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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.05.2026

Dämonen und Schattenblut

Heart of the Damned – Ihr Versprechen ist sein Untergang
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Scarlett ist eine Gastaltwanderin und Diebin. Als sie in die königlichen Schatzkammern einbrechen will, wird sie jedoch gefangen genommen und soll hingerichtet werden. Doch der König hat andere Pläne mit ...

Scarlett ist eine Gastaltwanderin und Diebin. Als sie in die königlichen Schatzkammern einbrechen will, wird sie jedoch gefangen genommen und soll hingerichtet werden. Doch der König hat andere Pläne mit ihr. Seine Verlobte wurde auf dem Weg zum Schloss von Dämonen ermordet. Scarlett soll ihren Platz einnehmen, um das Bündnis mit dem Nachbarkönigreich aufrecht zu erhalten. Während Scarlett die unschuldige Verlobte spielt, kommt es jedoch zu weiteren Dämonenangriffen in der Stadt. Und auch König Ren und Scarlett müssen sich bei ihrer Scharade näherkommen als gut für sie Beide ist.

„Heart oft he Damned“ ist der Auftakt einer Romantasy-Dilogie um König Ren und die Diebin Scarlett. Ich mochte Scarlett wirklich sehr gerne, besonders ihre etwas vorlaute Art gegenüber dem König hat mich ein ums andere Mal zum Schmunzeln gebracht. Im Verlauf der Geschichte erkennt man jedoch schnell das hinter der harten Schale ein ziemlich weicher Kern steckt. Ren ist äußerst geheimnisvoll und reserviert. Alle Entscheidungen, die er trifft, sind zum Wohle seines Volkes. Doch Scarlett schafft es ihn etwas aus der Reserve zu locken. Das Worldbuilding hat mir sehr gut gefallen insbesondere die Dämonenfürsten, die dämonischen Artefakte und das Schattenblut. Die Handlung ist spannend und wendungsreich, trotzdem hat sich für mich die Story im Mittelteil etwas zu sehr hingezogen. Auch das Ende war für mich vorhersehbar, dennoch freue ich mich darauf zu erfahren wie es mit Ren und Scar im zweiten Teil der Dilogie weitergehen wird.

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Veröffentlicht am 16.05.2026

Kinder der Götter

Die Skaland-Saga, Band 1 - A Fate Inked in Blood
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Ihr Leben lang musste Freya verheimlichen, welche Mächte in ihr schlummern. Durch die Göttin Hlin gezeichnet, ist Freya die Schildmaid aus einer sagenumwogenden Prophezeiung. Wer sie heiratet, wird ganz ...

Ihr Leben lang musste Freya verheimlichen, welche Mächte in ihr schlummern. Durch die Göttin Hlin gezeichnet, ist Freya die Schildmaid aus einer sagenumwogenden Prophezeiung. Wer sie heiratet, wird ganz Skaland unter sich vereinen. Als der Jarl auf sie aufmerksam wird, ist Freya gezwungen seine Frau zu werden. Um ihre Kräfte zu trainieren und sie zu beschützen, stellt der Jarl ihr seinen Sohn Bjorn zur Seite. Er scheint der Einzige zu sein, der Freya als ebenbürtig sieht und obwohl er der Sohn ihres Ehemannes ist, kann sie sich nicht gegen die Anziehung zwischen ihnen wehren.

Ich bin ein großer Fan von Danielle L. Jensen und habe mich sehr auf ihre neuste Fantasydilogie gefreut. Das Thema Wikinger und nordische Mythologie ist eher selten in Fantasygeschichten zu finden und bietet dadurch bereits eine originelle Ausgangslage. Freya ist eine starke Protagonistin, die jedoch lernen muss, für sich selbst einzustehen. Da sie das Geheimnis um ihre Kräfte bisher verstecken musste, kann sie nur schwer mit ihnen umgehen. Bjorn versucht sie dabei zu unterstützen, doch auch er birgt einige Geheimnisse. Das Knistern zwischen den Beiden war deutlich spürbar ohne dass der „Romance-Anteil“ die Hauptstory in den Hintergrund drängt, was es für mich sehr ausgewogen gemacht hat. Die Story hat mich von der ersten bis zur letzten Seite fesseln können. Die Geschichte wurde zu keinem Zeitpunkt langweilig, sondern im Gegenteil immer spannender. Auch wenn mich das Ende tatsächlich nicht überraschen konnte, bin ich umso gespannter wie es im zweiten Teil der Dilogie mit Freya und Bjorn weitergehen wird. Eine großartige Fantasygeschichte, die zu einem meiner Jahreshighlights geworden ist!

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Veröffentlicht am 16.05.2026

Skurrile Protagonistin

Die Ladenhüterin
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Keiko Furukura war immer eine Außenseiterin. Bereits in der Schule konnte sie die Reaktionen ihrer Mitschüler nur schwer nachvollziehen. Menschen und ihre Gefühle waren für sie immer ein großes Rätsel, ...

Keiko Furukura war immer eine Außenseiterin. Bereits in der Schule konnte sie die Reaktionen ihrer Mitschüler nur schwer nachvollziehen. Menschen und ihre Gefühle waren für sie immer ein großes Rätsel, sodass sie nie irgendwo zugehörig war. Als sie jedoch den Aushilfsjob in einem 24-Stunden-Markt annimmt, ist sie erstmals Teil einer Gruppe in der alle gleich sind und alles Ordnung und Regeln unterliegt. Der Job wird zu ihrem Leben. Als jedoch ein neuer Mitarbeiter auftaucht, gerät Keikos geordnete Welt ins Wanken.

