Profilbild von Ritja

Ritja

Lesejury Star
offline

Ritja ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Ritja über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.08.2021

Zwei Tatorte in einem Krimi

Nichts als Staub
0

Der Krimi von Alexander Hartung las sich wie eine Mischung aus zwei verschiedenen sonntäglichen Tatorten. Die Geschichte startete recht langsam und brauchte eine ganze Weile, um in Fahrt zu kommen. Es ...

Der Krimi von Alexander Hartung las sich wie eine Mischung aus zwei verschiedenen sonntäglichen Tatorten. Die Geschichte startete recht langsam und brauchte eine ganze Weile, um in Fahrt zu kommen. Es geschieht ein Mord, der scheinbar leicht zu zuordnen ist und dann doch nicht so richtig passt. Die Ermittler ordnen und sichten noch die Fakten. Es geht eher ruhig und gemütlich zu - fast wie bei den Ermittlern von Ballauf und Schenk.

Eine junge Streifenpolizistin jedoch fragt nach und gerät dadurch selber in die Schusslinie und wird schwer verletzt. Sie begibt sich auf die Suche nach dem Täter und sticht dabei in ein Wespennest.

Im letzten Drittel nimmt der Krimi ordentlich an Fahrt auf und erinnerte mich ein bisschen an einen Tschiller Tatort. Es wird gerannt, gejagt und geschossen. Die großen Geschosse werden aus- und der Bezug zur Realität eingepackt. Es kracht und knallt und zack ist der Fall gelöst.

Der Alina-Grimm-Thriller ist kein Thriller, eher ein Krimi. Der Autor hat einen schön zu lesenden Schreibstil und die vielen kleinen Kapitel machen es leicht durch das Buch zu gleiten. Allerdings hatte die Geschichte keine durchgehende Spannung, sondern war zwischendurch etwas langatmig. Unterhalten hat mich der Krimi trotzdem und ich würde auch noch einen zweiten Fall von Alina Grimm lesen, um zu sehen, ob sie sich weiterentwickelt.

Veröffentlicht am 27.08.2021

Keine einfache Geschichte

Junge mit schwarzem Hahn
0

Es fällt mir schwer zu dieser Geschichte eine Rezension zu schreiben. Es gibt so viele begeisterte Reaktionen auf das Buch, dass ich mich frage, was ich überlesen haben könnte. Warum löste die Geschichte ...

Es fällt mir schwer zu dieser Geschichte eine Rezension zu schreiben. Es gibt so viele begeisterte Reaktionen auf das Buch, dass ich mich frage, was ich überlesen haben könnte. Warum löste die Geschichte bei mir nicht dieses Begeisterungsfeuer aus? Warum wurde ich nicht so mitgerissen und verzaubert von Martin?

Ich muss zugeben, dass ich mit dem Schreibstil nicht warm geworden bin. Die kurzen Sätze sorgten bei mir eher für Unruhe. Dadurch kam ich auch nicht so richtig in die Geschichte hinein und an den Hauptcharakter heran. Er blieb mir, trotz seiner Art und seiner guten Einstellung, fremd. Auch die doch recht strikte Trennung von Gut und Böse war für mich nicht greifbar, da es diese glatten Grenzen kaum gibt.

Eine Lesung mit der Autorin hat mir sehr geholfen, ihre Gedanken und ihre Absichten zu verstehen. Durch ihre Erklärungen konnte ich besser nachvollziehen, um sie z.B. kurze Sätze verwendet hat, warum bestimmte Figuren so und nicht anders ausgewählt wurden. Es half mir die Geschichte besser einzuordnen und somit wurde sie für mich am Ende doch noch rund, aber die große Begeisterung blieb leider trotzdem aus.

Veröffentlicht am 14.08.2021

Konnte mich leider nicht so richtig überzeugen

The Dry
0

Das Debüt von Jane Harper habe ich nach dem zweiten Buch von ihr gelesen. Es konnte mich nicht so richtig mitnehmen und überzeugen. Die Geschichte fand ich gut und auch die Umgebung der Geschichte war ...

Das Debüt von Jane Harper habe ich nach dem zweiten Buch von ihr gelesen. Es konnte mich nicht so richtig mitnehmen und überzeugen. Die Geschichte fand ich gut und auch die Umgebung der Geschichte war nahezu perfekt, um ein ungutes Gefühl auszulösen. Kiewarra und die dort lebenden Menschen wurden von der Autorin so beschrieben, dass man schon beim Lesen wenig Lust verspürte, jemals dorthin zu ziehen. Die Hitze, die Trockenheit, die gereizten und ausgelaugten Charaktere hatten eine sehr bedrückende Stimmung erzeugt. Aber es fehlte über die vielen Seiten eine konstante Spannung. Phasenweise wurde es langatmig und das Tempo flaute zu sehr ab. Die kleinen Puzzleteile, um die Morde aufzuklären, waren zwar interessant, aber zu viele, um alle im Auge zu behalten. Falk schaffte es zwar die ganzen Fakten und Daten in einem Zusammenhang zu bringen, aber es schleppte sich.

