turbulentes.
Was es mit den vermissten Mädchen auf sich hat und wie der Flüchtling involviert ist, müsst ihr unbedingt selbst lesen.

Im dritten Teil beschäftigt sich Siegmund Sagenroth mit dem Thema Freiheit.
Aus verschiedenen Perspektiven wird der Frage nachgegangen, was überhaupt Freiheit ist. Es gibt viele Arten von Freiheit und dies regt zum Nachdenken an.
Auch das Thema Flüchtlinge wird aufgegriffen und wie westlich orientiert Afghanistan in den 70 Jahren war.
Die Abenteuer und die Reisen mit Sid und Chiara haben mich sehr beeindruckt und setzten mich wie in den vorangegangenen Büchern unter Spannung.
Der Autorin gelingt es mit ihrer bildhaftenSprache, dass man mitten im Geschehen ist.
Das Cover ist wieder sehr gelungen und das Lesebändchen begeistert mich erneut.

Fazit: Ein spannender und aufregender Roadmovie, der uns einen kleinen Teil Englands nahe bringt. Die Atmosphäre, das Abenteuer und der verbundene Krimicharakter sind absolut stimmig.
Nicht nur für Jugendliche geeignet.
Der dritte Teil steht den vorangegangenen Bänden in nichts nach.

Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und 5 Sterne

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