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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.08.2025

Spannung pur

Iron Flame – Flammengeküsst
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Der zweite Teil der Flammengeküsst-Reihe hat mir noch besser gefallen als der erste. Er ist weniger vorhersehbar und die Komplexität des Worldbuildings und die Gedanken, die die Autorin sich bei vielen ...

Der zweite Teil der Flammengeküsst-Reihe hat mir noch besser gefallen als der erste. Er ist weniger vorhersehbar und die Komplexität des Worldbuildings und die Gedanken, die die Autorin sich bei vielen vorherigen Szenen gemacht hat, kommen hier erst so richtig zum Tragen. Weiterhin empfinde ich die Sexszenen als etwas nervig, aber da sie den Plot nicht zerstören, ist es in Ordnung. Fazit: Große Empfehlung für Fans von Fantasy und Drachen!

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Veröffentlicht am 29.08.2025

Die Macht der Vergangenheit

Jonna - Tage wie Glaswolle | Mit wunderschönem limitierten Farbschnitt
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Cover und Farbschnitt sind wunderschön (mit Möwe und Krabbe auf letzterem!) und haben nicht direkt neugierig gemacht. Man hätte aufgrund des Titels einen seichten Urlaubs- oder Liebesroman erwarten können, ...

Cover und Farbschnitt sind wunderschön (mit Möwe und Krabbe auf letzterem!) und haben nicht direkt neugierig gemacht. Man hätte aufgrund des Titels einen seichten Urlaubs- oder Liebesroman erwarten können, aber weit gefehlt. Lene Hansen behandelt hier explizit Themen, die für die Ü35er unter uns von Bedeutung sind; mal schmerzhaft, mal wohltuend, immer authentisch und mit zartem Humor. Ich habe mich hier sehr wiedergefunden. Der Sprachstil ist ungewöhnlich schön und bildhaft und ich habe manche Sätze mehrmals gelesen. Jonna blieb für mich jedoch seltsam blass, ich konnte nicht wirklich ein Gespür für sie entwickeln und mich mit ihr identifizieren. Möglicherweise hat der bildhafte Sprachstil etwas von ihren ohnehin gedeckelten Emotionen abgelenkt oder der Zugvogel-Anteil in mir ist einfach nicht groß genug. Trotzdem fand ich sie sympathisch und freue mich auf die Fortsetzungen mit ihren beiden Schwestern!

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Veröffentlicht am 28.08.2025

Berührende Fantasy für Drachen- und Sprachenfans

Die Sprache der Drachen
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Wow! Endlich mal wieder ein rundum gelungener, liebevoll und anspruchsvoll geschriebener Fantasy-Roman! Ich war lange nicht mehr so begeistert von einem Buch. Dass es sich um ein Jugendbuch handeln soll, ...

Wow! Endlich mal wieder ein rundum gelungener, liebevoll und anspruchsvoll geschriebener Fantasy-Roman! Ich war lange nicht mehr so begeistert von einem Buch. Dass es sich um ein Jugendbuch handeln soll, merkt man meiner Meinung nach kaum, wie so oft in diesem Genre. Die erschaffene Welt ist sorgfältig und liebevoll ausgearbeitet, die Charaktere werden authentisch und differenziert dargestellt. Besonders gut hat mir gefallen, dass Vivien, die Protagonistin, nicht die typische tapfere Heldin ist, die von Beginn an ihre Bedürfnisse bereitwillig dem höheren Wohl unterordnet. Im Gegenteil; sie ist ein Mensch mit Ecken und Kanten, verhält sich teilweise stur, übermäßig ehrgeizig und selbstsüchtig und versteht sich oft selbst nicht. Es geht hier auch um die Suche nach der eigenen Identität, um Schuld und Vergebung. Die Liebesgeschichte fügt sich ganz natürlich in die Erzählung ein, ohne den Plot mit ausufernden Sexszenen zu zerstören. Sie hat mich sehr berührt und es sind auch ein paar Tränen geflossen. Und zuletzt: Wie die Autorin selbst, so liebe auch ich nicht nur Drachen, sondern hege auch eine große Faszination für Sprachen. Man merkt, dass die Autorin auch Übersetzerin ist, denn die Liebe zur Sprache findet sich nicht nur im wunderschönen und berührenden Sprachstil wieder, sondern, wie es der Titel schon verrät, vor allem auch im Inhalt des Buches. Es ist eine Hommage an die unterschiedlichen Facetten von Sprache, ihre Bedeutung und ihre Macht. "Wer Sprachen und Wörter kontrolliert, der kontrolliert auch, was Menschen wissen" (Seite 256). Mich lässt das Buch staunend und demütig zurück, mit einem kleinen Kloß im Hals und bittersüßem Weltschmerz. Fazit: Großartige Fantasy, voller Liebe für Drachen und Sprachen, und mit wichtigen Lektionen zum Thema Schuld und Vergebung.

