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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.07.2023

Langatmige Geschichte

Verstand und Gefühl
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Verstand und Gefühl erzählt die Geschichte der ungleichen Schwestern Elinor und Marianne: Die eine ist zurückhaltend, selbstbeherrscht und lässt sich nicht leicht von Gefühlen den Kopf verdrehen, während ...

Verstand und Gefühl erzählt die Geschichte der ungleichen Schwestern Elinor und Marianne: Die eine ist zurückhaltend, selbstbeherrscht und lässt sich nicht leicht von Gefühlen den Kopf verdrehen, während die andere impulsiv und voller Leidenschaft der unbedingten Liebe nachjagt.

Von der Handlung in der Geschichte war ich leider enttäuscht. Ich habe sehr lange gebraucht um mich überhaupt zum Teil in die Geschichte hineinzufinden. Die Anzahl der Protagonisten hat mich ebenfalls verwirrt. Zum Teil wusste ich nicht von wem gerade die Rede ist. Wurden die gleichen Personen mal mit dem Nachnamen und auch mal mit dem Vornamen beschrieben, oder sie waren überhaupt nicht einzuordnen wohin sie gerade gehörten. Zum größten Teil hat mich diese Geschichte gelangweilt, so gab es zwar auch hin und wieder Abschnitte die sich etwas flüssiger lesen ließen, die aber die ganze Geschichte nicht aufwerten konnten. Es passiert nicht wirklich spannendes, die Gefühle werden bis ins kleinste Detail beschrieben und auseinander diskutiert, alle Protagonisten scheinen nur auf der Jagd nach dem geeigneten Partner zu sein. Ganz zum Schluss, in den letzten zwei bis drei Kapiteln gibt es dann noch eine überraschende Wendung.
Der Schreibstil war für mich ermüdend und die Geschichte keineswegs spannend. Ich konnte zu keiner der beschriebenen Figuren eine Bindung aufbauen. Die Geschichte konnte mich nicht fesseln. Der Geschichte und den Protagonisten fehlte es an Tiefe.

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Veröffentlicht am 18.06.2023

Eine besondere Liebesgeschichte

Stolz und Vorurteil
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Mit Ironie und scharfer Beobachtungsgabe behandelt Jane Austen in ›Stolz und Vorurteil‹ ein heikles Sozialthema der damaligen Zeit: die von den Eltern arrangierte Ehe. Im Zentrum des Geschehens steht Elizabeth, ...

Mit Ironie und scharfer Beobachtungsgabe behandelt Jane Austen in ›Stolz und Vorurteil‹ ein heikles Sozialthema der damaligen Zeit: die von den Eltern arrangierte Ehe. Im Zentrum des Geschehens steht Elizabeth, die zweitälteste von fünf unverheirateten Töchtern der Familie Bennet. Ihre Mutter ist stets darauf bedacht, geeignete Heiratskandidaten für ihre Töchter heranzuziehen und beschäftigt sich mit fast nichts anderem. Um Aristokratenstolz und bürgerliche Vorurteile dreht sich ein wildes Heiratskarussell, das nach allerlei spannenden Verwicklungen letztendlich beim Happy End zum Stehen kommt. (Klappentext)
Ich muss zugeben, dass ich am Anfang Schwierigkeiten mit der gestelzten Sprache hatte. Je tiefer ich in die Geschichte eintauchte, desto mehr imponierte mir die Sprache dann jedoch. Die Schreibweise ist wunderschön, die Geschichte enthält humorvolle Dialoge und ich konnte mich gut in die Protagonisten hineinversetzen. Als ich mich erst einmal an die Sprache gewöhnt hatte, konnte ich nicht mehr aufhören zu lesen. Es war für mich eine kurzweilige, unterhaltsame Geschichte. Der Erzählstil, wie die vornehme Gesellschaft so lebte und die Emotionen unter Kontrolle gehalten wurden, hat mich dann doch gefesselt.

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Veröffentlicht am 24.05.2023

Eine etwas andere Geschichte

In fünf Jahren
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Wo sehen Sie sich in fünf Jahren? Als die ehrgeizige New Yorker Anwältin Dannie dies beim wichtigsten Bewerbungsgespräch ihrer jungen Karriere gefragt wird, ist ihre Antwort klar, hat sie doch einen minutiös ...

Wo sehen Sie sich in fünf Jahren? Als die ehrgeizige New Yorker Anwältin Dannie dies beim wichtigsten Bewerbungsgespräch ihrer jungen Karriere gefragt wird, ist ihre Antwort klar, hat sie doch einen minutiös ausgeklügelten Lebensplan. An diesem Abend macht ihr Freund ihr einen Heiratsantrag, und sie legt sich schlafen mit dem guten Gefühl, dass alles so läuft, wie sie es sich gewünscht hat. Doch als sie mitten in der Nacht aufwacht, befindet sie sich in einer fremden Wohnung, an ihrem Finger steckt ein anderer Ring, und neben ihr liegt ein ganz anderer Mann. Im Hintergrund laufen die Nachrichten, und sie sieht das Datum: Es ist derselbe Tag, der 15. Dezember, doch fünf Jahre in der Zukunft. Nach einer Stunde, die alles in Frage stellt, an das sie bisher geglaubt hat, wacht sie in ihrem eigenen Bett wieder auf. Und obwohl sie versucht, diesen Moment zu vergessen, kann sie es nicht. Bis sie viereinhalb Jahre später dem Mann aus ihrem Traum begegnet ... (Klappentext)
Ich habe im TV einen Bericht gesehen, in dem das Buch hoch gelobt wurde. Also wollte ich mir selbst ein Bild von der Geschichte machen.
Dannie ist eine ehrgeizige Anwältin die im Grunde schon alles hat. Sie hat einen gut bezahlten Job, einen Verlobten, ein Leben in New York und trägt offensichtlich nur Markenkleidung. Jedenfalls wird das Potenzial der Kleidung immer wieder ausgiebig beschrieben. Auch das Essen wird zumeist nur bestellt und es werden in der Geschichte auch die Namen der Restaurants genannt. Als Bella, Dannies Freundin schwer erkrankt, verändert sich das Leben für Dannie. Sie entwickelt sich zum Kontrollfreak. Dannie nennt es „Liebe“.
Die Geschichte ist vorhersehbar und endet traurig. Wobei ich das letzte Kapitel „Danach“ nicht als authentisch bezeichnen würde. Aufgrund des Klappentextes habe ich auf noch andere Zeitreisen, wie die im Klappentext schon Beschriebene, gehofft. Aber sie blieben leider aus. Mit den Protagonisten bin ich nicht wirklich klar gekommen. Ich konnte mich emotional nicht in sie rein versetzen. Auch hat sich die Geschichte streckenweise sehr in die Länge gezogen. Ich bin froh, dass ich das Buch nicht kaufen musste, sondern in der Bücherei ausleihen konnte.
Das Buch lässt mich enttäuscht zurück

