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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.07.2026

Sommer, Familie und eine zauberhafte Liebesgeschichte

The Summer of Broken Rules
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*5 von 5 Sternen

Meredith reist mit ihrer Familie nach Martha's Vineyard, um die Hochzeit ihrer Cousine zu feiern. Eigentlich sollte es eine unbeschwerte Woche werden, doch die Rückkehr an diesen besonderen ...

*5 von 5 Sternen

Meredith reist mit ihrer Familie nach Martha's Vineyard, um die Hochzeit ihrer Cousine zu feiern. Eigentlich sollte es eine unbeschwerte Woche werden, doch die Rückkehr an diesen besonderen Ort fällt ihr schwer. Vor anderthalb Jahren hat sie ihre Schwester Claire verloren und überall werden Erinnerungen an sie wach. Während des traditionellen Familienspiels lernt Meredith den charmanten Wit näher kennen. Zwischen gemeinsamen Erlebnissen, Familienchaos und vielen emotionalen Momenten merkt sie langsam, dass das Leben trotz aller Trauer auch wieder Platz für Glück bereithält.

Dieses Hörbuch hat mich von Anfang an begeistert. Die Geschichte verbindet eine wunderschöne Sommerromanze mit ernsteren Themen wie Trauer, Verlust und Neuanfang. Gerade diese Mischung hat mir unglaublich gut gefallen. Es ist ein leichtes Wohlfühlbuch, das gleichzeitig auch emotional berührt.

Meredith war mir sofort sympathisch und ich konnte ihre Gedanken und Gefühle gut nachvollziehen. Besonders ans Herz gewachsen ist mir aber Wit. Er bringt viel Humor und Leichtigkeit in die Geschichte und harmoniert einfach wunderbar mit Meredith. Die Liebesgeschichte entwickelt sich ganz ohne Hektik und genau das hat sie für mich so besonders gemacht.

Ein echtes Highlight war für mich außerdem das Familienspiel "Killer". Ich hatte richtig viel Spaß dabei, die einzelnen Runden zu verfolgen. Das Spiel sorgt immer wieder für witzige Situationen und bringt zusätzlich Spannung in die Handlung.

Auch das Setting auf Martha's Vineyard hat mir richtig gut gefallen. Man bekommt sofort Lust auf Sommer, Familie, gemeinsame Abende und unbeschwerte Urlaubstage. Gleichzeitig zeigt das Buch sehr einfühlsam, wie unterschiedlich Menschen mit Trauer umgehen und dass es in Ordnung ist, sich Zeit für einen Neuanfang zu nehmen.

Als Hörbuch hat mir die Geschichte ebenfalls sehr gut gefallen. Leonie Landa liest mit einer angenehmen, gefühlvollen Stimme und hat die Emotionen der Figuren wunderbar transportiert. Lediglich am Anfang musste ich mich aufgrund der vielen Familienmitglieder etwas konzentrieren, bis ich alle Personen richtig zuordnen konnte. Danach war ich aber komplett in der Geschichte angekommen.

Für mich war
The Summer of Broken Rules* ein wunderschönes Sommerhörbuch mit liebenswerten Figuren, viel Gefühl, einer tollen Familienatmosphäre und einer romantischen Liebesgeschichte.

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Veröffentlicht am 15.07.2026

Ein ruhiger Krimi vor der Kulisse Liguriens

Abschied auf Italienisch
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Nach dem Tod seines Vaters entscheidet sich der römische Commissario Vito Grassi für einen Neuanfang. Er lässt sich nach Ligurien versetzen, wo er das Haus seines Vaters geerbt hat. Dort hofft er, etwas ...

