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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.04.2026

Leider enttäuscht

We Who Will Die
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Der Schreibstil war leider überhaupt nicht mein Fall. Man wird ohne große Einleitung in das Worldbuilding geschmissen und es gibt viele Begriffe, die einem anfangs nicht erklärt werden. Hier wäre ein Glossar ...

Der Schreibstil war leider überhaupt nicht mein Fall. Man wird ohne große Einleitung in das Worldbuilding geschmissen und es gibt viele Begriffe, die einem anfangs nicht erklärt werden. Hier wäre ein Glossar sehr hilfreich gewesen. Selbst nachdem ich das Buch beendet hatte, waren mir viele Dinge über die Sigillengezeichneten im Unklaren. Was mich aber am meisten gestört hat, waren die vielen losen Enden. Jedes Mal, wenn sich ein neuer Plot entwickelt hat, kam der nächste und der vorherige geriet lange in Vergessenheit, erst auf den letzten 100 Seiten werden manche davon wieder aufgegriffen. Manche waren aber auch völlig sinnlos, da sie nicht weiter verfolgt worden sind. Für mich hat sich das Lesen angefühlt, als würde ich durch Reels oder kurz Videos scrollen, so schnell ist man von einer Szene zur nächsten gehüpft.

Auch die vielen Nebencharaktere haben mich überfordert. Ich habe irgendwann aus Neugier angefangen, mitzuzählen, wenn ein neuer Charakter aufgetreten ist, und ich bin auf ungefähr 64 Namen gekommen (Die Gottheiten habe ich nicht dazu gezählt). Die meisten werden in die Geschichte geworfen, ohne wirklich beschrieben zu werden, und haben auch nur einen kurzen Auftritt. Aber durch diese große Menge an Figuren habe ich einfach den Überblick verloren und ich konnte nicht wirklich eine Bindung zu ihnen aufbauen.

Arvelle ist mir durch ihre Liebe und Fürsorge zu ihren Brüdern sympathisch gewesen. Es dauert jedoch unglaublich lange, bis man einmal überhaupt ihren Namen erfährt und noch länger, um eine optische Beschreibung von ihr zu bekommen. Deshalb blieb sie lange Zeit eher blass.

Tiernon, der Maine Love Interest, hat bei mir nicht für Schmetterlinge gesorgt. Ich fand seine Art in vielen Bereichen super übergriffig und Besitzergreifend. Obwohl er lange Zeit nicht in Arvelles Leben war, nimmt er sich das Recht heraus, sie nach ihrer sexuellen Aktivität zu fragen, als er nicht bei ihr war.

Rorrik war der einzige Grund, warum ich das Buch nicht abgebrochen habe. Man wird aus ihm nicht ganz schlau, ob er nun gut, böse oder etwas dazwischen ist. Die Dialoge und die Chemie zwischen ihm und Arvelle haben mir deutlich besser gefallen. Dennoch reicht das für mich nicht aus, das nächste Buch lesen zu wollen.

Fazit: Die Idee war vielversprechend. Leider hatte ich das Gefühl, dass die Autorin sich selbst nicht ganz sicher war, in welche Richtung die Geschichte gehen soll. Fantasy-Elemente und Charaktere wurden dann in die Geschichte geworfen, wenn sie gerade vonnöten waren, weshalb sich mir kein klar strukturiertes Weltbild gezeigt hat.

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Veröffentlicht am 24.03.2026

Die Suche nach der Königsmacherin

Kiss of the Broken – Seine Liebe ist ihre Verdammnis
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Gespannt wie ein Flitzebogen habe ich auf Kiss of the Broken gewartet, nachdem der erste Band der Forsaken Promises Reihe ein absolutes Highlight für mich war. Und auch dieser Teil hat mich nicht enttäuscht. 

Zuallererst ...


Gespannt wie ein Flitzebogen habe ich auf Kiss of the Broken gewartet, nachdem der erste Band der Forsaken Promises Reihe ein absolutes Highlight für mich war. Und auch dieser Teil hat mich nicht enttäuscht. 

Zuallererst möchte ich ein Detail erwähnen, das ich absolut großartig finde und ich mir in jedem Fantasy Buch wünschen würde, und zwar das “was bisher geschah” Kapitel. Da es oft dauert, bis der nächste Teil einer Reihe herauskommt, habe ich in der Zwischenzeit meist mehrere andere Bücher gelesen. Da ist so ein Rückblick unglaublich hilfreich, um schnell wieder in die Geschichte zu finden. 

