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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.02.2026

Sticht für mich aus der Masse heraus

Nightweaver
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Ich bin ganz erstaunt, dass die Meinungen zu diesem Buch so auseinandergehen und es vielen gar nicht gefallen hat. Ich muss sagen, für mich war es seit langem mal wieder ein Buch, bei dem ich keine Probleme ...

Ich bin ganz erstaunt, dass die Meinungen zu diesem Buch so auseinandergehen und es vielen gar nicht gefallen hat. Ich muss sagen, für mich war es seit langem mal wieder ein Buch, bei dem ich keine Probleme hatte, dabei zu bleiben und das ich durchweg spannen fand.

Etwas irritiert hat mich, dass die Story vor allem an Land spielt, obwohl es als Piraten-Fantasy beworben wird. Aber schlussendlich hat das meinem Lesevergnügen keinen Abbruch getan.

Besonders gut hat mir der Schreibstil gefallen, ich fand ihn sehr bildhaft, flüssig und mitreißend. Auch die erschaffene Welt ist angenehm vielseitig, grausam und einfach mal etwas anderes. Es gibt sehr viele Geheimnisse und Lügen, durch die Spannung entsteht und die Welt noch mysteriöser wirkt.

Aster fand ich zwar vom Verhalten her nicht immer ganz logisch, aber im Charakter nicht inkonsistent und schon gar nicht anstrengend. Sie ist ja erst 17 Jahre alt und ich habe es eher als realistisch empfunden, dass sie sich mal als stark und tough zeigt und mal sehr unsicher und naiv wirkt. Auch die männlichen Hauptcharaktere fand ich gut gezeichnet. Sie waren eine willkommene Abwechslung zu den typischen mürrischen und wortkargen Love Interests /"Bad Boys", die mich schon langsam beginnen zu langweilen. Sie erscheinen vielschichtiger und gerade deshalb auch mysteriöser. Insgesamt finde ich, dass dieses Buch nicht dem Schema F einer klassischen YA Fantasy Romance folgt und das hat mir sehr gut gefallen.

Ein paar Nebencharaktere werden zugegebenermaßen etwas blass und hölzern dargestellt. Einige Plot-Twists habe ich schon sehr lange kommen sehen, was mich aber nicht gestört hat.

Ich würde diese Fantasy Romance allen empfehlen, die Lust auf eine neue Story haben, die gerne Young Adult ohne Spice lesen und einen guten Schreibstil zu schätzen wissen. Bei einer starken Vorliebe für radikale Badass-Heldinnen und typische Bad Boys sind sie mit diesem Buch dagegen wahrscheinlich nicht so gut bedient.

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Veröffentlicht am 01.02.2026

Schöne Botschaft und sehr viel Spice

A Beauty for the Beast
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Da ich letztes Jahr düstere Märchenadaptionen für mich entdeckt habe und zudem "Die Schöne und das Biest" sehr liebe, war ich wahnsinnig gespannt auf dieses Buch, das mein erstes von Liz Rosen ist.

Der ...

Da ich letztes Jahr düstere Märchenadaptionen für mich entdeckt habe und zudem "Die Schöne und das Biest" sehr liebe, war ich wahnsinnig gespannt auf dieses Buch, das mein erstes von Liz Rosen ist.

Der Einstieg ist mir leicht gefallen und es hat mir gefallen, dass die Autorin, zumindest zunächst, sehr nahe an der Story des ursprünglichen Märchens blieb, nur in einer erwachseneren und düstereren Variante. Ich hatte erwartet, dass es sehr brutal wird, dies war aber nicht der Fall. Lediglich eine Stelle war recht grausam, aber für Fantasy-Verhältnisse auch nicht übermäßig.

Der Schreibstil ist flüssig und atmosphärisch und das Buch liest sich schnell und angenehm. Sprachlich waren ein paar Unsauberkeiten festzustellen, über die ich gestolpert bin.

Die Charaktere haben mir gut gefallen, besonders das Biest und seine inneren Prozesse. Die Entwicklung der Liebesgeschichte fand ich etwas zu schnell, da blieb wenig Raum für Tiefe und die doch sehr expliziten und ausufernden Spice-Szenen waren mir auch too much.

