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PinaColada999

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.04.2025

Wo ist ein Wille ist, ist auch ein Weg

Um jeden Preis
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Bei diesem Buch hält man den Atem an. Hera Lind ist es gelungen, ein Buch zu schreiben, welches den Leser unglaublich fesselt -wieder mal- und schafft es, die Geschichte so mitfühlend und detailliert zu ...

Bei diesem Buch hält man den Atem an. Hera Lind ist es gelungen, ein Buch zu schreiben, welches den Leser unglaublich fesselt -wieder mal- und schafft es, die Geschichte so mitfühlend und detailliert zu schreiben, dass man kaum glauben kann, was den Menschen damals wiederfahren ist.

Man erfährt über das Leben von Lydia Judt, wie sie in jungen Teenagerjahren mit ihrer Mutter und ihren Geschwistern aus Odessa fliehen musste. Ihre Flucht führt nach einer Weile zwangsweise ins tiefste Sibirien, wo sie unter schlimmsten Lebensbedingungen hart arbeiten muss und das bei -50 Grad. Kaum Kleidung und Essen.. einfach unvorstellbar. Nach vielen Jahren Zwangsarbeit werden die Menschen endlich freigelassen und ihre Reise geht weiter über Kasachstan, Lettland und schließlich nach Deutschland.

Dabei lernt man Lydias Charakter kennen. Es gibt wenig Menschen, die so viel Kampfgeist, Mut und unendliche Liebe in sich haben. Trotz schweren Bedingungen, den vielen Neuanfängen und den zentnerschweren Steinen, die Lydia in den Weg gelegt werden, verliert sie nie die Hoffnung und kämpft immer weiter für ein besseres Leben für sich und ihre Familie. Dabei steht das oberste Gebot an 1. Stelle: Zusammenbleiben um jeden Preis! Was tatsächlich nicht immer einfach ist. Ihre 6 Kinder erzieht sie dabei mit unglaublicher Liebe fast alleine - ganz nebenbei, die ihr schon im kleinsten Alter tatkräftig unter die Arme greifen.

Es ist schön, dass Hera Lind ein Buch über Lydia verfasst hat. Ich persönlich finde sogar, sowas sollte Pflichtlektüre in der Schule sein, um mehr Einblick in die Vergangenheit zu haben. Zudem lernt man auch, dass die eigenen Probleme, die man hat, eigentlich keine Probleme sind, wenn man überlegt, wie es Lydia damals ging. Das Buch hat mich selbst zum Nachdenken angeregt und schwirrt die ganze Zeit im Kopf herum.

Vermutlich wäre es auch eine gute Idee, ein solches Buch zu verfilmen.

Wenn ich könnte, würde ich mehr als 5 Sterne geben. Klarer Bestseller und definitive Weiterempfehlung.

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Veröffentlicht am 09.04.2025

Unentschlossen

Der Duft des Wals
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Der Titel des Buches "Der Duft des Wals" und die Geschichte dahinter, dass es um ein Ehepaar geht, welches versucht wieder zueinander zu finden, doch ein verwesender Wal zwischen den beiden liegt, hat ...

Der Titel des Buches "Der Duft des Wals" und die Geschichte dahinter, dass es um ein Ehepaar geht, welches versucht wieder zueinander zu finden, doch ein verwesender Wal zwischen den beiden liegt, hat mich letztentlich überzeugt, dieses Buch lesen zu wollen.

Doch tatsächlich bin ich nun etwas unentschlossen. Die Beschreibung "urkomisch" wäre wohl das letzte Adjektiv, welches ich für das Buch nehmen würde. Anfangs wurde die Flugbegleiterin Céleste im Buch beschrieben und von ihrer Perspektive erzählt. Ich konnte mich direkt in sie hineinversetzen und sie war mir auf Anhieb sympathisch. Die Tatsache, dass sie eine etwas "andere" Verbindung zu Gott hat, hab ich zunächst nicht so genau genommen. Im Verlauf der Handlung fand ich Céleste doch sehr skurril und fragwürdig.
Das kleine Mädchen Ava hat mir oft sehr leid getan, da sie so zwischen den Eltern steht. Als dann aber die Stelle kam, bei der sie in den Walkadaver hineinging, war ich wieder ganz perplex und dachte mir, dieses Mädchen braucht Hilfe (oder ist sie doch einfach nur sehr neugierig?).
Bei Hugo und Judith merkt man deutlich, dass sich diese entfremdet haben. Ich habe auch stark gehofft, dass diese vielleicht durch den Urlaub doch irgendwie zu einander finden.. aber mit einem solchen Ende habe ich nun wirklich nicht gerechnet.
Dann bleibt uns nur noch der Hotelpage Waldemar und das Zimmermädchen Bélen; beide sehr sympathisch, haben aber doch irgendwo ihre Eigenheiten.

Positiv fand ich, dass jedes Kapitel aus einer anderen Person erzählt wird und man so verschiedene Einblicke erhält.
Es gab viele Stellen, bei denen ich einfach sehr überrascht war, dass der Autor eine solche Wendung wählt, welche man gar nicht erwartet. Vermutlich soll dies "urkomisch" sein.

Fazit: Irgendwie fand ich das Buch gut, auch wenn es eben so viele überraschende Momente hatte. Insgesamt merkt man, dass über allem doch irgendwie eine Traurigkeit und Einsamkeit herrscht, welche alle Beteiligen zu verstecken/verheimlichen versuchen. Ich finde, das Buch regt auch einen selbst sehr zum nachdenken an und man überlegt, ob denn alles was glänzt wirklich Gold ist. Ich hätte mir gerne ein anderes Ende gewünscht, aber dann wäre es vermutlich ein 0815-Buch geworden und das wollte der Autor mit Sicherheit vermeiden. Ich hätte noch stundenlang an dem Buch weiterlesen können und hoffen können, ob es nicht irgendwo auch positive Lichtblicke geben könnte.