Kiss of the Broken ist jetzt das zweite Buch, das ich von Julia Pauss gelesen habe, und ihr Schreibstil gefällt mir wie beim ersten Mal sehr gut. Die Schauplätze in diesem Buch haben mir sogar noch besser gefallen als im ersten Teil. Besonders die Schattenwelt hat nicht nur Ren, sondern auch mich positiv überrascht, denn ich hatte das klassische Fegefeuer erwartet. Stattdessen gibt es Bäume, die leuchten, und andere mystische Flora und Fauna, die einfach einen besonderen Charme hatten. 

Scar und Ren haben mich auch hier wieder total abgeholt und die Chemie zwischen den beiden bringt das Herz zum Schmelzen. Besonders schön war aber die individuelle Entwicklung der beiden. Scar muss sich immer mehr mit ihrem familiären Trauma und der Scham, Halb Mensch und Dämonin zu sein, auseinandersetzen, während Ren mit seinem Schattenfluch zu kämpfen hat. Das Einzige, was mir beim Dialog aufgefallen ist und ab einem gewissen Zeitpunkt etwas irritierte, waren die häufigen Wiederholungen von den Sprüchen, die  „Mein Mann… “ Oder „ Meine Frau…“ beinhalteten. Die neuen Charaktere haben mir auch sehr gefallen, besonders Evadne sorgte für Spannung da ich bei ihr gerade am Anfang nicht ganz sicher bezüglich ihrer Absichten war. 

Es gab viele Hindernisse und Hürden, die beide Protagonisten überwinden mussten, bei manchen davon hatte ich aber das Gefühl, dass diese etwas zu schnell oder leicht gelöst wurden. Auch bezüglich der politischen Lage wirkte diese schnelle Akzeptanz etwas unrealistisch. Der Rest hat mir aber super gefallen, besonders die Kampfszenen waren richtig „cinematic” beschrieben.

Fazit : Das Ende einer wunderbaren Dilogie , die ich jedem Fantasy und Found Family Fan ans Herz legen möchte. Ich will gar nicht, dass es schon vorbei ist, so sehr habe ich die Charaktere ins Herz geschlossen. Julia Pauss hat jedenfalls einen neuen Fan dazu gewonnen und ich bin gespannt auf die nächsten Bücher von ihr. 4 Sterne. 

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Veröffentlicht am 21.02.2026

Zeilen aus Liebe und ein Gedicht für den Tod

The Poet Empress
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Wow, dieses Buch ist für mich ein absolutes Highlight geworden. Ich hatte Tränen in den Augen und war zutiefst bewegt von den Hintergründen und Schicksalen der Protagonisten.

Yin Wei muss schon in jungen ...

Wow, dieses Buch ist für mich ein absolutes Highlight geworden. Ich hatte Tränen in den Augen und war zutiefst bewegt von den Hintergründen und Schicksalen der Protagonisten.

Yin Wei muss schon in jungen Jahren schnell erwachsen werden. Die Hungersnot des Landes hat ihr schon viele Geschwister geraubt. Die Dorfbewohner halten zusammen und helfen einander, wo es geht, um noch mehr Verluste zu vermeiden. Als sich ihr also die Möglichkeit bietet, Konkubine von Prinz Terren zu werden, willigt sie trotz der Gerüchte über die gewalttätige Natur des unsterblichen Prinzen ein. Leider bleibt es nicht bei Gerüchten, und Wei erfährt am eigenen Leib, wie brutal der Zorn des Prinzen ist. Doch es gibt noch einen weiteren Thronanwärter, Maro, der im Vergleich zu seinem Bruder ein Lichtblick für die Nation ist. Um den unsterblichen Terren zu stürzen, bleibt ihr jedoch nur eine einzige Möglichkeit: das Herzseelengedicht. Doch dieses funktioniert nur, wenn sie für ihn Liebe empfindet, doch wie soll man jemanden lieben, der einem so viel Leid zugefügt hat?

Das Worldbuilding und die Schauplätze waren einfach einzigartig. Der Schreibstil ist, wie der Buchtitel verspricht, poetisch gehalten und hat einen wunderschönen Fluss, sodass ich das Buch nicht weglegen wollte. Es gibt so viele Details, die sich unterschiedlich interpretieren lassen. Die Dualität zeigt sich nicht nur in den Figuren, sondern auch im gesamten Palast, der auf der einen Seite traumhaft schön und gleichzeitig unglaublich düster ist. Blumen und Schwerter hängen in allen Räumen von der Decke. Obwohl die Blumen die Klingen teilweise verbergen, bleibt ihre Bedrohung bestehen, denn mit nur einem Kommando von Prinz Terren gehorchen die Klingen auf ihren Meister. Was ich sehr originell fand und so noch nirgends gelesen habe, waren die Fantasy-Elemente bezüglich der Tiere, die Felle aus Blättern und Blumen hatten. 

