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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.05.2026

Sommerliche Backfreude mit einfachen Rezepten

Sunny Baking Time
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„Sunny Baking Time“ von Theresa Haubs ist genau das, was der Titel verspricht: ein Gute-Laune-Backbuch voller sommerlicher Rezepte, die Lust machen, direkt den Ofen anzuwerfen. Schon beim Durchblättern ...

„Sunny Baking Time“ von Theresa Haubs ist genau das, was der Titel verspricht: ein Gute-Laune-Backbuch voller sommerlicher Rezepte, die Lust machen, direkt den Ofen anzuwerfen. Schon beim Durchblättern bekommt man richtig Appetit auf Erdbeeren, Rhabarber & Co. – und genau so ging es mir dann auch beim Nachbacken.

Ich habe bereits einige Rezepte ausprobiert, darunter „Rhabarber mit Streuselns“, „Käsekuchen auf schnell“ und das „Blaubeer-Bananen-Brot“. Alle Rezepte ließen sich problemlos umsetzen und sind gut gelungen. Besonders gefreut hat mich, dass mein erster selbstgebackener Rhabarberkuchen direkt funktioniert hat. Die Anleitungen sind übersichtlich, verständlich formuliert und auch für weniger erfahrene Hobbybäckerinnen und -bäcker gut geeignet. Die Autorin legt großen Wert auf einfache, schnelle Rezepte mit Zutaten, die man meist ohnehin zu Hause hat oder problemlos bekommt .

Sehr angenehm ist zudem der Schreibstil: locker und modern, ohne übertrieben zu wirken. Dadurch macht nicht nur das Backen, sondern auch das Lesen Spaß.

Auch die Vielfalt im Buch überzeugt. Von klassischen Kuchen über Muffins bis hin zu Desserts ist alles dabei, sodass für jeden Geschmack etwas Passendes zu finden ist . Ich habe mir bereits viele weitere Rezepte markiert, die ich in nächster Zeit ausprobieren möchte.

Fazit: Ein gelungenes Backbuch für alle, die unkomplizierte, gelingsichere und sommerliche Rezepte suchen. Besonders für Einsteiger geeignet, aber auch für alle, die sich inspirieren lassen und neue Ideen ausprobieren möchten.

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Veröffentlicht am 30.04.2026

Gute Idee, schwache Umsetzung

Das makellose Mädchen
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Das makellose Mädchen von Lisa Unger startet mit einer vielversprechenden Idee, konnte meine Erwartungen insgesamt jedoch nicht erfüllen.

Der Einstieg in die Geschichte rund um Wren und die Bekanntschaft ...

Das makellose Mädchen von Lisa Unger startet mit einer vielversprechenden Idee, konnte meine Erwartungen insgesamt jedoch nicht erfüllen.

Der Einstieg in die Geschichte rund um Wren und die Bekanntschaft über eine Dating-App ist zunächst spannend und emotional erzählt. Der Schreibstil ist flüssig und ermöglicht es leicht, in die Gedankenwelt der Protagonistin einzutauchen. Gerade zu Beginn entsteht eine interessante Atmosphäre, die neugierig auf die weitere Entwicklung macht.

Leider verliert die Handlung im Verlauf zunehmend an Spannung. Statt eines packenden Thrillers entwickelt sich die Geschichte eher zu einem ruhigeren Kriminalroman, bei dem der Fokus stark auf den Hintergründen und Motiven der Figuren liegt. Zwar gibt es viele Ansätze und verschiedene Erzählstränge, doch wirken diese oft überladen und werden nicht konsequent zu Ende geführt. Dadurch entsteht der Eindruck, dass viel Potenzial verschenkt wurde.

Auch die Figuren konnten mich nur bedingt überzeugen. Wren bleibt über weite Strecken distanziert und in ihrem Verhalten nicht immer nachvollziehbar, was es schwierig macht, eine wirkliche Bindung zu ihr aufzubauen. Hinzu kommt eine ungewöhnliche Erzählweise, die stellenweise eher irritierend als bereichernd wirkt.

Während das Buch im Mittelteil noch zum Miträtseln einlädt, verliert es gegen Ende deutlich an Stärke. Die Auflösung wirkt wenig überraschend und lässt einige Fragen offen, wodurch das Gesamtbild nicht ganz rund erscheint.

Insgesamt ein Roman mit interessanter Grundidee und guten Ansätzen, der aber weder die erwartete Spannung noch eine wirklich überzeugende Umsetzung bieten konnte.

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Veröffentlicht am 30.04.2026

Winterliche Vibes und große Gefühle in London

Two steps away - London Hearts 2
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Der zweite Band der London-Hearts-Reihe, Two Steps Away von Valentina Fast und Lorena Schäfers, hat mich vollkommen überzeugt und mir wunderschöne Lesestunden beschert.

Im Mittelpunkt steht diesmal Pippa, ...

Der zweite Band der London-Hearts-Reihe, Two Steps Away von Valentina Fast und Lorena Schäfers, hat mich vollkommen überzeugt und mir wunderschöne Lesestunden beschert.