Da ich das zweite Buch schon gelesen habe, kann ich jetzt sagen, die Autorin werde ich auch weiterhin lese, da ich eine Steigerung erkennen konnte. Der gute Schreibstil war bei beiden Büchern vorhanden und auch die gute Idee zur Geschichte, aber die Spannung war nur im zweiten Band ausreichend vorhanden.

Veröffentlicht am 14.08.2021

Spannend bis zum Schluss

Es bleibt in der Familie
0

Nachdem mich der dritte Fall etwas enttäuscht zurückgelassen hat, war der vierte Fall wieder spannend und interessant. Anna Grue hat einen Fall entwickelt, der so undurchsichtig ist, dass man lange mit ...

Nachdem mich der dritte Fall etwas enttäuscht zurückgelassen hat, war der vierte Fall wieder spannend und interessant. Anna Grue hat einen Fall entwickelt, der so undurchsichtig ist, dass man lange mit der Polizei im Dunkeln tappt. Selbst der kahlköpfige Detektiv Dan Sommerdahl braucht eine ganze Weile, um die Zusammenhänge zu erkennen. Doch selbst dann muss er noch die Polizei überzeugen.

Die Autorin schafft es, dass mehrere gut durchdachte Handlungsstränge lange Zeit ohne Spannungsverluste parallel laufen. Man ahnt die ganze Zeit, dass es sich die Handlungen treffen werden. Jedoch werden erst recht spät die Abgründe offen gelegt und die Zusammenhänge erkennbar. Die Spannung bleibt durchgehend, obwohl die Geschichte eher ruhig und ohne große Action erzählt wird. Die Charaktere tragen die Geschichte. Die Vielschichtigkeit der Figuren und die Verquickungen untereinander machen die Geschichte interessant.

Dan Sommerdahl bleibt seinem Stil treu. Auch gegenüber den Frauen und so darf man sich nicht wundern, wenn er es auch diesmal wieder schafft, Herzen zu brechen und für Unruhe zu sorgen. Diese Seite an ihm wird mir wohl nie sympathisch werden, aber es ist eine Facette, die ihn ausmacht und irgendwie wartet man auch darauf.

Der fünfte Fall wird auf jeden Fall gelesen, schon um zu erfahren, wie es mit Flemming weitergeht.

Veröffentlicht am 04.08.2021

Leider nicht so spannend wie der Klappentext es versprach

Eskalation
0

Wenn man den Klappentext liest, dann erwartet man wirklich Gänsehaut beim Lesen. Die ersten Seiten waren auch ganz gut, aber leider konnte die Autorin ihr Tempo nicht halten. Weg von der Autobahn wurde ...

Wenn man den Klappentext liest, dann erwartet man wirklich Gänsehaut beim Lesen. Die ersten Seiten waren auch ganz gut, aber leider konnte die Autorin ihr Tempo nicht halten. Weg von der Autobahn wurde nicht nur die Geschwindigkeit gedrosselt, sondern auch die Spannung und die Logik des Falls. Die Charaktere waren noch nicht richtig ausgereift und wirkten eher blaß und ohne Profil. Sowohl die Opfer als auch die Ermittler waren wenig spannend und keine starken Charaktere. Mich konnte leider kein Charakter so richtig überzeugen.

Die Handlung war anfangs tatsächlich spannend und undurchsichtig. Aber spätestens bei dem Aufeinandertreffen mit der Polizei wurde es leider etwas unglaubwürdig und unlogisch. Obwohl die kurzen Kapital für einen schnellen Wechsel der Perspektiven sorgten, konnte kaum Spannung aufgebaut werden. Es wirkte alles sehr abgespult. Es gab keinen guten Spannungsbogen.

Je weiter die Geschichte fortschritt, desto mehr verlor sich mein Interesse. Man bekam das Gefühl, dass die Spannung durch teilweise recht brutale Szenen ersetzt werden sollte, was jedoch leider nicht funktionierte.

Im Großen und Ganzen ist es eine Geschichte, die noch nicht überzeugen konnte. Das Ende war relativ schwach und die Gründe etwas klischeehaft. Die Charaktere blaß und die Handlung stellenweise recht unlogisch. Schade.