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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.12.2023

Für K-Pop-Fans geeignet

Chasing Melodies – Wir zwei im Lichtermeer
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„Über Selbstverwirklichung, eine unerwartete Liebe und Selbstzweifel in der schillernden K-Pop-Welt Südkoreas.“ – So lautet der Teaser zu „Chasing Melodies – Wir zwei im Lichtermeer“. Was nach einer spannenden, ...

„Über Selbstverwirklichung, eine unerwartete Liebe und Selbstzweifel in der schillernden K-Pop-Welt Südkoreas.“ – So lautet der Teaser zu „Chasing Melodies – Wir zwei im Lichtermeer“. Was nach einer spannenden, romantischen und starken Geschichte kligt, entpuppte sich als seichte Teenie-Romance für die ich mich (mit 31) mindestens 20 Jahre zu alt fühlte.
Vielleicht liegt dies daran, dass ich nie einen Star-Crush hatte. Ich kann das obsessive Schwärmen für Boygroups also nicht nachempfinden. Zudem ist mir die K-Pop-Welt zu gekünstelt und fremd. Es ist mehr als besorgniserregend, unter welchen Druck die „Band“-Mitglieder gestellt und jeder ihrer Schritte kontrolliert wird…
Der Sprachstil ist vermutlich angemessen; so kam ich mir wirklich vor, als würde ich zwei 12-Jährigen zuhören. Dementsprechend niedrig ist der Erzählstil.
Für Teenies bis 15, die K-Pop mögen, ist dieses Buch dennoch zu empfehlen.

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Veröffentlicht am 25.11.2023

Märchenhaftes Teenie-Drama

Yukina
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Yukina hat es als Tochter der berühmten Schneewittchen, die noch immer wegen ihrer unvergleichlichen Schönheit verehrt wird, nicht leicht. Nun soll sie auch noch einen Ehemann wählen, doch ihr Favorit ...

Yukina hat es als Tochter der berühmten Schneewittchen, die noch immer wegen ihrer unvergleichlichen Schönheit verehrt wird, nicht leicht. Nun soll sie auch noch einen Ehemann wählen, doch ihr Favorit scheint nur Augen für ihre Mutter zu haben – so wie alle Männer.
In „Yukina – Im Bann des Zauberspiegels“ erlebt die gleichnamige Protagonistin ihre erste Verliebtheit, kommt dem Geheimnis von Schneewittchens Schönheit auf die Spur und gerät selbst in den Sog des mächtigen Zauberspiegels, dem bereits die böse Königin verfallen war. Der Spiegel beantwortet einem zwar jede Frage, doch der Preis dafür ist hoch: Es kostet Yukina nicht nur einen Teil ihrer Lebenszeit… Sie entwickelt zunehmend Rachegedanken gegen ihre Mutter, die immer gewalttätiger werden.
Ob Yukina dem Bann des Zauberspiegels entkommen kann, ob und wen sie am Ende heiraten wird und ob sie etwas gegen die Unruhen im Land unternehmen kann, wird hier natürlich noch nicht verraten.
Leider konnte mich die Sprecherin nicht überzeugen und so fiel es mir sehr schwer, Sympathie mit den Charakteren – insbesondere mit Yukina – zu entwickeln. Sie wirkte die meiste Zeit gehetzt, entnervt und reagierte teilweise übertrieben. Schade, vor allem, da mir die Geschichte ansonsten gut gefallen hat. Ich würde daher statt des Hörbuchs eher das geschriebene Buch empfehlen.

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Veröffentlicht am 19.11.2023

Hat Potential

Die Legende der Devas
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Mit „Die Legende der Devas“ ist Jung-Autorin Jill Meier ein Fantasy-Roman rund um Elementargeister, Selbstfindung und Machtkämpfe gelungen.
Ich habe mich ehrlich gesagt etwas schwer mit diesem Buch getan:
Einerseits ...

