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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.01.2026

Mutterschaft ohne Filter

8000 Arten, als Mutter zu versagen
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Bittet man die KI um eine Beschreibung von Carolin Kebekus, dann kommen unter anderem die folgenden Schlagworte: Scharfe Beobachtungsgabe, Satire, Gesellschaftskritik und natürlich Humor. Genau diese Schlagwörter ...

Bittet man die KI um eine Beschreibung von Carolin Kebekus, dann kommen unter anderem die folgenden Schlagworte: Scharfe Beobachtungsgabe, Satire, Gesellschaftskritik und natürlich Humor. Genau diese Schlagwörter passen perfekt zu diesem Buch. Kein Wunder, denn dieses Buch ist eine sehr persönliche Angelegenheit und wie man es von Carolin Kebekus kennt, nimmt sie sich kein Blatt vor den Mund.

Carolin Kebekus schildert in diesem Buch sehr offen und persönlich ihre Erfahrungen zu den Themen Schwangerschaft und Muttersein und insbesondere ihre Erfahrungen wie ihre Umwelt mit diesem Thema umgeht. Sie schreibt über den Druck, der durch die sozialen Medien entsteht, über die Unter- und Überforderung und die oftmals unrealistischen und romantischen Vorstellungen, die mit der Mutterschaft einhergehen.

Auf ihre bekannte Art spricht die Autorin dabei die Missstände auf eine sehr humorvolle, sarkastische und manchmal auch ein wenig übertriebene Art und Weise an. Manche der Witze kommen ein wenig platt daher und den einen oder anderen lustigen Spruch von Carolin Kebekus hat man schon irgendwo anders gelesen oder gehört. Alles in allem war das Buch aber eine sehr kurzweilige und lustige Lektüre, wenn einem manchmal auch das Lachen ein wenig im Halse stecken geblieben ist.

Dennoch trifft sie den Nagel leider viel zu oft auf den Kopf und sie spricht sicher vielen überforderten und verunsicherten Neumüttern aus der Seele. Viele, der von ihr beschriebenen Szenen, Gedanken und Situationen konnte ich sehr gut nachvollziehen bzw. habe ich selbst erlebt. Carolin Kebekus vermittelt den Leserinnen mit diesem Buch sehr eindringlich, dass sie nicht allein ist mit ihren Sorgen, Ängsten und Problemen.

Obwohl ich das Buch sehr unterhaltsam gefunden habe, gibt es leider auch einen kleinen Kritikunkt von meiner Seite. An manchen Stellen hätte ich mir etwas mehr Tiefe gewünscht und dafür auf den einen oder anderen lustigen Spruch verzichtet.

Die Mischung aus Unterhaltung und Gesellschaftskritik hat mir wirklich gut gefallen, daher möchte ich das Buch gerne weiterempfehlen. Meiner Meinung nach ist dies eine hervorragende Lektüre für Schwangere und Neumütter, um ihnen ein wenig den Druck zu nehmen und ihnen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. All denjenigen, die mit dem Humor von Carolin Kebekus nichts anfangen können, würde ich eher von dem Buch abraten, denn wer mit der Autorin nicht zurechtkommt, wird mit diesem Buch auch nicht glücklich werden.

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Veröffentlicht am 16.01.2026

Pfotenarbeit mit Logiklücken

Polizeikater Champ
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Dieses Buch ist ein Kriminalroman der etwas anderen Art. Denn nicht die Menschen, sondern die Tiere spielen in diesem Buch die Hauptrolle. Leider muss ich sagen, dass das Buch im Vergleich zu anderen Romanen ...

