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Redrose

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.01.2025

Saukomisch und herrlich bayerisch

Törtchen, Tod und Techtelmechtel
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Nachdem mich Elli Fuchs, die Sanitärfachverkäuferin mit dem Hang zum Ermitteln in ihrem ersten Fall schon begeistern konnte, war ich gespannt, wie sie sich erneut schlägt. Elli findet in der Gefriertruhe ...

Nachdem mich Elli Fuchs, die Sanitärfachverkäuferin mit dem Hang zum Ermitteln in ihrem ersten Fall schon begeistern konnte, war ich gespannt, wie sie sich erneut schlägt. Elli findet in der Gefriertruhe im örtlichen Wirtshaus eine Leiche, da mache ich mir doch gleich eine geistige Notiz, dass ich in diesem Wirtshaus im Pfaffenwinkel ganz sicher nicht einkehren werde 😉.

Überhaupt warten wieder einige schräge Gestalten auf mich: Bademeister Berti, der gerne auch einmal bei mir zum Putzen kommen dürfte oder der attraktive Schneckerl Tscharlie, über den Elli sagt „Ein leckerer Apfel kann nämlich äußerlich perfekt ausschauen, aber innerlich faul sein.“

Es gibt jede Menge Verdächtige, denn das Mordopfer war besonders bei dem männlichen Teil der Bevölkerung sehr beliebt und hat nicht mit ihren Reizen gegeizt.

Bis es dann aber zur Auflösung kommt, müssen Elli und ich uns standhaft gegen die leckeren Köstlichkeiten der bayerischen Küche, jede Menge Trugschlüsse sowie die Invasion von verdächtigen Kölnern wehren.

Die Dialektpassagen passen wunderbar und vermitteln mir das Gefühl, direkt in einem bayerischen Wirtshaus zu sitzen.

Wer den Humor der Eberhofer-Krimis mag, der wird auch Törtchen, Tod und Techtelmechtel lieben. Ich habe mehrfach laut gelacht und kann dieses Buch als Heilmittel gegen den trüben Winterblues wärmstens empfehlen.

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Veröffentlicht am 19.01.2025

Spannender Krimi aus der Kaiserzeit

Die Mur schweigt
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Mehrere Menschen werden ermordet und sie alle verbindet, dass sie auf die ein oder andere Weise mit dem ältesten Gewerbe der Welt zu tun hatten. Haben sie deswegen den Tod verdient, wie so manch einer ...

Mehrere Menschen werden ermordet und sie alle verbindet, dass sie auf die ein oder andere Weise mit dem ältesten Gewerbe der Welt zu tun hatten. Haben sie deswegen den Tod verdient, wie so manch einer meint?

Hauslehrerin Ida Fichte macht sich auf die Suche nach dem Täter und wird dabei unterstützt von zwei sehr aufgeweckten Klavierschülerinnen und natürlich Gendarm Wilhelm Koweindl.

Interessant finde ich auch die Hin und Her Gerissenheit von Ida, die sich auf der einen Seite zu Wilhelm hingezogen fühlt, aber auf der anderen Seite permanent das Gefühl hat, ihre Intelligenz verbergen zu müssen, um den etwas einfach gestrickten Gendarm nicht zu blöd dastehen zu lassen.

In einer Zeit, in der Männer grundsätzlich als intelligenter angesehen wurden, während Frauen nur für Haushalt und Kinder da waren, war das besonders schwierig. Ich fühle mit Ida und überlege, wie ich mich entscheiden würde. Menschlich gesehen ist mir Wilhelm sehr sympathisch.

„Die Mur schweigt“ vermittelt mir einen realistischen Einblick in die Verhältnisse der damaligen Zeit in Graz und ich bin wieder einmal froh, im Hier und Jetzt zu leben.

Ein spannender Fall, sympathische Protagonisten und ein Hauch von Romantik, so mag ich das. Ich hoffe auf weitere Fälle für Ida und Wilhelm und bin gespannt, wie sich die persönliche Geschichte zwischen den beiden weiterentwickelt.

Sehr gerne vergebe ich 5 Sterne für diese interessante Reise nach Graz.

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Veröffentlicht am 19.01.2025

Witziger Allgäu Krimi

Mordsärger
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Im Allgäu lässt es sich feucht fröhlich feiern und im Dörfchen Legau feiern alle ein Musikfest. Die gute Laune weicht einer Katerstimmung, was nicht nur am reichlich fließenden Alkohol liegt. Ein Dörfler ...

