Cover-Bild Die Witwe
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9,99
inkl. MwSt
  • Verlag: btb
  • Themenbereich: Belletristik - Thriller: Psycho
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Ersterscheinung: 26.03.2025
  • ISBN: 9783641263973
Helene Flood

Die Witwe

Psychothriller
Sylvia Kall (Übersetzer)

Eine gutbürgerliche Nachbarschaft in Oslo: Auf offener Straße bricht Erling zusammen und stirbt. Allein im großen gemeinsamen Haus sitzt Evy, seine Frau, mit der er seit fünfundvierzig Jahren verheiratet war. Irgendetwas – das wird ihr immer klarer – stimmt nicht mit dem Tod ihres Mannes. Gegenstände verschwinden aus dem Haus, die drei erwachsenen Kinder verbergen Dinge vor ihr, und die Kellertür, die immer verschlossen ist, steht plötzlich offen. Nach vielen Jahren taucht ein alter Freund aus Erlings Jugend auf, und teilt Evy Unglaubliches mit. Wer wollte Erling schaden? Und verfolgt derjenige, der ihm nach dem Leben trachtete, nun auch Evy?

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.03.2025

Unscheinbare Charaktere, langweilige Story

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Die Story wird aus Sicht von Evy erzählt, wobei wir kapitelweise diverse Zeitsprünge erleben. Meist sind es Monate nach Everlings Tod, aber es gibt auch Rückblicke auf das Kennenlernen der beiden vor sechsundvierzig ...

Die Story wird aus Sicht von Evy erzählt, wobei wir kapitelweise diverse Zeitsprünge erleben. Meist sind es Monate nach Everlings Tod, aber es gibt auch Rückblicke auf das Kennenlernen der beiden vor sechsundvierzig Jahren. Mal sind es drei Monate danach, mal zehn Tage davor, dann wieder sechs Monate danach ... boah! Ich persönlich empfand diese ständigen Zeitsprünge vor und zurück mehr als verwirrend und anstrengend (und weiß auch nach dem Ende nicht, warum die Autorin diese so gewählt hat).

Es fiel mir unglaublich schwer, einen Bezug zu Evy zu finden, auch wenn ich das immer und immer wieder versucht habe. Sie war mir einfach zu unnahbar und ich konnte ihr ständiges Gedankenwirrwarr nur schwer nachvollziehen.

Die Nebencharaktere, darunter die Kinder von Evy, sind leider ebenso schwach gezeichnet. Ich fand es schade, dass Helene Flood sich hier nicht mehr Zeit genommen und ihren Charakteren mehr Leben eingehaucht hat. Sämtliche Figuren blieben blass und oberflächlich.

Der Schreibstil ist leicht verständlich, wobei die Kategorie Psychothriller für dieses Buch meiner Meinung nach völlig unangemessen ist. Spannung gibt es nämlich so gut wie gar keine und auch sonst hat diese Geschichte mich zu keiner Zeit fesseln könne, was ich eigentlich von einem gut konstruierten Thriller erwarte. Aber hier hat der Klappentext bedeutend mehr versprochen, als tatsächlich geboten wird. Jammerschade! Und für mich tatsächlich irritierend, denn dass die Autorin super schreiben kann, hat sie mir mit „Die Affäre“ längst beweisen können. DAS Buch fand ich packend, kreativ, fesselnd. Doch dieses hier, puh, ne. Als wenn das eine andere Person geschrieben hätte.

Fazit: „Die Witwe“ ist wohl eher ein Familiendrama als ein Psychothriller. Unscheinbare Charaktere, eine langweilige Story und wenig bis gar keine Spannung haben dieses Buch für mich leider floppen lassen.

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Veröffentlicht am 11.04.2025

Leider konnte das Buch mich nicht richtig überzeugen

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Meinung: Ich war wirklich gespannt auf dieses Buch – es war mein erstes von Helene Flood und der Titel hat mich sofort neugierig gemacht. Auf offener Straße bricht Erling zusammen und stirbt. Seine Ehefrau ...

Meinung: Ich war wirklich gespannt auf dieses Buch – es war mein erstes von Helene Flood und der Titel hat mich sofort neugierig gemacht. Auf offener Straße bricht Erling zusammen und stirbt. Seine Ehefrau Evy denkt dass mit seinem Tod etwas nicht stimmt, denn es passieren ganz komische Dinge...Die Kinder verbergen was, Kellertür die immer verschlossen war, steht offen und plötzlich taucht ein alter Freund auf...
Der Schreibstil ist definitiv angenehm: klar, flüssig und gut lesbar. Man kommt gut in die Geschichte rein, ohne sich durch sperrige Passagen kämpfen zu müssen. Erzählt wird alles aus der Perspektive von Evy, der titelgebenden Witwe. Dadurch erhält man einen sehr persönlichen Einblick in ihr Denken und Fühlen – zumindest theoretisch. Denn obwohl man so nah an ihrer Sichtweise ist, blieb sie mir irgendwie fremd. Die Geschichte spielt auf mehreren Zeitebenen: Es gibt Rückblenden, Erinnerungen und Ereignisse aus der Gegenwart. Eigentlich mag ich solche Zeitsprünge. Hier empfand ich sie jedoch manchmal als zu verwirrend oder unübersichtlich. Ich musste öfter innehalten und überlegen, wo in der Zeitleiste ich mich gerade befinde. Was mir besonders gefehlt hat, war die emotionale Bindung zu den Charakteren. Weder Evy noch die Nebenfiguren sind mir wirklich ans Herz gewachsen. Sie wirkten oft blass, distanziert oder wenig greifbar. Trotzdem muss ich sagen: Die Grundspannung war da. Es gab definitiv Momente, in denen ich wissen wollte, wie es weitergeht, was hinter den Andeutungen steckt und wie alles zusammenhängt. Der Spannungsbogen ist allerdings eher subtil. Wer auf große Plottwists oder actionreiche Enthüllungen hofft, könnte enttäuscht sein.
Das Finale? Es war okay. Kein Wow-Effekt, aber auch kein völliger Reinfall.

Man kann es lesen, muss aber nicht

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