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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.12.2024

Liebeschaos zur Weihnachtszeit

Fischbrötchen und Zimtsterne
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Das Buch ist Teil der Buchreihe "Fördeliebe - Ostseeromane aus Eckernförde". Die Reihe umfasst mittlerweile 7 Bücher, dieses hier ist der dritte Teil. Jedes der Bücher ist in sich angeschlossen und kann ...

Das Buch ist Teil der Buchreihe "Fördeliebe - Ostseeromane aus Eckernförde". Die Reihe umfasst mittlerweile 7 Bücher, dieses hier ist der dritte Teil. Jedes der Bücher ist in sich angeschlossen und kann unabhängig von den anderen gelesen werden.
Dies war für mich mein erstes Buch der Autorin, aber ich denke, dass es nicht der letzte bleiben wird. Jane Hell hat einen erfrischend leichten und herrlich amüsanten Schreib- und Erzählstil, so dass ich sofort in die Geschichte eintauchen konnte.
Die Protagonisten stellen eine sehr gute Mischung dar, da gibt es die Schrulligen und Kauzigen, die Liebenswerten und Charmanten, die Ernsthaften und den Widerling. Für jeden Geschmack ist etwas dabei und man lebt und fühlt von Anfang an mit. In diesem Fall vor allem mit Laura, die nach einer nur bedingt glücklichen Affäre mit ihrem Chef wieder nach Hause, nach Eckernförde, zurückkehrt und "neu" anfangen möchte.
Das Gefühlschaos von Laura beschreibt Jane Hell sehr eindrucksvoll und nachvollziehbar. Man kann beim Lesen, meiner Meinung nach, sehr gut die innere Zerrissenheit von Laura nachempfinden und auch verstehen, warum sie nicht von der Affäre loskommt. Gerade dieser Teil der Geschichte hat mir besonders gut gefallen.
Des Weiteren möchte ich ein großes Lob für die Beschreibungen der Umgebung aussprechen. Ich war leider noch nie an der Ostsee, habe es aber schon länger vor. Das Buch war für mich ein kleiner Urlaub im Kopf und ich konnte, zumindest in Gedanken, an der Ostsee spazieren gehen. Mit ein wenig Vorstellungskraft hört man die Wellen rauschen und kann das Salz fast schmecken.
Leider kam für mich das Weihnachtsgefühl ein wenig zu kurz. Auch wenn Teile der Geschichte zu Weihnachten spielen und auch das Thema Weihnachtsmarkt öfter vorkommt, kam dieses romantisch, kitschige Weihnachtsgefühl für mich nur bedingt rüber. Vielleicht waren hier aber auch meine Erwartungen ein wenig zu hoch.
Die Liebesgeschichte empfand ich als ganz nett, wenn auch ein klein wenig vorhersehbar und an mancher Stelle unnötig verkompliziert. Aber bis zu einem gewissen Grad gehört beides einfach zu einem guten, kitschigen Liebesroman dazu.
Auch wenn es ein paar Kleinigkeiten gibt, die mich nicht ganz so begeistert haben, hatte ich einige vergnügliche Lesestunden und wie anfangs bereits erwähnt, wird dies sicher nicht das letzte Buch von Jane Hell für mich gewesen sein.

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Veröffentlicht am 09.12.2024

Liebesgeschichte mit historischer Note

Die Galerie in Valencia
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„Die Galerie von Valencia“ ist der erste Band der „Spanische Geheimnisse“ Reihe von Margot S. Baumann. Jedes der Bücher ist in sich abgeschlossen und kann unabhängig von den anderen gelesen werden.
Der ...

„Die Galerie von Valencia“ ist der erste Band der „Spanische Geheimnisse“ Reihe von Margot S. Baumann. Jedes der Bücher ist in sich abgeschlossen und kann unabhängig von den anderen gelesen werden.
Der Einstieg ins Buch ist mir relativ leichtgefallen, was vor allem dem sehr klaren und prägnanten Schreibstil der Autorin zuzuschreiben ist. Für mich hat es die Autorin sehr gut verstanden, viele Informationen und Details zu vermitteln ohne das die Geschichte langatmig oder langweilig wurde. Obwohl ich bis dato leider noch nie das Glück hatte Valencia besuchen zu dürfen, habe ich durch das Buch eine gewisse Vorstellung bekommen, wie die Stadt aussieht.
Für die Bewertung des Inhalts des Buches muss man meiner Meinung nach die verschiedenen Handlungsstränge einzeln beleuchten, auch wenn sie natürlich alle miteinander zusammenhängen. Da wäre einerseits die Galerieeröffnung in Valencia, die Liebesgeschichte zwischen Elena und Carlos und die Frage, warum Elenas Vater nie über seine Vergangenheit in Spanien spricht.
Obwohl weder Kunst noch Architektur zu meinen bevorzugten Themen gehören, habe ich den Handlungsstrang über die Galerieeröffnung als äußerst interessant empfunden. Die (unvermeidliche) Liebesgeschichte mit seinen Irrungen und Wirrungen war ziemlich vorhersehbar, aber im Großen und Ganzen ganz in Ordnung. Positiv hervorheben möchte ich den Handlungsstrang über Elenas Vater. Der kleine Einblick in die Geschichte Spaniens hat mir sehr gut gefallen und hätte gerne noch detaillierter ausformuliert werden können. Diesem Teil hätte die Autorin gerne noch weitaus mehr Platz einräumen können. Ist er doch auch der Grund, warum sich das Buch von den vielen andern ähnlichen Liebesromanen abhebt.
Elena ist kein einfacher Charakter und an einigen Stellen des Buches war ich doch mehr als nur ein wenig genervt von ihr. Margo S. Baumann hat es aber geschafft, die innere Zerrissenheit und die Zweifel die Elena plagen sehr klar zu formulieren und sie dadurch zu einem viel schichtigen und durchaus interessanten Charakter werden zu lassen.
Für mich war es das erste Buch der Autorin, da ich aber durchaus positiv überrascht wurde, denke ich, dass es nicht das letzte bleiben wird.

