Wahrer Hintergrund mit mäßiger Umsetzung
Greta Grimaldi und der Junge aus dem SchattenEin solider Jugendkrimi, der wahre Hintergründe aufweist, mich jedoch nicht ganz mitreißen konnte.
Der Start ins Buch ist gelungen, wenn auch mir Doktor Grimaldi sehr unsympathisch war, was sich im Laufe ...
Ein solider Jugendkrimi, der wahre Hintergründe aufweist, mich jedoch nicht ganz mitreißen konnte.
Der Start ins Buch ist gelungen, wenn auch mir Doktor Grimaldi sehr unsympathisch war, was sich im Laufe des Buches aber besserte. Seine exzentrische und überhebliche Art zu Beginn des Buches ist sehr gewöhnungsbedürftig. Seine Tochter Greta hingegen wirkt sehr in sich gekehrt trotz ihres Scharfsinns und ihrer Neugier.
Der Schreibstil und das Erzähltempo waren nicht ganz mein Fall, gab es gerade im Mittelteil sehr viele Längen, die nicht spannend waren, sondern nur eine Art Seitenfüller.
Nachdem der Fall in der Realität unaufgeklärt blieb, empfand ich das Ende als weit hergeholt und konstruiert, wenn auch tragisch und traurig. Die eigentliche Frage, wer Kaspar Hauser war, blieb jedoch weiter unbeantwortet, was zwar der Realität entspricht, mich aber für ein Buch nicht überzeugen konnte.
Nürnberg als Schauplatz wurde für die damalige Zeit gut eingefangen und auch die Gestaltung des Buches ist sehr gelungen, sodass man sich die einzelnen Plätze dank der Karte gut vorstellen kann.
Für ein Jugendbuch ab 12 Jahren, die in ein anderes Zeitalter reisen und Krimis lesen möchten, ist es aber auf jeden Fall eine gute Option, jedoch ist hier zu sagen, dass das Thema Suizid hier thematisiert wird, was nicht für jeden 12 Jährigen geeignet ist.