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Veröffentlicht am 18.05.2023

Eine überraschend gute Geschichte

Die Bahnhofsmission
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Berlin, 1908. In der Mission am Schlesischen Bahnhof finden die Verzweifelten, die mit der Hoffnung auf ein besseres Leben in die Großstadt strömen, Schutz. Hier führt das Schicksal auch zwei junge Frauen ...

Berlin, 1908. In der Mission am Schlesischen Bahnhof finden die Verzweifelten, die mit der Hoffnung auf ein besseres Leben in die Großstadt strömen, Schutz. Hier führt das Schicksal auch zwei junge Frauen zusammen, die unterschiedlicher nicht sein könnten: die mittellose Abenteuerin Natalie — und Alice, die aus gutem, großbürgerlichem Hause stammt, sich aber mit der Rolle der behüteten Haustochter nicht zufriedengibt. Gemeinsam helfen sie, wo sie nur können. Dabei ist Natalies zupackende Art Gold wert, denn die Menschen vertrauen ihr. Doch bald zeigt sich, dass nicht alle mit dem wohltätigen Tun einverstanden sind. Irgendjemand sieht seine Geschäfte mit den Schutzbedürftigen gestört ... (Klappentext)

Zwei Frauen deren Lebenserfahrung sehr unterschiedlich ist werden in dieser Geschichte zusammen geführt. Beide haben nur ein Ziel … Sie wollen helfen. Natalie ist erfahren, hat schon viel schlechtes im Leben durchgemacht und arbeitet in der Bahnhofsmission. Durch Zufall wird auch Alice auf die Bahnhofsmission aufmerksam. Sie entstammt der höheren Gesellschaft und ist auch dementsprechend behütet aufgewachsen. Doch auch viele Nebenfiguren spielen eine große Rolle, die man in Rückblenden kennen lernt.
Die Autorin befasst sich mit den unterschiedlichsten sozialen Schichten.

Der Schreibstil ist flüssig und bildhaft, die Geschichte überraschend gut. Die Protagonisten sind sehr authentisch dargestellt. Eine emotionale, spannende und kurzweilige Geschichte.
Es war schwer das Buch aus der Hand zu legen. Mit Spannung warte ich nun auf die Fortsetzung. Ich habe mich mit dem Buch gut unterhalten und empfehle es uneingeschränkt weiter.

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Veröffentlicht am 08.05.2023

Lübecker Marzipan

Das Marzipanmädchen
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Lübeck im Jahr 1870: Marie Kröger, 16 Jahre alt, hat nur einen Traum: Sie will Tänzerin werden. Doch als ihr älterer Bruder stirbt, soll sie die Konditorei der Familie übernehmen. Schweren Herzens fügt ...

Lübeck im Jahr 1870: Marie Kröger, 16 Jahre alt, hat nur einen Traum: Sie will Tänzerin werden. Doch als ihr älterer Bruder stirbt, soll sie die Konditorei der Familie übernehmen. Schweren Herzens fügt sich Marie dem Willen ihres schwerkranken Vaters und muss sich nun nicht nur den Respekt der Angestellten erkämpfen, sondern auch das Vertrauen der Kunden gewinnen – zu denen auch der russische Zar gehört. Hilfe erhofft sie sich von einem geheimnisvollen Marzipanrezept, das sich seit Generationen im Besitz ihrer Familie befindet. Nur Marie weiß, wo ihr Bruder es aufbewahrte. Kann dieses Rezept Marie und die Konditorei vor dem Ruin retten? (Klappentext)

Marie hat den Traum einmal eine berühmte Baletttänzerin zu werden. Nachdem ihre beiden älteren Brüder früh versterben, gibt sie dem Wunsch ihres Vaters nach und übernimmt die Familien-Konditorei. Im ersten Jahr ist sie bezüglich der Konditorei nur halbherzig ihren Aufgaben gewachsen. Dann entwickelt sie sich aber doch noch zur Geschäftsfrau und wird ihren Angestellten auch eine gute Arbeitgeberin. Sie tritt für sozial schwächer gestellte Menschen ein, u. a. für die Rechte von Frauen und Menschen in schwierigen Lebensverhältnissen. Sie setzt sich immer mehr für die Konditorei ein und entwickelt immer wieder neue Marzipanrezepte.
Es handelt sich um eine kurzweilige Geschichte. Der Schreibstil ist flüssig, interessant und spannend.

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