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Veröffentlicht am 06.12.2024

Sünde, Opfer und Leid

Empire of Sins and Souls 1 - Das verratene Herz
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Fantasy gehört schon seit langem zu meinen Lieblingsgenres und in der letzten Zeit bin ich auch immer öfter mit Romantasy in Berührung gekommen. Dies hier war aber für mich das erste Mal, dass ich eine ...

Fantasy gehört schon seit langem zu meinen Lieblingsgenres und in der letzten Zeit bin ich auch immer öfter mit Romantasy in Berührung gekommen. Dies hier war aber für mich das erste Mal, dass ich eine dark Romantasy gelesen habe und ich denke, es wird auch eher bei diesem einen Mal bleiben.
Die Idee von Autoin Beril Kehribar fand ich ausgesprochen interessant, was auch der Grund war, warum ich zu dem Buch gegriffen habe. Moralisch fragwürdige Charaktere, ein düsteres Setting in der Vorhölle, eine romantische Liebesgeschichte, klang für mich nach vergnüglich-spannenden Lesestunden. Leider wurde ich auf ganzer Linie enttäuscht.
Zoé ist in mehr als einer Hinsicht ein fragwürdiger Charakter, nicht nur auf Grund ihres Berufes im horizontalen Gewerbe und weil sie sich ihr spärliches Einkommen mit Diebstählen aufbessert. Beides Dinge die ich noch am besten nachvollziehen konnte. Zoés Gedanken, die sich ständig im Kreis drehten und ihre Handlungen konnte ich da schon weniger verstehen. Autorin Beril Kehribar schreibt bereits im Vorwort, dass Zoé Zeit braucht, um zu wachsen und zu lernen und man ihr diese Zeit geben soll. Daher war ich darauf eingestellt, dass ich anfangs so meine Schwierigkeiten mit der Protagonistin haben werde. Dafür habe ich mir bei dem Hinweis aber auch erwartet, dass ich irgendeine Art von Charakterentwicklung erleben werde. Leider ist dies aber nicht der Fall. Mir ist bewusst, dass dies der erste Band einer drei bändigen Reihe ist, aber ein wenig Wachstum hätte man auch im ersten Band unterbringen können.
Die romantische Liebesgeschichte habe ich auch schmerzlich vermisst. Weder war für mich nur der Hauch von Romantik zu spüren, noch konnte ich Liebe erkennen. Aber vielleicht kommen auch diese Dinge erst in den nächsten Bänden vor. Im vorliegenden Teil gab es nur einige sehr explizite Szenen, bei denen es um den Akt an sich, Gewalt und Lust ging, aber mehr auch nicht.
Über die Welt an sich kann ich leider nicht viel sagen. Weder ist mir klar in welcher Zeit noch an welchem Ort der Roman spielt. Die Welt der Lebenden klang für mich sehr Französisch, während die Vorhölle slawisch wirkte. Alles sehr unklar. Dies gilt auch für die Handlung an sich. In groben Zügen ist mir bewusst, warum es geht und in welche Richtung sich das Ganze entwickeln wird. Doch an vielen Stellen habe ich den Faden verloren, weil es einfach nur verwirrend und langatmig war. Anscheinend hat mein Kopf da öfter eine Pause eingelegt.
Nach Abschluss des Buches bleibt bei mir das Gefühl über, dass die Autorin vor allem mit ihren expliziten Szenen schockieren möchte. An vielen Stellen wurde es mir fast zu viel. Die Handlung blieb da leider auf der Strecke.

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Veröffentlicht am 04.12.2024

Überspitzt und klischeebeladen, aber trotzdem amüsant

Mami braucht 'nen Drink
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Wahrscheinlich kennen die meisten Mütter (und auch Väter) das Gefühl völlig überfordert zu sein und nicht zu wissen, wie man den Alltag mit Kindern, Haushalt und Job schaffen soll.
Gill Sims treibt das ...

