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Veröffentlicht am 14.04.2026

Wenn Liebe Narben hinterlässt

Wie Risse in der Erde
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Mit "Wie Risse in der Erde" gelingt Clare Leslie Hall ein eindringlicher und emotional vielschichtiger Roman, der lange nach dem Zuklappen des Buches nachhallt. Im Zentrum der Geschichte steht eine leidenschaftliche ...

Mit "Wie Risse in der Erde" gelingt Clare Leslie Hall ein eindringlicher und emotional vielschichtiger Roman, der lange nach dem Zuklappen des Buches nachhallt. Im Zentrum der Geschichte steht eine leidenschaftliche Dreiecksbeziehung, die untrennbar mit einem rätselhaften Todesfall verwoben ist – ein Spannungsbogen, der von der ersten bis zur letzten Seite trägt.

Hall erzählt von den Gegensätzen des Lebens in all ihrer Intensität: von Schönheit und Schrecken, von Geburt und Tod, von Liebe und Verlust. Diese scheinbar widersprüchlichen Kräfte existieren hier nebeneinander und machen den Roman so kraftvoll und authentisch. Besonders eindrucksvoll ist die Darstellung der Protagonistin, die sich mutig ihrem Schicksal entgegenstellt und dabei mit den Unwägbarkeiten des Lebens ringt.

Der Roman besticht nicht nur durch seine emotionale Tiefe, sondern auch durch seine unvorhersehbare Handlung. Die Geschichte entwickelt sich auf eine Weise, die immer wieder überrascht – insbesondere das Ende trifft mit voller Wucht und stellt vieles in ein neues Licht.

Wie Risse in der Erde ist eine bewegende Geschichte über Liebe, Verlust und die Entscheidungen, die unser Leben formen. Trotz aller Tragik schwingt stets ein Hauch von Hoffnung mit: die leise, aber kraftvolle Idee, dass Liebe – so zerstörerisch sie auch sein mag – letztlich heilend wirken kann und ihren Weg zurückfindet.

Ein Roman, der mitten ins Herz trifft – herzzerreißend, intensiv und zugleich tröstlich.

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Veröffentlicht am 14.04.2026

Ein Sommer so flüchtig, wie Seifenblasen

Träume aus Salz
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Seifenblasen

Träume aus Salz ist ein stiller, atmosphärisch dichter Roman über Intuition, Schuld und die fragile Grenze zwischen Sehnsucht und Selbsttäuschung.
Das junge Paar Flo und Matty, noch am Anfang ...

Seifenblasen

Träume aus Salz ist ein stiller, atmosphärisch dichter Roman über Intuition, Schuld und die fragile Grenze zwischen Sehnsucht und Selbsttäuschung.
Das junge Paar Flo und Matty, noch am Anfang ihrer Beziehung, verbringt eine sommerliche Auszeit auf einer griechischen Insel – fernab vom trubeligen Massentourismus. Dort begegnen sie Sofia, der Wahrsagerin der Insel. Zunächst wirkt alles wie ein traumhafter, unbeschwerter Urlaub. Der stellenweise poetische Schreibstil hat die Insel und ihre Menschen für mich lebendig werden lassen – so sehr, dass ich selbst gerne Moussaka am Meer gegessen hätte.
Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Flo und Sofia erzählt. Hier hätte ich mir gewünscht, auch Einblicke in Mattys Gedanken zu bekommen. Diese bleiben lange aus und tauchen erst gegen Ende auf. Dabei empfand ich ihn durchaus als sympathisch, konnte jedoch kaum eine Verbindung zu ihm aufbauen, da er insgesamt recht blass bleibt. Bei Flo und Sofia erhält man zwar tiefere Einblicke, besonders in ihre familiären Hintergründe, die ihr Verhalten nachvollziehbarer machen. Dennoch blieb ich auch zu ihnen auf Distanz – ihre Gefühle wirkten für mich oft wie hinter einem Schleier, schwer greifbar.
Themen wie Wahrsagerei, Tarot und griechische Sagen bringen interessante und eher seltene Aspekte in die Geschichte. Allerdings werden gerade die mystischen Elemente nur oberflächlich angerissen, insbesondere die griechischen Mythen. Dadurch wirkte das Ganze für mich nicht ganz rund – ein klarer roter Faden hat mir gefehlt.
Das Geheimnis, das Flo vor Matty verbirgt und am Ende enthüllt wird, konnte mich leider nicht überzeugen. Ich habe nicht nachvollziehen können, warum sie es so lange für sich behält, zumal es immer wieder angedeutet wird. Meine Erwartungen gingen hier in eine andere Richtung. Mattys Reaktion darauf hingegen fand ich verständlich.
Fazit: Es gibt einzelne Szenen, die mich wirklich berührt haben, vor allem die Darstellungen der zerrütteten Familienverhältnisse. Insgesamt konnte mich die Geschichte jedoch nicht vollständig erreichen. Auch Flos Träume haben bei mir keine emotionale Wirkung entfaltet. Teilweise war ich eher verwirrt, da die Handlung auf mich wie ein Hin und Her wirkte.
Das Cover spiegelt meine Gefühle zum Buch sehr gut wider: eine Frau, verborgen hinter schimmernden Seifenblasen – schön und faszinierend wie Licht auf Wasser, aber zugleich zerbrechlich und nicht greifbar.
Und das Ende? Offen, der eigenen Fantasie überlassen – für mich jedoch nicht wirklich befriedigend.