Im Mittelpunkt steht diesmal Pippa, die ihr Leben bis ins kleinste Detail durchplant und stets alles unter Kontrolle haben möchte. Umso spannender ist es zu erleben, wie dieses Kartenhaus ins Wanken gerät, als ihr sicher geglaubter Praktikumsplatz plötzlich bedroht ist – und ausgerechnet Ben, ihre große Vergangenheit, wieder in ihr Leben tritt. Die Dynamik zwischen den beiden ist von Anfang an spürbar: geprägt von alten Verletzungen, unausgesprochenen Gefühlen und gleichzeitig einem deutlichen Knistern.

Besonders gefallen hat mir die Entwicklung der Figuren. Pippa wirkt zunächst kühl und distanziert, doch je weiter die Geschichte voranschreitet, desto mehr zeigt sich ihre verletzliche Seite. Ihre innere Zerrissenheit und ihr Wachstum sind authentisch und berührend dargestellt. Auch Ben gewinnt im Verlauf deutlich an Tiefe, selbst wenn er es mir anfangs nicht leicht gemacht hat, ihn zu mögen. Gerade diese Ecken und Kanten machen die Charaktere lebendig und glaubwürdig.

Der Schreibstil ist angenehm flüssig, emotional und gleichzeitig leicht, ohne dabei an Tiefe zu verlieren. Durch Perspektivwechsel und lebendige Dialoge entsteht eine Nähe zu den Figuren, die das Mitfiebern leicht macht. Die winterliche London-Atmosphäre und die Einblicke in die Welt des Fashionlabels verleihen der Geschichte zusätzlich einen besonderen Charme.

Ein echtes Highlight ist erneut die WG am Willow Square. Der Zusammenhalt der vier Freundinnen sorgt für viele warme, humorvolle und emotionale Momente und gibt der Geschichte eine besondere Wohlfühlatmosphäre, die sich durch das gesamte Buch zieht.

Die Liebesgeschichte selbst entwickelt sich angenehm langsam und nachvollziehbar. Statt überstürzter Dramatik steht hier das behutsame Aufarbeiten der Vergangenheit und das Zulassen von Gefühlen im Vordergrund. Genau diese Mischung macht die Geschichte so besonders und intensiv.

Für mich ist dieser Band sogar noch stärker als der Auftakt und hat mich von der ersten bis zur letzten Seite begeistert. Eine gefühlvolle, atmosphärische und gleichzeitig spannende New-Adult-Geschichte, die lange nachwirkt.

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Veröffentlicht am 27.04.2026

Ein Thriller mit Potenzial, der nicht ganz überzeugt

Meeresdunkel
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„Das Meer gibt nichts zurück“ – schon der Klappentext von Meeresdunkel verspricht einen düsteren, psychologischen Thriller. Zwei Familien reisen unabhängig voneinander in ein abgelegenes Ferienhaus ...

„Das Meer gibt nichts zurück“ – schon der Klappentext von Meeresdunkel verspricht einen düsteren, psychologischen Thriller. Zwei Familien reisen unabhängig voneinander in ein abgelegenes Ferienhaus auf Mallorca, das eigentlich Erholung und Versöhnung bringen soll. Doch durch eine vermeintliche Doppelbuchung treffen sie aufeinander, und aus der zunächst unangenehmen Situation entwickelt sich nach und nach ein Geflecht aus Geheimnissen, Spannungen und einer unterschwelligen Bedrohung. Was zunächst wie ein Zufall wirkt, scheint dabei zunehmend mehr Kalkül zu haben.

Erzählt wird die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven, vor allem aus der von Henrike, Samuel und dessen Sohn Juri. Der Fokus liegt dabei weniger auf actionreichen Wendungen, sondern auf zwischenmenschlichen Konflikten, Wahrnehmungen und der Frage, was hinter den Figuren steckt. Immer wieder werden kleine Hinweise gestreut, die neugierig machen und eine gewisse Unruhe erzeugen sollen.

Für mich blieb diese Spannung jedoch über weite Strecken zu verhalten. Besonders zu Beginn fiel es mir schwer, richtig in die Geschichte hineinzufinden. Zwar werden immer wieder interessante Ansätze und Fragen aufgeworfen, doch ein echter Sog wollte sich nicht einstellen. Erst im späteren Verlauf nimmt die Handlung etwas an Tempo zu, ohne dabei jedoch das Niveau eines wirklich packenden Thrillers zu erreichen.

Ein zentraler Punkt war für mich die Figurenzeichnung. Trotz der Einblicke in ihre Gedanken und Beziehungen blieben mir die Charaktere emotional eher fremd. Viele wirkten unsympathisch oder distanziert, und ihre Handlungen waren nicht immer nachvollziehbar. Dadurch entstand bei mir eher das Gefühl, das Geschehen von außen zu beobachten, anstatt wirklich mitzufiebern. Besonders auffällig war auch, dass manche Reaktionen auf einschneidende Ereignisse überraschend nüchtern ausfallen, was die Glaubwürdigkeit für mich etwas geschwächt hat.

