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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.07.2026

Eine faszinierende Welt aus Drachen und Metallen

When Dealing With Dragons. Drachengold
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Nachdem Farren ausgerechnet ihren größten Rivalen James Murphy bei einem Drachenrennen das Leben gerettet hat, muss dieser seine Verletzung auf dem Gnadenhof ihrer Familie auskurieren. Für Farren ...

Nachdem Farren ausgerechnet ihren größten Rivalen James Murphy bei einem Drachenrennen das Leben gerettet hat, muss dieser seine Verletzung auf dem Gnadenhof ihrer Familie auskurieren. Für Farren ist das eine Katastrophe, denn James' Anwesenheit bedroht ein streng gehütetes Geheimnis, das nicht ans Licht kommen darf. Als James schließlich die Wahrheit erfährt, ist ausgerechnet er derjenige, der Farren seine Hilfe anbietet. Doch gemeinsam ein Geheimnis zu bewahren, während nach außen hin alles für gegenseitige Abneigung spricht, ist leichter gesagt als getan.

Der Schreibstil der Autorin ist angenehm flüssig und sehr bildhaft. Ich bin schnell in die Geschichte eingetaucht und habe mich von Anfang an in der Welt der Drachen wohlgefühlt. Besonders das Worldbuilding hat mich begeistert. Die Idee, Drachen mit unterschiedlichen Metallpanzern auszustatten und diese mit den verschiedenen Schmiedeklassen zu verbinden, fand ich unglaublich kreativ und erfrischend. Dieses Konzept hebt das Buch für mich von vielen anderen Fantasygeschichten ab.

Auch die Charaktere haben mich schnell überzeugt. Farren ist mutig, mitfühlend und setzt alles daran, ihre Drachen zu beschützen. James mochte ich ebenfalls sehr. Hinter seiner zunächst arroganten Fassade steckt deutlich mehr, als man anfangs vermutet, und gerade seine Entwicklung im Laufe der Geschichte hat mir richtig gut gefallen. Die Beziehung der beiden entwickelt sich langsam und glaubwürdig. Dass Farren und James noch recht jung sind, hat mich dabei überhaupt nicht gestört, weil ihre Gefühle und ihr Handeln jederzeit nachvollziehbar wirkten.

Besonders gefallen hat mir außerdem, dass die Geschichte weit mehr bietet als eine Liebesgeschichte. Neben der sich langsam entwickelnden Beziehung sorgen Geheimnisse, gesellschaftliche Unterschiede und immer wieder eingestreute Hinweise dafür, dass man beim Lesen miträtselt und eigene Theorien entwickelt. Genau das hat mir besonders viel Spaß gemacht.

Emotional konnte mich das Buch ebenfalls vollkommen abholen. Vor allem die Szenen rund um die Drachen haben mich mehrfach berührt und gezeigt, dass sie hier nicht nur Fantasywesen sind, sondern echte Lebewesen mit einer ganz eigenen Persönlichkeit. Gerade diese Momente haben der Geschichte noch einmal mehr Tiefe verliehen.

When Dealing With Dragons ist für mich eine gelungene Mischung aus Fantasy, Romantik, Spannung und einer außergewöhnlichen Drachenwelt. Ich habe jede Seite gerne gelesen und würde jederzeit wieder in diese faszinierende Welt eintauchen. Eine klare Leseempfehlung für alle, die Drachen, gelungene Fantasywelten und eine langsam entstehende Liebesgeschichte mögen.

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Veröffentlicht am 26.06.2026

Wenn eine Schneekugel die Zeit verändert

Adam und die Jagd nach der zerbrochenen Zeit
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Adam und die Jagd nach der zerbrochenen Zeit ist ein spannendes Kinderbuch, das Zeitreisen, Magie und Abenteuer auf gelungene Weise miteinander verbindet. Im Mittelpunkt steht der zwölfjährige Adam, der ...

