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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.03.2026

Ein Leseexperiment außerhalb meiner Komfortzone

Happily Ever After – Auch im nächsten Leben will ich dich heiraten 01
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Mein erstes Manga und ich stelle beim ersten Blick auf das Buch fest, dass ich eigentlich keine Ahnung habe, was mich hier erwartet. Das ist kein Fehldruck, nein Mangas liest man tatsächlich von rechts ...

Mein erstes Manga und ich stelle beim ersten Blick auf das Buch fest, dass ich eigentlich keine Ahnung habe, was mich hier erwartet. Das ist kein Fehldruck, nein Mangas liest man tatsächlich von rechts nach links.

Der Zusatz-Titel hat mich sofort angesprochen: „Auch im nächsten Leben will ich dich heiraten“, was für eine schöne Aussage eines Paares, welches sich auch im Alter noch zueinander bekennt und nicht wortlos oder womöglich in Feindschaft nebeneinanderher lebt. Auch ich verbringe immer noch gerne Zeit mit meinem Mann und vermisse ihn, wenn er nicht bei mir ist.

Nun also eine Lovestory, aber als Manga. Was erwartet mich? Die Zeichnungen sind meistens schwarz-weiß, nur zu Beginn ist auch ein wenig Farbe im Spiel. Es handelt sich um Band 1 und damit ist schon klar, dass es sich um eine Reihe handelt. Toranosuke Ibuki und seine Frau blicken zurück auf ihr Leben, wie sie sich kennen- und lieben gelernt haben.

Witzig finde ich, dass hier auch Geräusche in Text übersetzt werden, also wenn jemand den Boden scheuert, lese ich „wisch, wisch“.

Da nur wenig Text vorhanden ist, müssen die Bilder für sich sprechen und ich habe das Buch viel zu schnell schon wieder beendet.

Der schönste Satz: „Ich will, dass wir auch in Zukunft streiten, lachen und zusammen älter werden.“ So wünsche ich mir das auch.

Bin ich jetzt Manga-Fan geworden? Nicht wirklich. Ich lese gerne Texte und die Wörter vermögen es stärker mich zu berühren, als es die Bilder geschafft haben, von daher werde ich eine geschriebene Lovestory weiterhin bevorzugen, aber es hat Spaß gemacht, mal in einen ganz anderen Bereich einzutauchen und ich verstehe durchaus, warum Mangas viele Fans haben.

Ich vergebe 4 Sterne und bin mir sicher, dass diese Reihe bei den Otakus Anklang findet.

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Veröffentlicht am 01.03.2026

Elvis und King rocken jeden Fall

Vier Hunde und ein Todesfall
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Band 2 dieser sympathischen Reihe aus Bad Kissingen, den Ort in Bayern, den ich mir jetzt vorgenommen habe, auch unbedingt einmal zu besuchen. Vielleicht treffe ich dann auch Willi und ihren Freund Bruno, ...

Band 2 dieser sympathischen Reihe aus Bad Kissingen, den Ort in Bayern, den ich mir jetzt vorgenommen habe, auch unbedingt einmal zu besuchen. Vielleicht treffe ich dann auch Willi und ihren Freund Bruno, das charmante Rentner-Paar oder Nicht-Paar, welches sich mit Ermittlungen fit hält.

Mit dabei ist natürlich wieder Medizinstudentin und Teilzeit-Putzfrau Lenka sowie für die IT-Unterstützung ihr Freund Lukas.

Dass Elvis Imitator und Privatdetektiv Elvis immer noch keine Frau gefunden hat, müssen wir ändern, vielleicht klappt es ja dieses Mal. Und sein Bühnen-Partner King ist ebenfalls wieder mit dabei, der als Hauptkommissar seine übereifrigen Freunde schon manches Mal aus der Gefahrenzone retten musste.