Hinzu kommt, dass die Handlung stellenweise recht konstruiert wirkt. Die Verbindungen zwischen den Figuren und die Entwicklungen im Verlauf der Geschichte erscheinen teilweise sehr gezielt aufgebaut, was den Eindruck von Natürlichkeit etwas mindert. Auch einzelne Figuren – wie etwa der junge Juri – wirkten in ihrer Darstellung nicht immer ganz überzeugend.

Positiv hervorzuheben ist jedoch der flüssige Schreibstil, der sich angenehm lesen lässt und durchaus atmosphärische Momente schafft. Die Idee, einen Thriller stärker über psychologische Spannung und zwischenmenschliche Dynamiken aufzubauen, ist grundsätzlich interessant und wird auch in Ansätzen gut umgesetzt. Zudem gibt es gegen Ende einige Auflösungen, die überraschen können.

Insgesamt bleibt Meeresdunkel für mich jedoch ein eher durchschnittlicher Thriller: mit guten Ansätzen und einer stimmungsvollen Grundidee, der aber weder emotional noch spannungstechnisch wirklich zünden konnte. Wer ruhigere, psychologisch geprägte Geschichten mag, könnte hier eher auf seine Kosten kommen – mir persönlich fehlte es jedoch an echter Spannung und greifbaren Figuren.

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Veröffentlicht am 27.04.2026

Emotionale Geschichte mit kleinen Schwächen

Where We Belong
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Zofia weiß, wie es sich anfühlt, zwischen zwei Welten zu stehen. Nach dem Umzug von Polen nach Deutschland wird sie zur Außenseiterin, kämpft mit der Sprache und mit Vorurteilen. Jahre später ...

Zofia weiß, wie es sich anfühlt, zwischen zwei Welten zu stehen. Nach dem Umzug von Polen nach Deutschland wird sie zur Außenseiterin, kämpft mit der Sprache und mit Vorurteilen. Jahre später versucht sie, sich ein neues Leben aufzubauen – nicht mehr als Zofia, sondern als Nessy, um mit ihrer Vergangenheit abzuschließen. Doch als sie Nils wiederbegegnet, der damals eine entscheidende Rolle in ihrem Leben gespielt hat, wird sie erneut mit alten Wunden konfrontiert. Kann sie ihm eine zweite Chance geben oder sind die Narben zu tief?

„Where We Belong – Bis wir uns fanden“ von Wiktoria A. Wieczorek hat mich vor allem zu Beginn wirklich positiv überrascht. Der Einstieg ist emotional, atmosphärisch dicht und schafft es direkt, mich in Nessys Welt hineinzuziehen. Besonders die Dynamiken zwischen den Figuren – sei es mit ihrer Mitbewohnerin Lena oder auch mit Matteo im Café – haben mir richtig gut gefallen. Diese zwischenmenschlichen Beziehungen wirken authentisch und geben der Geschichte eine angenehme Leichtigkeit, die einen guten Gegenpol zu den ernsteren Themen bildet.

Wichtig zu wissen ist, dass Nessy und Zofia ein und dieselbe Person sind. Zofia nennt sich in der Gegenwart Nessy, um sich von ihrer Vergangenheit zu distanzieren und mit dem Erlebten besser umgehen zu können – ein Aspekt, der im Verlauf der Geschichte sehr greifbar und emotional umgesetzt wird.

Auch die Rückblicke in die Vergangenheit rund um Zofia, Jonas und Nils sind intensiv und zeigen sehr eindrücklich, wie prägend Erfahrungen von Ausgrenzung, Herkunft und Zugehörigkeit sein können. Die Autorin schafft es hier, die emotionalen Konflikte greifbar und nachvollziehbar darzustellen. Vor allem die Enthüllung, was damals wirklich passiert ist, macht deutlich, wie komplex die Figuren gezeichnet sind – keiner ist nur „gut“ oder „schlecht“.

Allerdings hat das Buch für mich im weiteren Verlauf etwas an Stärke verloren. Einige Entwicklungen wirkten auf mich etwas konstruiert – insbesondere, dass sich alle Figuren zufällig wieder in Berlin begegnen. Während die Verbindung zwischen Nessy und Nils durch das gemeinsame Studium noch nachvollziehbar ist, fühlte sich das Wiederauftauchen von Jonas eher zu gewollt an. Auch Nils’ sehr starker Wunsch nach einer zweiten Chance nach so vielen Jahren konnte mich emotional nicht ganz überzeugen.

Trotzdem lässt sich die Geschichte insgesamt gut verfolgen, und die Handlung bleibt verständlich, auch wenn die Spannung für mich im zweiten Teil etwas nachgelassen hat. Der Schreibstil ist durchgehend angenehm und schafft es, Emotionen gut zu transportieren, auch wenn mich die Geschichte am Ende nicht mehr ganz so fesseln konnte wie zu Beginn.

Insgesamt ein emotionaler Roman mit starken Figuren und wichtigen Themen, der vor allem in der ersten Hälfte überzeugen kann, im Verlauf aber etwas an Glaubwürdigkeit einbüßt.

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