Adam und die Jagd nach der zerbrochenen Zeit ist ein spannendes Kinderbuch, das Zeitreisen, Magie und Abenteuer auf gelungene Weise miteinander verbindet. Im Mittelpunkt steht der zwölfjährige Adam, der nach dem Tod seiner Eltern bei seinem Onkel lebt. Als ein geheimnisvoller Fremder ihm ein großes Abenteuer vorhersagt und Adam kurz darauf eine magische Schneekugel entdeckt, nimmt die Geschichte schnell Fahrt auf. Schon nach den ersten Seiten möchte man wissen, welches Geheimnis hinter den Zeitreisen steckt.
Besonders gut gefallen hat mir die Atmosphäre. Die kleine Bäckerei, das winterliche New York und die Reisen in verschiedene Zeiten sorgen für ein stimmiges Gesamtbild. Adam ist ein sympathischer Hauptcharakter, mit dem man schnell mitfühlt. Seine Entwicklung im Laufe der Geschichte ist schön erzählt und auch die Freundschaften, die entstehen, machen das Buch sehr lebendig.

Der Schreibstil liest sich angenehm flüssig und die kurzen Kapitel sorgen dafür, dass man immer noch ein Kapitel weiterlesen möchte. Gleichzeitig entfaltet sich die Handlung nach und nach. Nach und nach setzen sich die verschiedenen Handlungsstränge wie ein Puzzle zusammen, was die Geschichte spannend macht. Manchmal muss man aber etwas aufmerksam bleiben, um den Überblick zu behalten. Auch einige Dialoge hätten für meinen Geschmack etwas kürzer sein können.

Neben der spannenden Handlung greift das Buch auch Themen wie Freundschaft, Verlust und Hoffnung auf, ohne dabei zu schwer zu wirken. Die Mischung aus Fantasy, Zeitreise und Mystery ist gut gelungen und sorgt dafür, dass die Geschichte nie langweilig wird.

Insgesamt ist Adam und die Jagd nach der zerbrochenen Zeit ein unterhaltsames und atmosphärisches Buch mit einer originellen Idee und liebenswerten Figuren. Kleine Längen und die teilweise etwas komplexe Erzählweise kosten zwar einen Stern, trotzdem kann ich das Buch allen empfehlen, die spannende Geschichten mit Magie und Zeitreisen mögen.

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Veröffentlicht am 26.06.2026

Eine Enemies-to-Lovers-Geschichte, die sich echt anfühlt

All the things I didn't say
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Sadie Wen gilt als das perfekte Mädchen: ehrgeizig, höflich, Klassenbeste und Schülersprecherin. Doch hinter der perfekten Fassade sieht es ganz anders aus, denn all ihren Frust lässt sie in E-Mail-Entwürfen ...

Sadie Wen gilt als das perfekte Mädchen: ehrgeizig, höflich, Klassenbeste und Schülersprecherin. Doch hinter der perfekten Fassade sieht es ganz anders aus, denn all ihren Frust lässt sie in E-Mail-Entwürfen heraus, die eigentlich niemals jemand lesen sollte. Als genau diese Nachrichten plötzlich in Umlauf geraten, steht ihr gesamtes Leben Kopf – und ausgerechnet ihr Rivale Julius Gong scheint dabei eine größere Rolle zu spielen, als sie zunächst erwartet hätte.

Ich muss ehrlich sagen, dass ich anfangs etwas gebraucht habe, um in die Geschichte hineinzufinden. Vor allem Sadie blieb für mich zu Beginn recht schwer greifbar und auch die Charaktere wirkten anfangs eher etwas flach. Zudem hatte ich leider Probleme mit dem Schriftbild, da die Schrift für meinen Geschmack wirklich sehr klein war und dadurch meinen Lesefluss etwas beeinträchtigt hat.