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Veröffentlicht am 28.08.2025

Fesselnd und emotional

Preston Brothers, Band 1 - Loving Lucas
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Diese New Adult-Story hat mich durch ihre Emotionalität und Spannung von Anfang an gefesselt. Manchmal erscheinen mir die Charaktere in romantischen Büchern etwas flach und wenig greifbar, wodurch sich ...

Diese New Adult-Story hat mich durch ihre Emotionalität und Spannung von Anfang an gefesselt. Manchmal erscheinen mir die Charaktere in romantischen Büchern etwas flach und wenig greifbar, wodurch sich Längen ergeben. Das Gegenteil war hier der Fall. Die Autorin hat einen so eindrücklichen, emotionalen und zugleich flüssigen Sprachstil, dass ich direkt in das Geschehen hineingezogen wurde und das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen wollte. Die Charaktere sind sehr liebevoll gezeichnet und ich habe mich direkt wohlgefühlt, auch wenn es auf eine emotionale Achterbahnfahrt geht und auch sehr ernste und schmerzhafte Themen behandelt werden. Generell hat mir auch der Aufbau des Buches mit dem dramatischen Prolog und der abwechselnden Erzählung aus Lucas' und Laneys Perspektive sowie den unterschiedlichen Zeitebenen gut gefallen. Die Missverständnisse zwischen den beiden und manche Handlungen erschienen mir teilweise nicht ganz nachvollziehbar (z.B. die Frauengeschichten von Lucas), weshalb ich einen Stern Abzug gebe. Abgesehen davon bin ich begeistert und froh, die Autorin entdeckt zu haben. Die nächsten beiden Bände stehen bereits im Regal. Fazit: Ich kann das Buch allen New Adult-Leser*innen ans Herz legen, die emotionale Bücher lieben und sich auch auf schwere Themen einlassen möchten. "Found Family"-Fans kommen hier ebenfalls auf ihre Kosten.

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Veröffentlicht am 22.08.2025

Gut geschriebener Skandinavien-Krimi mit verschiedenen Facetten

Schwüre, die wir brechen
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Dieser Krimi war für mich ein typischer Skandinavien-Krimi, so wie ich es mir erhofft hatte: Der Sprachstil ist flüssig, teilweise sarkastisch-nüchtern, der Fall ungewöhnlich und das Ermittlerteam sympathisch ...

Dieser Krimi war für mich ein typischer Skandinavien-Krimi, so wie ich es mir erhofft hatte: Der Sprachstil ist flüssig, teilweise sarkastisch-nüchtern, der Fall ungewöhnlich und das Ermittlerteam sympathisch und authentisch mit Ecken und Kanten der einzelnen Charaktere. Im Prinzip kann man fünf Ebenen unterscheiden, auf denen Spannung erzeugt wird und die zum Miträtseln und Spekulieren einladen. Da gibt es einmal den herrlich unheimlichen Prolog, dann in der Gegenwart die Arbeit des Ermittlerteams zum vorliegenden Mordfall und die jeweils heimlichen privaten Ermittlungen von sowohl Karhuu als auch Nordh in eigener Sache sowie kursiv gedruckt eine Erzählung aus der Vergangenheit aus Sicht eines Mannes, bei dem man annehmen muss, dass er irgendetwas mit den aktuellen Morden zu tun hat. Die Morde selbst sind sehr grausam und brutal, werden aber nicht reißerisch oder unnötig detailliert beschrieben. Generell wird ausschließlich aus Sicht des Ermittlerduos Karhuu und Nordh erzählt, es gibt also keine Opferperspektive. Das mag manche hartgesottenen Krimi-Leserinnen vielleicht stören, weil dadurch Spannung verloren gehen kann. Ich persönlich fand es angesichts der vielen verschiedenen Ebenen definitiv übersichtlicher. Für mich lagen der Reiz und die Spannung dieses Krimis neben der Verfolgung des aktuellen Falles vor allem in dem sehr differenziert dargestellten Ermittlerduo; Karhuu jung und fit, relativ neu dabei, clever und ambitioniert; Nordh dagegen ruhiger, erfahren, aufgerieben zwischen der Familie als alleinerziehender Vater und dem Beruf, dazu etwas verbittert. Beide haben ein interessantes Privatleben mit jeweils gefährlichen Geheimnissen und heimlichen Ermittlungen, die sich ebenso wie der gemeinsame Mordfall durch die Geschichte und vermutlich durch die ganze Krimireihe ziehen. Abgesehen davon hat mir besonders gut gefallen, dass wir in diesem Krimi etwas über die ägyptische Mythologie lernen. Fazit: Ein spannender Schweden-Krimi mit verschiedenen Facetten für Leserinnen, die gerne intensiv in die Arbeit des Ermittlerteams einbezogen werden.

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