Verdiente 5 Sterne!

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Veröffentlicht am 07.04.2025

Tolles Mitmachbuch

Wer ist hier ein Frechdachs?
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Das Buch hat ein schönes handliches Format, nicht zu klein und nicht zu groß, eher A5-Format, dadurch liegt es schön in der Hand.
Die Farben sind dezent und doch ist sehr viel Farbe, sodass das Buch sehr ...

Das Buch hat ein schönes handliches Format, nicht zu klein und nicht zu groß, eher A5-Format, dadurch liegt es schön in der Hand.
Die Farben sind dezent und doch ist sehr viel Farbe, sodass das Buch sehr bunt, aber nicht überladen wirkt.
Besonders toll fand ich, dass auf jeder Seite eine Mitmach-Aktion enthalten ist. Die Autoren waren auf jeden Fall sehr kreativ bei dem Buch. Empfohlen wird das Buch ab 2 Jahren, dem würde ich auch zustimmen. Meine Tochter ist 1,5 Jahre alt, sie kann auch vieles aus dem Buch verstehen und macht es auch gut nach, aber für manches ist sie noch zu klein. Beispielsweise dem Frechdachs zu zeigen wie man lächelt oder das Buch zu schütteln, damit der Frechdachs näher zu dem Leser kommt, sind einige Bespiele, bei denen man merkt, die Altersempfehlung ist nachvollziehbar.

Fazit: Insgesamt ein sehr schönes Buch, welches mir und meiner Tochter sehr gefallen hat und wir viel Spaß beim Lesen hatten bzw haben. Besonders die Kreativität der Autoren ist hierbei zu loben.

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Veröffentlicht am 17.03.2025

Erwartungen nicht übertroffen

Die Kammer
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Das Cover hat mich angesprochen, ich fand es sehr kreativ gewählt. Die Geschichte dahinter war für mich sehr außergewöhnlich..einen Thriller in einem Uboot o.ä. bei dem es eigentlich kein Entkommen gibt, ...

Das Cover hat mich angesprochen, ich fand es sehr kreativ gewählt. Die Geschichte dahinter war für mich sehr außergewöhnlich..einen Thriller in einem Uboot o.ä. bei dem es eigentlich kein Entkommen gibt, habe ich bisher noch nicht gelesen, daher war ich sehr interessiert daran. Andere Leser fanden die Handlung oft langatmig oder zu technisch beschrieben, dies fand ich eher weniger. Die Handlung wird durchgehend aus der Ich-Perspektive einer Taucherin, die mit in der Kammer ist, erzählt. Ja es ist sehr sachlich geschrieben und es wird sehr viel erklärt, wie welche Abläufe sind, was ich jedoch nicht langweilig fand. Im Gegenteil: Ich habe eher festgestellt, wie hart dieser Job doch ist und keineswegs etwas für mich wäre. Positiv fand ich, dass der Leser oder zumindest ich, bis zum Ende im Unklaren war, wieso die Taucher versterben. Meine Anfangstheorie die ich hatte, hat leider nicht gestimmt. Das Ende fand ich jedoch nicht gut. Es ist mir ein wenig zu schwammig geschrieben. Tatsächlich weiß ich gar nicht so recht, wer nun der Verantwortliche ist. Das hätte ich mir besser gewünscht, da ich vor allem mit Spannung dem Ende hingefiebert habe.

Fazit: Von mir gibt es 3 Sterne, da ich das Ende nicht gut fand und man generell ein wenig mehr hätte aus dem Buch herausholen können. Nichtsdestotrotz gut geschrieben und für mich war es auch spannend.

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Veröffentlicht am 12.03.2025

Winjbüüdel soweit das Auge reicht

Der Duft von Kuchen und Meer
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Das Cover wirkt aufgrund der dezenten Farben recht ruhig und eher unauffällig. Der Schreibstil ist gut, es lässt sich flüssig lesen und man kommt auch gut voran.
Ein wenig gestört hat mich, dass über der ...

Das Cover wirkt aufgrund der dezenten Farben recht ruhig und eher unauffällig. Der Schreibstil ist gut, es lässt sich flüssig lesen und man kommt auch gut voran.
Ein wenig gestört hat mich, dass über der gesamten Geschichte ein wenig Traurigkeit liegt. Der verstorbene Vater, die gesamte Vergangenheit von Oma Udine.. und vor allem bei den vielen Omas und Tanten wurde es für mich auch ein wenig verwirrend.
Schön fand ich allerdings, dass die Kapitel nicht zwischen Vergangenheit und Gegenwart gewechselt haben, wie es oft der Fall bei solchen Büchern ist. Es spielt grundsätzlich in der Gegenwart und es gibt nur ab und an Rückblicke zurück, aber im großen und ganzen reiht sich ein Kapitel an das nächste an. Leni und Maren fand ich dabei sehr sympathisch, man wird mit denen richtig warm und würde sie gern kennenlernen. Auch ihre Idee was mit dem Haus geschehen soll, fand ich schön und denke auch, es war die beste Entscheidung.
Die Argumente, weshalb Udine nicht mehr nach Amrum kommt, fand ich etwa schwach. Da hätte man sich schon längst mit der Familie bei solchen Lappalien aussprechen können aber naja.

Fazit: Ein schöner Roman, den man zwischendurch lesen kann. Vor allem wenn man schon mal auf Amrum war oder deren Sprache spricht, ist das Buch denke ich genau richtig.
Aufgrund des traurigen Hauchs über dem Ganzen und der wirklich harmlosen Vergangenheit ziehe ich einen Stern ab.

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