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Redrose

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.02.2025

In Haus Silberblick möchte ich auch meinen Lebensabend verbringen.

Crime im Heim
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Wunderbar ironisch nimmt Ida Tannert das Leben in einem Altenheim auf die Schippe. Wer nicht gerade jung stirbt, wird irgendwann einmal mit diesem Thema konfrontiert werden und ich habe sehr gelacht über ...

Wunderbar ironisch nimmt Ida Tannert das Leben in einem Altenheim auf die Schippe. Wer nicht gerade jung stirbt, wird irgendwann einmal mit diesem Thema konfrontiert werden und ich habe sehr gelacht über die muntere Truppe um Friedhelm und seine vergeblich angebetete Katja.

Mehr Kultur muss her, statt einschläfernder Bingo-Abende möchte Friedhelm den Hamlet inszenieren, aber immer wieder laufen die Proben für das Theaterstück anders als gewünscht.

Erst stirbt der Mops, dann ein Mensch und wie diese aufgeweckte Gemeinschaft die Heimleitung und auch die Polizei hinters Licht führt und mit Klischees spielt ist erste Klasse. Auch wenn die Bewohner allesamt sehr speziell sind, sind sie mir doch ans Herz gewachsen und ich musste trotz der ernsten Themen sehr häufig lachen.

Bravo, Bravissimo für diese wunderbare Vorstellung, die zeigt, dass man älteren Menschen noch lange nicht die Intelligenz absprechen darf und nicht nur junge, attraktive Menschen ins Rampenlicht gehören.

Der Humor ist feinsinnig und ironisch und trifft genau meinen Geschmack. Sehr gerne vergebe ich 5 Sterne und eine unbedingte Leseempfehlung für die grauen Stars.

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Veröffentlicht am 13.02.2025

Die Magie des Wasserfalls wirkt bereits zum zweiten Mal

Das kleine Berghotel am Wasserfall / Schreib mir einen Brief
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Erneut checke ich ein im Hotel Liebelei in den Südtiroler Bergen und das, obwohl ich eigentlich nicht zur Zielgruppe gehöre: Singles 😉

Mit der Magie des Wasserfalls, der Menschenkenntnis von Rosie und ...

Erneut checke ich ein im Hotel Liebelei in den Südtiroler Bergen und das, obwohl ich eigentlich nicht zur Zielgruppe gehöre: Singles 😉

Mit der Magie des Wasserfalls, der Menschenkenntnis von Rosie und der Unterstützung von Eva und Konstantin, die in Band 1 ihr Glück gefunden haben, soll auch die unsichere Sina endlich ihr Herz für die Liebe öffnen. Dieses Hotel ist etwas Besonderes, man bewirbt sich für den Aufenthalt mit einem handgeschriebenen Brief. Hand aufs Herz, wann hast du das letzte Mal einen Brief von Hand geschrieben? Mein Mann und ich haben uns in unserer Kennenlern-Phase auch viel geschrieben und so erinnern mich die Briefe auch ein wenig an mich selbst.

Sina und Jason sind beide unglücklich in ihrem Leben. Das gegenseitige Kennenlernen in einem Bücherforum als Bunny und Blackpanther und der Gedankenaustausch per Chatnachrichten ist das Highlight des Tages für beide. Ich mag es, wie sich Bunny und Blackpanther gegenseitig unterstützen und immer besser kennenlernen, aber beide haben ihre Gründe, warum sie ein Treffen im realen Leben scheuen.

Zum Glück gibt es aber das Hotel Liebelei und den magischen Wasserfall, der Sina und Jason zu sich ruft.

Einfühlsam schreibt die Autorin über zwei Außenseiter, die sich nicht wohlfühlen in ihrer Haut und ich leide mit ihnen. Was für eine schöne Geschichte über mehr Toleranz gegenüber Anderen, gerade in einer Welt, die immer egoistischer und gefühlskälter zu werden droht.

„Schreib mir einen Brief“ hat mich mal wieder zu Tränen gerührt und ich empfehle die gesamte Reihe sehr gerne weiter. Am Schluss gibt es auch bereits einen Teaser für den dritten Teil, auf den ich mich schon sehr freue.