Doch je weiter die Geschichte voranschritt, desto mehr konnte mich das Buch überzeugen. Spätestens nach dem Leak der E-Mails wurde es deutlich spannender und ich war viel stärker in der Handlung drin. Besonders die Dynamik zwischen Sadie und Julius hat mir unglaublich gut gefallen. Ihre Beziehung entwickelt sich langsam, glaubwürdig und ohne überhastete Gefühle – genau so, wie ich es mir bei einer guten Enemies-to-Lovers-Geschichte wünsche.

Was mir dabei besonders positiv aufgefallen ist: Obwohl beide mit der Zeit immer mehr Gefühle füreinander entwickeln, bleibt ihre Rivalität trotzdem bestehen. Sie streiten sich weiterhin, provozieren sich gegenseitig und geben ihren Gefühlen eben nicht sofort nach. Gerade dadurch wirkte ihre Beziehung unglaublich authentisch und keineswegs künstlich dramatisch oder überstürzt.

Vor allem Julius mochte ich sehr gerne und mit der Zeit habe ich auch Sadie immer mehr ins Herz geschlossen. Besonders schön fand ich, dass ihre Entwicklung nicht plötzlich passiert, sondern sich Schritt für Schritt entfaltet. Der Slow Burn wurde hier wirklich konsequent bis fast zum Ende durchgezogen – und genau deshalb hat sich das Liebesgeständnis am Ende auch absolut verdient angefühlt.

Insgesamt hat mich das Buch nach einem etwas holprigen Start am Ende vollkommen überzeugt. Wer glaubwürdige Enemies-to-Lovers-Dynamiken, langsame Annäherungen und viel unterschwellige Spannung zwischen den Charakteren liebt, wird hier definitiv auf seine Kosten kommen. Für mich war es letztendlich ein richtig schönes YA-Highlight mit einer Romance, die sich angenehm echt angefühlt hat.

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Veröffentlicht am 25.06.2026

Cosy Crime mit viel Wortwitz

Aktiv sterben
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Bad Galgen hofft auf den Titel als Kurort – eine Auszeichnung, die dem Hotel Waldfrieden endlich wieder mehr Gäste und dringend benötigte Einnahmen bescheren würde. Doch statt einer vielversprechenden ...

Bad Galgen hofft auf den Titel als Kurort – eine Auszeichnung, die dem Hotel Waldfrieden endlich wieder mehr Gäste und dringend benötigte Einnahmen bescheren würde. Doch statt einer vielversprechenden Zukunft sorgt ein Leichenfund im Tiefkühlhaus des Hotels für Chaos. Um den Ruf des Hauses und damit auch ihre Arbeitsplätze zu retten, machen sich Gärtnerin Katja, Koch Paul und Rezeptionist Leon kurzerhand selbst auf die Suche nach dem Täter.

Aktiv sterben hat mich bestens unterhalten. Der lockere und flüssige Schreibstil von Paul Lüdicke hat mir richtig gut gefallen und sorgt dafür, dass die Geschichte nur so dahinfliegt. Wer hier einen nervenaufreibenden Thriller erwartet, ist allerdings an der falschen Adresse. Stattdessen bekommt man einen herrlich leichten Cosy Crime mit sympathischen Figuren, viel Wortwitz und einer guten Portion Situationskomik.

Besonders gut gefallen haben mir die witzigen Dialoge und die liebenswerten Charaktere. Die Hobbyermittler gehen zwar nicht gerade professionell ans Werk, machen ihre Sache aber mit viel Charme. Anfangs nimmt sich die Geschichte Zeit, die Figuren und das Hotel Waldfrieden vorzustellen, bevor der Kriminalfall nach und nach an Fahrt aufnimmt. So kommt auch das Miträtseln nicht zu kurz.

Wer Cosy Crimes mit lockerer Atmosphäre, sympathischen Figuren und feinem Humor mag, wird hier bestens unterhalten. Mich konnte Aktiv sterben auf jeden Fall überzeugen und ich hatte einige sehr vergnügliche Lesestunden.

