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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.06.2026

Viel Drama, wenig Spannung

Meeresdunkel
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Das Cover lädt zum Träumen ein und gerne wäre ich in einer solchen Kulisse im Urlaub. Aber nicht mit Fremden gefangen in einem Ferienhaus.

Angekommen am Ferienhaus, merken zwei Familien, dass dieses Haus ...

Das Cover lädt zum Träumen ein und gerne wäre ich in einer solchen Kulisse im Urlaub. Aber nicht mit Fremden gefangen in einem Ferienhaus.

Angekommen am Ferienhaus, merken zwei Familien, dass dieses Haus versehentlich doppelt belegt wurde. Doch da genügend Zimmer vorhanden sind, wird kurz entschieden, man verbringt den Urlaub gemeinsam. Was keiner ahnt, es sollte kein Zufall sein und jemand hat hier etwas geplant.

Generell mag ich Thriller die sich auf einer begrenzen Fläche erzählen lassen, so wie hier, in einem Haus mit dem oder der Mörder/in eingeschlossen. Dazu noch Geheimnissen aus der Vergangenheit, die ans Licht kommen wollen. Allerdings hat mich in diesem Thriller die Handlung nicht abgeholt. Das Buch beginnt zunächst recht zäh und so richtig wollte bei mir auch später keine Spannung aufkommen. Die Kinder der Familien machen ihr eigenes Ding und werden auch eher sich selbst überlassen, als unerwartet eine Leiche auftaucht. Auch das aufkommende Unwetter kann die Spannung nicht verbessern. Den Grundgedanken, warum jemand dieses Zusammentreffen so geplant hat, konnte ich nicht nachvollziehen, vor allem warum gerade über einen gefakten Urlaub Kontakt aufgenommen wurde und am Ende stand ich ratlos da, denn wer war nun Täter/in? Geht es nun um eine längst verlorene Liebe oder doch nur wieder um Geld und Macht? Am Schluss wirkt alles auch sehr übereilt und so zurecht gebogen, dass alle fein raus sind. Aber ich als Leserin bleibe mit meinen offenen Fragen zurück und die Handlung erinnert mich auch mehr an ein Familiedrama, statt an einen Thriller. Dies war für mich daher kein runder Abgang und ich hatte mir nach der Inhaltsbeschreibung deutlich mehr Spannung vorgestellt.

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Veröffentlicht am 01.06.2026

Guter Einstieg, schwaches Ende

Schlafende Vulkane
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Eine junge Frau wird nackt und ermordet in einem Reitstall aufgefunden, von ihrem 10-jährigen Sohn fehlt jede Spur. War es eine Rachetat des Vaters? Helga nimmt die Ermittlungen bzw. die Suche auf, sie ...

Eine junge Frau wird nackt und ermordet in einem Reitstall aufgefunden, von ihrem 10-jährigen Sohn fehlt jede Spur. War es eine Rachetat des Vaters? Helga nimmt die Ermittlungen bzw. die Suche auf, sie ist noch recht neu in der Gegend, bekommt aber mit Bjaki eine große Hilfe zur Seite gestellt. Die Zeit drängt, denn die Überlebenschancen des Jungen schwinden und bald taucht eine neue Frauenleiche auf.

Das Buch wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, die sich abwechseln, mitunter aus der Tätersicht, dies gefällt mir immer besonders. Der Schreibstil ließ mich doch recht zügig durch die fast 500 Seiten kommen, wobei ich unsicher bin, ob es nicht auch mit weniger Seiten spannender gewesen wäre. Vor allem wenn es eine Reihe wird, schreckt mich die Seitenmenge etwas ab.

