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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.07.2019

Einfach nur grandios!

Love to share – Liebe ist die halbe Miete
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Leon und Tiffy teilen sich eine Wohnung und ein Bett, doch begegnet sind sie sich bisher noch nie, denn Leon arbeitet nachts und Tiffy tagsüber. Nach den aufgestellten Regeln werden sich die Beiden also ...

Leon und Tiffy teilen sich eine Wohnung und ein Bett, doch begegnet sind sie sich bisher noch nie, denn Leon arbeitet nachts und Tiffy tagsüber. Nach den aufgestellten Regeln werden sich die Beiden also nie treffen. Um zu kommunizieren, hinterlassen sich die beiden zunächst ein paar harmlose Nachrichten auf ein paar Post-its. Was jedoch als kuriose Kommunikation unter Mitbewohnern beginnt, entwickelt sich zu mehr als nur Freundschaft. Kann man einen Menschen lieben lernen dem man eigentlich noch nie begegnet ist?


Zuallererst muss ich sagen, dass Leon und Tiffy mich vollständig verzaubert haben. Ich habe dieses Buch quasi verschlungen und es ist jetzt schon eines meines absoluten Lesehighlights in diesem Jahr. Tiffy und Leon sind eigentlich zwei ungewöhnliche und vollkommen gegensätzliche Charaktere. Die Geschichte wird abwechselnd aus den beiden Perspektiven der Protagonisten erzählt. Leon ist eher der stille, introvertierte Typ, der nur redet wenn es unbedingt notwendig ist. Auch Leons Erzählstil spiegelt das wieder, da er sehr gerne auf Personalpronomen und Füllwörter verzichtet. Am Anfang musste ich mich sehr an diese Form des Erzählstils gewöhnen, doch hierdurch wird noch einmal eine deutliche Unterscheidung zwischen den beiden Protagonisten getroffen. Tiffy hingegen ist eher ein extrovertierter, fröhlicher Charakter, hat jedoch eine furchtbare Beziehung hinter sich, die deutliche Spuren hinterlassen hat. Nach und nach lernen sich die beiden kennen und verstehen sich immer besser. Die anfängliche Kommunikation über Post-its fand ich eine grandiose Idee. Jemanden mit dem man zusammen wohnt auf diese Weise kennen zu lernen, finde ich sehr originell.

Die Geschichte der Beiden ist voller emotionaler Achterbahnfahrten, die mich Seite um Seite mitfiebern ließen, gewürzt mit sehr viel Humor und auch einigen traurigen Szenen.

Mich hat die Geschichte von Leon und Tiffy einfach nur mitgerissen. Ein emotionales Feuerwerk ohnegleichen, originell und lustig. Eines der absolut schönsten Bücher, die ich je gelesen habe und damit eine klare Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 25.06.2019

Durch Leben und Tod

Der Tod und andere Höhepunkte meines Lebens
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Wie würdest du dich fühlen, wenn der Tod dein ständiger Begleiter wäre? Martin ist noch ein Kind, als seine Oma stirbt und der leibhaftige Tod nehmen ihrem Bett auftaucht. Umso verwirrter Martin über dessen ...

Wie würdest du dich fühlen, wenn der Tod dein ständiger Begleiter wäre? Martin ist noch ein Kind, als seine Oma stirbt und der leibhaftige Tod nehmen ihrem Bett auftaucht. Umso verwirrter Martin über dessen Auftauchen ist, umso begeisterter ist der Tod endlich mit jemandem reden zu können. So beginnt eine ungewöhnliche Freundschaft, die Martins Leben verändert.

