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Veröffentlicht am 22.06.2021

Mittelalter vom Feinsten

Das Spiel der Ketzerin
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Eine abenteuerliche Reise ins Mittelalter.
Der Deutschordensritter Richard von Thurnau wird auf die Suche nach de Jüdin Sara geschickt. Sie soll das Siegel eines Grafen gestohlen haben. Als er das Mädchen ...

Eine abenteuerliche Reise ins Mittelalter.
Der Deutschordensritter Richard von Thurnau wird auf die Suche nach de Jüdin Sara geschickt. Sie soll das Siegel eines Grafen gestohlen haben. Als er das Mädchen findet denkt er zunächst nur an seinen Auftrag, doch die junge Frau ist ganz anders als er gedacht hat. Sie scheint ein Geheimnis zu haben. Richard ist hin und her gerissen. Was soll er tun? Wem kann er vertrauen? Was ist die Wahrheit?

Der Roman führt uns tief ins Mittelalter. In die Welt der Ritter und Burgen. Wir erleben Intrigen und den Kampf um die Macht. Aber auch die Vorurteile und Abgrenzung gegen die Juden spielen eine Rolle und natürlich darf auch die Minne in einem solchen Roman nicht fehlen.
Die Geschichte von Sara und Richard hat mir gut gefallen. Sara war gewitzt, mutig und manchmal ein wenig zu forsch. Richard durch und durch Ritter, aber dann auch wieder einfach nur ein Mann. Das Zusammenspiel der Beiden war sehr stimmig und oft zum schmunzel.

Das Mittelalter wird hier wieder lebendig und ich war von der Geschichte gefesselt. Ein Mittelalterroman ganz nach meinem Geschmack.

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Veröffentlicht am 22.06.2021

Eine tolle Frau

Dora Maar und die zwei Gesichter der Liebe
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Es ist immer wieder unglaublich spannend, in das Leben berühmter Künstler abzusuchen. Hier geht es um Dora Maar. Jahrelang war sie nur als eine Geliebte von Pablo Picasso bekannt, dabei war auch sie eine ...

Es ist immer wieder unglaublich spannend, in das Leben berühmter Künstler abzusuchen. Hier geht es um Dora Maar. Jahrelang war sie nur als eine Geliebte von Pablo Picasso bekannt, dabei war auch sie eine große Künstlerin. Sie war Fotografien und Malerin, lebte in Paris und gehörte zur Kunstwelt der dreißiger Jahre des letzten Jahrhunderts in Paris.
In diesem Roman werden ihr Leben als junges Mädchen, ihre Anfänge als Künstlerin, ihre Zeit mit Picasso und die ersten Jahre danach erzählt. Dora war eine faszinierende Person und Bettina Storks schafft es ein sehr lebendiges Bild von der Künstlerin und ihrem Leben zu schaffen.
Ich kannte Dora Maar vor diesem Roman auch nur vom Namen her, jetzt dürfte ich sie näher kennenzulernen und bin fasziniert von ihr. Auch andere Künstler der Epoche und deren Lebenswandel kommen zu Wort, allen voran natürlich Pablo Picasso. Aber Dora bleibt immer der Mittelpunkt und das hat die auch verdient.
Sehr gut gefallen hat mir, das auch die politische Lage der Zeit in dem Roman seinen Platz hätte. Der spanische Bürgerkrieg, die Übernahme der Deutschen von Paris. Um diese Zeit zu verstehen gehört das einfach dazu.
Jeder der gerne Geschichte anhand der Geschichte von Menschen erlebt, und dazu etwas über Kunst erfahren möchte, ist hier genau richtig.

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Veröffentlicht am 22.06.2021

Verführerischer Kuchenduft

Die Patisserie am Münsterplatz – Schicksalsjahre
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Endlich geht es in der Patisserie weiter. Es sind einige Jahre seid Ende des letzten Bandes vergangen. Eine neue Generation ist herangewachsen, der große Krieg ist gerade beendet. Im Jahr 1918 verändert ...

Endlich geht es in der Patisserie weiter. Es sind einige Jahre seid Ende des letzten Bandes vergangen. Eine neue Generation ist herangewachsen, der große Krieg ist gerade beendet. Im Jahr 1918 verändert sich das Leben in Straßburg stark. Die Franzosen haben die Stadt und das Elsass übernommen und für die Deutschen brechen harte Zeiten an. Aber auch die Gefühlswelt der jungen Generation sorgt für einige Aufregung...