Der Thriller bietet ein spannendes Grundsetting mit Jagtcharakter und mir gefällt der Nervenkitzel, wie knapp sich Täter und Polizei auf den Fersen sind. Die Inhaltsbeschreibung hat mich jedoch etwas in die Irre geführt. Ich dachte, der Junge spielt noch eine größere Rolle im Verlauf und war dann überrascht, dass sich alles in eine andere Richtung entwickelt. Es fällt mir diesmal besonders schwer das Buch zu bewerten, ohne vom Inhalt zu spoilern. Aber ich habe mich z.B. beim Lesen gefragt, warum sind eigentlich in solchen Thrillern immer nur Mütter die Hassobjekte und nicht die Väter, die ihre Kinder zurück lassen?

Die letzte Verfolgung, nachdem der Täter bekannt wird, hat mir die Realität etwas zu sehr verzerrt und ich dachte, hier ist ein Übermensch am Werk, der mit dem Fahrrad so schnell unterwegs ist und danach noch fit genug um in den Kampf zu ziehen, ich hoffe es war wenigstens ein E-bike. Zudem sind mir die Ermittler mit ihrem kopflosen handeln nicht sehr sympathisch.

Die großen Erwartungen aus dem Anfang, konnte der mittlere Teil und der Schluss nicht erfüllen. Atmosphäre 4 Sterne, Spannung 4 Sterne, aber Handlung und Charaktere je nur 3 Sterne und insgesamt auch nicht mehr als 3 Sterne für mich, wenig innovativ und zum Schluss zu unglaubwürdig.

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Veröffentlicht am 22.05.2026

Gelungene Fortsetzung

39 Grad
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Der Thriller "39 Grad" ist die hitzige Fortsetzung von Quentin Pecks "Minus 22 Grad", dies wird schon im Coverbild deutlich, welches lediglich die Temperatur wechselt. Ich denke man könnte das Buch auch ...

Der Thriller "39 Grad" ist die hitzige Fortsetzung von Quentin Pecks "Minus 22 Grad", dies wird schon im Coverbild deutlich, welches lediglich die Temperatur wechselt. Ich denke man könnte das Buch auch einzeln lesen, aber besser ist natürlich immer man kennt bereits die vorige Geschichte.
Wir begegnen dem sympathischen Kriminalkommissar Lukas Johannsen wieder, der noch immer mit sich ringt, weil er den Puppenmörder nicht schnappen konnte. Diesmal sind wir jedoch nicht im eisigen Winter, sondern  schwitzen unter der Hitze eines erbarmungslosen Sommers und es bleibt Lukas keine Zeit für Schweiß oder Selbstzweifel, denn ein neuer Serienmörder scheint speziell seine Aufmerksamkeit zu fordern. Eine weibliche Leiche, inszeniert in einem weißen Kleid, wird sein neues Rätsel. Der Täter scheint eine Rechnung offen zu haben und platziert geschickt und zugleich äußert dreist seine Zeichen für Lukas. Zum Glück hat dieser seine ehemalige Freundin und Profilerin Berit Pernstein an seiner Seite, die ihn erdet, aber auch treu beisteht, als er sich auf ein gefährliches Duell mit dem Monster begibt.
Gleich zu Beginn muss ich bekennen, mir gefällt der neue Thriller viel besser als sein Vorgänger, für mich gibt es hier mehr Action, Nervenkitzel und tragische Momente, die mich gefesselt und auch ziemlich mitgenommen haben.
Erzählt wird in 2 Zeitebenen und wir erleben nicht nur die Sicht des Ermittlers, sondern sind auch hautnah mit dabei, wenn der Serienmörder seine Taten plant und umsetzt. Dies bringt mir immer ein schönes Spannungsbild im Sinne von Katz und Mausspiel. Natürlich ist schnell klar, dass die Vergangenheit mit dem Täter zusammen hängen könnte, aber genau dies macht hier den Reiz und fließt sprachlich und taktisch gut in den Hauptplott.
Für mich eine gelungene Fortsetzung, bei der mich nicht nur die Hitzewelle des beschriebenen Sommers zum schwitzen brachte und die ich gerne weiter verfolgen würde.

