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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.10.2025

Mitreißend und überraschend

Garden Girls
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Das Cover hat mich hier etwas irritiert, fast hätte ich übersehen, dass es sich hier um einen Thriller handelt. Ich habe mit dem Motiv an Fantasy oder DarkRomance gedacht. Aber nachdem ich nun den Inhalt ...

Das Cover hat mich hier etwas irritiert, fast hätte ich übersehen, dass es sich hier um einen Thriller handelt. Ich habe mit dem Motiv an Fantasy oder DarkRomance gedacht. Aber nachdem ich nun den Inhalt kenne, ist es doch stimmig und dennoch für das Genre ungewöhnlich.

Das Team der Strange Crimes Unit, rund um den FBI-Agent Tiberius Granger, werden nach Blue Harbor gerufen, nachdem dort an Leuchttürmen abgelegte Frauenleichen gefunden werden, die mit frischen Blumentatoos überseht sind. Das erschreckende, die Blumen sind passend zum jeweiligen Namen. Der Killer scheint dies extra für Tiberius inszeniert zu haben, denn bald kommt seine schwierige Vergangenheit und seine alte Jugendliebe Bexley ins Spiel, deren Schwester auch vermisst wird. Eile ist geboten, denn schon bald soll die Region von einem Hurrikan verwüstet werden.

Ich bin sehr gut in die Geschichte gestartet, da es gleich dramatisch aus Opfersicht losgeht, allerdings danach etwas ins stocken gekommen, da es sehr viele Personen auf einmal waren, die zu Beginn auftauchen. Nach und nach konnte ich mich jedoch mit allen anfreunden und die unterschiedlichen Charakter entdecken, deren Zusammenspiel sehr harmonisch und vertraut scheint, aber mit dem gewissen Hang zu kleinen Eigenheiten. Leider kenne ich die vorigen beiden Bücher der Reihe nicht und habe erst später erfahren, dass diese bisher nicht ins deutsche übersetzt wurden, sehr schade.
Dennoch habe ich dank des angenehmen Schreibstils die ersten Seiten geradezu verschlungen, im Mittelteil ging es dann etwas gemütlicher voran, da die Ermittlungen und die Verstrickungen erstmal langsam aufgebaut werden mussten. Mir gefallen die angelegten Perspektivwechsel, zwischen Ermittlern, Killer, Opfer und weiteren Charakteren, so wie die Rückblicke und Verbindungen in die gemeinsame Vergangenheit. So hat mich die Autorin durch die geschickte optischen Beschreibung des Täters, in den Augenblicken, die ich mit den Opfern miterlebe und den auftauchenden Männern aus Bexleys aktuellem Leben ins Grübeln gebracht, wer wohl der Killer sei? Als dann auch noch mögliche Verdächtige aus Tiberius und Bexleys außergewöhnlicher Vergangenheit auftauchen, war ich restlos unschlüssig, wer hier als Täter agiert. Generell bin ich oft richtig mit meinen eigenen Ermittlungen während des Lesens, aber hier konnte ich mich bis zum Schluss nicht festlegen und wurde durch das packende Ende endlich mal überrascht. Auch gab es mehr als eine geschickt eingesetzte Wendung, die ich nicht kommen sah und im Plott alles nochmals gedreht hat. Dieser Thriller hat mir nach langem mal wieder richtig gut gefallen. Wer allerdings Erfahrungen mit psychischer Erniedrigung gemacht hat, könnte evtl. getriggert werden oder auch wer gegen religiöse Ansichten ist, denn vor allem gegen Ende kommt dieses Thema vermehrt vor. Da weiß ich jetzt nicht, was ich davon halten soll, persönlich hätte ich dies am Ende nicht benötigt, aber vielleicht ist dieses Thema der Autorin wichtig.
Stimmungsvoll und dramaturgisch ist auch die Wetterlage im Buch, die so stimmig beschrieben wird, dass man sich mitten im Sturm wiederfindet und Angst hat, dass einem die letzten Zeilen davon fliegen. So konnte ich Garden Girls ab den letzten 100 Seiten nicht mehr aus der Hand legen, abgesehen von den beiden Schlusskapiteln, die eher zur Aufklärung und Abrunden des Thrillers nach dem Ende dienen.

Fazit, ich hatte selten einen Thriller der mich so überrascht und mitgerissen hat und ich werde die Augen offen halten, neue Bücher von Jessica R. Patch zu erspähen, in der Hoffnung, dass sie mich nochmal so gut täuschen und unterhalten kann.

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Veröffentlicht am 21.09.2025

Tolles Thema, wunderbar umgesetzt

Flapp lernt fliegen
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Ich habe mich hier direkt schockverliebt in die Kulleraugen der kleinen Fledermaus auf dem Cover! Das Buch ist nicht nur auf dem Cover, sondern auch im Innenteil farbenfroh und leuchtkräftig umgesetzt, ...