Nach dem Tod seines Vaters entscheidet sich der römische Commissario Vito Grassi für einen Neuanfang. Er lässt sich nach Ligurien versetzen, wo er das Haus seines Vaters geerbt hat. Dort hofft er, etwas Abstand von seinem bisherigen Leben zu gewinnen und gleichzeitig mehr über seinen Vater zu erfahren, zu dem er zuletzt keinen besonders engen Kontakt hatte. Doch statt Ruhe erwartet ihn schon kurz nach seiner Ankunft der erste Mordfall. Wenig später wird eine weitere Leiche entdeckt, sodass Grassi gemeinsam mit seinem neuen Team die Ermittlungen aufnimmt. Gleichzeitig muss er sich mit Toni arrangieren, einer eigenwilligen Frau, die im Haus seines Vaters lebt und nicht daran denkt, auszuziehen.

Besonders gut gefallen hat mir die Atmosphäre des Buches. Die Handlung spielt in Ligurien, und der Autor schafft es, die Landschaft und das Leben in dem kleinen Ort lebendig zu beschreiben, ohne sich in langen oder kitschigen Beschreibungen zu verlieren. Dadurch entsteht ein schönes Urlaubsgefühl, das den Krimi angenehm begleitet.

Auch die Figuren sind interessant gestaltet. Toni war für mich eine der spannendsten Charaktere, weil sie geheimnisvoll und zugleich sympathisch wirkt. Mit Vito Grassi hingegen wurde ich zunächst nicht richtig warm. Er verhält sich seinen neuen Kollegen gegenüber oft kühl und unfreundlich, weshalb er nicht sofort sympathisch erscheint. Im Laufe der Geschichte entwickelt er sich jedoch weiter und zeigt auch seine menschliche Seite.

Der eigentliche Kriminalfall konnte mich dagegen nicht vollständig überzeugen. Die Handlung beginnt eher ruhig und auch später fehlte mir stellenweise die Spannung. Zwar nimmt die Geschichte im weiteren Verlauf etwas mehr Fahrt auf und die Auflösung ist nicht vorhersehbar, dennoch standen für mich die Figuren und das italienische Flair stärker im Mittelpunkt als die Ermittlungen selbst.

Insgesamt ist Abschied auf Italienisch ein solider und atmosphärischer Krimi, der vor allem durch seinen Schauplatz und seine Charaktere überzeugt. Wer einen actionreichen oder besonders spannenden Kriminalroman erwartet, könnte etwas enttäuscht sein. Wer jedoch ruhige Krimis mit viel italienischem Flair und interessanten Figuren mag, wird an diesem Buch wahrscheinlich Freude haben.

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Veröffentlicht am 13.07.2026

Eine faszinierende Welt aus Drachen und Metallen

When Dealing With Dragons. Drachengold
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Nachdem Farren ausgerechnet ihren größten Rivalen James Murphy bei einem Drachenrennen das Leben gerettet hat, muss dieser seine Verletzung auf dem Gnadenhof ihrer Familie auskurieren. Für Farren ...

Nachdem Farren ausgerechnet ihren größten Rivalen James Murphy bei einem Drachenrennen das Leben gerettet hat, muss dieser seine Verletzung auf dem Gnadenhof ihrer Familie auskurieren. Für Farren ist das eine Katastrophe, denn James' Anwesenheit bedroht ein streng gehütetes Geheimnis, das nicht ans Licht kommen darf. Als James schließlich die Wahrheit erfährt, ist ausgerechnet er derjenige, der Farren seine Hilfe anbietet. Doch gemeinsam ein Geheimnis zu bewahren, während nach außen hin alles für gegenseitige Abneigung spricht, ist leichter gesagt als getan.

Der Schreibstil der Autorin ist angenehm flüssig und sehr bildhaft. Ich bin schnell in die Geschichte eingetaucht und habe mich von Anfang an in der Welt der Drachen wohlgefühlt. Besonders das Worldbuilding hat mich begeistert. Die Idee, Drachen mit unterschiedlichen Metallpanzern auszustatten und diese mit den verschiedenen Schmiedeklassen zu verbinden, fand ich unglaublich kreativ und erfrischend. Dieses Konzept hebt das Buch für mich von vielen anderen Fantasygeschichten ab.