Die kalte und einsame Stimmung im Schloss wird sehr gut dargestellt und war für mich durchweg spürbar. Dies gilt auch für die Veränderungen der Atmosphäre durch die Präsenz von Isabell.

Am schönsten fand ich die Hauptmessage der Story, bei der es um Selbstliebe geht, die wechselseitige Zärtlichkeit der beiden, die liebevoll beschrieben wird, sowie die Rolle von Büchern in der Geschichte. Ich habe mir direkt ein paar schöne Zitate dazu notiert.

Mein Fazit: Tolle Botschaft, leicht zu lesen, etwas viel Spice und Tempo, dafür weniger Tiefe.

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Veröffentlicht am 29.01.2026

Fantasy-Vergnügen mit einer starken, politisch interessierten Prinzessin

Von Blut & Magie (Die Geschichte der Anderswelt 1)
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Wie mein Titel schon sagt: Es war mir ein Vergnügen! Der Auftakt dieser sechsteiligen Neuauflage der Anderswelt, die ich bisher noch nicht bereist habe, hat mir definitiv Lust auf mehr gemacht.

Wir werden ...

Wie mein Titel schon sagt: Es war mir ein Vergnügen! Der Auftakt dieser sechsteiligen Neuauflage der Anderswelt, die ich bisher noch nicht bereist habe, hat mir definitiv Lust auf mehr gemacht.

Wir werden elegant in die Welt eingeführt, die Sprache ist angenehm und locker, die Protagonistin Lilly stark, sarkastisch, emotional und für mich als Charakter durchweg gut spürbar.

Besonders toll fand ich ihren frischen Blick auf die teilweise angestaubten Ansichten in der Anderswelt, ihr politisches Interesse und ihre unbedingte Entschlossenheit, als zukünftige Königin etwas zu ändern. Wer Melanie Lane kennt, weiß, dass Gleichberechtigung und Diversität für sie Herzensangelegenheiten sind, die stets in ihre Stories mit einfließen. Außerdem haben mir die Found Family Vibes extrem gut gefallen. Ich fand die Charaktere, die sich da zusammengefunden haben, einfach so sympathisch und auch als Truppe so toll, dass ich mich richtig darauf freue, ihnen wieder zu begegnen. Zudem war die Story vielseitig, es wurden verschiedene Reiche und Kulturen gezeigt und bereist. Diese hätten für meinen Geschmack sogar noch etwas konkreter ausgearbeitet werden können, aber vielleicht folgt dies auch noch in zukünftigen Bänden. Die Spannung kam auch nicht zu kurz, vor allem natürlich gegen Ende.

Ich scheine nicht so der Bad Boy-Fan zu sein, deshalb habe ich etwas gebraucht, bis ich mit Lucan warm wurde. Inzwischen interessieren mich seine Geschichte und sein Schicksal aber sehr. Auch die emotionale Anziehungskraft in der Liebesgeschichte habe ich lange nicht richtig spüren können. Das wurde jedoch mit der Zeit ebenfalls besser und auch erklärbar. Die Liebesgeschichte dominiert zu keinem Zeitpunkt den Plot, was für mich immer ein riesengroßer Pluspunkt ist.

Ich kann definitiv verstehen, weshalb viele die Anderswelt als ein Zuhause bezeichnen. Dieses Gefühl hat sie auch mir vermittelt und ich freue mich sehr auf die fünf (!) Fortsetzungen, auf die wir ja zum Glück nicht Jahr(zehnte) lang warten müssen!

Fazit: Von mir gibt es eine große Empfehlung für den Auftakt dieser frischen, humorvollen und leicht zu lesenden Fantasy-Reihe, in der (in positiver Hinsicht) auch erstaunlich viel Politik steckt.

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Veröffentlicht am 25.01.2026

Geheimnisse und Intrigen in der Pariser Modewelt mit eher flachen Charakteren

Les Bouttiers – Wir sind jetzt
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Dieses Buch war für mich eine kleine Achterbahnfahrt. Zunächst habe ich nicht wirklich gut hineingefunden, fand die Charaktere langweilig und musste es immer wieder zur Seite legen. Dann war es eine Zeit ...