Ich habe mich hier direkt schockverliebt in die Kulleraugen der kleinen Fledermaus auf dem Cover! Das Buch ist nicht nur auf dem Cover, sondern auch im Innenteil farbenfroh und leuchtkräftig umgesetzt, trotz der Tatsache, dass es hier um eine Fledermaus geht und die Geschichte bei Dämmerung und Nacht spielt, dies gefällt mir und auch meinen Kindern sehr gut. Die Seiten sind in einem recht großen Format, dies macht das Buch leider etwas unhandlich für mich, aber natürlich kommen die Illustrationen von Sarah Warburton dadurch toll zur Geltung und es ist auch prima, wenn mehr als ein Kind beim Zuhören mit rein schauen möchte.
Die Reime von Lu Fraser sind auch in der Übersetzung schön melodisch umgesetzt, lassen sich generell ausgezeichnet vorlesen. Allerdings wäre es angenehmer, wenn diese immer beieinander stehen würden und nicht manchmal getrennt auf der linken und rechten Seite. Die Texte sind zudem recht groß geschrieben, also auch perfekt für mal schlechtere Lichtverhältnisse oder generell Menschen mit Sehproblemen. Früher haben mich in der Größe speziell hervorgehobene Wörter im Text gestört, aber da dies in vielen Kinderbüchern so umgesetzt wird, habe ich mich mittlerweile dran gewöhnt.
"Flapp lernt fliegen" enthält eine tolle Thematik und zeigt, mutig zu sein ist nicht selbstverständlich, auch klappt nicht immer alles beim ersten oder zweiten Mal, aber mit Übung, Hartnäckigkeit und wenn es darauf ankommt, kann man über sich selbst hinaus wachsen. Dies gibt besonders Kleinkindern einen Schubs in Richtung Selbstvertrauen und daher ist das Lesealter ab 4 Jahren genau richtig. Schade nur, dass Flapp keine Hilfe von den anderen Fledermäusen erhält und diese einfach davonfliegen und ihn im nahenden Sturm zurücklassen, zum Glück hat er mit Motte einen sehr guten Freund an der Seite.

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Veröffentlicht am 15.09.2025

Neue Herausforderungen

3 Streuner und der sprechende Berg
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Dies ist das zweite Buch über die 3 Straßenhunde King Kerl, Big Ben und Flirty. Besonders hervorzuheben bei den 3 Streunern ist ihr individueller Charakter. Flirty ist etwas hektisch und immer schnell ...

Dies ist das zweite Buch über die 3 Straßenhunde King Kerl, Big Ben und Flirty. Besonders hervorzuheben bei den 3 Streunern ist ihr individueller Charakter. Flirty ist etwas hektisch und immer schnell verliebt, Big Ben ist eher grummelig und schnell gereizt, dahingegen ist King Kerl eher entspannt und versucht sich anzupassen. Er ist auch der Erzähler der Geschichte, insgeheim sieht er sich als Anführer der Truppe und berichtet den Lesern seine Abenteuer aus der Hundeperspektive. Sein Glück ist, dass King Kerl die Menschensprache gut verstehen kann und auch die Sprachen vieler anderer Tiere spricht.

Wir waren von Teil 1 bereits begeistert und haben uns nun auf ein Wiedersehen mit den leicht chaotischen, aber liebenswerten Streunern gefreut. Die Grundidee, ein Abenteuer aus Hundesicht zu erzählen, finde ich nach wie vor klasse, denn einiges was für uns völlig normal ist, empfinden die Hunde als recht befremdlich. Die von Anja Fröhlich gewählte Sprache ist sehr locker, einfach oder gar kindlich gehalten, ich musste mich erst daran gewöhnen, aber finde den Stil irgendwie passend.

In ihrem neuen Abenteuer hat Schildegard eine größere Rolle und Big Ben, sowie Flirty rücken eher in den Hintergrund. Sie ist eine Schildkröte, die im Garten lebt und die bereits vor den Hunden Teil von Joys Familie war. Wir haben sie bereits im vorigen Buch kennengelernt, dort fiel sie als sprechender Berg auf, denn die Hunde kannten ein solches Tier nicht. Schildegard ist leicht mürrisch, aber hilfsbereit, sie selbst stellt sich als allwissend dar.

Der Umschlag zeigt die 3 niedlichen Hunde zusammen mit Schildegard, dieser sowie der Vor- und Nachsatz sind bunt gehalten. Im Inneren geht es dann schwarz/weiß weiter. Unterbrochen werden die Textseiten immer wieder mit einem zur Szene passenden Bild, illustriert von Pe Grigo.

Mein Kind ist noch etwas jünger, aber ich denke in der Zielgruppe ab 8 Jahren, lässt sich die Geschichte bereits gut selbständig lesen, auch dank der bildlichen Unterstützung und recht kurzer Kapitel.

Fazit: Wieder eine schöne unterhaltsame Geschichte um Freundschaft, Zusammenhalt und einer guten Bindung zwischen Tier und Mensch. Die Geschichte ist eigenständig, aber zum besseren Verständnis der Charaktere ist es doch besser zunächst "3 Streuner wittern das Abenteuer" zu lesen. Wir freuen uns auch auf das nächste Abenteuer mit den 3 Streunern.