Dieses Buch ist ein Kriminalroman der etwas anderen Art. Denn nicht die Menschen, sondern die Tiere spielen in diesem Buch die Hauptrolle. Leider muss ich sagen, dass das Buch im Vergleich zu anderen Romanen dieser Art, mich nicht wirklich begeistern konnte.
Dies lag vor allem daran, dass es einige Unstimmigkeiten und Ungereimtheiten gegeben hat. Gerade was Szenen mit Menschen betrifft. Denn natürlich kommen Menschen in diesem Buch vor, wenn sie auch nur eher am Rande erwähnt werden.
Die Tiere in diesem Buch sind sehr stark vermenschlicht und wenn man diesen Gedanken einen Schritt weiterdenkt, dann macht das Verhalten der Menschen in diesem Buch vielleicht sogar doch Sinn. Nämlich dann, wenn die Menschen und die Tiere in diesem Buch „die Plätze getauscht haben“. Aber wahrscheinlich interpretiere ich in dieses Buch jetzt vielleicht doch zu viel hinein. Daher möchte ich doch eher bei den Tatsachen bleiben.
Und dazu zählt auf jeden Fall, dass die Autorin Sophie Feige einen interessanten, wenn auch nicht ganz logischen Krimi geschrieben hat, der einiges an Spannung zu bieten hat. Es gab einige sehr lustige Szenen und manchmal konnte ich über den doch eher verspielt-dusseligen Rocky nur den Kopf schütteln. An einigen Stellen ist die Geschichte sehr vorhersehbar, dennoch gab es auch die eine oder andere Überraschung.
Der Schreibstil der Autorin hat mir im Großen und Ganzen gut gefallen und das Buch lies sich leicht und flüssig lesen. Einige der eher blutigen Szenen hätten für meinen Geschmack nicht ganz so plastisch ausfallen müssen, aber ich bin, was das betrifft auch eher zartbesaitet.
Die Zielgruppe des Buches sind eindeutig Katzen- und Hundefans, die gerne mal die Welt aus Sicht ihres Lieblings erkunden möchten. Dieses Buch ist meiner Meinung nach ein netter Zeitvertreib für all jene, die gerne Romane aus Sicht von Tieren lesen und nicht allzu viel Wert auf durchgehende Logik legen.

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Veröffentlicht am 15.01.2026

Großartige Mischung aus Spaß und Sachwissen

Wieso? Weshalb? Warum? Stickerheft - Dinosaurier
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Der Ravensburger Verlag schafft es mit seiner „Wieso Weshalb Warum“ Reihe immer wieder das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden. Dieses Sticker Heft ist hierbei keine Ausnahme. Der Klebespaß steht ...

Der Ravensburger Verlag schafft es mit seiner „Wieso Weshalb Warum“ Reihe immer wieder das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden. Dieses Sticker Heft ist hierbei keine Ausnahme. Der Klebespaß steht zwar eindeutig im Vordergrund, aber nebenbei lernen die Kinder, aber auch die Erwachsenen, einige interessante und nützliche Fakten über Dinosaurier.

Das Sticker Heft gibt einen großartigen Überblick über den gesamten Themenbereich Dinosaurier. Es wird sowohl erklärt welches die ersten Dinosaurier waren, genauso wie die Welt im Jura ausgesehen hat. Natürlich werden auch die klassischen Fragen erörtert: Was fraßen die Pflanzenfresser, wie jagten die Fleischfresser und wer lebte im Wasser. Unter anderem wird natürlich auch noch erklärt, warum es heute keine Dinosaurier mehr gibt und welche heute lebenden Tiere Verwandte von ihnen sind.

Besonders gut gefallen hat mir, dass es, neben den Doppelseiten zur freien Gestaltung mit den Aufklebern, auch einige Rätsel gibt. Dazu zählt unter anderem auch ein Sticker Puzzle. Dieses ist bei uns besonders gut angekommen. Wobei hierbei auch wirklich Fingerspitzengefühl und eine gute Feinmotorik gefragt ist, damit die Aufkleber an die genaue Position geklebt werden.

