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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.01.2020

Rasanter Fall

Knochengrab (Ein Sayer-Altair-Thriller 2)
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Sayer Altair hat sich gerade erst von ihrer Schussverletzung erholt, da muss sie sich schon um einen neuen Fall kümmern. In einer Grube werden mehrere Skelette entdeckt und dann tauchen auch noch zwei ...

Sayer Altair hat sich gerade erst von ihrer Schussverletzung erholt, da muss sie sich schon um einen neuen Fall kümmern. In einer Grube werden mehrere Skelette entdeckt und dann tauchen auch noch zwei neuere Leichen auf. Für Sayer geht es jetzt daran herauszufinden, ob die beiden Fälle zusammen hängen. Und auch in ihrem Privatleben passiert gerade viel.

Die Autorin schafft mit ihrem Schreibstil eine tolle Atmosphäre und man ist sofort Mitten in der Geschichte. Es treten altbekannten Charakteren aus dem ersten Fall auf, es werden aber auch weitere neue Charaktere eingeführt, die eine größere Rolle spielen. Neben dem eigentlichen Fall erfährt man auch weiteres aus Sayers Privatleben und über ihre Forschungsarbeit. Besonders die Forschung über Psychopathen fand ich sehr interessant und es hätte gerne mehr Informationen über den Tod von Sayers Verlobten geben können. An diesen beiden Punkten merkt man gut, dass die Autorin weitere Bände plant und hier die Spannung noch hoch halten möchte.

Der eigentliche Kriminalfall ist sehr spannend aufgebaut. Die Spannung wird wieder konstant hoch gehalten und als Leser kann man selbst gut mit rätseln, wer der wahre Täter ist. Die Autorin versucht einen in die Irre zu führen, aber streut auch genügend Hinweise, damit man zumindest einige Dinge selbst herausfinden kann.

Es ist bald ersichtlich, dass der Fall in einigen Dingen dem ersten sehr ähnelt. Es geht um Entführungen, der Täter hat etwas mit mythologischen Geschichten am Hut und es ist ein Wettlauf gegen die Zeit. Das alles hält die Spannung natürlich hoch und die Geschichte wirkt sehr rasant, aber ich hätte mir mehr Variation von der Autorin gewünscht. Außerdem ist es alles sehr viel auf einmal und macht den ganzen Fall sehr konstruiert und nicht mehr so realistisch.

Dennoch hat es durch den Schreibstil und die Charaktere wieder viel Spaß gemacht das Buch zu lesen und die Ermittlungen zu verfolgen.

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Veröffentlicht am 30.12.2019

Kluftinger mal ernster

Kluftinger (Kluftinger-Krimis 10)
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Eigentlich will Kluftinger nur das Familienleben genießen, denn er ist endlich Opa geworden. Doch dann taucht auf dem Altusrieder Friedhof ein Grabkreuz auf. Mit Kluftingers Namen darauf. Jemand aus seiner ...

Eigentlich will Kluftinger nur das Familienleben genießen, denn er ist endlich Opa geworden. Doch dann taucht auf dem Altusrieder Friedhof ein Grabkreuz auf. Mit Kluftingers Namen darauf. Jemand aus seiner Vergangenheit hat es auf ihn abgesehen. Und es tauchen immer mehr Hinweise auf, dass derjenige seinen Tod will.

Dieser Teil unterscheidet sich deutlich von den anderen Kluftinger-Bänden. Es ist ein sehr persönlicher Fall für Klufti, denn jemand aus seiner Vergangenheit hat noch eine Rechnung mit ihm offen. Dadurch bekommt man viele Einblicke in Kluftis Vergangenheit. Man erfährt etwas über seine Jugend, wie er zur Polizei und in die Mordkommission gekommen ist und natürlich wird auch endlich das Geheimnis um seinen vollen Namen gelüftet.

Dadurch, dass es viel um die Vergangenheit und den persönlichen Rachefeldzug des Unbekannten geht, gibt es nicht viel typische Ermittlungsarbeit. Erst zum Ende hin im letzten Viertel wird es noch ein richtiger Kriminalroman. Dabei spielen wieder die altbekannten Charaktere, die schon seit dem ersten Buch fester Bestandteil der Reihe sind, eine Rolle. Es gibt aber auch einige Gastauftritte von Personen aus früheren Fällen.