Mit „Die Legende der Devas“ ist Jung-Autorin Jill Meier ein Fantasy-Roman rund um Elementargeister, Selbstfindung und Machtkämpfe gelungen.
Ich habe mich ehrlich gesagt etwas schwer mit diesem Buch getan:
Einerseits behandelt der Roman ernste Themen wie beispielsweise den Kampf um Gleichberechtigung und bessere Chancenverteilung. Andererseits wirkt der Roman wie eine flache, detaillose Mischung aus Coming-of-Age und Romantasy.
Die Charaktere – insbesondere die Protagonistin Liv – wirkten auf mich sehr wechselhaft was ihre Gefühle und Entscheidungen betreffen. Ihre Handlungen waren teilweise nur schwer nachvollziehbar und selbst nach 380 Seiten bin ich mit Liv noch nicht wirklich warm geworden. Häufig klärt sich erst nach einiger Zeit, warum sie in den vergangenen Kapiteln entsprechend gehandelt hat.
Zudem schwankt das Erzähltempo zwischen langatmigen Gesprächen hin zu schnellen Handlungsabfolgen. Leider schafft die Geschichte es dadurch nur schwer, Spannung aufzubauen. Da es relativ wenig „Handlung“ im klassischen Sinne gibt – es wird eher über die Ereignisse geredet – und das Paralleluniversum Erdem nicht ausführlich genug beschrieben wird, konnte mich das Buch leider nicht in seinen Bann ziehen.
Dennoch lässt „Die Legende der Devas“ das Potential der Autorin erkennen.

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Veröffentlicht am 13.11.2023

Ein tolles Jugendbuch

So this is ever after
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„Sie umwerben? Wie jetzt, sind wir etwa in einer Liebeserzählung gelandet?“ – Ja genau! Und zwar in einer ziemlich verworrenen…
Das Buch richtet sich an Leser*innen ab 14 Jahren, was man dem Sprach- und ...

„Sie umwerben? Wie jetzt, sind wir etwa in einer Liebeserzählung gelandet?“ – Ja genau! Und zwar in einer ziemlich verworrenen…
Das Buch richtet sich an Leser*innen ab 14 Jahren, was man dem Sprach- und Erzählstil deutlich anmerkt: Die Sätze sind relativ kurz und einfach gestaltet, wobei die Erzählung durch ihren Humor und Sarkasmus besticht.
Was die Handlung betrifft, so hätte ich mir deutlich mehr Spannung und – nun ja - Handlung gewünscht. Es gab keinerlei Wendungen oder Überraschungen. Das Ende war von Beginn an vorherzusehen und die Charaktere hatten nur wenig Tiefe. Zudem spielt sich die gesamte Handlung ausschließlich in der Burg, dem neuen Zuhause von König Arek und seinen Freunden, ab. Die Geschichte hatte einige Längen, wodurch es ihr insgesamt an Dynamik fehlte. - Auf 392 Seiten ging es im Prinzip einzig um die Frage, wann Arek und Matt bemerken, dass sie bereits seit langem ineinander verliebt sind.
Fazit:
F. T. Lukens hat mit „So This Is Ever After“ eine lustige und durchaus unterhaltsame Queer-Romantasy für Jugendliche geschaffen.
Mein Lieblingszitat:
„Ich küsste ihn, schluckte die Worte, die er an meinen Lippen murmelte, und schmeckte jedes einzelne.“

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Veröffentlicht am 12.11.2023

Unterhaltsam und informativ

Alles Zufall im All?
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Mit „Alles Zufall im All?“ ist Erik Bertram und Dominika Wylezalek ein spannendes, informatives und sehr unterhaltsames Buch über das Universum gelungen.
Der Schreibstil ist so mitreißend, dass ich nach ...

Mit „Alles Zufall im All?“ ist Erik Bertram und Dominika Wylezalek ein spannendes, informatives und sehr unterhaltsames Buch über das Universum gelungen.
Der Schreibstil ist so mitreißend, dass ich nach ein paar Seiten völlig vergessen hatte, dass es sich um ein Sachbuch handelt, da das Buch weder trocken noch zu fachspezifisch geschrieben ist. Der theoretische Astrophysiker und die beobachtende Astrophysikerin führen abwechselnd durch die Geschichte unseres Universums und erklären dabei die kosmischen Zusammenhänge und welche Auswirkungen diese auf unser aller Leben haben.
Besonders gut haben mir die Illustrationen von Véro Mischitz gefallen: Die bunten Darstellungen schaffen es, selbst komplizierte wissenschaftlich Sachverhalte anschaulich - und teils mit einem kleinen Augenzwinkern - zu vermitteln. So eignet sich das Buch auch für jüngere Leser*innen. Hinzu kommen zahlreiche Infokästen und kleine Randnotizen, die zusätzliche Informationen geben.
Ich bin schon seit meiner Kindheit fasziniert vom Universum und habe daher auch schon viele Bücher zu diesem Thema gelesen. „Alles Zufall im All?“ kann ich absolut weiterempfehlen.
Meine Highlight: Die Graphik „Der Teilchenzoo im Überblick“ auf Seit 87 (Print-Version).

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