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Veröffentlicht am 28.02.2020

Eine rasant erzählte Geschichte über eine neugierige Begine, die mehrmals in Gefahr gerät

Die Begine von Ulm
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*April 1412 in Ulm – die junge Begine Anna muss sich gegen Anfeindungen und Verdächtigungen wehren - - spannend und historisch interessant *

Ich kenne schon einige Buchreihen von Frau Stolzenburg ( Salbenmacherin, ...

*April 1412 in Ulm – die junge Begine Anna muss sich gegen Anfeindungen und Verdächtigungen wehren - - spannend und historisch interessant *

Ich kenne schon einige Buchreihen von Frau Stolzenburg ( Salbenmacherin, Meisterdiebin, Mark-Becker) und bin mit durchaus hohen Erwartungen in die Geschichte gestartet. Mir gefällt ihre Art zu schreiben. Sie arbeitet oft mit kurzen Kapiteln und schnellen Szenenwechseln, dadurch lesen sich ihre Bücher sehr flott.
Der Klappentext beschreibt sehr gut um was es geht. Eine junge Begine gerät durch Zufall in einen Strudel von Gewalt und Intrigen. Es braucht vereinte Kräfte, für die Aufklärung.
Neben der Haupthandlung erfahren wir einiges über die damalige Zeit in Ulm. Das Münster war im Bau ( Grundsteinlegung 1377 ), im Rat gab es Unfrieden und gegen die Beginen wurde gehetzt. Diese historischen Details verbindet die Autorin mit einer wirklich spannenden Krimihandlung.
Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen und das Ende deutet eine Fortsetzung an, die ich auf jeden Fall lesen werde.

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Veröffentlicht am 26.02.2020

Jeder hat sein eigenes Kreuz zu tragen …

Rote Kreuze
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*Eine berührende und auch beklemmende Geschichte. Es geht um Verlust, Trauer und das Leben*

Minsk / Weißrussland, 2001. Der alleinerziehende Vater Alexander bezieht seine neue Wohnung und schon am ersten ...

*Eine berührende und auch beklemmende Geschichte. Es geht um Verlust, Trauer und das Leben*

Minsk / Weißrussland, 2001. Der alleinerziehende Vater Alexander bezieht seine neue Wohnung und schon am ersten Abend lernt er die 90.jährige Nachbarin Tatjana kennen. Erst mit Widerwillen dann mit steigender Neugier, lässt er sich ihre Lebensgeschichte erzählen. Tatjana ist an Alzheimer erkrankt. Sie glaubt, Gott hat ihr Alzheimer geschickt, damit sie ihm später keine unbequemen Fragen mehr stellen kann.

Es geht vor allem um die Zeit des 2. Weltkriegs und den Umgang der russischen Regierung mit ihren Soldaten und deren Angehörigen. Der Autor zitiert zahlreiche historische Dokumente, die einen beim Lesen nur noch sprachlos machen. Russische Soldaten die verletzt oder in Gefangenschaft geraten sind, waren nichts mehr wert und galten oft als Volksverräter. Ihre Angehörigen mussten teilweise unter extremen Repressionen leiden.

Alexander hat selber einen großen Verlust zu verkraften und hat eigentlich keinen Nerv für die resolute Dame von nebenan, aber irgendwie tun sich die beiden gut und alte seelische Wunden beginnen zu heilen.

Der Autor erzählt die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven und macht auch größere Zeitsprünge. Die Zeitsprünge ergeben sich aus den Erzählungen und Erinnerungen der alten Dame.

Ich habe das Buch sehr gerne gelesen. Es ist historisch interessant, tiefgründig und an einigen Stellen auch humorvoll.

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Veröffentlicht am 23.02.2020

Spannender Kriminalfall und eine historisch interessante Rahmenhandlung

Völkerschau
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*Leipzig, 1898 – schöner historischer Krimi mit vielen Impressionen der damaligen Zeit ++ gerne mehr von diesem Autor*

Gregor Müller hat mich mit seinem ersten historischen Krimi schon als Fan gewonnen. ...

*Leipzig, 1898 – schöner historischer Krimi mit vielen Impressionen der damaligen Zeit ++ gerne mehr von diesem Autor*

Gregor Müller hat mich mit seinem ersten historischen Krimi schon als Fan gewonnen. Er hat es in diesem Buch geschafft, neben der gut durchdachten Krimihandlung, viele historische Details einfließen zu lassen. Die Ermordung der Kaiserin Sisi, die beginnende Frauenbewegung und die titelgebende Völkerschau, bei der Menschen anderer Kulturen, wie Tiere im Zoo ausgestellt wurden, werden thematisiert.