Manche Aufgaben haben mich im ersten Augenblick ein wenig ratlos zurückgelassen. Dies lag vor allem daran, dass ich es nicht gewohnt war, dass die Aufkleber über die gedruckten Bilder im Buch geklebt werden müssen. Bei der ersten Doppelseite fand ich das besonders schade, da man nach dem Aufkleben die Skelette der Dinosaurier nicht mehr sehen kann. Diese haben dem kleinen Leser und mir aber besonders gut gefallen.

Die Textmenge ist verhältnismäßig gering, wenn auch deutlich größer als im vergleichbaren Heft für Kinder ab 2 Jahren. Das vorliegende Stickerheft Dinosaurier ist entweder eine perfekte Vorbereitung für das Sachbuch oder eine wunderbare Ergänzung dazu.

Meiner Meinung nach ist dieses Buch eine informative und lustige Möglichkeit, um Kindern Wartezeiten zu verkürzen, wie zum Beispiel im Restaurant oder bei Arztterminen. Außerdem bietet es einen spaßigen und informativen Einstieg in die spannende Welt der Dinosaurier.
Der kleine Leser und ich sind begeistert und möchten daher dieses Stickerheft gerne weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 15.01.2026

Ein Frühling voller Geheimnisse und Gefahren

Mika Mysteries - Die Spur der Meisterdiebin
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Da mich bereits der erste Teil "Mika Mysteries – Der Ruf des Nachtraben" begeistert hat, musste ich natürlich auch den zweiten Teil der Reihe lesen. Für all jene die keine Lust auf eine langatmige Rezension ...

Da mich bereits der erste Teil "Mika Mysteries – Der Ruf des Nachtraben" begeistert hat, musste ich natürlich auch den zweiten Teil der Reihe lesen. Für all jene die keine Lust auf eine langatmige Rezension haben, sei hier gleich einmal gesagt, auch dieses Buch hat mich wieder verzückt und ich kann aus vollem Herzen eine Empfehlung aussprechen.

Im ersten Teil der Reihe durften die Leser und Leserinnen Mika durch einen langen und harten Winter des Jahres 1880 begleiten. Nun ist dieser endlich vorbei und Johan Rundberg nimmt aus noch einmal mit nach Stockholm zu Mika. Doch leider scheint auch der Frühling eine aufregende und nicht weniger harte Zeit zu werden, weder für Mika noch die anderen Kinder aus dem Waisenhaus.
Johan Rundberg knüpft relativ nahtlos an die Geschehnisse des ersten Bandes an, daher würde ich empfehlen, die Bücher wirklich in der vorgesehenen Reihenfolge zu lesen. Auch wenn die Kriminalfälle selbst im jeweiligen Band abgeschlossen werden, gibt es doch einige Nebenhandlungen, die sich durch die Bände hindurchziehen und das Hintergrundwissen aus dem ersten Teil ist, sicher von Nutzen um dieses Buch vollumfänglich verstehen und genießen zu können.

Bereits in meiner Rezension zum ersten Teil habe ich angemerkt, dass die Grundstimmung des Buches sehr düster ist und ich die Altersempfehlung des Verlages zwar angemessen finde, aber Erwachsenen empfehlen würde, das Buch vorab zu lesen bevor sie es einem Kind geben. Diese Meinung möchte ich hier noch einmal unterstreichen und hervorheben. Denn meiner Meinung nach ist dieser Teil sogar noch ein wenig düsterer und an manchen Stellen beklemmender. Manche Passagen können vor allem für sensible Kinder, die noch wenig Erfahrungen mit dieser Art von Literatur gemacht haben, eventuell zu viel sein.

Der Schreib- und Erzählstil des Autors gefällt mir sehr gut. Er hat ein Auge für Details und schafft es hervorragend Stimmungen zu transportieren und Gefühle beim Leser zu erzeugen. Dies ist sicher einer der Gründe, warum mich manche Teile des Buches so mitgenommen haben. Man spürt fast körperlich die verschiedenen Emotionen der Waisenkinder, sei es nun ihre Angst oder Verzweiflung aber auch ihre Hoffnung auf ein besseres Leben.