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Veröffentlicht am 22.06.2026

Ein Buch, das mich immer wieder überrascht hat

Weil sie lügt
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Nach dem Verschwinden ihrer Schwester Juli steht Annas Leben plötzlich komplett Kopf. Als ausgerechnet ihr Vater unter Mordverdacht gerät, wird die Situation für die Familie immer belastender. ...

Nach dem Verschwinden ihrer Schwester Juli steht Annas Leben plötzlich komplett Kopf. Als ausgerechnet ihr Vater unter Mordverdacht gerät, wird die Situation für die Familie immer belastender. Während Anna verzweifelt nach Antworten sucht, stößt sie auf immer mehr Ungereimtheiten und Geheimnisse. Schnell wird deutlich, dass die Wahrheit viel komplizierter ist, als sie zunächst geglaubt hat.

Besonders gut gefallen hat mir der Schreibstil der Autorin. Das Buch lässt sich sehr flüssig lesen und die kurzen Kapitel sorgen dafür, dass man ständig noch ein Kapitel weiterlesen möchte. Gleichzeitig schafft es die Autorin, immer wieder neue Fragen aufzuwerfen und die Spannung durchgehend hochzuhalten. Gerade diese Mischung aus Spannung, Atmosphäre und immer neuen Verdachtsmomenten hat dafür gesorgt, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen wollte.

Auch die Figuren haben mir insgesamt sehr gut gefallen. Vor allem Anna konnte ich über weite Strecken gut nachvollziehen. Man spürt, wie sehr sie unter dem Verschwinden ihrer Schwester leidet und gleichzeitig versucht, für ihre Familie stark zu sein. Besonders gelungen fand ich, dass die Charaktere sehr vielschichtig gezeichnet sind. Mit jeder neuen Information verändert sich der Blick auf einzelne Figuren und ihre Motive, sodass man seine Einschätzungen immer wieder überdenken muss.

Die Autorin streut im Verlauf der Geschichte immer wieder neue Hinweise und Verdachtsmomente ein, sodass ich während des Lesens ständig neue Theorien entwickelt habe. Kaum war ich überzeugt, einer Lösung auf der Spur zu sein, wurde diese wenig später wieder infrage gestellt. Besonders gelungen fand ich, wie sich nach und nach einzelne Puzzleteile zusammenfügen, ohne dass die eigentliche Auflösung zu früh vorhersehbar wird.

Am meisten überrascht hat mich die Auflösung. Während des Lesens hatte ich verschiedene Vermutungen und andere Personen im Verdacht, aber mit dieser Entwicklung habe ich überhaupt nicht gerechnet. Gerade deshalb hat die Auflösung für mich sehr gut funktioniert. Im Nachhinein ergeben viele Dinge Sinn, aber während des Lesens hat die Autorin die entscheidenden Hinweise geschickt verborgen.

Natürlich hat die Geschichte auch ein paar kleinere Schwächen und es gab einzelne Momente, die ich nicht ganz nachvollziehen konnte. Das hat meinen Lesegenuss aber kaum beeinträchtigt. Insgesamt wurde ich von der ersten bis zur letzten Seite hervorragend unterhalten, habe mitgerätselt, mitgefiebert und meine Theorien immer wieder über den Haufen werfen müssen. Gerade die überraschende Auflösung, die vielschichtigen Figuren und die Themen Schuld, Verantwortung und die Folgen von Entscheidungen haben dafür gesorgt, dass mich die Geschichte auch nach dem Zuklappen des Buches noch beschäftigt hat.

Für mich ist „Weil sie lügt“ ein spannender und atmosphärischer Thriller, der mit zahlreichen Wendungen aufwartet und es immer wieder schafft, den Leser auf eine falsche Fährte zu locken. Wer gerne miträtselt und Geschichten mag, bei denen nicht alles so ist, wie es zunächst scheint, sollte diesem Buch definitiv eine Chance geben.

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