Der Commissar Joseph Kreiser, ermittelt hier in seinem ersten Mordfall. Er bekommt Unterstützung vom erfahrenen Staatsanwalt Möbius und abends erzählt er in einer Rückblende seiner Vermieterin die Ereignisse des Tages. Die Vermieterin ist eine pensionierte Lehrerin, die in Folge einer Krankheit erblindet ist. Es ergeben sich daraus zwei Handlungsstränge. Einmal der Alltag der Lehrerin Hannah und dann der Kriminalfall, von dem der Commissar berichtet. Das ist mal was anderes und hat mir sehr gut gefallen. Hannah hat einen scharfen Verstand und ist dem Commissar eine wertvolle Hilfe.

Neben den historischen Details hat der Autor sehr viel Wert auf eine authentische Sprache gelegt. Man fühlt sich beim Lesen wirklich in diese Zeit zurückversetzt. Manche Begriffe musste ich sogar nachschlagen.

Die 250 Seiten haben sich gut gelesen und ich freue mich schon auf eine neue Geschichte aus Leipzig.

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Veröffentlicht am 20.02.2020

Es geht nicht nur um die Finanzen, es geht um einen Systemcrash

Der größte Crash aller Zeiten
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*Die Autoren erklären in einer leicht verständlichen Sprache, dass es nicht mehr lange so weitergehen kann wie gewohnt*

Ich verfolge die beiden Autoren schon eine längere Zeit und kenne daher auch zwei ...

*Die Autoren erklären in einer leicht verständlichen Sprache, dass es nicht mehr lange so weitergehen kann wie gewohnt*

Ich verfolge die beiden Autoren schon eine längere Zeit und kenne daher auch zwei der Vorgängerbände. In diesem Buch versuchen sie eine breite Leserschaft zu erreichen und für die prekäre Lage in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft zu sensibilisieren. Das Buch ist leicht verständlich geschrieben und an einigen Stellen mit humorigen Bemerkungen 'gewürzt'.

Inhaltlich geht es erst um eine IST-Beschreibung. Die Themen sind: Euro – EU – EZB, weltweite Verschuldung, Deutschland – politisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich, USA, China

Danach geht es um Lösungsvorschläge, vor allem in Form von Möglichkeiten, wie man sein Hab und Gut in Krisenzeiten absichert. Es geht nicht um Rendite, sondern Vermögenssicherung. Schwerpunkt ihrer Empfehlung sind Sachwerte in Form von Edelmetallen, Bargeld, Bitcoin .. aber auch exotisches wie Diamanten oder Whisky wird besprochen.

Am Ende des Buches machen sich die Autoren Gedanken, wie es gesellschaftlich und politisch weitergehen könnte. Sie sehen viel Potential in der Digitalisierung und künstlichen Intelligenz. Ob sie mit ihren Prognosen richtig liegen, wird die Zeit zeigen.

Viele Fachleute sind sich einig, dass es nicht darum geht, ob es einen Crash gibt, sondern nur noch wann. Man sollte so geht es geht darauf vorbereitet sein. Umso mehr Menschen sich mit Vorsorge beschäftigen, desto „ruhiger“ wird die Krisenzeit. Da sollte man mal drüber nachdenken. Mit diesem Buch hat man einen guten Einstieg und wird dadurch sensibler wenn man die Nachrichten hört.

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Veröffentlicht am 19.02.2020

Eine klassische amerikanisch Story über Intrigen und Verschwörungen, mit einem sympathischen Helden - - Das Hörbuch ist aber anstrengend

Die Wächter
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Oliver Stone trifft sich mit drei Freunden zum regelmäßigen Austausch über "Verschwörungstheorien". Eines Abends werden sie unfreiwillig Zeuge eines Mordes und geraten dadurch ins Visier von gefährlichen ...

Oliver Stone trifft sich mit drei Freunden zum regelmäßigen Austausch über "Verschwörungstheorien". Eines Abends werden sie unfreiwillig Zeuge eines Mordes und geraten dadurch ins Visier von gefährlichen Leuten.

Diesem Mord folgen ein paar Ereignisse, die sich bis zu einer weltweiten Kriegsgefahr entwickeln. Der Autor hat einige kritische Gedanken zur amerikanischen Politik und der Nahostproblematik untergebracht. Das fand ich richtig interessant.

Grundsätzlich hat mir die Geschichte gut gefallen. Ich hatte nur an manchen Stellen Probleme der Handlung richtig zu folgen, weil viele Namen auftauchen und die Handlungsstränge schnell wechseln. Wahrscheinlich wäre das gedruckte Buch für mich besser gewesen.

Der Handlung würde ich 4 Punkte geben. Da ich aber dem Hörbuch stellenweise schwer folgen konnte, gebe ich hier 3,5 Punkte.

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