Nachdem ersten Band sind einige Fragen offengeblieben, diese werden in diesem Buch zwar nicht wirklich beantwortet, aber man kommt der Lösung des Rätsels wieder einen Schritt näher.

Es handelt sich hierbei wirklich um eine gelungene Fortsetzung, die die düstere Atmosphäre des ersten Bandes noch verstärkt und die Spannung hochhält. Wer Mika, so wie ich, bereits ins Herz geschlossen hat, wird auch dieses Mal nicht enttäuscht werden. Absolut empfehlenswert für alle, sowohl Kinder/Jugendliche wie auch Erwachsene, die historische Kriminalgeschichten mit Tiefgang lieben.

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Veröffentlicht am 09.01.2026

Zwischen Klassenzimmer und Rotlicht

Wie man in Japan Go-go-Girl wird
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Anna Sanner berichtet zum zweiten Mal über ihr Leben in Japan. Ihr erstes Buch "Wie man in Japan Ninja" wird habe ich nicht gelesen, die Vorkenntnisse sind für dieses Buch aber auch nicht notwendig. Die ...

Anna Sanner berichtet zum zweiten Mal über ihr Leben in Japan. Ihr erstes Buch "Wie man in Japan Ninja" wird habe ich nicht gelesen, die Vorkenntnisse sind für dieses Buch aber auch nicht notwendig. Die Autorin gibt einen sehr persönlichen Einblick in ihr Leben und lässt die Leser:innen an ihrem Doppelleben zwischen ihrem Dasein als Lehrerin und Go Go Girl teilnehmen. Das Buch ist kein literarisches Meisterwerk, aber durchaus eine interessante Lektüre.

Über den Inhalt des Buches werde ich nicht viele Worte verlieren. Vor allem werde ich mir nicht anmaßen die Handlung des Buches zu bewerten. Immerhin handelt es sich hierbei um ein autobiographisches Werk und meiner Meinung nach, steht es mir nicht zu darüber eine Wertung abzugeben.

Dieses Buch ist definitiv kein klassischer Reisebericht. Man merkt in jeder Zeile, dass Anna in diesem Land wirklich viel Zeit verbracht hat und dort wirklich gelebt und vielleicht zu einem gewissen Grad auch angekommen ist. Sie berichtet ehrlich und ungeschönt über ihre Erlebnisse im Rotlichtmilieu Japans. Diese Ehrlichkeit mag vielen Japan-Fans, die ihr Lieblingsland vergöttern und nur durch die rosarote Brille sehen, vielleicht sauer aufstoßen, dennoch bin ich der Meinung, dass Anna Sanner dabei immer mit dem gewissen Maß an Respekt und Achtung agiert. Für mich war das Buch auf jeden Fall eine spannende Erfahrung und ich habe einiges über Japan und seine Gepflogenheiten dazugelernt. Dinge die mir in einem klassischen Reiseführer oder -bericht sicher nicht untergekommen wären.

Den Schreibstil von Anna Sanner würde ich als eher einfach bezeichnen und wie bereits anfangs erwähnt, darf man sich hier kein literarisches Meisterwerk erwarten. Die Personen die Anna in ihrem Beruf als Go Go Tänzerin trifft sind teilweise derart skurril, dass man nur den Kopf schütteln kann. An manchen Stellen hätte ich mir mehr Tiefgang oder Hintergrundinformationen erwartet, aber Anna schreibt einfach, wie ihr der Schnabel gewachsen ist würde ich sagen. Obwohl mir das Buch im Großen und Ganzen recht gut gefallen hat, hat mich das Buch nicht so sehr begeistert, als dass ich nachträglich auch noch Annas erstes Buch lesen möchte.

Ich möchte dem Buch wohlgemeinte 3 von 5 Sternen geben, da es für mich eine nette Erfahrung, aber eben auch nicht mehr war. Dieses Buch eignet sich meiner Meinung nach für all jene, die eine etwas andere Seite von Japan kennenlernen möchten.

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