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Veröffentlicht am 29.03.2025

Spannend, unterhaltsam, geile Reihe!

Die Schwester des Serienkillers
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Erzählt wird die Geschichte aus Sicht von Anna. Meist begleiten wir sie in der Gegenwart bei der rätselhaften Suche nach ihrem Bruder Henry. Um jedoch zu verstehen, was es mit den Rätseln auf sich hat, ...

Erzählt wird die Geschichte aus Sicht von Anna. Meist begleiten wir sie in der Gegenwart bei der rätselhaften Suche nach ihrem Bruder Henry. Um jedoch zu verstehen, was es mit den Rätseln auf sich hat, die Henry seiner Schwester stellt, blicken wir kapitelweise in die Vergangenheit zurück. Genau genommen in die Kindheit der beiden, die sie in einem Kinderheim verbringen mussten. Man kann es sich schon vorstellen, dass daran keine guten Erinnerungen zurückgeblieben sind. Die Rückblicke machen das nochmal deutlich und zeigen auch, welch schwierige Beziehung die Geschwister damals schon zueinander hatten.

Den Charakter von Anna mochte ich sehr gern. Sie war greifbar und ich konnte ihre Gedanken und Gefühle gut nachempfinden. Somit war es für mich auch nachvollziehbar, dass ihre Welt zusammenbricht, als sie erfährt, dass ihr Bruder, zu dem sie seit Jahren keinen Kontakt mehr hat, ein gesuchter Serienmörder sein soll. Als ob diese Nachricht nicht schon schlimm genug wäre, verliert sie wegen Unachtsamkeit auch noch ihren geliebten Job als Lehrerin. Es folgen nicht nur anonyme Briefe mit Rätseln von Henry, sondern weitere erschreckende Hiobsbotschaften, die Annas Leben vollständig zerstören. Steckt tatsächlich Henry hinter all dem? Wenn ja, warum will ihr Bruder sie nur so leiden sehen?

Der Schreibstil von Alice Hunter ist von Beginn an fesselnd und mitreißend. Immer wieder werden wir Zeuge neuer Geschehnisse, die einem den Atem rauben und zeitgleich auch den Beschützerinstinkt wecken. So oft wollte ich Anna einfach nur aus diesem Albtraum rausholen! Doch Hunter kennt kein Erbarmen. Im Gegenteil! Sie nimmt in diesem finalen Teil nochmal richtig Fahrt auf und haut uns zum Ende hin eine Wendung um die Ohren, mit der nicht mal ich als geübte Thrillerleserin gerechnet habe. Völlig verblüfft von den Geschehnissen habe ich meinem Kopfkino einfach nur noch freien Lauf gelassen und mit Neugier verfolgt, wie alles zu Ende geht. Hammer!

Fazit: Ein grandioses Ende dieser spannenden und facettenreichen Trilogie. Ob Ehefrau, Tochter oder Schwester - es ist gewiss nicht leicht, so nah an einem Serienkiller dran zu sein. Es war extrem spannend und unterhaltsam, die unterschiedlichen Geschichten zu verfolgen. Danke, Alice, für diese tolle Reihe!

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Veröffentlicht am 29.03.2025

Kreative Plotideen, nicht gut umgesetzt

Die Yacht
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Goodwin erzählt uns die Story aus der Sicht von Hannah, die somit unsere Hauptprotagonistin ist.

Hannah ist eine freundliche junge Frau und wird von der Autorin authentisch dargestellt. Es war schön, ...

Goodwin erzählt uns die Story aus der Sicht von Hannah, die somit unsere Hauptprotagonistin ist.

Hannah ist eine freundliche junge Frau und wird von der Autorin authentisch dargestellt. Es war schön, ihre Geschichte zu verfolgen und ihrer Entwicklung beizuwohnen. Die übrigen Charaktere jedoch fand ich ziemlich öde und blass und haben für mich genau das dargestellt, was man mit den reichen Schnöseln verbindet. Für mich waren sie einfach zu unnahbar und arrogant. Richtige Kotzbrocken.

Das Setting mit der Yacht fand ich richtig cool. Goodwin hat sie bildhaft beschrieben: prunkvoll, luxuriös und dazu mit eigenem Hubschrauber – das perfekte Partyboot! Ich konnte mich imaginär tatsächlich dort liegen sehen, im stylischen Bikini, mit der warmen Sonne auf meinem Körper und einem Glas Champagner in der Hand. Hachz!

Die darauffolgenden Geschehnisse hätte ich allerdings nicht miterleben wollen…

Ich mochte zwar Sprache und Stil der Autorin, doch die Länge der Kapitel empfand ich teilweise als störend. Ist sicherlich eine Frage des Geschmacks.