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Veröffentlicht am 31.03.2026

Eine Liebe voller Abschiede

Lügen, die wir uns erzählen
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Dieses Buch wird mir noch lange in Erinnerung bleiben. Es hat mich tief berührt und sehr nachdenklich gestimmt. Besonders beeindruckt hat mich, mit welcher Leichtigkeit die Autorin gesellschaftskritische ...

Dieses Buch wird mir noch lange in Erinnerung bleiben. Es hat mich tief berührt und sehr nachdenklich gestimmt. Besonders beeindruckt hat mich, mit welcher Leichtigkeit die Autorin gesellschaftskritische Themen einfließen lässt, ohne dass die Geschichte jemals überladen wirkt. Dabei greift sie viele Aspekte auf, die uns im Alltag begegnen und zum Reflektieren anregen.
Im Zentrum stehen Erinnerungen, verdrängte Wahrheiten und alte Wunden, die langsam ans Licht kommen. Es geht um eine vergangene Liebe, um verpasste Chancen – aber auch um zweite Möglichkeiten. Die Geschichte bewegt sich immer wieder zwischen Gegenwart und Vergangenheit und zeigt eindrücklich, wie sehr frühere Erfahrungen unser heutiges Leben prägen.
Die Protagonistin Helene ist eine Figur, die mich besonders bewegt hat. Sie ist jemand, der es immer allen recht machen wollte, geprägt von Eltern, die viel für sie entschieden haben. Dieses ständige Streben nach Perfektion und Anerkennung zieht sich wie ein roter Faden durch ihr Leben. Gleichzeitig wird schmerzhaft deutlich, wie lieblos und kalt sie selbst in ihrer Kindheit behandelt wurde – Erfahrungen, die tiefe Spuren hinterlassen haben.
Auch die Beziehung zwischen Helene und ihrer Tochter Anna ist zentral. Beide sehnen sich nach Verständnis, schaffen es jedoch lange nicht, wirklich miteinander zu kommunizieren. Diese Sprachlosigkeit führt zu Missverständnissen und Schuldzuweisungen, die die Distanz zwischen ihnen noch vergrößern. Umso eindrucksvoller ist die Entwicklung, die diese Beziehung im Laufe der Geschichte durchläuft.
Insgesamt ist „Lügen, die wir uns erzählen“ ein melancholischer, feinfühliger Roman über Familie, Vergangenheit und die Schwierigkeit, sich selbst und einander wirklich zu verstehen. Ein Buch, das leise daherkommt, aber lange nachhallt.

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Veröffentlicht am 31.03.2026

Hurrikan-Hazel hat als Chaosqueen mein Herz erobert

Josh and Hazel's Guide to Not Dating
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Hazel ist witzig, chaotisch und bisschen eigensinnig. Einfach hazelhaft auf ihre eigene Art und Weise. Manch einer denkt, das ist zu viel des Guten, aber für mich war Hazels Geschichte genau richtig. Ich ...

Hazel ist witzig, chaotisch und bisschen eigensinnig. Einfach hazelhaft auf ihre eigene Art und Weise. Manch einer denkt, das ist zu viel des Guten, aber für mich war Hazels Geschichte genau richtig. Ich mochte sie direkt.

