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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.07.2019

Sehr anspruchsvoller 5. Fall für die Ermittlerinnen Nyström und Forss

Der unerbittliche Gegner
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In diesem 5. Band spürt man deutlich, wie sich die Autoren und die Figuren weiterentwickelt haben. Die Handlung ist kompakter geworden, die persönlichen Geschichten der Protagonisten nicht zu sehr im Vordergrund ...

In diesem 5. Band spürt man deutlich, wie sich die Autoren und die Figuren weiterentwickelt haben. Die Handlung ist kompakter geworden, die persönlichen Geschichten der Protagonisten nicht zu sehr im Vordergrund und die Ermittlungen werden intensiv geführt.

Als Rahmenhandlung haben sich die Autoren diesmal die Flüchtlingskrise, Rassismus und rechte Hetze vorgenommen. Nachdem eine erfolgreiche Geschäftsfrau und kurz darauf ein Familienvater mit unglaublicher Brutalität ermordet wurden, laufen die Ermittlungen auf Hochtouren und relativ schnell wird ein Verdächtiger festgenommen. Es folgen weitere Morde und es braucht seine Zeit, bis die Ermittler den roten Faden erkennen.

In einer 'Nebenhandlung' lernen wir den jungen Kongolesen Mulopo kennen. Er wird im Kongo von Rebellen zum Kindersoldaten rekrutiert und wir begleiten ihn von Afrika bis nach Schweden. Seine Geschichte hat mich mehr berührt als die Krimihandlung, weil sie sehr realistisch dargestellt wurde.

Da ich diese Krimi-Reihe der Reihe nach lese, kann ich auch der übergeordneten Handlung um Stina Forss und ihrem Vater gut folgen. Allerdings sollte dieses Netzwerk, das irgendwie eine rechtsgerichtete / nationalistische Geheimgesellschaft mit viel Einfluss sein soll, endlich mal abgearbeitet werden. Mir wird das sonst zu langatmig.

Veröffentlicht am 17.07.2019

Sehr gelungene Fortsetzung – Interessanter Fall

In stürmischer Nacht
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Wie auch in den Vorgängerbänden arbeiten die Autoren in diesem Buch auf verschiedenen Zeitebenen. Diesmal spielt die Handlung einmal im September 2015. Eine verkohlte Leiche wird in einem Ferienhaus gefunden. ...

Wie auch in den Vorgängerbänden arbeiten die Autoren in diesem Buch auf verschiedenen Zeitebenen. Diesmal spielt die Handlung einmal im September 2015. Eine verkohlte Leiche wird in einem Ferienhaus gefunden. Es gibt kaum Anhaltspunkte, wer der Tote sein könnte und die Ermittlungen laufen schleppend.
Den 8. Januar 2005, erleben wir aus den Augen des „Knechts“ Ola. Der Orkan Gudrun tobt an diesem Tag durch Nordeuropa und verursacht verheerende Schäden in den schwedischen Wäldern. Der Landwirt Nils Johansson kommt dabei ums Leben. Laut seiner Frau war es ein tragischer Unfall. 10 Jahre später kommen da aber Zweifel bei den Ermittlern auf.
Im Verlauf der Ermittlungen wird klar, dass die beiden Todesfälle zusammenhängen und es offenbart sich eine Tragödie.
Ich finde es schade, dass Annette Hultin nicht mehr im Team ist. Ihre Art mochte ich sehr gerne.
Band 3 „Aus eisiger Tiefe“ endete mit einem Cliffhanger in Richtung Stina Forss und ihrem Vater. Dieses Thema wurde in diesem Band nur am Rande angerissen. Die Autoren haben da wohl was größeres vor.
Was mir besonders gut gefallen hat, war die Thematisierung der Land- und Forstwirtschaft in diesem Band. Es ist eine Besonderheit dieser Reihe, dass in jedem Band ein gesellschaftspolitisches Thema im Hintergrund steht und beleuchtet wird.
Ich freue mich schon auf den nächsten Band und bin neugierig ob da das Geheimnis um Stina Forss und ihren Vater gelüftet wird.

