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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.01.2025

Interessanter Auftakt

Dorn. Hotel der Angst
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"Dorn - Zimmer 103" ist ein interessanter Reihenauftakt, in dem ich durchaus Potential für mehr sehe, auch wenn der erste Band mich noch nicht total umgehauen hat.
Ausgewählt hatte ich den Krimi, weil ...

"Dorn - Zimmer 103" ist ein interessanter Reihenauftakt, in dem ich durchaus Potential für mehr sehe, auch wenn der erste Band mich noch nicht total umgehauen hat.
Ausgewählt hatte ich den Krimi, weil ich das Setting in Bad Gastein sehr orignell fand und eine Schwäche für schrullige Ermittler hege. Ersteres hätte für meinen Geschmack etwas mehr sein können; Letzterer ist schon beinahe grotesk überzeichnet. Hier wäre ein bisschen weniger vielleicht mehr gewesen, andererseits kann ich mir so vorstellen, dass es in den weiteren Bänden viel Raum für Charakterentwicklung geben wird.
Die Auflösung war auf jeden Fall ungewöhnlich und auch wenn ich einige Teile erahnen konnte, gab es noch genügend Überraschungen, sodass es nicht unbefriedigend war, Recht zu haben.
Es war mein erster Jan Beck, aber wahrscheinlich nicht mein Letzter!
Diesen Band würde ich mit 3,5 Sternen bewerten.

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Veröffentlicht am 07.01.2025

Interessanter Mix

Kein Land in Sicht
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"Kein Land in Sicht" ist ein ungewöhnlicher Thriller, der mehrere bekannte Spannungselemente mixt. So gibt es ein Locked Room Setting auf einem Kreuzfahrtsschiff und eine Protagonistin mit Gedächtnisverlust ...

"Kein Land in Sicht" ist ein ungewöhnlicher Thriller, der mehrere bekannte Spannungselemente mixt. So gibt es ein Locked Room Setting auf einem Kreuzfahrtsschiff und eine Protagonistin mit Gedächtnisverlust und einen Undercovereinsatz der Polizei. Eine Mischung, die klingt, als würde sie nicht zusammenpassen, aber die doch sehr interessant ist und gut harmoniert, auch wenn sie ein bisschen dick aufgetragen ist... (allerdings liest man Thriller ja selten wegen ihrer Realitätsnähe!)

Schade fand ich, dass es ein erster Band ist, der sich mit dem Thema (Achtung, könnte spoilern!!!)
Gewalt gegen Kinder
beschäftigt - ein Thema, das für viele Leser:innen ein No-Go ist und das ich deswegen gerade für einen ersten Band nicht klug gewählt finde.

Fazit: Wer Bücher wie "Passagier 23" oder "Der Eisbrecher" mochte, findet hier einen Reihenauftakt mit Potential.

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Veröffentlicht am 26.12.2024

Superspannender Auftakt!

Mondia-Dilogie 1: Silent Secrets
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Normalerweise muss ich ehrlich zugeben, dass ich kein Fan von den Büchern bin, die als Romantasy beworben werden. Aber hier klang die Geschichte so spannend, dass ich dem Ganzen doch mal eine Chance gegeben ...

Normalerweise muss ich ehrlich zugeben, dass ich kein Fan von den Büchern bin, die als Romantasy beworben werden. Aber hier klang die Geschichte so spannend, dass ich dem Ganzen doch mal eine Chance gegeben habe und ich wurde nicht enttäuscht!

Tatsächlich fand ich, dass der abenteuerliche Teil der Geschichte mehr im Vordergrund stand als die Liebesgeschichte, die nur so nebenher mitläuft. Eine Gewichtung, die ich sehr gelungen finde und die das Buch sogar jungstauglich macht (zumal die Hälfte der Erzählung aus männlicher Perspektive geschrieben ist!).

Außerdem war das Maß an düsteren Andeutungen sehr gelungen. Man hat Lust, sich mit auf diese Schnitzeljagd zu begeben und die Welt zu retten, ohne, dass man sich ständig um Erklärungen vertröstet fühlt. Sondern man erarbeitet sich das Gesamtbild während der Handlung und zweifelt zusammen mit den Protagonisten.