Die Charaktere sind fantastisch ausgearbeitet. Keiner von ihnen ist eindeutig gut oder böse, man hasst sie in der einen Minute, während man in der nächsten tiefes Mitgefühl für sie empfindet. Schon lange hatte ich keinen so komplexen Charakter auf Buchseiten vor mir wie Terren. Um das todbringende Gedicht zu vollenden, begibt sich Wei auf eine Reise in die Vergangenheit. Anhand von alten Tagebucheinträgen und Berichten von Angestellten erfährt der Leser hautnah, warum Terren zu so einem Monster geworden ist. Seine Geschichte hatte es echt in sich, und ich möchte auf die Triggerwarnungen hinweisen. Ich musste das Buch manchmal kurz zur Seite legen, weil mich das Ganze so bewegt hat. 

Wei‘s Entwicklung war ein eigenes Highlight für sich. Aus ihrem Dorf ist sie dem Zusammenhalt gewohnt, doch im Palast herrscht ein erbarmungsloser Krieg zwischen den Konkubinen, die auch alle an die Macht kommen wollen. Sie muss also nicht nur Terren, sondern auch ihre Konkurrentinnen überleben. Und dann ist da noch der lange Streit zwischen Maro und Terren, den sie entschlüsseln muss. Wei wird im Laufe der Geschichte vor vielen Entscheidungen gestellt, bei denen sie an ihre eigenen moralischen Grenzen kommt. Die Last von so viel Macht und Verantwortung ist in jeder ihrer Handlungen spürbar. Für mich war sie eine authentische und unfassbar starke Protagonistin, die mir noch lange im Gedächtnis bleiben wird. 

Fazit: Eine unglaublich schöne und tragische Geschichte über Macht, Verantwortung und Liebe, wenn auch nicht im klassischen Sinne. Ich war am Ende so überrascht, wie sich meine Gefühle bezüglich der Figuren im Laufe verändert haben. Es ist kaum zu glauben, dass dieses Buch Shen Taos Debütroman ist. Ich bin unglaublich gespannt auf die zukünftigen Werke der Autorin. 

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Veröffentlicht am 13.02.2026

Enttäuschende Prüfungen

Empire of Whispers and Shadows
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Als großer Fan der japanischen Kultur war dieses Buch, nachdem ich den Klappentext gelesen habe, ein absolutes Must Read für mich. Leider musste ich feststellen, dass ich etwas ganz anderes erwartet habe. 

Der ...

Als großer Fan der japanischen Kultur war dieses Buch, nachdem ich den Klappentext gelesen habe, ein absolutes Must Read für mich. Leider musste ich feststellen, dass ich etwas ganz anderes erwartet habe. 

Der Schreibstil der Autorin hat mir durchwachsen gefallen. Die japanisch inspirierte Welt ist wirklich wunderschön und ausgiebig beschrieben, sodass ich beim Lesen sehr schnell in diese eintauchen konnte. Was für mich gar nicht zum Setting gepasst hat, waren die Kraftausdrücke der Protagonisten. Was mich sehr am Stil gestört hat, war, dass spannende Themen oft nur kurz angeschnitten, jedoch relativ schnell oder nur am Rand abgewickelt wurden.

Zum Beispiel, was mich richtig enttäuscht und während des Lesens verwirrt zurückgelassen hat, waren die Prüfungen, auf die ich mich persönlich am meisten gefreut habe. Als ich den Klappentext gelesen habe, stachen die Sieben Prüfungen sehr heraus, weshalb ich eine ziemlich große Erwartungshaltung hatte. Die ersten zwei Prüfungen werden noch verfolgt, jedoch plätscherten diese eher nebensächlich dahin. Dann gab es Zeitsprünge, bei denen plötzlich mehrere Prüfungen abgeschlossen worden sind, ohne dass man groß etwas davon mitbekommt. Wäre der Klappentext zu den Prüfungen etwas anders formuliert gewesen, glaube ich, wäre meine Enttäuschung weniger groß gewesen.

