Cosy Crime mit viel Wortwitz
Aktiv sterbenBad Galgen hofft auf den Titel als Kurort – eine Auszeichnung, die dem Hotel Waldfrieden endlich wieder mehr Gäste und dringend benötigte Einnahmen bescheren würde. Doch statt einer vielversprechenden ...
Bad Galgen hofft auf den Titel als Kurort – eine Auszeichnung, die dem Hotel Waldfrieden endlich wieder mehr Gäste und dringend benötigte Einnahmen bescheren würde. Doch statt einer vielversprechenden Zukunft sorgt ein Leichenfund im Tiefkühlhaus des Hotels für Chaos. Um den Ruf des Hauses und damit auch ihre Arbeitsplätze zu retten, machen sich Gärtnerin Katja, Koch Paul und Rezeptionist Leon kurzerhand selbst auf die Suche nach dem Täter.
Aktiv sterben hat mich bestens unterhalten. Der lockere und flüssige Schreibstil von Paul Lüdicke hat mir richtig gut gefallen und sorgt dafür, dass die Geschichte nur so dahinfliegt. Wer hier einen nervenaufreibenden Thriller erwartet, ist allerdings an der falschen Adresse. Stattdessen bekommt man einen herrlich leichten Cosy Crime mit sympathischen Figuren, viel Wortwitz und einer guten Portion Situationskomik.
Besonders gut gefallen haben mir die witzigen Dialoge und die liebenswerten Charaktere. Die Hobbyermittler gehen zwar nicht gerade professionell ans Werk, machen ihre Sache aber mit viel Charme. Anfangs nimmt sich die Geschichte Zeit, die Figuren und das Hotel Waldfrieden vorzustellen, bevor der Kriminalfall nach und nach an Fahrt aufnimmt. So kommt auch das Miträtseln nicht zu kurz.
Wer Cosy Crimes mit lockerer Atmosphäre, sympathischen Figuren und feinem Humor mag, wird hier bestens unterhalten. Mich konnte Aktiv sterben auf jeden Fall überzeugen und ich hatte einige sehr vergnügliche Lesestunden.