Auch die Charaktere haben mich schnell überzeugt. Farren ist mutig, mitfühlend und setzt alles daran, ihre Drachen zu beschützen. James mochte ich ebenfalls sehr. Hinter seiner zunächst arroganten Fassade steckt deutlich mehr, als man anfangs vermutet, und gerade seine Entwicklung im Laufe der Geschichte hat mir richtig gut gefallen. Die Beziehung der beiden entwickelt sich langsam und glaubwürdig. Dass Farren und James noch recht jung sind, hat mich dabei überhaupt nicht gestört, weil ihre Gefühle und ihr Handeln jederzeit nachvollziehbar wirkten.

Besonders gefallen hat mir außerdem, dass die Geschichte weit mehr bietet als eine Liebesgeschichte. Neben der sich langsam entwickelnden Beziehung sorgen Geheimnisse, gesellschaftliche Unterschiede und immer wieder eingestreute Hinweise dafür, dass man beim Lesen miträtselt und eigene Theorien entwickelt. Genau das hat mir besonders viel Spaß gemacht.

Emotional konnte mich das Buch ebenfalls vollkommen abholen. Vor allem die Szenen rund um die Drachen haben mich mehrfach berührt und gezeigt, dass sie hier nicht nur Fantasywesen sind, sondern echte Lebewesen mit einer ganz eigenen Persönlichkeit. Gerade diese Momente haben der Geschichte noch einmal mehr Tiefe verliehen.

When Dealing With Dragons ist für mich eine gelungene Mischung aus Fantasy, Romantik, Spannung und einer außergewöhnlichen Drachenwelt. Ich habe jede Seite gerne gelesen und würde jederzeit wieder in diese faszinierende Welt eintauchen. Eine klare Leseempfehlung für alle, die Drachen, gelungene Fantasywelten und eine langsam entstehende Liebesgeschichte mögen.

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Veröffentlicht am 26.06.2026

Wenn eine Schneekugel die Zeit verändert

Adam und die Jagd nach der zerbrochenen Zeit
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Adam und die Jagd nach der zerbrochenen Zeit ist ein spannendes Kinderbuch, das Zeitreisen, Magie und Abenteuer auf gelungene Weise miteinander verbindet. Im Mittelpunkt steht der zwölfjährige Adam, der ...

Adam und die Jagd nach der zerbrochenen Zeit ist ein spannendes Kinderbuch, das Zeitreisen, Magie und Abenteuer auf gelungene Weise miteinander verbindet. Im Mittelpunkt steht der zwölfjährige Adam, der nach dem Tod seiner Eltern bei seinem Onkel lebt. Als ein geheimnisvoller Fremder ihm ein großes Abenteuer vorhersagt und Adam kurz darauf eine magische Schneekugel entdeckt, nimmt die Geschichte schnell Fahrt auf. Schon nach den ersten Seiten möchte man wissen, welches Geheimnis hinter den Zeitreisen steckt.
Besonders gut gefallen hat mir die Atmosphäre. Die kleine Bäckerei, das winterliche New York und die Reisen in verschiedene Zeiten sorgen für ein stimmiges Gesamtbild. Adam ist ein sympathischer Hauptcharakter, mit dem man schnell mitfühlt. Seine Entwicklung im Laufe der Geschichte ist schön erzählt und auch die Freundschaften, die entstehen, machen das Buch sehr lebendig.

Der Schreibstil liest sich angenehm flüssig und die kurzen Kapitel sorgen dafür, dass man immer noch ein Kapitel weiterlesen möchte. Gleichzeitig entfaltet sich die Handlung nach und nach. Nach und nach setzen sich die verschiedenen Handlungsstränge wie ein Puzzle zusammen, was die Geschichte spannend macht. Manchmal muss man aber etwas aufmerksam bleiben, um den Überblick zu behalten. Auch einige Dialoge hätten für meinen Geschmack etwas kürzer sein können.

