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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.09.2024

Halluzinogene Pilze

Die dunkle Seite des Mondes
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Urs Blank ist ein erfolgreiches Wirtschaftsanwalt und als Partner seiner Kanzlei für Fusionen zuständig. Er ist beständig, organisiert und kontrolliert. Doch ein Trip mit halluzinogen Pilzen führt zu einer ...

Urs Blank ist ein erfolgreiches Wirtschaftsanwalt und als Partner seiner Kanzlei für Fusionen zuständig. Er ist beständig, organisiert und kontrolliert. Doch ein Trip mit halluzinogen Pilzen führt zu einer einschneidenden Veränderung seiner Persönlichkeit. Urs Handlungen werden immer unkontrollierter und impulsgesteuert, was seine Taten unberechenbar macht. Auf der Suche nach einem Ausweg flüchtet er sich in den Wald, doch auch dort kann er seinem neuen Selbst nicht entkommen.

Es hat ein wenig gedauert, bis ich in die Geschichte gefunden habe, wobei dazu auch die schnellen Perspektivwechsel beigetragen haben. Besonders interessant fand ich die Persönlichkeitsveränderung von Urs durch den Trip mit halluzinogenen Pilzen. Seine Gewaltausbrüche und das impulsive Verhalten, welches er völlig gewissenlos an den Tag legt, haben mich wirklich schockiert. Leider war mit ungefähr ab der Hälfte des Buches klar, welches Ende die Geschichte anstrebt. Besonders die Szenen im Wald haben dem Buch dadurch eine gewisse Länge verliehen, trotz der eigentlich wenigen Seiten des Buches. Insgesamt hat mich das Buch vor allem mit seinem ungewöhnlichen Thema fesseln können, auch wenn es mich nicht ganz überzeugen konnte.

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Veröffentlicht am 22.09.2024

Viel schwarzer Humor

How to kill your family
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Grace hat ihren Vater nie kennen gelernt. Nach der Affäre mit ihrer Mutter hat er sie fallen gelassen und sich nie für seine Tochter interessiert. Während ihr Vater und seine gesamte Familie im Reichtum ...

Grace hat ihren Vater nie kennen gelernt. Nach der Affäre mit ihrer Mutter hat er sie fallen gelassen und sich nie für seine Tochter interessiert. Während ihr Vater und seine gesamte Familie im Reichtum schwelgen, wächst Grace nach dem Tod ihrer Mutter bei Freunden auf und schwört, sich an ihm zu rächen. Als sie alt genug ist, fängt sie an die Familie ihres Vaters systematisch zu ermorden. Ironisch ist jedoch, dass sie wegen eines Verbrechens im Gefängnis landet, das sie nicht einmal begangen hat.

Die Geschichte wird vornehmlich von Grace erzählt und liest sich am ehesten biographisch mit einer großen Prise schwarzem Humor. Während sie im Gefängnis sitzt, schreibt sie die Ereignisse der letzten Monate insbesondere ihre Morde nieder und wartet währenddessen auf ihr Berufungsverfahren. Mit ihrem Erzählstil hatte ich zunächst ein paar Probleme. Im ersten Moment wirkt sie sehr kalt und unnahbar, schnell wird jedoch klar, welchen prägenden Einfluss der Verlust ihrer Mutter und die ablehnende Haltung ihres Vaters in ihrer Entwicklung dargestellt haben. Bereits früh war sie weitestgehend auf sich gestellt und hat enge Bindungen gemieden, um ihre Rachepläne umzusetzen. Ihre Wut richtet sich ausschließlich gegen die Familie ihres Vaters, die sogar im Vergleich zu Grace sehr unsympathisch wirkt. Der Lebensstil der Familie Artemis ist verschwenderisch, oberflächlich und rücksichtslos. Grace Pläne zur Ermordung ihrer Familie wirken nicht immer ganz ausgereift, auch wenn sie viel Organisation in dieselben investiert. Das passte für mich nicht zu ihrem sehr berechnenden Charakter. Was mich tatsächlich sehr gestört hat, war das Ende der Geschichte, welches verwirrend und unfertig erscheint. Diese Wendung hat mir leider gar nicht gefallen und passte für mich nicht in die Geschichte.

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Veröffentlicht am 22.09.2024

Gute Unterhaltung mit etwas schwächerem Schluss

Cosy Secrets – Der kupferne Schlüssel
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Rae ist es gewohnt, dass ihre Großmutter nach dem Tod ihres Mannes immer mal wieder auf außergewöhnliche Reisen um die Welt verschwindet ohne ihrer Enkelin Bescheid zu geben. So ist Rae zunächst nicht ...

Rae ist es gewohnt, dass ihre Großmutter nach dem Tod ihres Mannes immer mal wieder auf außergewöhnliche Reisen um die Welt verschwindet ohne ihrer Enkelin Bescheid zu geben. So ist Rae zunächst nicht überrascht, als die Freundinnen ihrer Großmutter von ihrem Verschwinden berichten. Doch die beiden Damen haben Zweifel daran, dass Fenella wirklich nur auf Reisen ist. Umso mehr sich Rae mit ihrem Verschwinden beschäftigt, desto mehr Ungereimtheiten fallen ihr auf. Neben ihrer Sorge um ihre Großmutter beschäftigen Rae jedoch auch ganz andere Gefühle. Seit 10 Jahren war sie nicht mehr in ihrer verschlafenen Heimatstadt und läuft dort natürlich Archer über den Weg, ihrer einstigen großen Liebe.