Wahrscheinlich kennen die meisten Mütter (und auch Väter) das Gefühl völlig überfordert zu sein und nicht zu wissen, wie man den Alltag mit Kindern, Haushalt und Job schaffen soll.
Gill Sims treibt das Thema in diesem Buch auf die Spitze. Ihre Protagonistin Ellen ist überfordert, ordinär und steht sich manchmal selbst im Weg. Das Ganze ist herrlich übertrieben und überspitzt formuliert. Trotzdem findet man das eine oder andere Fünkchen Wahrheit und an manchen Stellen auch sich selbst.
Dies gilt nicht nur für die ganze Geschichte an sich, sondern insbesondere auch für die Charaktere. Ellen ist nicht gerade eine Sympathieträgerin und an manchen Stellen habe ich mich richtig über sie geärgert. Ihre Handlungen sind nicht immer nachvollziehbar und ihr Hang zum Alkohol ist manchmal ein wenig bedenklich. Daran könnte man jetzt natürlich Anstoß nehmen oder sich einfach immer vor Augen halten, dass hier eine ordentliche Portion Satire im Spiel ist.
Der Erzählstil ist ein wenig gewöhnungsbedürftig, wenn auch nicht komplett ungewohnt. Bereits andere Autorinnen und Autoren haben ihre Werke im Tagebuchformat geschrieben. Wenn man mit diesem Stilmittel nichts anfangen kann, sollte man definitiv die Finger von diesem Buch lassen. Ich persönlich, finde es immer wieder sehr spannend und durchaus interessant zum Lesen.
Das Buch ist kein Meisterwerk und wird sicher nie einen der beliebten Preise gewinnen. Ich glaube aber nicht, dass dies die Intension der Autorin war. Viel mehr glaube ich, dass sie ein gutes Unterhaltungsbuch schreiben wollte und Müttern zeigen, dass sie nicht allein sind mit ihren Problemen und Sorgen. Dies hat sie für mich auch sehr gut umgesetzt. Auch wenn ich öfters mal den Kopf schütteln musste über die Absurdität von manchen Situationen habe ich mich sehr gut unterhalten gefühlt.

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Veröffentlicht am 03.12.2024

Kaffeeklatsch mit Krimitouch

Steif und Kantig
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"Steif und Kantig Zwei Schwestern ermitteln" ist der Auftaktband einer Krimiserie der Autorin Gisela Garnschröder.
Wie der Titel bereits verrät, dreht sich das Buch um die beiden Schwestern Isabella Steif ...

"Steif und Kantig Zwei Schwestern ermitteln" ist der Auftaktband einer Krimiserie der Autorin Gisela Garnschröder.
Wie der Titel bereits verrät, dreht sich das Buch um die beiden Schwestern Isabella Steif und Charlotte Kantig. Beide reifere Damen, mehr oder weniger frisch verwitwet und im Ruhestand. Im ersten Augenblick hat man das Gefühl, dass die ungleichen Schwestern so gar nichts gemeinsam haben und sich auch nicht wirklich ausstehen können. Schnell lernt man aber, dass sie sich eigentlich doch ganz gut verstehen und mehr gemeinsam haben als ihnen lieb ist.
Regional- und Heimatkrimis haben in den letzten Jahren immer mehr an Beliebtheit gewonnen. Die folgende Reihe passt gut in diesen Trend hinein, wenn sie auch qualitativ nicht ganz an andere Bücher herankommt. Die Charaktere sind durchaus interessant und schrullig und die Geschichte ganz nett, aber eher ein wenig dünn. Auch bezüglich dem Humor haben andere Serien mehr zu bieten.
Mit dem Buch war ich sehr schnell fertig, was einerseits an dem angenehm leichten und unkomplizierten Schreibstil liegt, andererseits auch durch die doch eher geringe Seitenzahl erklärbar ist. Langeweile kam hierbei nie auf und langatmige Passagen gab es meiner Meinung nach auch keine. Wobei relativ häufig darüber berichtet wird, dass eine der Schwestern einkaufen geht oder wieder mal gefrühstückt wird. Dies ist in dem Zusammenhang schon ein wenig auffällig. Den Großteil des Tages scheinen Isabella und Charlotte nichts anderes zu machen, als einzukaufen und Kaffee zu trinken. Ganz nebenbei stolpern sie dann eben über einen Toten und lösen den Mordfall.
Die Kriminalgeschichte rückt meiner Meinung nach ein wenig in den Hintergrund und ist, wie vieles andere in dem Buch, sehr einfach gestrickt. Der Fokus liegt eher auf den beiden Schwestern und ihrer Beziehung zueinander bzw. zu Männern. Da es sich wie gesagt auf einen Auftaktband handelt, finde ich das in Ordnung. Bei den weiteren Bänden würde ich mir wünschen, dass die Krimielemente mehr in den Fokus treten.
Zusammenfassend war das Buch durchaus angenehm zu lesen, aber es bleibt im Vergleich zu anderen Regionalkrimis weit abgeschlagen. Autorin Gisela Garnschröder konnte aber mein Interesse wecken und ich denke, dass ich auch weitere Bücher aus der Serie lesen werde.

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