Die Grundstimmung des Buches ist deutlich ernster als bei den vorherigen und es gibt auch nicht so viele humorvolle Szenen. Natürlich bleibt der Humor nicht ganz auf der Strecke, aber ist schon deutlich weniger.

Der Fall an sich ist spannend aufgebaut, auch wenn ich mir mehr das typische Konzept wie in den anderen Teilen gewünscht hätte. Die Passagen aus Kluftis Vergangenheit fand ich nicht immer so ganz interessant. Das Ende lässt aber darauf schließen, dass die Autoren hier noch mindestens einen weiteren Band planen. Vielleicht dann auch wieder mit mehr Humor.

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Veröffentlicht am 27.12.2019

Klischee voraus

Cinder & Ella
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Nach einem schweren Schicksalsschlag und einem langen Krankenhausaufenthalt muss Ella zu ihrem Vater - der sie und ihre Mutter verlassen hat, als sie noch klein war – und seiner neuen Familie ziehen. Sowohl ...

Nach einem schweren Schicksalsschlag und einem langen Krankenhausaufenthalt muss Ella zu ihrem Vater - der sie und ihre Mutter verlassen hat, als sie noch klein war – und seiner neuen Familie ziehen. Sowohl mit ihrer neuen Familie als auch mit den Leuten in der Schule kommt sie nicht wirklich zurecht. Nur ihr Chatfreund Cinder gibt ihr Halt, aber auch er ist nicht ganz ehrlich zu ihr.

Ich habe das Buch so ziemlich blind gekauft. Nur den Klappentext überflogen und mich von den durchweg guten Bewertungen zum Kauf verleiten lassen. Erst mit dem Lesen habe ich bemerkt, dass es eine Adaption von Cinderella ist. Das hatte ich zwar nicht erwartet, muss aber nicht grundsätzlich etwas Schlechtes sein.

Von der Idee her hätte es wirklich gut werden können. Auch die Anlehnungen an Cinderella hätten in die Geschichte gepasst, aber die Autorin hat einfach übertrieben. Das ganze Buch ist größtenteils so unrealistisch und überzogen, dass es keinen Spaß macht es zu lesen. Es werden sehr ernste Themen angesprochen, aber durch die Umsetzung der Autorin wurde alles so oberflächlich behandelt.

Der Großteil der Charaktere verhält sich einfach nur surreal. Natürlich gibt es Menschen, die andere mit ihrem Aussehen und ihrer Krankheit aufziehen und bösartig sein können. Aber in dieser Geschichte sind es so viele, dass es kaum möglich ist. Und auch Ellas Familienmitglieder verhalten sich einfach nicht realistisch. Irgendwann ist das nur noch störend.

Über den Plot kann man nicht so viel sagen, ohne zu viel vorwegzunehmen. Er ist typisch für ein Märchen aufgebaut und mit wenig Überraschungen. Es hätte wirklich gut werden können, aber mit der überzogenen Art wurde es einfach eine weitere Klischeeadaption von Cinderella, die es so schon zu genüge in Buch- oder Filmform gibt.

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Veröffentlicht am 19.12.2019

Nur teilweise überzeugend

Studiküche
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Viele kennen es: alles ist gerade stressig, man hat wenig Zeit, da bleibt auch mal das Einkaufen und Kochen auf der Strecke. Das Kochbuch „Studentenküche“ möchte nicht nur schnelle und einfache Rezepte ...

Viele kennen es: alles ist gerade stressig, man hat wenig Zeit, da bleibt auch mal das Einkaufen und Kochen auf der Strecke. Das Kochbuch „Studentenküche“ möchte nicht nur schnelle und einfache Rezepte bieten, sondern auch mit wenigen und günstigen Zutaten überzeugen.

Die Rezepte sind in drei große Kategorien eingeteilt. „Für morgens und Zwischendurch“, „Einfach und günstig nach der Uni“ und „Essen mit Freunden“. Die Bilder zu den Rezepten sind schlichter gehalten, was aber auch zum Konzept des Buches passt. Trotzdem sind sie appetitlich und vermitteln einen guten Eindruck von den Rezepten.