„Cosy Secrets“ ist ein netter Genremix aus Liebes- und Detektivgeschichte. Rae als Krimiautorin hat zumindest durch ihre Bücher ein gewisses Hintergrundwissen zu Ermittlungen und begibt sich auf die Suche nach ihrer Großmutter. Gerade am Anfang mochte ich den detektivischen Aspekt der Geschichte sehr gerne. Die Liebesgeschichte von Archer und Rae entwickelt sich langsam, was ich als sehr angenehm empfand. Archer bleibt jedoch als Protagonist fast ein wenig blass. Zwei Kapitel der Geschichte sind aus seiner Sicht geschildert, die anderen Kapitel werden aus Raes Sicht erzählt. Hier hätte etwas mehr Konsequenz in der Erzählweise für mich besser funktioniert. Entweder man bleibt bei einem Erzähler oder wechselt die Perspektiven ab. Was mir leider nicht zugesagt hat war die Auflösung des Falles, die für mich nicht logisch war und viel zu viele Fragen aufwirft. Trotzdem konnte mich die Geschichte insgesamt sehr gut unterhalten.

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Veröffentlicht am 22.09.2024

Göttliche Rivalen

Divine Rivals
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Iris Winnow versucht alles um ihre Familie über Wasser zu halten, während ihr Bruder an der Front eines erbarmungslosen Krieges zwischen zwei verfeindeten Göttern kämpft. Bei der Oath Gazette versucht ...

Iris Winnow versucht alles um ihre Familie über Wasser zu halten, während ihr Bruder an der Front eines erbarmungslosen Krieges zwischen zwei verfeindeten Göttern kämpft. Bei der Oath Gazette versucht sie den Posten als Kolumnistin zu erhalten. Doch ihr Rivale Roman kämpft ebenfalls um den begehrten Job. Während ihre Mutter immer weiter dem Alkohol verfällt, schreibt Iris ihre Gedanken und Gefühle auf ihrer Schreibmaschine nieder und schiebt die Briefe unter der Schranktür hindurch in der Hoffnung sie würden ihren verschollenen Bruder an der Front erreichen. Die Briefe verschwinden, doch es ist nicht ihr Bruder, den sie erreichen und dessen Antworten ungeahnte Gefühle in Iris wecken. Doch der Krieg rückt immer näher an ihre Heimat heran und droht alles was Iris liebt zu verschlingen.

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Perspektive von Iris und Roman erzählt. Dabei hat mich vor allem der unglaublich emotionale Schreibstil der Autorin beeindruckt. Die Liebesgeschichte zwischen Roman und Iris entwickelt sich eher langsam und gefühlvoll. Die Kommunikation in Briefform hat mir dabei besonders gut gefallen und hatte einige sehr rührende und schöne Passagen. Aber auch die Charakterentwicklung an sich hat mir sehr gut gefallen. Der Fantasyaspekt der Geschichte hält sich eher in Grenzen, dafür sind die Kriegsgeschichten wirklich beeindruckend und schockierend geschildert. Das einzig störende an der Geschichte war für mich das Ende. Da es eine Dilogie ist, sind die letzten Seiten des Buches natürlich mit einem Cliffhanger versehen wurden, trotzdem erschienen mir die Handlungen aller Beteiligten nicht logisch sondern überstürzt. Ich bin trotzdem sehr gespannt, wie es im zweiten Teil der Dilogie weiter geht.

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Veröffentlicht am 22.09.2024

Roboter und Romance

My Mechanical Romance – Gegensätze ziehen sich an (Von Olivie Blake, der Bestseller-Autorin von The Atlas Six)
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Bel kann sich nichts weniger Interessantes vorstellen als einer AG ihrer Schule beizutreten. Doch ihre Physiklehrerin erkennt Bels Talent für Machinenbau und steckt sie kurzerhand in die Robotik AG. Als ...

Bel kann sich nichts weniger Interessantes vorstellen als einer AG ihrer Schule beizutreten. Doch ihre Physiklehrerin erkennt Bels Talent für Machinenbau und steckt sie kurzerhand in die Robotik AG. Als eine der wenigen Mädchen zwischen einem Haufen Jungs, muss sich Bel ihren Platz im Team erkämpfen. Nur Mateo Luna, Teamkapitän und Mädchenschwarm, scheint Bels Talente zu erkennen. Um ihre Ideen für den neuen Kampfroboter umzusetzen, verbringen die Beiden immer mehr Zeit zusammen. Und was als einfache Freundschaft begann, scheint sich zu mehr zu entwickeln.

Was haben Kampfroboter und eine Liebesgeschichte gemeinsam? Auf den ersten Blick nicht sonderlich viel. Und doch schafft es Alexene Farol Follmuth alias Olivie Blake beides miteinander zu verbinden. „My Mechanical Romance“ ist eine Teenie-Romance, die sich jedoch auch mit dem Erwachsenwerden beschäftigt. Während Teo sein ganzes Leben lang wusste, was er mit seinem Leben anfangen möchte, ist Bel ratlos, was sie nach ihrem Schulabschluss mit sich anfangen will. Nach und nach lernt sie ihre Schwächen und Stärken kennen und auf ihre Fähigkeiten zu vertrauen. Neben der Entwicklung der Protagonisten wird der Fokus auch auf die Benachteiligung und Vorurteile gegenüber Frauen in „Männerberufen“ gelegt mit denen sich Bel mehr als einmal auseinandersetzen muss.

Letztlich ist „My Mechanical Romance“ eine gute Mischung aus Coming-of-Age Roman und Teenie-Romance, spricht dabei jedoch auch einige wichtige Themen an mit denen sich besonders junge Leser auseinandersetzen sollten.

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