Die Geschichte ist aus der Perspektive von Martin geschrieben und begleitet seinen Lebensweg von der Kindheit bis in das Erwachsenenalter. Hierbei muss sich Martin mehr als einmal mit dem Tod auseinandersetzen, wobei nicht nur seine freundschaftliche Beziehung mit dem Selbigen gemeint ist. Im Klappentext wird das Buch als eine schwarze Komödie beschrieben. Auch wenn die ein oder andere Stelle doch zum schmunzeln war, so ist der Grundton des Buches eher etwas traurig und regt zum nachdenken an. Der Kampf gegen den Tod ist quasi allgegenwärtig. Insgesamt war das Buch nicht schlecht geschrieben aber leider konnte es mich nicht wirklich begeistern, auch wenn ich nicht sagen kann warum. Kurzweilige Unterhaltung, die durchaus zum Nachdenken anregt und mit Humor an ein ernstes Thema heranführt.

Veröffentlicht am 25.06.2019

Briefe aus der Zukunft

Blackwood
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Gesine oder kurz Ge verschlägt es nach dem Tod ihrer Mutter in das kleine irische Dorf Blackwood. Ein merkwürdiger Ort fernab der Zivilisation an dem die Bewohner an Feen, Kobolde und Magie glauben. Was ...

Gesine oder kurz Ge verschlägt es nach dem Tod ihrer Mutter in das kleine irische Dorf Blackwood. Ein merkwürdiger Ort fernab der Zivilisation an dem die Bewohner an Feen, Kobolde und Magie glauben. Was Ge jedoch anfangs noch für Unsinn hält, wird schnell Realität, als sie einen Brief von ihrem zukünftigen Ich findet. Neben einer neuen Schule, einem süßen Jungen und dem Versuch nicht jeden Bewohner des Ortes vor den Kopf zu stoßen, muss Ge sich also noch mit ihrem zukünftigen Ich rumschlagen und der Frage, ob man sein Schicksal wirklich ändern kann.

„Blackwood“ ist ein Jugendroman aus dem Hause Fischer bei dem ein junges Mädchen notgedrungen nach dem Tod ihrer Mutter ein neues Leben in einer neuen Umgebung antreten muss. Dabei tritt Ge in eigentlich jedes Fettnäpfchen in welches man so treten kann. Teilweise wirkt die Szenerie dadurch ziemlich überspitzt und nicht ganz glaubwürdig, da sie quasi nie irgendwo ankommt ohne vorher in den Dreck gefallen zu sein (und das meine ich wortwörtlich). Die Idee eines Zeitreiseschreibtisches der Briefe aus der Zukunft bringt finde ich eigentlich sehr schön. Jedoch spielen die Briefe, wie ich finde, eigentlich keine sehr wichtige Rolle, da ihr zukünftiges ich zu Recht keine Informationen aus der Zukunft weitergibt, um den Lauf der Geschichte nicht zu verändern. Stattdessen gibt es abgeschlagene Plattitüden und Motivationssprüche durchzuhalten und nicht aufzugeben. Selbst Ge gibt zu nicht viele Informationen von ihrem zukünftigen Ich zu bekommen und trotzdem hängt sie merkwürdigerweise sehr an diesen Briefen und dem Schreibtisch. Eigentlich stehen somit die normalen Probleme eines Teenagers im Vordergrund, wozu natürlich auch eine neu entdeckte Liebe gehört. Insgesamt also ein schöner Jugendroman, welcher in einem guten Stil geschrieben ist. Die Magie kam mir jedoch ein wenig zu kurz.

Veröffentlicht am 25.06.2019

Trügerischer Nebel

Der Schwarze Thron 3 - Die Kriegerin
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Der Kampf der drei Königinnen ist vorbei und Katherine aus dem Hause der Giftmischer hat ihren Platz als Königin eingenommen. Während sie überzeugt ist, dass der Nebel das Boot ihrer Schwestern Arsinoe ...

Der Kampf der drei Königinnen ist vorbei und Katherine aus dem Hause der Giftmischer hat ihren Platz als Königin eingenommen. Während sie überzeugt ist, dass der Nebel das Boot ihrer Schwestern Arsinoe und Mirabella zerstört hat und beide dem Meer zum Opfer gefallen sind, haben diese es jedoch sicher ans Festland geschafft. Doch die trügerische Ruhe dort hält nicht lange an. Arsinoe wird von quälenden Träumen über die blaue Königin geplagt, die vor hunderten Jahren über Fenbrinn geherrscht und den Nebel erschaffen hat. Während sich eine Rebellion gegen die Königin formiert scheint dieser nun auch verrückt zu spielen und greift die Menschen an zu dessen Schutz er eigentlich erschaffen wurde.