Hauptdarsteller ist dieses Mal Hound Dog, Elvis Hund, der dazu beitragen soll, im Fall der verschwundenen Luxus-Hündchen zu ermitteln. Wie fies ist das denn? Älteren Damen den geliebten Hund zu stehlen, da muss die ganze Bande ran und mit Hound Dog als Lockmittel sollte ja eigentlich nichts schief gehen, oder?

Mein erster Preis für den witzigsten Nebendarsteller geht dieses Mal an Dr. Valentin, der mal wieder jede Menge zu tun bekommt mit meinen Freunden aus Bad Kissingen.

Diese Reihe lebt durch ihre sympathischen Protagonisten, die mir sehr ans Herz gewachsen sind. Sie alle haben ihre liebenswerten Eigenheiten und sorgen dafür, dass ich einfach nicht aufhören kann zu schmunzeln. Trotzdem hat die Geschichte auch einen ernsten Hintergrund. Die vielen älteren Damen, meistens verwitwet, da die Lebensdauer der Männer heutzutage immer noch deutlich kürzer ist als die der Frauen, die in ihrer Einsamkeit ihr Herz an ein Hündchen hängen, welches sie schrecklich verwöhnen und deswegen auch nicht mehr artgerecht halten. Hier blutet mein Herz für die Hunde wie für ihre vereinsamten Frauchen.

„Vier Hunde und ein Todesfall“ ist ein amüsanter Cosy Crime, den ich in einem Rutsch durchlesen musste. Gekonnt legt die Autorin falsche Fährten und führt nicht nur mich an der Nase herum.

Sehr gerne vergebe ich verdiente 5 Sterne und freue mich schon auf weitere Abenteuer mit der Rasselbande aus Bad Kissingen.

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Veröffentlicht am 23.02.2026

Frühlingsgefühle an der Nordsee

Nordseewellen und Frühlingszauber
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Julia K. Rodeit entführt mich in ihrer neuen Reihe an die Nordsee. Genauer gesagt nach Greetsil, einem idyllischen Fischerdorf, welches ich vor vielen Jahren auch schon einmal besucht habe. Und dieses ...

Julia K. Rodeit entführt mich in ihrer neuen Reihe an die Nordsee. Genauer gesagt nach Greetsil, einem idyllischen Fischerdorf, welches ich vor vielen Jahren auch schon einmal besucht habe. Und dieses Buch macht Lust, Greetsil wieder einmal zu erkunden. Ich sehe mich schon mit einem Krabbenbrötchen wie Svea und Thies am idyllischen Hafen spazieren oder von den Zwillingsmühlen den Blick in die Landschaft schweifen lassen.

Aber wer sind eigentlich Svea und Thies? Svea ist nach Greetsil gereist, um ihre Oma zu unterstützen und trifft dabei auf ihre alten Jugendfreunde, die Brüder Eric und Thies. Aber war die Jugendzeit wirklich so idyllisch, wie sie es in Erinnerung hatte?

Die Rivalität der Brüder setzt sich im Erwachsenenleben fort und ich drücke die Daumen, dass Svea die richtige Entscheidung trifft.

Die Geschichten der Autorin sind wie aus dem Leben gegriffen. Wer kennt nicht die Frauen, die bei Beförderungen gerne zugunsten von Männern übergangen werden? Wenn Beziehungen stärker gewichtet werden als Leistung? Und trotzdem trifft der Begriff Wohlfühlroman hier absolut zu.

Wenn es draußen kalt und windig ist, dann träume ich mich mit Julia K. Rodeit an die Nordsee, lass mich von Oma Anni mit selbstgemachter Limonade, frischem Kakao und roter Grütze verwöhnen und beobachte amüsiert den Balztanz von Eric und Thies 😉. Hach, ist das schön hier.

Und weil es mir so gut gefallen hat, freue ich mich schon sehr darauf, auch den Sommer in dieser Jahreszeiten-Reihe zu erleben.

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Veröffentlicht am 23.02.2026

Südtirol: teuflisch oder idyllisch?