Veröffentlicht am 14.07.2019

Entführte Kinder und ein Wettlauf gegen die Zeit -- solider britischer Thriller

Blauer Montag
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Frieda Klein arbeitet als Psychotherapeutin und durch einen ihrer Patienten wird sie in Polizeiermittlungen verwickelt. Krimis in denen Profiler oder Psychologen die Ermittlungen begleiten mag ich grundsätzlich ...

Frieda Klein arbeitet als Psychotherapeutin und durch einen ihrer Patienten wird sie in Polizeiermittlungen verwickelt. Krimis in denen Profiler oder Psychologen die Ermittlungen begleiten mag ich grundsätzlich sehr gerne. Hier ist die Kombination zwischen Psychologie und Polizeiarbeit sehr gut gelungen.

Es geht um zwei Vermisstenfälle, die gut 20 Jahre auseinanderliegen, aber scheinbar was miteinander zu tun haben.

Da es sich um eine gekürzte Hörbuchfassung handelt, waren manche Szenen für mich nicht ganz klar nachvollziehbar, aber die Gesamthandlung hat für mich nicht darunter gelitten.

Andrea Sawatzki hat das Buch sehr emotional interpretiert und ich habe ihr sehr gerne zugehört.

Veröffentlicht am 12.07.2019

Unterhaltsame Reise ins bayerische Dorfleben -- Kriminalfall spielt eine Nebenrolle, der Humor steht im Vordergrund

KAMASUTRA IN UNTERFILZBACH
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Unterfilzbach ist ein fiktiver Ort im Bayerischen Wald und die Heimat der Familie Scharnagl. Das Familienoberhaupt Hansi ist einer der Hauptprotagonisten in dieser Geschichte. Im Winter findet er beim ...

Unterfilzbach ist ein fiktiver Ort im Bayerischen Wald und die Heimat der Familie Scharnagl. Das Familienoberhaupt Hansi ist einer der Hauptprotagonisten in dieser Geschichte. Im Winter findet er beim Schneeräumen den toten Dorfapotheker. Der zuständige Polizist kommt zum Schluss, dass es sich um einen tragischen Unfall handelt. Kurz darauf wird die beliebte Metzgereiverkäuferin tot aufgefunden. Nochmal ein tragischer Unfall, laut Polizei. Hansi hat da seine Zweifel und kann sich mit dieser Häufung tödlicher Unfälle nicht abfinden. Zufall und Dorftratsch bringen in auf eine heiße Spur.

Das Buch hat einen sehr eigenen Stil und ich denke für manche könnte es zu klischeehaft und oberflächlich sein. Die Autorin beschreibt das Dorfleben und die Bewohner sehr urig, teils skurril und gäbe es nicht Smartphone und Internet im Ort, könnte man glauben, dort ist die Zeit stehen geblieben. Mir gefällt das sehr gut und ich hatte viel Spaß beim Lesen.

Die Krimihandlung ist nicht sehr spektakulär und spannend, aber am Ende wird sie glaubhaft aufgelöst.

Wer sich in „Niederkaltenkirchen“ wohlfühlt, dem könnte die Reise nach „Unterfilzbach“ auch gut gefallen.

Veröffentlicht am 09.07.2019

Schönes Backbuch das Lust auf ein selbstgebackenes Brot macht

Brot backen mit Christina
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Mir sind die 'Christina' – Backbücher schon öfters aufgefallen und mit diesem Buch ist endlich eines bei mir eingezogen.

Was Backen angeht bin ich recht erfahren und daher dankbar, dass die Warenkunde ...

Mir sind die 'Christina' – Backbücher schon öfters aufgefallen und mit diesem Buch ist endlich eines bei mir eingezogen.

Was Backen angeht bin ich recht erfahren und daher dankbar, dass die Warenkunde am Anfang recht kurz gehalten wurde. Das Wichtigste steht drin: benötigte Backutensilien, die Unterschiede zwischen österreichischen und deutschen Mehltypen, Ansatz von Sauerteig und eine Anleitung für die 'Übernachtgare'. Für mich völlig ausreichend.

Die Rezepte sind einfach nachzubacken und mit den Ergebnissen war ich sehr zufrieden. Der SCHOKOKRANZ und das JOGHURTBROT mit Sauerteig sind bis jetzt meine Favoriten.

Das Buch selber ist sehr hochwertig verarbeitet und die Rezepte werden mit schönen Bildern ergänzt.