Die Geschichte wird ausschließlich aus Keikos Sicht erzählt und spielt vornehmlich im Konbini und in ihrem Zuhause, den zwei Orten, die ihr Leben in Gänze ausmachen. Als Protagonistin ist Keiko ziemlich unnahbar und emotionslos, weshalb sie oft Schwierigkeiten hat mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen. Im Konbini eignet sie sich jedoch die Sprech- und Verhaltensweisen der anderen Mitarbeiter an, um wenigstens etwas dazu zu gehören. Doch von außen wird sie weiterhin bewertet, als ob ihr etwas Wichtiges fehlt, da sie nicht verheiratet ist und immer noch in einem Aushilfsjob arbeitet. Die Geschichte beleuchtet dabei kritisch die gesellschaftliche „Normalität“ von der Keiko mit ihrem Verhalten klar abweicht. Auch wenn mir die Geschichte per se gut gefallen hat, bleibt mir jedoch zu viel ungesagt und wirkte auf mich beinahe unvollendet. Eine interessante Perspektive auf die Gesellschaft, die für mich noch mehr hätte ausgearbeitet werden können.

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Veröffentlicht am 16.05.2026

Cosy Fantasy

The Faraway Inn
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Nachdem Calisa sich von ihrem Freund getrennt hat, kommt ihr ein kleiner Tapetenwechsel im Sommer ganz recht. Sie besucht ihre Großtante in ihrer kleinen Pension, um ihr ein wenig auszuhelfen. Doch als ...

Nachdem Calisa sich von ihrem Freund getrennt hat, kommt ihr ein kleiner Tapetenwechsel im Sommer ganz recht. Sie besucht ihre Großtante in ihrer kleinen Pension, um ihr ein wenig auszuhelfen. Doch als sie dort ankommt, erwarten sie heruntergekommene, verstaubte Zimmer, verwilderte Gärten und eine Großtante, die sie dort gar nicht haben möchte. Doch Calisa ist entschlossen das Inn wieder auf Vordermann zu bringen. Dabei stolpert sie nicht nur über ungewöhnliche Gäste, sondern auch über ein magisches Geheimnis, welches ihr Leben auf den Kopf stellen wird.

Ich bin ein großer Fan von Sarah Beth Durst und ihren cosy Fantasygeschichten. So konnte mich auch „The Faraway Inn“ mit seinen bezaubernden Charakteren und magischen Wesen überzeugen. Calisa und Jack sind freundliche und hilfsbereite junge Erwachsene, die mit allen Mitteln versuchen Tante Zee zu unterstützen (auch wenn diese eigentlich gar nichts davon hält). Auch die vielen liebenswerten Nebencharaktere habe ich in mein Herz schließen können. Auch wenn die Geschichte vor allem mit ihrem gemütlichen Setting punkten kann, vermittelt sie auch wichtige Botschaften zum Beispiel wie wichtig Zusammenhalt und Unterstützung in einer Gemeinschaft sind und was man mit harter Arbeit alles erreichen kann. Sarah Beth Durst Geschichten treffen jedes Mal ins Herz.

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Veröffentlicht am 23.04.2026

Solider Thriller

Die Housesitterin – Ein Traum von einem Job. Oder?
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Cecilia arbeitet als Housesitterin um ihr kleines WG-Zimmer und ihre Rechnungen zu bezahlen. Ihr nächster Job führt sie in die Villa der einflussreichen Familie Waldner auf eine einsame Insel in der Ostsee. ...

Cecilia arbeitet als Housesitterin um ihr kleines WG-Zimmer und ihre Rechnungen zu bezahlen. Ihr nächster Job führt sie in die Villa der einflussreichen Familie Waldner auf eine einsame Insel in der Ostsee. Am Wochenende soll Johannes Waldner, der erfolgreiche und charmante Besitzer der Immobilie und seit kurzem ihr Freund, ihr Gesellschaft leisten. Auch ihre Freunde besuchen sie, um sich die Langeweile zu vertreiben. Doch jeder von ihnen scheint seine Sorgen und Geheimnisse mit auf die Insel zu bringen, mit weitreichenden Folgen.

Emily Rudolf bleibt auch bei ihrem neusten Thriller ihrem gewohnten Schreibstil treu. Die Erzählperspektive wechselt zwischen einzelnen Charakteren sowie zwischen verschiedenen Zeitebenen, sodass die Geschichte der Protagonisten und damit auch ihre Geheimnisse Stück für Stück preisgegeben werden. Die Villa auf der einsamen Insel, die niemand verlassen kann, bietet hierbei ein spannendes Setting. Leider bleiben ein paar der Nebencharaktere sehr blass. Auch im Vergleich mit anderen Werken der Autorin, bei denen deutlich mehr Protagonisten eine Rolle spielen, empfand ich das als sehr schade. Auch der Ausgang der Geschichte war für mich schon weit vorher zu erahnen und konnte mich damit leider nicht überraschen. Von allen Werken der Autorin hat mir deshalb dieses hier bisher am wenigsten gefallen. Trotzdem ist es ein spannender Thriller, der mich gut unterhalten konnte.

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