Ich muss sagen, das mir dieser zweite Teil besser gefallen hat als der erste. Das liegt vor allem an dem sehr anschaulich erzählten historischem Teil. Die Vertreibung von allem Deutschen fand ich sehr interessant. Das es hier sogar zur Spaltung der Familie kommt, war Sicher auch in der Wirklichkeit so.
Aber auch die Geschichte der Familie, die traumatisierten Kriegsheimkehrer, die Großeltern die sich doch einfach nur aus Straßburger sehen und die junge Generation die für ihr Glück kämpft. Dazu sehr einem der Duft nach frisch gebackenen Kuchen durch die Geschichte.
Eine mehr als gelunge Fortsetzung.

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Veröffentlicht am 22.06.2021

Spannendes Wiedersehen

Rule of Wolves
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Wieder einmal führt uns die Autorin Leigh Bardougo in ihre atemberaubenden Welt der Grisha. Hier stehen vor allem Zar Nikolai, Nina und Zoya im Vordergrund, aber auch andere alte Bekannte sind wieder mit ...

Wieder einmal führt uns die Autorin Leigh Bardougo in ihre atemberaubenden Welt der Grisha. Hier stehen vor allem Zar Nikolai, Nina und Zoya im Vordergrund, aber auch andere alte Bekannte sind wieder mit dabei. Es bleibt unglaublich spannend und der Kampf der Grisha ist noch nicht beendet.
Die Figuren gefallen Mitwisser einmal außergewöhnlich gut. Im Laufe der Zeit hat man ja fast so etwas wie eine Beziehung zu ihnen aufgebaut und fühlt sich als Teil ihres Lebens. Und obwohl man glaubt alles so gut zu kennen, gibt es immer wieder so überraschende Wendungen das man das Buch gar nicht mehr weglegen kann.
Ich mag den Schreibstil der Autorin sehr, besonders die Dialoge mit ihrem Wortwitz tragen sehr zum Gelingen der Geschichte bei.
Kurz gesagt ein fantastisches Abenteuer.

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Veröffentlicht am 13.06.2021

Abschied von Greifenau

Gut Greifenau - Sternenwende
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Wie sagt man doch so schön, man soll aufhören, wenn es am schönsten ist.

Ich habe das Gut Greifenau und seine Bewohner jetzt über sechs Teile begleitet mit ihnen gelebt, gelacht und gelitten. Hanna Caspian ...

Wie sagt man doch so schön, man soll aufhören, wenn es am schönsten ist.

Ich habe das Gut Greifenau und seine Bewohner jetzt über sechs Teile begleitet mit ihnen gelebt, gelacht und gelitten. Hanna Caspian hat es geschafft jede Schicht in der Güteordnung ein glaubwürdiges Gesicht zu geben und die Leser tief in ihre Charaktere blicken lassen. Mit diesem Abschlussband gibt sie allen ein grandioses Ende.

Noch einmal reise ich also nach Greifenau. Mittlerweile haben wir das Jahr 1929. Grafentochter Katharina lebt weiterhin in Berlin, doch ihr Leben wird stark erschüttert. In Greifenau plagt man sich weiterhin mit Geldsorgen, dazu kommen die dunklen Wolken die am politischen Himmel aufziehen und die allen Sorgen bereiten. Mehr möchte ich gar nicht zum Inhalt sagen, nur so viel es wird gewohnt emotional.

Ich mag an der Reihe besonders die tiefen Einblicke in die Lebenswelt der Dienstboten. Sie sind hier keine stummen Nebencharaktere, sondern nehmen mit ihren Geschichten einen großen Teil der Geschichte ein. Besonders das Dienstmädchen Wiebke ist mir sehr ans Herz gewachsen. Die ist so eine liebenswürdige Person.

Aber auch die Grafenfamilie ist wieder vortrefflich dargestellt. Da haben wir Katharina die niemals aufgibt. Konstantin der alles versucht um das Gut zu retten. Aber auch Mutter Feodora die einfach nicht aus ihrer Haut kann und weiterhin voller Vorurteile und Standesdünkel ist.

Ich kann nur sagen:"Auf nach Greifenau!", aber unbedingt mit dem ersten Teil beginnen.

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