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Veröffentlicht am 18.05.2026

Freundebuch mit spannenden Infos

Wieso? Weshalb? Warum? - Meine Kindergarten-Freunde
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Durch den Kindergarten hatten wir schon verschiedene Alben hier und es war nun Zeit für ein eigenes und dieses Album zeigt direkt auf dem Cover eine vielfältige Auswahl an Tieren und Dingen, mit denen ...

Durch den Kindergarten hatten wir schon verschiedene Alben hier und es war nun Zeit für ein eigenes und dieses Album zeigt direkt auf dem Cover eine vielfältige Auswahl an Tieren und Dingen, mit denen sich Kindergartenkinder gerne beschäftigen. Wir lieben bereits die Sachbücher der WWW-Reihe und da fiel mir dieses schön gestaltete Freundealbum natürlich direkt auf. Das Buch ist quadratisch und in einem handlichen Format, welches dennoch aufgeschlagen genügend Platz bietet.
Das "Meine Kindergarten-Freunde" von Ravensburger gefällt mir besonders, da es zusätzlich zu den einzelnen Freundeseiten auch auf jeder Doppelseite einen kleinen Infokasten besitzt, passend immer zu einer der 5 unterschiedlichen Themenseite (Waldtiere, Bauernhof, Meer, Dino oder Baustelle). Der Clue, es sind wirklich auf allen Seiten andere Infos, z.B. über Dachse, Seesterne oder Dinos. Auch schön, der Geburtstagskalender ist direkt am Anfang des Buchs, damit auch keiner vergisst sich darin einzutragen.
Es ist wie von der bekannten Buchreihe gewöhnt, toll illustriert, farbenfroh und mit jeder Menge zum entdecken auf den Seiten. Für kleine Kinder sind neben den gängigen Ausfüllfeldern einfach zu beantwortende Fragen, die durch ankreuzen oder ausmalen selbständig befüllt werden können z.B. Rutsche oder Schaukel, Sonne oder Regen, Bulldog oder Feuerwehr. Perfekt zum Sammeln von Erinnerungen an erste Kindergartenfreunde, da findet jeder eine Seite.

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Veröffentlicht am 15.05.2026

Zwei Frauen, ein dunkles Geheimnis und ganz viel Schweigen

DARKROOMS
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Darkrooms erzählt von zwei Frauen, Deedee und Caitlin, welche beide die Vergangenheit nicht loslassen können. Als beide Kinder waren verschwand Roisin, Deedees kleine Schwester im Wald hinter Caitlins ...

Darkrooms erzählt von zwei Frauen, Deedee und Caitlin, welche beide die Vergangenheit nicht loslassen können. Als beide Kinder waren verschwand Roisin, Deedees kleine Schwester im Wald hinter Caitlins Heim und Caitlin war zuletzt mit Roisin zusammen unterwegs. Während Deedee blieb, sich zur Polizistin entwickelte und nie die Suche aufgeben konnte, hat Caitlin die Gegend verlassen und versucht die Vergangenheit zu vergessen. Nach dem Tod ihrer Mutter kehrt sie jedoch zurück und muss sich nun Deedee und den alten Schatten stellen.

Ich habe zunächst etwas gebraucht um mich mit den beiden Frauen anzufreunden. Erst dachte ich, was für starke interessante Persönlichkeiten, doch mit dem Lesen stellt sich raus, wie unterschiedlich beide sind und dass beide mehr Schwächen als Stärken haben. Ich mag ja generell interessante Charaktere mit Ecken und Kanten, in diesem Buch sind mir jedoch alle Personen eher unsympathisch auf die ein oder andere Art. Vielleicht habe ich daher etwas Zeit benötigt mich in der Geschichte zurecht zu finden.

Der Plott ist recht vielschichtig aufgebaut mit einer generell gut ausgearbeiteten Geschichte, spannenden Wendungen und vor allem der Schluss kann überzeugen. Tolle plausible Auflösung und dennoch menschlich schockierend. Im Gesamten konnte mich Darkrooms allerdings nicht begeistern, da sich die ersten beiden Drittel sehr in die Länge zogen, auch gab es für mich einige Ungereimtheiten im Verlauf.

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