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Veröffentlicht am 10.02.2025

Tröstlich wie eine Tasse heiße Schokolade

Die Bibliothek der zweiten Chancen
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Den geliebten Partner zu verlieren, gehört zu den größten Tragödien eines Lebens und Charlotte hat ihren Mann relativ früh verloren, nur 20 gemeinsame Jahre waren ihnen vergönnt. Ihre beiden Töchter sowie ...

Den geliebten Partner zu verlieren, gehört zu den größten Tragödien eines Lebens und Charlotte hat ihren Mann relativ früh verloren, nur 20 gemeinsame Jahre waren ihnen vergönnt. Ihre beiden Töchter sowie die Arbeit in der Bibliothek in Köln sind daher ihre Stützen im Leben.

Als plötzlich beide Töchter ausziehen und auch noch ihre Arbeitsstelle bedroht ist, muss Charlotte sich gezwungenermaßen neu orientieren.

Die Bibliothek der zweiten Chancen ist ein wundervolles Buch mit einer warmherzigen Protagonistin, die ich sehr gerne auf ihrem Weg begleitet habe. Auch einmal an sich selbst denken, die Wünsche und Träume der Jugend umsetzen und nicht nur darauf zu warten, den geliebten Partner im Jenseits wiederzutreffen, das ist eine schöne Botschaft dieses Buches.

Offen sein für neue Freundschaften und damit das eigene Leben bereichern, sich mal etwas trauen, wie zum Beispiel allein zu verreisen, diese Dinge kosten Mut, machen aber das Leben so viel interessanter.

Nur ungern habe ich das Buch am Ende zugeklappt, ich wäre gerne noch weiter verweilt bei Charlotte und ihren neuen Freunden und hätte noch ewig weiterlesen können 😍.

Ich bin nur so durch die Seiten geflogen und vergebe sehr gerne 5 Sterne für „Die Bibliothek der zweiten Chancen“.

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Veröffentlicht am 04.02.2025

Neues vom Münchner in Bella Italia

Salute - Die letzte Fahrt
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Ein neuer Fall für Zeitler und Lanza

Wenn ich an den Gardasee fahre, dann übernachten wir immer in Bardolino. Dieses Jahr ist es wieder so weit und ich bin schon sehr gespannt, ob ich Paul oder besser ...

Ein neuer Fall für Zeitler und Lanza

Wenn ich an den Gardasee fahre, dann übernachten wir immer in Bardolino. Dieses Jahr ist es wieder so weit und ich bin schon sehr gespannt, ob ich Paul oder besser Paolo Zeitler treffen werde. Ich muss nochmal nachlesen, wo genau sich das beste Café am Gardasee befindet, in welchem der ehemalige Münchner Kommissar sich inzwischen als Barista betätigt. Vielleicht habe ich auch Glück und komme in den Genuss der Köstlichkeiten aus seiner Vitrine, die Konditor Manuel Leone immer mit seinen Kunstwerken bestückt.

„Die letzte Fahrt“ ist erst der zweite Teil der Gardasee-Krimi-Reihe von Friedrich Kalpenstein und ich fühle mich schon richtig heimisch. Ein Einkaufsbummel bei Lisa, der Boutiquenbesitzerin mit ihrem verwöhnten Chihuahua, danach ins Café von Paolo, wo ich in der Tageszeitung nachlese, was für Skandale Antonia Romana wieder veröffentlicht hat. Ob aus der Journalistin und Zeitler wohl noch ein Paar wird? Und wer bringt Zeitler eigentlich endlich Italienisch bei? Anschließend spiele ich mit Davide und Riccardo noch gemütlich eine Runde Boccia.

Allerdings ist auch am Gardasee nicht alles eitel Sonnenschein, sondern es gibt auch Mord und Totschlag. Wie gut, dass Commissario Lanza in Bardolino für Recht und Ordnung sorgt. Und mit Unterstützung dieses gewissen Ex-Kommissars aus München lösen sich die Fälle gleich noch viel schneller 😉. Auch wenn Lanza eigentlich überhaupt keine Unterstützung von Zeitler möchte.

Der aktuelle Fall führt mich in die Welt der Bootsbesitzer, ich erfahre einiges über die Qualität der Boote und warum Holzboote eine Seele haben, die ein Kunststoffboot niemals erreichen wird.

Vincenzo Morelli wird allerdings keine exklusiven Holzboote mehr bauen, ausgerechnet Zeitler hilft dabei, ihn tot aus dem Wasser zu ziehen. Wer hat ein Motiv und warum musste Vincenzo sterben?