Dieses Buch war für mich eine kleine Achterbahnfahrt. Zunächst habe ich nicht wirklich gut hineingefunden, fand die Charaktere langweilig und musste es immer wieder zur Seite legen. Dann war es eine Zeit lang besser, die Charaktere etwas greifbarer, die Story fesselnder. Und im letzten Drittel war ich dann trotz der aufkommenden Spannung zunehmend genervt von den Charakteren und ihren Interaktionen.

Zunächst einmal möchte ich die Elemente erwähnen, die mir an der Story gefallen haben. Da ist zum einen das Setting der Pariser Modewelt, die sprachlich gemischten Überschriften und die eingestreuten französischen Begriffe, die einen nie vergessen lassen, dass wir uns im schönen Frankreich befinden. Außerdem fand ich es erfrischend, dass es drei unterschiedliche POV gibt. Die Spannung durch die Dreiecksgeschichte und die Rivalität der beiden Modehäuser hat mir ebenfalls gut gefallen sowie die Einblicke in die Arbeit hinter den Kulissen. Die Nebencharaktere Zoé und Ethan mochte ich mit ihrer erfrischend unangepassten Art sehr.

Meine Kritik bezieht sich hauptsächlich auf die Darstellung der Hauptcharaktere und ihre Interaktionen. Dass in den traditionsbewussten Modehäusern eine patriarchale Struktur herrscht, war vielleicht zu erwarten, doch dies wird hier kaum kritisch aufgegriffen und hinterfragt, leider auch nicht von Elodie. Sie selbst wird meiner Meinung nach in ihrem Charakter inkonsistent dargestellt. Einerseits zeigt sie sich selbstbewusst, schlagfertig und traut sich, unangenehme Wahrheiten auszusprechen, andererseits verhält sie sich seltsam überangepasst, passiv abwartend und lässt sich herumkommandieren und bevormunden. Adam und Gabriel sollen zwar vermutlich per se ein wenig distanziert und schwer greifbar wirken, dies war mir jedoch too much. Ich fand sie teilweise richtiggehend unsympathisch. Das hat dazu geführt, dass mir ihr Schicksal recht egal war. Auch die Anziehungskraft zwischen Elodie und Gabriel konnte ich nicht spüren. Außerdem sind mir Unstimmigkeiten bezüglich Gabriels Wissen um das Familiengeheimnis aufgefallen.

Mein Fazit: Schöne Idee, tolles Setting, zwischendurch durchaus fesselnd, aber den Charakteren fehlt es meiner Meinung nach an Tiefe und sie waren mir teilweise unsympathisch. Dieses Buch hat mir etwas besser gefallen als "Dark Venice" von derselben Autorin. Ich würde es denjenigen Leser*innen empfehlen, die Fans der Autorin sind und mit ihrem Schreibstil und ihrer Charakterdarstellung vertraut sind und diese mögen.

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Veröffentlicht am 21.01.2026

Mächtige Themen, behutsam erzählt

Lakestone Campus of Seattle, Band 2 - What We Lost
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Auch dieser Band der Reihe hat mich komplett überzeugt. Es werden mächtige und schwere Themen behutsam erzählt, die Charaktere sind liebevoll gezeichnet und authentisch mit ihren Ecken und Kanten. Ich ...

Auch dieser Band der Reihe hat mich komplett überzeugt. Es werden mächtige und schwere Themen behutsam erzählt, die Charaktere sind liebevoll gezeichnet und authentisch mit ihren Ecken und Kanten. Ich konnte sie deutlich spüren und das ist mir bei einem Buch immer am wichtigsten. Das Setting des Lakestone Campus und die Nebencharaktere sind ebenfalls toll gewählt. Nebenbei lernt man noch etwas über spannende wissenschaftliche und künstlerische Fachgebiete. Außerdem bin ich immer wieder begeistert von dem emotionalen und gleichzeitig flüssig-lockeren Schreibstil der Autorin. Große Empfehlung für alle New Adult-Fans! Und den dritten Band am besten direkt bereitlegen!

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