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Veröffentlicht am 15.09.2025

Bittere Vergangenheit, nicht ganz überraschendes Ende

Bittere Nacht
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Ich mag hier zunächst das Cover mit der düsteren Atmosphäre, mystisch, beklemmendes blau trifft auf den Titel in knalliger Kontrastfarbe, der mich magisch anzieht.

Ich habe den ersten Band gelesen, in ...

Ich mag hier zunächst das Cover mit der düsteren Atmosphäre, mystisch, beklemmendes blau trifft auf den Titel in knalliger Kontrastfarbe, der mich magisch anzieht.

Ich habe den ersten Band gelesen, in dem ging es eher um einen Coldcase. Er war gut, hatte mich jedoch nicht umgehauen, aber ich mochte das Zusammenspiel der Ermittler Juha und Lux. Man merkt nun, sie haben sich weiterentwickelt, es sind keine zwei Fremde mehr, die den jeweils anderen noch lernen einzuschätzen, sondern sind zu einem Team geworden.

Dieses Buch hat für mich direkt einen guten Start hingelegt, man steckt mitten im Geschehen und fiebert noch mit einem Opfer mit, auch wenn man davon ausgeht, dass es kein gute Ende nehmen wird.
Es geht allerdings danach etwas langsam zur Sache, die Ermittlungen geraten ins stocken und alles wird verwirrend aufgrund vieler Personen die auftauchen und miteinander verstrickt scheinen. Es kommen immer wieder Rückblicke eingeschoben, die zum spekulieren anregen.
Wir erfahren auch recht viel vom Privatleben der Ermittler, was leider immer wieder die Spannung raus nimmt. Eigentlich mag ich sowas nicht unbedingt in einem Thriller, wenn es nicht unmittelbar die Mordermittlungen oder die Tatumstände vorantreibt. Allerdings weiß ich ja bereits, dass hier eine Reihe aufgebaut wird und bei Fortsetzungsreihen gehört Hintergrundwissen zu den Charakteren irgendwie dazu, um sich emotional besser an diese zu binden. Manche Situationen finden ich dennoch langatmig, aber vielleicht nötig für einen dritten Teil?

Insgesamt finde ich Teil 2 mit Juha und Lux viel besser als den Vorgänger Thriller, mehr Spannung und Action zu Beginn und in der Mitte, dabei ein genauso gutes und durchdachtes Ende. Die Szenen werden vom Autorenteam Kuhl und Sandrock gut und stimmig umschrieben, so dass man sich in die Räumlichkeiten und die Atmosphäre prima einfühlen kann. Das Ende kam für mich nicht ganz überraschend aber mit einem großen Knall und ich freue mich, wenn ein weiterer Teil herauskommt.

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Veröffentlicht am 06.09.2025

Süße Freunde, für immer

Mister O'Lui und das schönste Geschenk der Welt
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Zunächst zur Optik des Buchs diese finde ich richtig gut, dass Cover ist sehr niedlich und ich mag die leicht cappuccinofarbenen Seiten, die beim Lesen eine entspannende Gemütlichkeit ausstrahlen. Die ...

Zunächst zur Optik des Buchs diese finde ich richtig gut, dass Cover ist sehr niedlich und ich mag die leicht cappuccinofarbenen Seiten, die beim Lesen eine entspannende Gemütlichkeit ausstrahlen. Die Reime lesen sich sehr gut und sind schön melodisch gemacht, ich habe da leider auch schon andere Kinderbücher gesehen und vorlesen müssen. Dass die Rätselauflösung immer auf der Folgeseite gezeigt wird ist gut durchdacht und mir gefällt wie sich jeder einzelne Gedanken macht, was dem Beschenkten gefallen könnte.

Mir gefällt aber ganz besonders die letzte Seite, die zeigt, wie das Buch inhaltlich vom Kind aufgefasst und verstanden wurde, gleichzeitig verbunden mit einem Gedächtnisspiel. Aber auch die vorige Seite ist mir positiv aufgefallen, dass das beste Geschenk nicht materiell ist, sondern die Freunde mit denen man nicht allein ist. Eine schöne Aussage.

Mein großes Kind (bald 4) war sehr begeistert von dem niedlichen Biberbär und fand es sehr schön, dass dieser am Schluss auch beschenkt wurde. Am liebsten mochte er die letzte Seite und konnte auf Anhieb bis auf ein Geschenk alles zuordnen. Ich war hier total verblüfft, mein Gedächtnis war leider nicht so gut. Aber auch auf den vorigen Seiten hatte er bereits schön mit geraten, auch wenn er nicht bei allem auf den richtigen Reim kam, zumindest nicht beim ersten Lesen.

Ich denke mit diesem Buch werden wir viel Freude haben und es öfter zusammen lesen und auch mit dem kleinen Geschwisterchen, wenn es größer ist.

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