Hobby-Ermittlerin mit Suchtpotential
Zicke, zacke, totDies ist bereits der dritte Fall, in dem Karin Schneider ermittelt. Eigentlich ist sie ja Heilpraktikerin, aber sie „unterstützt“ die Polizei für ihr Leben gerne, auch wenn diese ihre „Hilfe“ nicht sonderlich ...
Dies ist bereits der dritte Fall, in dem Karin Schneider ermittelt. Eigentlich ist sie ja Heilpraktikerin, aber sie „unterstützt“ die Polizei für ihr Leben gerne, auch wenn diese ihre „Hilfe“ nicht sonderlich gerne sieht 😉
In Zicke, zacke, tot steht ein großes Volksfest im Vordergrund. Jeder kennt die Wiesn in München, vom Karpfhamer Fest hatte ich bisher noch nie gehört, obwohl die Stadt Bad Griesbach das Fest als „Oans wie koans“ bezeichnet 😉 Aber vielleicht liegt das auch daran, dass ich a) nicht aus Bayern komme und b) mit so großen Volksfesten, die in Bierseeligkeit enden, ohnehin nicht so viel anfangen kann. Egal.
Die Karin ist schon ein ganz spezieller Charakter. Eigentlich soll sie ja nur den Ehemann einer Bekannten im Auge behalten, aber dann entdeckt sie Ungereimtheiten bei einem angeblichen Selbstmord und schon dreht sich das Verdächtigten Karussell. Und mit Karussells kann die Karin eigentlich überhaupt nichts anfangen, davon wird ihr nämlich speiübel.
Die Polizisten nehmen ihre Hinweise überhaupt nicht gnädig auf und Karin verstrickt sich immer tiefer in ihre Verdächtigungen und Vermutungen. Und damit führt sie uns Leser auch immer tiefer in die Irre. Mir schwirrt der Kopf und ich weiß bald selbst nicht mehr, wen ich denn jetzt eigentlich verdächtigen soll. Ich liebe den Humor von Karin, glaube aber, dass sie im echten Leben sehr anstrengend wäre 😉 und empfinde fast ein wenig Mitleid mit den Polizisten.
Herrlich sind die Beschreibungen der Autorin über das Volksfest, ich habe mich mittendrin gefühlt, statt nur dabei 😉 konnte das Juchzen der Leute auf den Karussells hören, den Duft der frisch gebrannten Mandeln riechen, sah die aufgebrezelten Madeln in Dirndln und die feschen Jungs in den Lederhosen und hörte das angetrunkene Gejohle aus den Festzelten.
Und weil das Buch so lebendig und unterhaltsam war, habe ich es auch zicke, zacke durchgelesen gehabt.
Neben allem Witz und Spaß werden aber auch Themen aus dem aktuellen Leben behandelt. In Niederbayern leben eben Menschen wie du und ich und nicht immer ist das Böse so leicht zu erkennen.
Zicke, zacke, Hühnerk…. äh tot hat mir gut gefallen, ich hatte viel Spaß und bin schon sehr gespannt auf die nächste Bredouille, in die sich Karin bestimmt wieder verwickeln wird.