Endlich ist der dritte und damit vorletzte Teil der Reihe da. Nachdem der Kampf der drei Königinnen im letzten Band auf so spannende Weise endete, war ich sehr gespannt wie es mit den Schwestern weitergeht. Als neue Königin muss Katherine sich sofort neuen Herausforderungen stellen. Sowohl die einbrechende Rebellion, als auch die Angriffe des Nebels sind für die neue Königin nicht einfach zu handhaben. Ich finde jedoch die Entwicklung von Katherine im Vergleich zu den letzten Bänden sehr beeindruckend. Aus dem kleinen Mädchen ist wirklich eine Königin geworden, die trotz ihres schlechten Rufes versucht richtig zu handeln und den Frieden zu bewahren. Mirabella hingegen versucht weiterhin aus Liebe zu ihrer Schwester diese zu beschützen, auch wenn sich Arsinoe gerne in Schwierigkeiten bringt. Nachdem ich eigentlich Arsinoe immer am meisten mochte, habe ich nun wirklich alle drei Schwestern in mein Herz geschlossen.

Merklich ist bei diesem Band, dass er als Vorlage für das große Finale dient, trotzdem hat dies für meine Begriffe die Spannung nicht geschmälert. Die Geschichte ist weiterhin voller unvorgesehener Wendungen, Magie und Kämpfe. Ich bin super gespannt auf das große Finale der Reihe auf das wir hoffentlich nicht mehr lange zu warten haben.

Veröffentlicht am 30.05.2019

Bis in dein Innerstes

KHAOS
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Daya lebt auf einem Gefängnisplaneten mitten im All, der bereits vor langer Zeit von der Menschheit vergessen wurde. Hier herrscht das Gesetz des Stärkeren und die Menschlichkeit ist den Bewohnern schon ...

Daya lebt auf einem Gefängnisplaneten mitten im All, der bereits vor langer Zeit von der Menschheit vergessen wurde. Hier herrscht das Gesetz des Stärkeren und die Menschlichkeit ist den Bewohnern schon vor langer Zeit abhanden gekommen. Dayas besondere Gabe in die Seelen der Menschen zu sehen, hat ihr bisher das Leben retten können. Als in einem verschütteten Teil des alten Gefängnisses ein paar Kryokapseln freigelegt werden, ergeben sich für die Bewohner neue Möglichkeiten. Doch diese genetisch veränderten Menschen sind nicht nur außergewöhnlich, sondern auch gefährlich. Besonders ihr Anführer Khaos birgt gerade für Daya mehr als nur eine Gefahr, denn dieser Mann ist bereits dabei ihr Herz zu stehlen.

Nach „Animant Crumbs Staubchronik“ ist „Khaos“ nun Lin Rinas neustes großartiges Werk über die Liebe zweier doch eher ungewöhnlicher Charaktere. Nachdem ich bereits ein großer Fan von Animant bin, muss ich zugeben, dass auch Daya mich sehr begeistern konnte. Neben ihren beeindruckenden Fähigkeiten in den Seelen der Menschen zu lesen, finde ich vor allem ihre Entwicklung von einem verängstigten Mädchen zu einer selbstbewussten Frau, die lernt für sich selbst einzustehen, unglaublich gut umgesetzt. Gerade auch ihr Moralkodex anderen zu helfen, der Khaos ein ums andere Mal in den Wahnsinn treibt, finde ich sehr sympathisch.
Ein vollkommen gelungenes Buch mit einer herzzerreißenden Liebesgeschichte und tollen vielschichtigen Charakteren, das mich von vorne bis hinten begeistern konnte. Von allen gelesenen Büchern dieses Jahr steht „Khaos“ ganz oben auf meiner Favouritenliste. Ich würde mir wirklich wünschen noch mehr über Daya und Khaos zu lesen.