Ich mag den Humor des Autors, der sich durch seine Bücher zieht. Seine Protagonisten streben nach dem einfachen Leben, fernab von Stress und Hektik der Großstadt und der Biss in zarte Backwaren wird zelebriert und ist jede Sünde wert.

Es tauchen immer neue Verdächtige auf, eine Spur führt sogar in ein Casino und das erinnert Zeitler an einen Besuch in Bad Wiessee, „als er am Roulettetisch einen Chip auf Rot gesetzt hatte, Schwarz kam und er nach einem Pils an der Bar wieder nach Hause gefahren war.“ 🤣

Obwohl ich eigentlich keinen Kaffee trinke, bin ich fast versucht, mal einen Espresso bei Zeitler zu probieren und das italienische Flair am Gardasee zu genießen. Ein Hoch auf die neue Reihe, ich freue mich schon auf den nächsten Fall in Bardolino.

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Veröffentlicht am 02.02.2025

Gasperlmaier ist Kult

Letztes Glückskeks
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Der Buchtitel irritiert mich ein wenig, inzwischen weiß ich dank Duden: man kann der oder das Keks sagen, im Österreichischen ist es immer das Keks, wieder was gelernt. Daneben sticht mir beim Cover die ...

Der Buchtitel irritiert mich ein wenig, inzwischen weiß ich dank Duden: man kann der oder das Keks sagen, im Österreichischen ist es immer das Keks, wieder was gelernt. Daneben sticht mir beim Cover die Winke-Katze ins Auge, die im Trachtenhut dekorativ vor den Bergen in die Kamera grinst, ein kleiner Vorgeschmack auf den Krimi voller Gegensätze.

Was passiert mit einer Gemeinde, wenn die Chinesen kommen? Altaussee soll in China nachgebaut werden und den Tourismus ankurbeln. Aber am Beispiel Hallstatt ist erkennbar, dass das auch eine negative Kehrseite hat. Ich war tatsächlich letztes Jahr in Österreich unterwegs und auf dem Weg von einer Unterkunft zur nächsten wollten wir einen Abstecher nach Hallstatt machen, ich hatte den kleinen Ort von einem Besuch vor etlichen Jahren in guter Erinnerung. Um es kurz zu machen: die Stadt war komplett überfüllt, wir haben nirgendwo einen Parkplatz bekommen, selbst von 5 km außerhalb pilgerten ganze Heerscharen an Touristen noch zu dem Ort, wir sind unverrichteter Dinge weitergefahren. Von daher verstehe ich die Aufregung der Altausseer gut, dass sie ein ähnliches Schicksal vermeiden möchten.

Als dann einer der chinesischen Delegation plötzlich tot im Hotelpool treibt, gibt es jede Menge Verdächtige und der Gasperlmaier muss mal wieder ermitteln. Dies ist bereits der 12. Band und mit jedem Band lernt der tollpatschige Polizist wieder mehr dazu. Auch seine Familie entwickelt sich weiter und Stammleser haben das Gefühl, bereits Teil der Gasperlmaierschen Sippe geworden und bei den Ermittlungen hautnah dabei zu sein.

Der Gasperlmaier ist einer wie du und ich. Kein abgehobener Kriminaler mit Sonnenbrille und Modellmaßen. Ein bisschen gemütlich, mit einem Schnitzel und etwas Ruhe am glücklichsten. Die moderne Technik ist ihm eher ein Graus und als Polizist ist er zur Neutralität verpflichtet. In seinem ganz eigenen Tempo führt er die Ermittlungen durch und seine Beharrlichkeit führt zum Ziel. Bis zur überraschenden Auflösung genieße ich aber noch ein wenig die Schönheit der Region und das österreichische Flair, das diesem Krimi innewohnt.

Wunderbar wie sich der Autor selbst auf die Schippe nimmt: „Dazu kamen noch ein paar Schriftsteller, die es nicht lassen konnte, ein Buch nach dem anderen zu schreiben, das im Ausseerland seinen Schauplatz hatte.“ Ich mag einfach den Humor von Herbert Dutzler, der nicht laut polternd, sondern feinsinnig daherkommt.

Letztes Glückskeks ist wieder ein typischer Gasperlmaier, hat mich gut unterhalten und bekommt daher verdiente 5 Sterne

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