Schade, dass andere in ihrer Vergangenheit Hazel als peinlich empfunden haben, ich wäre gerne mit ihr befreundet gewesen, denn es wäre definitiv nie langweilig mit ihr.

Zum Glück trifft sie wieder auf Josh und das Chaos nimmt seinen Lauf. Die Doppeldates waren einfach zum Scheitern verurteilt 🤭. Einer Anziehungskraft kann, man nicht trotzen. Ich mochte es sehr, wie die beiden miteinander umgegangen sind.

Das Buch trägt definitiv zur Unterhaltung bei und ich konnte es nicht zur Seite legen.

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Veröffentlicht am 30.03.2026

Die Kraft der Welle

Unter Wasser
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Der Roman Unter Wasser von Tara Menon spielt an zwei sehr unterschiedlichen Schauplätzen: dem paradiesisch-idyllischen Thailand und dem eher grau und düster wirkenden New York. Diese Gegensätze prägen ...

Der Roman Unter Wasser von Tara Menon spielt an zwei sehr unterschiedlichen Schauplätzen: dem paradiesisch-idyllischen Thailand und dem eher grau und düster wirkenden New York. Diese Gegensätze prägen nicht nur die Atmosphäre der Geschichte, sondern auch die Wahrnehmung der Protagonistin Marissa.
Während Thailand lebendig, farbenreich und naturverbunden beschrieben wird, erscheint New York fast beklemmend – eine Welt, die vom Menschen dominiert ist, geprägt von Konsum und einer gewissen Entfremdung zur Natur. Diese Unterschiede spiegeln sich auch deutlich in Marissa wider. In den New-York-Passagen wirkt sie auf mich eher distanziert, emotionsarm und passiv im Umgang mit anderen Menschen. Ganz anders hingegen in Thailand: Dort erlebt man sie offener, lebendiger und nahbarer.

Besonders hervorheben möchte ich die Darstellung der Unterwasserwelt. Die Beschreibungen – vor allem rund um Mantarochen und andere Meeresbewohner – sind nicht nur bildhaft, sondern auch sehr eindrucksvoll. Man hat das Gefühl, selbst mit dem Forschungsteam hinauszufahren, ins Wasser zu springen und die Tiere aus nächster Nähe zu beobachten. Diese Szenen haben bei mir ein Mittendrin-Gefühl ausgelöst, ganz im Gegensatz zu den eher distanzierten Passagen in New York, bei denen ich mich oft wie eine reine Beobachterin gefühlt habe.
Ein weiterer Punkt, der mir gefallen hat, ist die thematische Tiefe des Romans. Naturgewalten wie ein Tsunami in Thailand oder ein Hurrikan in New York spielen eine zentrale Rolle und regen zum Nachdenken an. Besonders die Darstellung des Tsunamis hat mir eindrücklich vor Augen geführt, wie stark Menschen unter solchen Katastrophen leiden. Der Roman schafft es, Mitgefühl zu wecken und gleichzeitig das eigene Leben in ein neues Verhältnis zu setzen – man wird sich bewusster, wie gut man es oft hat.

Trotz positiver Aspekte konnte mich "Unter Wasser" nicht ganz überzeugen: Über weite Strecken hinweg fehlte mir etwas die Spannung. Die sehr ausführlichen und bildhaften Beschreibungen waren zwar atmosphärisch, wirkten aber teilweise etwas zu dominant. Zudem fiel es mir schwer, eine tiefere emotionale Verbindung zu Marissa aufzubauen, was vermutlich auch an ihrer distanzierten Art – besonders in den New-York-Kapiteln – liegt. Ihre Trauer um ihre beste Freundin ist verständlich und ihr Leben wird dadurch in eine gewisse Richtung gelenkt, so dass sie kaum Beziehungen eingehen kann. Jedoch war mir das zu melancholisch.

Insgesamt ist Unter Wasser ein atmosphärisch dichter Roman mit starken Naturbeschreibungen und einer wichtigen Botschaft, der vor allem durch seine eindrucksvollen Thailand-Passagen überzeugt und zum Nachdenken anregt.
Aber leider blieben die Charaktere und Handlungen fremd und distanziert. Dafür gab es zu viele Beschreibungen der Tiere und Natur.

Das Cover hat mir richtig gut gefallen. Ich liebe das Meer und es sieht aus, als würde man direkt im Meer tauchen.

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