Emotionaler Roman vor der Kulisse der Potzdamer Konferenz
Schwestern des brennenden HimmelsEine junge Frau auf der Suche nach ihrer Familie.
Eine andere junge Frau die alles verloren hat.
Eine Konferenz die über die Zukunft eines am Boden liegenden Landes entscheiden soll.
Ann reist nach ...
Eine junge Frau auf der Suche nach ihrer Familie.
Eine andere junge Frau die alles verloren hat.
Eine Konferenz die über die Zukunft eines am Boden liegenden Landes entscheiden soll.
Ann reist nach Potzdam, hier arbeitet sie für die englische Delegation während der Potzdamer Konferenz nach dem zweiten Weltkrieg. Doch Ann hat ein Geheimnis. Sie ist gar keine Engländerin. Ihr eigentlicher Name ist Annegret und sie ist mit ihren Eltern aus Nazie deutschland geflohen. Jetzt hofft sie ihre Familie, vor allem ihre Cousine wiederzufinden.
Dann ist da noch Lisel sie hat die Schrecken des Krieges und der russischen Soldaten am eigenen Leib zu spüren bekommen und ist am Ende ihre Kraft angekommen.
Vor allem Lisel steht wohl stellvertreten für unzählige Frauen, die einen Krieg erlebt haben. Ich finde Hanna Caspian ist diese Figur großartig gelungen. Sie hat ein Mädchen erschaffen, die unter schrecklichen Bedingungen erwachsen werden musste. Und obwohl sie jeden Funken Hoffnung verloren hat, ist sie doch eine starke Person.
Ann dagegen scheint alles zu haben, aber auch sie hat viel verloren und hat Angst davor noch mehr zu verlieren, wenn ihr Geheimnis ans Licht kommt.
Neben der emotionalen Geschichte rund um die beiden Frauen ist dieser Roman auch ein Stück Geschichte. Potzdam unmittelbar nach dem Krieg, zerbomte Häuser, der Tod ist allgegenwärtig. Und dann eine Konferenz die über das Schicksal der Deutschen entscheidet. Auch das hat Hanna Caspian perfekt eingefangen.
Ich bin schon lange ein großer Fan der Autorin, aber mit diesem Buch hat sie mich nocheinmal mehr von sich überzeugt. Unbedingt lesen.