Neben der spannenden Handlung greift das Buch auch Themen wie Freundschaft, Verlust und Hoffnung auf, ohne dabei zu schwer zu wirken. Die Mischung aus Fantasy, Zeitreise und Mystery ist gut gelungen und sorgt dafür, dass die Geschichte nie langweilig wird.

Insgesamt ist Adam und die Jagd nach der zerbrochenen Zeit ein unterhaltsames und atmosphärisches Buch mit einer originellen Idee und liebenswerten Figuren. Kleine Längen und die teilweise etwas komplexe Erzählweise kosten zwar einen Stern, trotzdem kann ich das Buch allen empfehlen, die spannende Geschichten mit Magie und Zeitreisen mögen.

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Veröffentlicht am 26.06.2026

Eine Enemies-to-Lovers-Geschichte, die sich echt anfühlt

All the things I didn't say
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Sadie Wen gilt als das perfekte Mädchen: ehrgeizig, höflich, Klassenbeste und Schülersprecherin. Doch hinter der perfekten Fassade sieht es ganz anders aus, denn all ihren Frust lässt sie in E-Mail-Entwürfen ...

Sadie Wen gilt als das perfekte Mädchen: ehrgeizig, höflich, Klassenbeste und Schülersprecherin. Doch hinter der perfekten Fassade sieht es ganz anders aus, denn all ihren Frust lässt sie in E-Mail-Entwürfen heraus, die eigentlich niemals jemand lesen sollte. Als genau diese Nachrichten plötzlich in Umlauf geraten, steht ihr gesamtes Leben Kopf – und ausgerechnet ihr Rivale Julius Gong scheint dabei eine größere Rolle zu spielen, als sie zunächst erwartet hätte.

Ich muss ehrlich sagen, dass ich anfangs etwas gebraucht habe, um in die Geschichte hineinzufinden. Vor allem Sadie blieb für mich zu Beginn recht schwer greifbar und auch die Charaktere wirkten anfangs eher etwas flach. Zudem hatte ich leider Probleme mit dem Schriftbild, da die Schrift für meinen Geschmack wirklich sehr klein war und dadurch meinen Lesefluss etwas beeinträchtigt hat.

Doch je weiter die Geschichte voranschritt, desto mehr konnte mich das Buch überzeugen. Spätestens nach dem Leak der E-Mails wurde es deutlich spannender und ich war viel stärker in der Handlung drin. Besonders die Dynamik zwischen Sadie und Julius hat mir unglaublich gut gefallen. Ihre Beziehung entwickelt sich langsam, glaubwürdig und ohne überhastete Gefühle – genau so, wie ich es mir bei einer guten Enemies-to-Lovers-Geschichte wünsche.

Was mir dabei besonders positiv aufgefallen ist: Obwohl beide mit der Zeit immer mehr Gefühle füreinander entwickeln, bleibt ihre Rivalität trotzdem bestehen. Sie streiten sich weiterhin, provozieren sich gegenseitig und geben ihren Gefühlen eben nicht sofort nach. Gerade dadurch wirkte ihre Beziehung unglaublich authentisch und keineswegs künstlich dramatisch oder überstürzt.

Vor allem Julius mochte ich sehr gerne und mit der Zeit habe ich auch Sadie immer mehr ins Herz geschlossen. Besonders schön fand ich, dass ihre Entwicklung nicht plötzlich passiert, sondern sich Schritt für Schritt entfaltet. Der Slow Burn wurde hier wirklich konsequent bis fast zum Ende durchgezogen – und genau deshalb hat sich das Liebesgeständnis am Ende auch absolut verdient angefühlt.

Insgesamt hat mich das Buch nach einem etwas holprigen Start am Ende vollkommen überzeugt. Wer glaubwürdige Enemies-to-Lovers-Dynamiken, langsame Annäherungen und viel unterschwellige Spannung zwischen den Charakteren liebt, wird hier definitiv auf seine Kosten kommen. Für mich war es letztendlich ein richtig schönes YA-Highlight mit einer Romance, die sich angenehm echt angefühlt hat.

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