Und auch was die Spannung betrifft, hat Goodwin mich leider nicht überzeugen können. Was zu Beginn rasant anfing, ebbte leider sehr schnell ab. Nervenkitzel? Fehlanzeige! Adrenalin? Pustekuchen! Stattdessen driftete die Story ab der Mitte des Buches und wurde mir zu schnarchig. Als wäre plötzlich die Luft rausgewesen. Wohl eher Schlauchboot statt Yacht. Doch da ich weiß, dass Goodwin ihr Handwerk beherrscht, habe ich tapfer bis zum Ende durchgehalten. Leider kam außer vielen Wiederholungen und unnötig in die Länge gezogenen Szenen nur noch heiße Luft.

Fazit: Ich mochte die Plotideen, weniger die Umsetzung ebenjener. Das coole Setting hat nicht über die fehlende Spannung hinwegtrösten können.

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Veröffentlicht am 28.03.2025

Unscheinbare Charaktere, langweilige Story

Die Witwe
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Die Story wird aus Sicht von Evy erzählt, wobei wir kapitelweise diverse Zeitsprünge erleben. Meist sind es Monate nach Everlings Tod, aber es gibt auch Rückblicke auf das Kennenlernen der beiden vor sechsundvierzig ...

Die Story wird aus Sicht von Evy erzählt, wobei wir kapitelweise diverse Zeitsprünge erleben. Meist sind es Monate nach Everlings Tod, aber es gibt auch Rückblicke auf das Kennenlernen der beiden vor sechsundvierzig Jahren. Mal sind es drei Monate danach, mal zehn Tage davor, dann wieder sechs Monate danach ... boah! Ich persönlich empfand diese ständigen Zeitsprünge vor und zurück mehr als verwirrend und anstrengend (und weiß auch nach dem Ende nicht, warum die Autorin diese so gewählt hat).

Es fiel mir unglaublich schwer, einen Bezug zu Evy zu finden, auch wenn ich das immer und immer wieder versucht habe. Sie war mir einfach zu unnahbar und ich konnte ihr ständiges Gedankenwirrwarr nur schwer nachvollziehen.

Die Nebencharaktere, darunter die Kinder von Evy, sind leider ebenso schwach gezeichnet. Ich fand es schade, dass Helene Flood sich hier nicht mehr Zeit genommen und ihren Charakteren mehr Leben eingehaucht hat. Sämtliche Figuren blieben blass und oberflächlich.

Der Schreibstil ist leicht verständlich, wobei die Kategorie Psychothriller für dieses Buch meiner Meinung nach völlig unangemessen ist. Spannung gibt es nämlich so gut wie gar keine und auch sonst hat diese Geschichte mich zu keiner Zeit fesseln könne, was ich eigentlich von einem gut konstruierten Thriller erwarte. Aber hier hat der Klappentext bedeutend mehr versprochen, als tatsächlich geboten wird. Jammerschade! Und für mich tatsächlich irritierend, denn dass die Autorin super schreiben kann, hat sie mir mit „Die Affäre“ längst beweisen können. DAS Buch fand ich packend, kreativ, fesselnd. Doch dieses hier, puh, ne. Als wenn das eine andere Person geschrieben hätte.

Fazit: „Die Witwe“ ist wohl eher ein Familiendrama als ein Psychothriller. Unscheinbare Charaktere, eine langweilige Story und wenig bis gar keine Spannung haben dieses Buch für mich leider floppen lassen.

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Veröffentlicht am 28.03.2025

Cooles Setting, erschütternde Geschehnisse

The Surf House
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Bea ist Model. Doch sie ist es leid, vor der Kamera gute Miene zu machen. Also wirft sie alles hin und will sich in Marokko noch ein schönes Leben machen. In einer brenzligen Situation eilt ihr Marnie ...

Bea ist Model. Doch sie ist es leid, vor der Kamera gute Miene zu machen. Also wirft sie alles hin und will sich in Marokko noch ein schönes Leben machen. In einer brenzligen Situation eilt ihr Marnie zur Hilfe und die beiden freunden sich an. Bea darf bei Marnie im Surfhouse einziehen und sich etwas dazu verdienen. Alles scheint perfekt - bis plötzlich Seth auftaucht. Seine Schwester Savannah kam vor einem Jahr ebenfalls ins Surfhouse und ist seither spurlos verschwunden. Bea bietet Seth ihre Hilfe bei der Suche nach Savannah an, merkt jedoch schnell, dass hier einiges nicht stimmt. Was hat es mit Savannahs Verschwinden auf sich? Und wem kann sie wirklich trauen?

Die Story wird hauptsächlich aus der Sicht von Bea erzählt. Zwischendurch blicken wir auf die Erzählungen von Savannah vor einem Jahr zurück. Bea ist eine tolle und sympathische Frau. Ich habe sie dafür bewundert, dass sie ihren Model-Job einfach so an den Nagel hängt, um das Leben zu genießen und den Schattenseiten des Business den Rücken zu kehren. Mit dem Surfhouse stehen ihr alle Chancen offen, und sie lernt jede Menge neue Menschen kennen. Diese Nebencharaktere sind alle sehr geheimnisvoll dargestellt. Das hat sie so besonders gemacht und meiner Meinung nach der Story eine extra Portion Würze verliehen.

