Die Nachkriegszeit in Hamburg
Der schwarze WinterInhalt: Hamburg 1946/47: Nachdem die Schwestern Silke und Rosemarie Bensdorf im Krieg ihre Heimat Danzig verlassen mussten, wird den Flüchtlingen Arbeit und Unterkunft auf einem Bauernhof in Wulfskate ...
Inhalt: Hamburg 1946/47: Nachdem die Schwestern Silke und Rosemarie Bensdorf im Krieg ihre Heimat Danzig verlassen mussten, wird den Flüchtlingen Arbeit und Unterkunft auf einem Bauernhof in Wulfskate (SChleswig Holstein) zugewiesen. Dort müssen sie hart arbeiten und werden ungerecht behandelt und nachdem Rosemarie den Bauer in Notwehr niedergeschlagen hat, müssen sie erneut fliehen. Eine Zufallsbekanntschaft - Egon Tönnes - nimmt sie mit nach Hamburg, doch die Stadt liegt in Trümmern und es gibt einen Zuzugsstopp. Wohnungen, Arbeit, Heizmaterial und Essen sind knapp und nur über den Schwarzmarkt zu bekommen. Mit der Hilfe neuer Freunde beginnen Silke und Rosemarie sich langsam ein neues Leben aufzubauen - jede auf ihre Weise. Doch das Leben in Hamburg ist rau und nicht jedem gefällt der Erfolg der Frauen…
Meine Meinung: Die Schwestern Silke und Rosemarie sind sehr unterschiedlich. Silke ist 12 Jahre älter als ihre Schwester. Sie hat in Danzig das elterliche Tuchgeschäft geführt, ist ernst und gewissenhaft und fühlt sich für Rosemarie verantwortlich. Deshalb ist oft überbehütend. Rosemarie dagegen ist jung, impulsiv und lebenshungrig. Leider aber auch ziemlich naiv, so dass sie häufiger unüberlegt handelt und in Schwierigkeiten gerät.
In Hamburg lernen die Frauen Hans Meister und seinen engen Freund Gustav kennen. Hans hat viele Kontakte in Hamburg und unterstützt die Frauen sehr. Auch zu Egon Tönnes halten sie Kontakt.
Der Roman verdeutlicht die von Hunger und Kälte geprägte Nachkriegszeit. Das Leben mit den englischen Besatzern im völlig zerbomten Hamburg, die Wohnungsnot, die Schwarzmarktgeschäfte und das Verbrechen.
Der Schreibstil der Autorin lässt sich leicht und schnell lesen und obwohl das Buch mich ganz gut unterhalten hat, wurden meine Erwartungen nicht ganz erfüllt. Viele Interessante und wichtige Themen werden nur kurz angerissen, genauso wie Geschehnisse aus der Vergangenheit, von denen ich zum besseren Verständnis gerne mehr gelesen hätte. Mir fehlte das gewisse Etwas an der Geschichte und sie kam mir unvollständig vor. Auch den Charakteren bin ich nicht so richtig nahe gekommen und das Ende war vorhersehbar mir leider auch zu kitschig.
Fazit: Leider konnte mich der Roman nicht ganz überzeugen.