Im Allgäu lässt es sich feucht fröhlich feiern und im Dörfchen Legau feiern alle ein Musikfest. Die gute Laune weicht einer Katerstimmung, was nicht nur am reichlich fließenden Alkohol liegt. Ein Dörfler wurde mit einem Maßkrug erschlagen. Verdächtige gibt es genug, das Mordopfer war als Frauenheld bekannt.

Schon auf der ersten Seite muss ich grinsen, wie einige Bewohner vorgestellt werden. Etwa Erna Dobler, Rentnerin und moralische Instanz von Legau, die zuhause kräftig mit Melissengeist vorgeglüht hatte, damit sie hinterher nicht so viel fürs Bier bezahlen musste. „Denn aus dem Alter, in dem man wegen eines gut gefüllten Dirndls ein Getränk spendiert bekam, war sie seit ein paar Jahrzehnten raus.“

Bei der Kripo in Memmingen ermitteln Sissi Sommer und ihr Kollege Klaus Vollmer, den es aus Berlin in die „intellektuelle Diaspora“ verschlagen hat. Kenner der Reihe wissen, dass mit Mordsärger bereits zum 9. Mal in Memmingen ermittelt wird, für mich ist es der erste Fall, es gibt also noch einige „Altfälle“ für mich aufzuarbeiten 😉. Der Großstädter und die Allgäuerin bilden ein prima Gespann und das gegenseitige Frotzeln trägt zur Teambildung bei.

Ein Running Gag sind anscheinend die Hobbies, mit denen Sissis Ehemann Peter allen auf die Nerven geht, also ich würde mich sehr über täglich frisch gebackenes Brot freuen.

Ich schnuppere Festzelt-Atmosphäre und finde immer neue Verdächtige. In Legau hat so manch einer Dreck am Stecken, aber wer war der Mörder? Die bissigen Kommentare von Erna, die bayerischen Eigenheiten und das dynamische Ermittler-Duo bringen mich zum Lachen und Wecken die Vorfreude auf weitere Morde im Allgäu 🤣.

Mir hat „Mordsärger“ ein paar schöne Lesestunden beschert und ich empfehle diesen Allgäu Krimi sehr gerne weiter.

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Veröffentlicht am 06.01.2025

Zurück in Carsely

Agatha Raisin und der Tote im Blumenbeet
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Dies ist bereits Band 21 und ich fühle mich selbst schon heimelig in diesem Dorf mit den teilweise skurrilen Einwohnern. Allen voran Agatha Raisin, deren Männergeschmack sie immer wieder in die falschen ...

Dies ist bereits Band 21 und ich fühle mich selbst schon heimelig in diesem Dorf mit den teilweise skurrilen Einwohnern. Allen voran Agatha Raisin, deren Männergeschmack sie immer wieder in die falschen Arme treibt.

Das Cover macht richtig Lust auf einen Besuch in "good old England". Ich bin Fan der Pfarrersfrau, die es meistens schafft, Agatha ein wenig zu erden.

Und wer den Bewohnern die Weihnachtsdeko vermiest, der hat es doch eigentlich verdient zu sterben, oder nicht?

Herrlich witzig und skurril habe ich mich wieder bestens unterhalten.

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Veröffentlicht am 06.01.2025

Spannender Wien-Krimi

Ein letzter Walzer
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Seit meinen Flitterwochen bin ich Wien-Fan und "Ein letzter Walzer" bietet mir jede Menge Wiener Flair.

Ein Liebespaar im Wiener Stadtpark wird tot aufgefunden. Wer hat den Dirigenten Marko Teufel und ...

Seit meinen Flitterwochen bin ich Wien-Fan und "Ein letzter Walzer" bietet mir jede Menge Wiener Flair.

Ein Liebespaar im Wiener Stadtpark wird tot aufgefunden. Wer hat den Dirigenten Marko Teufel und seine heimliche Geliebte so sehr gehasst, dass er sie beide erstochen hat?

War es die eifersüchtige Ehefrau? Oder war Marko Teufel auch ein Teufel in Menschengestalt und hat damit seinen Tod herausgefordert?

Sarah Pauli, Chefredakteurin beim Wiener Boten, ermittelt bereits in ihrem 12. Fall und bietet wertvolle Hilfe für die Polizei. Eine gelungene Kombination.

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