Teufel, tanz mit mir!
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Die Reihe um die Ermittler aus Bozen, Filippo Magnabosco und Carmela Pasqualina, welche sich in diesem vierten Band gerade das Ja-Wort geben, habe ich bisher noch nicht gekannt. Das war allerdings kein ...

Die Reihe um die Ermittler aus Bozen, Filippo Magnabosco und Carmela Pasqualina, welche sich in diesem vierten Band gerade das Ja-Wort geben, habe ich bisher noch nicht gekannt. Das war allerdings kein Problem, da jeder Band auch einzeln gut lesbar ist.

Das Thema des Buches, die Hexenverfolgung in Europa in den Jahren 1440 bis 1750, die sich noch weit in die heutige Zeit hineinzieht, macht schnell klar, dass das kein Wohlfühlkrimi wird. Minderheiten die Schuld am Elend eines Landes zu geben, ist leider auch in der heutigen Zeit noch populär, auch wenn es zumindest in Europa hoffentlich keine Hexenverbrennungen und Teufelsaustreibungen mehr gibt.

Der Einstieg in die Geschichte ist mir ein wenig schwergefallen, da für mich nicht immer klar erkennbar war, wann wir uns in der Vergangenheit und wann in der Gegenwart befunden haben, aber gegen Ende nahm die Story immer mehr Fahrt auf und mit dem Ende konnte mich die Autorin überraschen.

Carmelas Nonna sowie ein Nachfahre von Sigmund Freud sorgen dafür, dass es trotz des ernsten Themas und diverser grausamer Morde in diesem Krimi auch etwas zu lachen gibt.

Ich habe mich bei den lebendigen Ortsbeschreibungen an meine Südtirol-Urlaub erinnert und bin schon gespannt, wie es in dieser Reihe weitergeht.

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Veröffentlicht am 22.02.2026

Nostalgischer Südtirolkrimi

Commissario Tasso auf dünnem Eis
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Commissario Tasso ist mir gleich sympathisch. Der Römer und ich mögen beide keinen Schnee. Blöd nur für Tasso, dass er in Südtirol ermittelt, dem verschneiten Winterparadies schlechthin.

1962 liefen die ...

Commissario Tasso ist mir gleich sympathisch. Der Römer und ich mögen beide keinen Schnee. Blöd nur für Tasso, dass er in Südtirol ermittelt, dem verschneiten Winterparadies schlechthin.

1962 liefen die Ermittlungen noch etwas anders, der technische Fortschritt hat seither viele Änderungen gebracht. Und auch die Rolle der Frau bei der Polizei hat sich gewandelt, sie sind nicht mehr nur Sekretärinnen, die Kaffee kochen dürfen 😉.

Nur mürrisch akzeptiert Tasso, dass er sich um die junge Mara kümmern soll, die Tochter des Bürgermeisters darf ihm als Praktikantin ein wenig über die Schulter schauen. Und als Tasso in einem Mordfall in einem Hotel in Meran ermitteln muss, ist Mara mittendrin.

Toll finde ich, wie die beiden voneinander lernen und ihre gegenseitigen Vorbehalte überwinden, ein ungewöhnliches, aber interessantes Team.

Dies ist mein erstes Buch der Autorin und ich freue mich schon auf weitere. Schon nach wenigen Seiten hat sie mich gepackt und in die Geschichte gezogen. Ich schaudere bei den eisigen Wetterbedingungen und ziehe meine Decke ein wenig höher. Ermitteln von der Couch aus ist definitiv ein Vorteil gegenüber dem richtigen Polizeialltag 😉

Sympathische Protagonisten, ein spannender Mordfall und das Winterwonderland Südtirol, welches auch kulinarisch punkten kann, mir hat dieser Einstieg in die Reihe richtig gut gefallen und ich freue mich schon auf weitere Morde in Südtirol, nur in Büchern selbstverständlich 🤣.

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