Was mich aber wirklich begeistert hat, war die doch sehr erwachsene und verständige Art, mit der Remy und Kasimir miteinander umgehen. Obwohl sie keinen guten Start hatten, müssen sie zusammenarbeiten und tun das auch. Sie vertrauen sich, weil sie es müssen und sie tun es einfach, ohne sich ständig anzuzicken. Sie reden miteinander, wie es normale Menschen tun (sofern sie dazu die Zeit haben, aber das ist ein anderes Thema).

Dieser Auftakt lässt mich mit großen Erwartungen an die Fortsetzung zurück.

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Veröffentlicht am 26.12.2024

Kann man mal machen...

Die Winterschwestern
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... muss man aber nicht. Es ist ein ganz nettes Kinderbuch, das ich so bei 3,5 Sternen sehen würde.
Die Idee, nordische Mythologie und ein Setting bei den Wikingern in ein Kinderbuch einzubauen, fand ich ...

... muss man aber nicht. Es ist ein ganz nettes Kinderbuch, das ich so bei 3,5 Sternen sehen würde.
Die Idee, nordische Mythologie und ein Setting bei den Wikingern in ein Kinderbuch einzubauen, fand ich sehr gelungen. Das ist originell und es gibt das bisher nicht so häufig (griechische Mythen werden ja leider oft überproportional häufig in Kinderbüchern ausgeschlachtet).
Allerdings wird zu den Mythen selber leider nicht soviel erzählt. Ich bin trotzdem gut klargekommen, weil ich als erwachsene Lesende natürlich schon enstprechend oft germanische Sagen gelesen habe. Aber als Kind könnten die Erklärungen in der Geschichte selber etwas zu dürftig sein. Hier hätte man evtl. ein paar der ursprünglich zugrundeliegenden Geschichten (natürlich altersgerecht gekürzt) in den Anhang packen können?
Auch bin ich mir unsicher, ob ich die historischen Bezüge nicht vielleicht etwas zu modernisiert finde. Klar, es ist ein Kinderbuch mit Fantasyanteil und kein historischer Roman. Trotzdem kam es mir so vor, als wären viele Stellen für eine moderne, diverse und feministische Zielgruppe geschrieben worden, ohne, dass auf die wirklichen damaligen Gegebenheiten eingegangen wird. Vielleicht bin ich da zu streng und die altersmäßige Zielgruppe interessiert das auch gar nicht, aber ich hätte mir bei aller Fantasie doch auch ein bisschen mehr historischen Alltag gewünscht...

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Veröffentlicht am 26.12.2024

Leider ziemlich beliebig, austauschbar und zäh

Das mörderische Christmas Puzzle
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Leider war "Das mörderische Christmas Puzzle" ein Krimi, durch den ich mich ziemlich quälen musste.

Die Grundidee mit den Puzzleteilen fand ich noch sehr ansprechend, leider wird die Umsetzung dann eine ...

Leider war "Das mörderische Christmas Puzzle" ein Krimi, durch den ich mich ziemlich quälen musste.

Die Grundidee mit den Puzzleteilen fand ich noch sehr ansprechend, leider wird die Umsetzung dann eine ziemlich zähe Angelegenheit.

Zum einen ist die Protagonistin Edie eine echte Unsympathin. Darüber könnte man noch hinwegsehen, aber es wird einem immer und immer wieder unter die Nase gerieben, genauso wie ihr Alter und ihr Kleidungsstil. Das nimmt dann selbst an den spannendsten Stellen die Spannung schnell raus.

Zum anderen versucht das Buch einen selbstverständlichen Umgang mit Diversity, was aber daran scheitert, dass man sie immer wieder wie mit dem Holzhammer übergebraten bekommt. Auch darunter litt für mich die eigentliche Handlung.

Und zum dritten ist die eigentliche Auflösung dann so x-beliebig und austauschbar vom Motiv her, dass ich mich beinahe geärgert habe, die Geschichte zu Ende gelesen zu haben.

Hatte das erste Buch der Autorin in mir die Hoffnung geweckt, dass es nur ein schwaches Debüt war und sie es besser kann, so war dieses Buch wahrscheinlich mein letztes von ihr. Sie schreibt leider nur aus der Werkzeugkiste für Bestseller zusammen, ohne, dass der Funke auf die Lesenden überspringt.

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