Den Rezeptanweisungen kann man gut folgen und es ist jetzt nicht wirklich etwas Kompliziertes dabei. Die Zutatenlisten sind größtenteils überschaubar und meist auch gängige Sachen, die man überall bekommt und in ein kleineres Budget passen. Ein nettes Detail fand ich die zusätzlichen Tipps, die sich in den Buchklappen verstecken.

Teilweise konnte ich mir neue Inspirationen holen, um meine eigenen Gerichte etwas aufzupeppen, aber leider ist der Gesamteindruck dann doch nicht so positiv. Viele Rezepte sind schon sehr schlicht und einfach gehalten und bieten einem nichts Neues. Und ich bin jemand, der oft sehr uninspiriert ist, wenn es ums Kochen geht. Aber ein Rezept für Milchreis braucht es wohl nicht mehr, das findet man auf jeder Milchreispackung und auch ein Nudelsalat ist jetzt keine große Herausforderung.

Was mich aber mehr gestört hat, war, dass recht viele Rezepte einen Mixer oder Pürierstab voraussetzen. Es soll ja ein Kochbuch für Studenten sein und ich kenne einige, die nicht mal einen Backofen haben. Wenn es nur zwei oder drei Rezepte gewesen wären, dann wäre es nicht so schlimm. Aber leider sind es schon sehr viele, die ich darum nicht ausprobieren kann.

Ich kann verstehen, dass es schwierig ist, Rezepte zu kreieren, die schnell und einfach sind, aber auf der anderen Seite weder zu langweilig noch zu schwierig. Trotzdem hätte ich mir das von diesem Kochbuch gewünscht.

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Veröffentlicht am 18.12.2019

Zu viel gewollt

Draussen
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Seit sie denken können, leben Cayenne und Joshua abgeschieden von der Gesellschaft. Nur Stephan, der sich um sie kümmert, ist immer da und trainiert sie. Bereitet sie vor. Auf was genau, gibt Stephan ihnen ...

Seit sie denken können, leben Cayenne und Joshua abgeschieden von der Gesellschaft. Nur Stephan, der sich um sie kümmert, ist immer da und trainiert sie. Bereitet sie vor. Auf was genau, gibt Stephan ihnen nie eine klare Antwort. Doch schon bald wird sich das Training auszahlen, denn jemand will sie töten.

Vor dem Lesen war es mir schon wichtig, dieses Buch unabhängig von der Krimi-Reihe der Autoren zu betrachten und nicht damit zu vergleichen, was mir auch gut gelungen ist. Dieses Buch unterscheidet sich inhaltlich doch sehr und manchmal habe ich dadurch sogar vergessen, wer das Buch geschrieben hat. Am Schreibstil gibt es nichts auszusetzen und ist angenehm zu lesen. Die beiden Autoren haben ja nicht plötzlich das Schreiben verlernt. Vom Inhalt bin ich nicht ganz so überzeugt.

Das beginnt schon bei den Charakteren. Zu keinem konnte man eine emotionale Bindung in irgendeiner Form aufbauen. Es war einem relativ egal, ob ihnen etwas Schlimmes passiert oder nicht. Die Hauptprotagonisten waren nicht direkt unsympathisch. Man konnte zumindest zugute halten, dass sie von den Persönlichkeiten her recht authentisch und unterschiedlich waren.

Die Geschichte an sich war mir einfach zu viel. Zu übertrieben, zu dramatisch, zu unrealistisch. Als würde es aus einem Hollywood-Streifen stammen. Vielleicht wollten die Autoren da einfach zu viel auf einmal, sich größtmöglich von ihren bisherigen Büchern abgrenzen, aber Ende war es einfach zu viel des Guten.

Der Plot wurde zudem auf einem sehr wackligen Untergrund aufgebaut. Dadurch waren das Ende und die Auflösung dann auch nicht wirklich überzeugend.

Egal wer dieses Buch nun geschrieben hätte, es ist einfach kein guter Thriller.

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