Saya war eine tolle Protagonistin. Ihr Leidensweg als Gezeichnete und das Verlangen nach Rache konnten mich emotional packen. Im Laufe der Geschichte kristallisiert sich immer mehr heraus, wie viel das Leben als Assassine ihr abverlangt. An ein paar Stellen erscheint sie aber noch etwas blass, besonders im Hinblick auf ihre Vergangenheit hätte ich mir noch etwas mehr Tiefe gewünscht. 

Teno hat es mir anfänglich schwer gemacht, Sympathie für ihn zu empfinden. Seine Hintergrundgeschichte bietet zwar Erklärung für seine Tat, trotzdem konnte ich ihm nicht so schnell verzeihen wie Saya.  Ein Punkt, welcher der Autorin aber sehr gelungen ist, sind die zarten und romantischen Momente, die echt zum Schmelzen waren. Die sanfte und fürsorgliche Seite von Teno, besonders in Bezug auf Traumata, hat meine Abneigung ihm gegenüber ins Wanken gebracht. 

Das Ende war für mich etwas überfordernd, so viele Dinge passierten gleichzeitig. Generell empfand ich die Beschreibungen von Kämpfen als einen großen Wortschwall, bei dem ich schnell den Überblick verloren habe. Auch das plötzlich perfekte Beherrschen von Kräften wirkte für mich unrealistisch. 

Fazit: Für mein Empfinden hat diese Geschichte mehr mit den Romance Aspekten punkten können. Die Welt wird zwar optisch toll beschrieben, jedoch fehlt mir bei so vielen Themen der rote Faden, um die Fantasy Elemente vollständig begreifen zu können. Besonders die Prüfungen haben mich enttäuscht. Der Plot Twist war interessant, jedoch bin ich noch nicht ganz sicher, ob ich zum nächsten Buch greifen werde. 

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Veröffentlicht am 19.12.2025

Der Weg zum Gold

One Date to Gold
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Ich bin zurzeit im Hockey Romance Fieber und als ich dieses Buch entdeckt habe, das Eishockey und Snowboarden vereint, musste ich es einfach lesen. Das Setting hat mir sehr gefallen und mich richtig in ...

Ich bin zurzeit im Hockey Romance Fieber und als ich dieses Buch entdeckt habe, das Eishockey und Snowboarden vereint, musste ich es einfach lesen. Das Setting hat mir sehr gefallen und mich richtig in Olympia Stimmung versetzt. Leider bin ich aber mit den Dialogen und dem Ton nicht ganz warm geworden.

An sich fand ich beide Protagonisten sympathisch. Amie ist die Personifizierung von Glitzer und das komplette Gegenteil von dem strengen Eishockey Captain Hunter.

Die beiden entwickelten super schnell für einander Gefühle, sodass es sich für mich nicht wirklich nach „fake dating“ angefüllt hat. Es hat auch nicht ganz zu Hunters Charakter gepasst. Er hat in der Vergangenheit negative Erfahrungen gemacht, weshalb er Mauern aufgebaut hat, die sogar sein Hockey-Team beeinflussen, da hat es mich dann schon gewundert, dass er sich so schnell Hals über Kopf in Amie verliebt.

Etwas, womit ich mich bis zum Schluss nicht ganz anfreunden konnte, waren die Dialoge. Ich weiß nicht, wie ich es beschreiben soll, aber sie fühlten sich so aufgesetzt und unnatürlich an. Der Running Gag Kaffee, der nach “Batteriesäure” schmeckt, war spätestens nach dem dritten Mal nicht mehr lustig, keine Ahnung, für mich war der Humor einfach leider anstrengend. Auch der Dialog der Spicy Szenen konnte mich nicht überzeugen.

Was mir wiederum gut gefallen hat, war die realistische Darstellung, mit welch Sexistischen und misogynen Kommentaren Frauen im Sport zu kämpfen haben. Auch beide Protagonisten in ihrem jeweiligen sportlichen Element zu erleben, hat mir gefallen. Die Darstellung von psychischer Belastung und Therapie ist ebenfalls gelungen.

Fazit: Meine Meinung zu der Geschichte ist hin- und hergerissen, einerseits haben mir die sportlichen Elemente sehr gefallen, auch das Setting und die Beschreibung des Athletendorfs fand ich traumhaft. Aber der Humor und die Dialoge zwischen den Hauptcharakteren haben mir einfach nicht gefallen. Ich finde, das Buch ist trotzdem empfehlenswert für alle Sports Romance Fans, denn gerade was den Humor betrifft, sind Geschmäcker verschieden. 3 Sterne

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