Den flüssigen und mitreißenden Schreibstil von Clarke fand ich sehr angenehm. Die Spannung hält sie konstant oben und fesselt ihre Leser damit an die Handlung. Sie entführt uns diesmal nicht nur ans Meer, sondern gewährt uns gleichzeitig Einblicke in die Welt des Surfens. Ich fand das einfach großartig! Durch ihre bildhafte Beschreibung konnte ich sehr gut nachempfinden, was für ein Freiheitsgefühl es sein muss, auf einem Surfboard zu stehen. Muss ich unbedingt selbst mal ausprobieren!

Zum Ende hin nimmt das Buch nochmal richtig an Fahrt auf und Clarke sorgt mit geschickten Perspektivwechsel für ordentlich Verwirrung. Hier passiert in den letzten Seiten so viel auf einmal, dass ich kaum Zeit zum Luftholen hatte. Ein grandioser Schluss einer vielfältigen Story, die mich von Anfang bis Ende in Schach gehalten hat.

Fazit: Ein durch und durch spannender Thriller, bei dem Freud und Leid nah beieinander liegen. Ein atemberaubendes Setting sorgt für Entspannung, während erschütternde Geschehnisse dem Leser das Blut in den Adern gefrieren lassen. Grandios umgesetzt und daher eine Leseempfehlung meinerseits!

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Veröffentlicht am 25.03.2025

Bedrückend, grausam, emotional

Wenn das Wasser steigt
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Hui, allein der Teaser macht richtig Lust auf das Buch, oder? Und da ich bereits etwas von der Autorin gelesen hab (und sehr mochte), musste auch dieses Werk unbedingt geschmökert werden!

Sommer 1983. ...

Hui, allein der Teaser macht richtig Lust auf das Buch, oder? Und da ich bereits etwas von der Autorin gelesen hab (und sehr mochte), musste auch dieses Werk unbedingt geschmökert werden!

Sommer 1983. Detective Noah Scott hat es endlich geschafft, den lange gesuchten Serienmörder John Bible zu verhaften. Doch die Freude währt nicht lange, denn mit dem Klicken der Handschellen erleidet Noah einen Herzinfarkt. Als er im Krankenhaus wieder zu Bewusstsein kommt, erfährt er, dass John geflohen ist. Da Noah mit den Folgen des Infarktes zu kämpfen hat, wird er vom Polizeidienst abgezogen. Für Noah bedeutet das aber nicht das Ende. Gerade weil ihm die Ärzte keine allzu lange Lebenserwartung mehr zusichern, hat Noah seiner Meinung nach nichts mehr zu verlieren. Er muss John unbedingt finden und ein für alle Mal wegsperren! Dafür macht er sich auf eigene Faust auf den Weg nach Bilbao, wo sich Johns letzte Spur verliert. Wird Noah ihn rechtzeitig finden, bevor seine eigene Zeit abläuft?

Noah Scott ist ein beeindruckender Protagonist. Mir ging sein persönliches Schicksal ziemlich nahe und ich konnte verstehen, warum ihm alles - abgesehen vom Fall - egal geworden ist. Das ist natürlich riskant, man wird nachlässig, unvorsichtig, geht Risiken ein, die man sonst meiden würde. Ich mochte Noah und seine lockere Art, hab mir jedoch gewünscht, er würde besser auf sich achten. Ich hatte stets seinen kritischen Gesundheitszustand im Hinterkopf und jedes Mal Angst, dass ihm gleich etwas passieren könnte. Wie er selbst mit seinem bevorstehenden Tod umgeht, hat mir einerseits unglaublich imponiert, mich andererseits ein wenig erschreckt.

Noch mehr konnte mich John faszinieren, der Unberechenbare, das personifizierte Böse. Mitzuverfolgen, wie er sein Opfer auswählt, welche Gedanken ihm durch den Kopf geben und was er dabei fühlt, zeigt deutlich, wie grausam ein Menschen sein kann. Ich habe einige Passagen, die seine Sicht darstellen, mit Ekel und Entsetzen gelesen, war aber trotzdem (oder deswegen) so an die Seiten gefesselt, dass ich das Buch viel zu schnell durch hatte.

Dolores Redondo hat einen unglaublich einnehmenden und bildhaften Schreibstil, mit dem sie uns nach Bilbao entführt. Mit viel Fingerspitzengefühl und dem richtigen Maß an Drama und Tiefe erzeugt sie eine Atmosphäre, die düster und fesselnd zugleich ist. Die klug konstruierten Ereignisse sorgen immer wieder für Spannungsmomente, die die Autorin gekonnt in Szene setzt. Zu keinem Zeitpunkt wirkt der Plot überladen oder langweilig.

Fazit: Ein bedrückender und emotionaler Thriller über Rache und Tod, Verzweiflung und Hoffnung, der mich zum Nachdenken angeregt und mich bestens unterhalten hat.

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